LuL.to: Ermittlungen zunächst gegen Betreiber

Oberstaatsanwalt Thomas Goger von der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg (Zentralstelle Cybercrime Bayern) hat vorhin per E-Mail auf unsere gestrige Presseanfrage reagiert. Nach seiner Auskunft richten sich die Ermittlungen „noch im Schwerpunkt gegen die Betreiber der Seite” von LuL.to. Zu einer im Raum stehenden Strafbarkeit auch der “Kunden” könne er zum jetzigen Zeitpunkt deshalb noch keine Angaben machen.

Im Juni 2017 wurde das illegale Download-Portal „Lesen & Lauschen“ (LuL.to) vom Netz genommen. Heute bekamen wir eine Antwort auf unsere Anfrage von Oberstaatsanwalt Thomas Goger von der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, Zentralstelle Cybercrime Bayern.

 

Schon im Oktober des Vorjahres hat der Oberstaatsanwalt die strafrechtliche Verfolgung der zahlenden Kundschaft von LuL.to nicht ausschließen wollen. Daran hat sich bis dato nichts geändert. Auf unsere gestrige Anfrage antwortete er im Originalton:

„Sehr geehrter Herr Sobiraj,

die Ermittlungen richten sich im Moment noch im Schwerpunkt gegen die Betreiber der Seite. Zu einer im Raum stehenden Strafbarkeit auch der “Kunden” kann ich zum jetzigen Zeitpunkt deshalb noch keine Angaben machen.“

Das passt sehr gut zu den Informationen, die uns von verschiedenen Anwälten zugetragen wurden. Die Ermittlungsbehörden seien mit dem Fall seit Monaten mehr als ausgelastet, das Verfahren zieht sich schon seit längerer Zeit in die Länge. Von daher wird man in Bamberg und anderswo noch mit der Auswertung der beschlagnahmten Asservate beschäftigt sein. Auch habe das Personal zu einem größeren Teil gewechselt, die neuen Mitarbeiter mussten sich in den komplexen Fall natürlich erst einmal einarbeiten, zumal nicht nur LuL.to hochgenommen wurde, sondern auch der Darknet-Marktplatz Hansa Market, die die LuL-Hintermänner vermutlich auch betrieben haben. Das Land Bayern dürfte schon bald aufgrund der beschlagnahmten Wallets von LuL.to und dem Hansa Market zum Bitcoin-Millionär werden.

LuL.to-Nutzer: das ewige Hoffen und Bangen

Schon aufgrund des Personalwechsels dürfte es bis zu einer endgültigen Entscheidung noch etwas dauern. Es wäre auch möglich, dass nur die Personen belangt werden, die ein bestimmtes Download-Kontingent überschritten haben. Wurden also von den Verdächtigen urheberrechtlich geschützte Werke im Wert von mehr als 150 Euro bezogen, um nur mal ein Beispiel zu nennen, dann würde ein Verfahren eingeleitet, ansonsten nicht. Aber auch das wurde noch nicht endgültig entschieden.

Zumindest dürfte es kein großes Problem sein, an die Identität der Kunden zu gelangen. Nachdem beim Bezahl-Portal einige Monate vor dem Bust keine Paysafe Karten mehr eingelöst werden konnten, haben die meisten Nutzer Gutscheine ihrer echten Amazon-Accounts als Zahlungsmittel verwendet. Amazon würde die Identität ihrer Nutzer natürlich auf Anfrage preisgeben, auch wenn das Rechtshilfeersuchen des Amazon-Mutterkonzerns in den USA ein wenig dauert.

 

Quelle Beitragsbild, thx! (CC0 1.0)

Mehr zu diesem Thema:

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

Vielleicht gefällt dir auch

58 Kommentare

  1. Sweets sagt:

    Nur so ein Gedanke, also rein hypothetisch: mygully und deren Server sind – wie auch immer – im Besitz des LKA. Ich kann mir vorstellen, dass 75% der LuL.to-Nutzer andere Warez-Seiten aufsuchen und sich dort registrieren lassen, um wieder irgendwelche eBooks, Musik etc. zu saugen. Wie wir wissen, ist man weder mit VPN, noch mit Tor (zumindest beim Download von Dateien) anonym. D.h. wenn das LKA die gleiche Strategie wie bei AlphaBay und Hansa Market anwendet, würde das heißen… Ich glaube, jeder weiß worauf ich hinaus will.

    • Sour sagt:

      Ich glaube jeder weiß was du gerne hättest.

      Allerdings bist du auf dem Holzweg. Nur, weil man in einem Warez Forum registriert ist, macht man noch nichts verbotenes.

      Auch dort gibt es eine gute Community abseits vom leechen, interessante Scenenews und Gerüchte.

      Eine Registrierung dort ist keine Straftat.

      Und auch an die Sauger kommst du nicht ran.

      Die Daten liegen nicht auf mygully Servern, sondern bei One click hostern.

      Die Hoffnung ein Bust von mygully würde Leecher in die Enge treiben dürfte gegen 0 gehen.

