Rezension: Lockwood & Co.

Unsere Autorin Antonia hat diese Woche gleich drei Bücher des Autors Jonathan Stroud genauer unter die Lupe genommen. Es geht um die britische Serie Lokwood & Co., die immer wieder in divesen Bestsellerlisten auftaucht.

Hintergrund: Jonathan Stroud (geboren am 27. Oktober 1970 in Bedford) ist ein britischer Schriftsteller und Autor phantastischer Literatur. Er schreibt hauptsächlich Kinder- und Jugendbücher. Bereits im jungen Alter von sieben Jahren verfasste er seine ersten Geschichten, strebte aber nach einem Studium der Englischen Literatur an der Universität von York zunächst eine Karriere im Verlagswesen als Lektor und Herausgeber von Sachbüchern für Kinder an. Mitte der 1990er Jahre begann er, eigene Werke zu veröffentlichen und erreichte mit seinen ersten Büchern recht schnell Erfolge. Er gewann mit seinem Titel “Die Pforte des Magiers”, dem vorletzten Band der Bartimäus-Tetralogie, am 24. September 2006 den CORINE-Buchpreis in der Sparte “Jugendbuch”. Heute lebt Stroud zusammen mit seiner Frau Gina, Tochter Isabelle und Sohn Arthur in St. Albans in Hertfordshire in der Nähe Londons.

Und gerade London hat er sich als Schauplatz seiner Romanhandlung ausgesucht. In diesem London aber spukt es. Sobald es abends dunkel wird, erwachen furchterregende Geister zu gespenstischem Leben und werden zu einer unheimlichen Bedrohung der dort lebenden Bevölkerung. Um diesen Schrecken Einhalt zu gebieten haben sich überall im Land Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen und obwohl sie gut ausgerüstet sind mit dem verschiedensten Abwehrmaterial, wie Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben, bezahlen die Agenten nicht selten für ihre Dienste mit dem Leben.

untergrundSo arbeitet auch die eher kleine Agentur Lockwood mit ihren wagemutigen Mitstreitern Anthony Lockwood, Lucy Carlyle und George auf dem Gebiet der Geisterabwehr. Finanziell immer knapp bei Kasse sind sie auf lukrative Aufträge angewiesen. Beste Resultate können sie bereits erzielen bei ihrem ersten gemeinsamen größeren Fall, einer seufzenden Wendeltreppe in einem alten Herrenhaus. Diese Angelegenheit erforderte den äußersten Einsatz, denn die Gespenstererscheinungen dort erweisen sich als überaus ernstzunehmende, gefährliche Gegner, die der Gruppe alles abverlangen. Es ist jedoch auch die erste Feuerprobe und die Gemeinschaft kann sich prüfen und austesten, inwieweit sie ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen können, um so zum gemeinsamen Erfolg beizutragen, denn je besser es ihnen gelingt, ihre Zusammenarbeit aufeinander abzustimmen, desto größer ist die Überlebenschance eines jeden von ihnen.

Doch kaum ist dieses Problem gelöst, wartet schon die nächste Herausforderung in Teil 2 auf das Team um Lockwood & Co., Erfolge sind hier der einzige Schlüssel für neue Mandate, denn auch die Konkurrenz schläft nicht. So ist es nicht immer einfach, sich von den anderen Agenturen abzuheben und durch besondere Leistungen auszuzeichnen. Allein auf Glück können sie sich dabei kaum verlassen, denn nun werden mächtige magische Artefakte gestohlen und es sind nicht ausschließlich Geister ihre Gegner. Auch hier wachsen sie erneut mit ihren Aufgaben und decken nun eine Verschwörung auf, deren Ausmaß sich auf ganz London erstreckt.

Eine mangelnde Auftragslage gehört ab Teil 3 der Vergangenheit an, die Geschäftsstelle ist in aller Munde und kann sich vor Aufträgen kaum mehr retten. So wird es erforderlich, eine zusätzliche Mitarbeiterin – Holly – für die Organisation einzustellen. Zusammen mit ihr kehrt allerdings der Unfrieden ein im kleinen Team, denn Lucie, bisher gewohnt, alles allein zu entscheiden, fühlt sich von ihr bald eingegrenzt und bevormundet. Sie trägt sich sogar mit dem Gedanken, die Agentur zu verlassen. Doch gerade jetzt scheint ein traditionsreiches Londoner Kaufhaus die Brutstätte eines grausigen Phänomens zu sein und es entwickelt sich schnell zu einem neuen Fall für Lockwood & Co. Wird es also dem kleinen Team gelingen, ihre Streitigkeiten beizulegen und zu seiner größten Stärke, des gemeinsamen Agierens, zurückzufinden?

Fazit:
untergrund2Preisverdächtig sind ebenso Strouds neueste Schöpfungen der Lockwood-Reihe. Ganz ähnlich wie bei Bartimäus versteht es der Autor auch hier, seine Figuren so zu zeichnen, dass er ihnen Leben einhaucht. In ihren Handlungen wirken sie für den Leser vollkommen authentisch, selbst der wispernde Schädel entwickelt eine sympathische, eigene Persönlichkeit. Mit seinen stets gleichbleibenden, negativen Äußerungen und düsteren Prophezeiungen gehört er einfach zur Gruppe dazu und trägt auch nicht unerheblich zum Erfolg der kleinen Agentur bei. Gemeinsam sind sie doch ein unschlagbares Team und sie werden, da bin ich mir ganz sicher, zusammen noch zahlreiche, spannende Fälle aufklären, denn die Serie will be continued …

Bildquelle: Christian Lendl, thx! (CC BY 2.0)

Ein Kommentar

  1. Kritiker sagt:

    Es sind meiner Meinung nach Jugendbücher und keine Kinderbücher.
    Nur weil Kinder oder Heranwachsende die Hauptpersonen sind wird ein Buch kein Kinderbuch.
    Oliver Twist würde auch niemand als Kinderbuch im klassischen Sinne bezeichnen.
    Bei Bartimäus würde ich sogar soweit gehen das es nur für ältere Jugendliche geeignet ist.

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