      • Sweets sagt:

        Was ich hätte Sour, ist, dass die Ermittler vom LKA, Europol und das FBI ihre Suche nicht nach Saugern oder Uploader von ebooks, music, software etc. verschwenden, sondern lieber die Daten der beschlagnahmten Server, PC etc. von diesem Kinder-Porno-Portal Elysium mit knapp 90.000 Mitglieder auswerten. Damit diese “Nicht-“Menschen der Prozess gemacht werden kann. Hier sollte man Prioritäten setzen, ganz eindeutig.
        Das oben war nur ein Gedanke. Nicht mehr und nicht weniger, aber danke für die Aufklärung, Sour.

  2. justizfreund sagt:

    Die Verjährung und auch alle sonstigen Vorschriften und Grund- und Menschenrechte sind in der Praxis in der Justiz vollständig variabel und interessieren niemanden, wenn das Verfahren nicht gross öffentlich in den Medien steht.
    Auch illegale Beweismittel dürfen in Deutschland vor Gericht verwendet werden. Es kommt auch vor, dass für eine Verurteilung Akten frisiert werden oder Beweismittel extra hergestellt werden usw.
    Sachverhalte oder Beweismittel werden auch einfach frei erfunden und dann als feststehende Tatsache von Richtern und Staatsanwälten in die Verhandlung eingebracht.

    Der ehemalige Stuttgarter Oberstaatsanwalt Werner Schmidt-Hieber über den Deal vor Gericht „Handel mit Gerechtigkeit“ in DER SPIEGEL 1993, Seite 78:
    „Ein Lehrer, der heute mit seiner Schulklasse das Gericht besucht, darf sich nicht mit einem einzigen Strafprozeß begnügen: Er wird seinen Schülern zeigen müssen, daß die kaltblütige Pedanterie des Strafverfahrens nur den Armen und Schwachen gilt. Je höher der soziale Status eines Angeklagten, desto menschlicher wird die Justiz.
    …Dieser unverhohlene Opportunismus einer überlasteten Justiz schafft ein Zweiklassen-Strafrecht, eine kaum faßbare Bevorzugung des Wohlstandskriminellen.
    Kaum eine Chance hat der Kleinkriminelle: er ist den Förmlichkeiten der Justiz bis zur Komik unterworfen. Er darf nur nach Aufforderung aufstehen, sich hinsetzen, reden – und wird beliebig unterbrochen.“

    Das Ansehen der Person ist eines der wichtigsten Verurteilungskriterien in der Justiz.

    Die Justiz ist immer nur so überlastet wie diese es sein möchte. Um Kritiker wegen Worte wie im Dritten Reich an dem System zu verfolgen wird keine Zeit und es werden keine Kosten gescheut, die man deren Opfer am Ende in Rechnung stellt.
    Und die staatsanwaltlichen und richterlichen Nebentätigkeiten in Bayern sind geheim. Eine sich daraus ergebende Befangenheit ist in Bayern zu dem in der Justiz erwünscht (Siehe auch: “Systemfehler”, Der Spiegel 51/2013), damit Staatsjuristen auch persönliche Rachegelüste befriedigen können.

    „Was die Justiz betrifft, so sind die Behauptungen von REIWALD auch keineswegs neu, schon WITTELS, Die Welt ohne Zuchthaus, Stuttgart 1928, redete vom Richter, ‚der seinen Sadismus in geordneten Bahnen auslebt‘, und STAUB/ALEXANDER, Der Verbrecher und seine Richter, Wien 1929 (Ndr. Unter dem Titel Psychoanalyse und Justiz, Frankfurt 1974 mit einer Einleitung von T. MOSER), unterstrichen die Funktion der Justiz, die delegierten privaten Rachegelüste im Staatsauftrag zu befriedigen.“
    Dieter Simon in „Die Unabhängigkeit des Richters“, 1975, Seite 161f

    usw.

    • Walter Wutz sagt:

      Achtung! Aluhut auf! :-)

      Faktisch dürften die meisten Urteile (ich schätze mal so 90 – 95%) wohl dem “gesunden Volksempfinden” (dies gilt nach meiner Einschätzung sowohl für Strafrecht als auch für Zivilrecht) entsprechen.

      Bei dem “Rest” handelt es sich zum Teil um so komplexe rechtliche Fallgestaltungen, dass diese im Ergebnis vom juristischen Laien nur schwer nachzuvollziehen bzw. nur schwer zu verstehen sind.

      Richtig ist aber wohl, dass es auch Fehlentscheidungen gibt (auch in der Justiz gibt es eben qualifizierte und weniger qualifizierte Protagonisten). Es menschelt halt überall.

      Das vom “Justizfreund” beschriebene Problem resultiert wohl eher daraus, dass sog. “Wohlstandskriminalität” meist sehr viel komplexer (und damit auch deutlich schwerer nachzuweisen) ist als “einfache” Kriminalität (so ist “Steuerverkürzung” ggf. viel schwerer nachzuweisen als bspw. ein “Ladendiebstahl”).

  3. Ja ein Name sagt:

    Macht euch mal nicht ins Hemd. Unter bitcointalk.org wurden die Amazon-Gutscheine in Bitcoins getauscht. Was nun die neuen Besitzer damit machen, ist höchst individuell.

  4. Frau Schlau sagt:

    @Verjährungsfrist im Zivilrecht (und das ist ja die teuere Nummer) bei Copyrightverstößen ist 2 Jahre! Wie kommt hier jemand auf 10???

    • Anonymous sagt:

      Vermutlich weil einige Gerichte in p2p-Fällen regelmäßig von einer zehnjährigen Verjährungsfrist ausgehen.
      Der Unterschied zu lul.to ist allerdings, das dort der upload bestraft wird und hier “nur” der download verfolgt werden würde.
      Der Schadensersatzanspruch ist im vorliegenden Fall für die reinen Nutzer erheblich geringer. Das könnte eventuell durch die Menge der Verstöße wieder kompensiert werden.
      Eine Hemmung der Verjährung kann auf jeden Fall eintreten wenn Verfahren eröffnet werden, wie jetzt genau in einem solchen Fall die Verjährung ist, keine Ahnung. Ist eventuell Auslegungssache.
      Nicht vergessen, es gibt eine strafrechtliche und eine zivilrechtliche Komponente. Strafrechtlich, eventuell Hehlerei und bandenmäßige Kriminaliät, wenn man es unbedingt aufbauschen will. Zivilrechtlich, die Schadensersatzansprüche.
      Ich denke, jeder Fall muss da individuell betrachtet werden.

  5. bap sagt:

    Schon ein bisschen Clickbait dieser Artikel – wenn man sich den Titel so ansieht und dann feststellt, dass es eigentlich überhaupt nichts Neues zum Thema gibt :D

  6. no panic titanic sagt:

    Wer bei lul Bücher kaufte, hatte x Tage Zeit diese runterzuladen. Danach musste man erneut dafür bezahlen. Egal ob man sie schon runtergeladen hatte oder nicht.

    In der Datenbank war also wieder ne 0 statt ner 1 ;) Ausserdem konnte man seinen Verlauf leeren. Ich sag: Es wird schwerer der Nutzern was vorzuwerfen als manche denken.

    Schließlich kommen auch noch die Punkte die andere nannten dazu. Siehe IPs, Vorratsdatenspeicherung, usw.

  7. Theodor sagt:

    Sorry, aber man könnte fast den Eindruck bekommen, dass hier an einer bestimmten Sichtweise festgehalten wird, damit die ängstlichen LUL-User auch weiterhin diese Seite besuchen… Jedes Mal wird bemerkt, dass man über die Amazon-Gutscheine die “Identität der Nutzer” ermitteln könne und jedes Mal wird in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass man dazu beweisen müsste, dass der Käufer eines Gutscheins auch der Nutzer = Downloader ist. Dazu hätten dann erstens die IP-Daten geloggt werden müssen, die dann zweitens von den Ermittlern alle per Gerichtsbeschluss innerhalb einer Woche hätten an die Provider weitergeleitet werden müssen etc. Schon sieht die Sache etwas anders aus…

    • Anonymous sagt:

      Welche Seite sollen die noch besuchen?
      Die der Polizei?

    • Anonymous sagt:

      Man kriegt echt nen Krampf wenn man liest was hier alles an falschen Rechtswissen und Wunschdenken darüber geschrieben wird. Die meisten wissen noch nicht mal das wirklich eine zehnjährige Verjährungsfrist für Copyrightverstosse gilt. Diese kann sogar verlängert werden indem der Angeklagte in der Sache angeschrieben wird, dann läuft sie ab dem Datum wieder neu an.
      Oder falsche Aussage wie hier gerade – sobald IP Adressen verdächtiger bekannt werden, wird dem Provider mitgeteilt das er die zugehörigen Daten einfrieren soll, wozu er auch verpflichtet ist. Danach erst wird beim Staatsanwalt nachgefragt ob eine Befugnisse erteilt diese Daten ausgehändigt zu bekommen. Diese Daten können also ewigkeiten geparkt werden, bevor man sich entscheidet diese zu bekommen.

    • Ein elitärer Schiffslauscher sagt:

      Es wird Zeit, dass wieder ein Durchsuchungsbericht eines panischen Newbies gefakt wird.

  8. Der Jurist sagt:

    Wer so blöd war und amazon-Gutscheincodes nicht mit Bargeld im Laden gekauft hat, oder wer Real-Email-Adressen verwendet hat, oder wer nicht per Tor oder per VPN LUL besucht hat, dem ist eben nicht zu helfen. Da bleibt dann nur die Hoffnung, dass bis 31.12.2020 (3-j. Verjährung UrhRecht) keine Post kommt. Aber bei unserer überlasteten Justiz ist das ja durchaus eine berechtigte Hoffnung…

    • Mausi sagt:

      Wirkt in so einem Fall die Verjährung überhaupt wenn die Behörden zu lange brauchen? Die Verjährungsfrist beginnt doch erst mit Kenntnisnahme des Geschädigten, d.h. wenn der Buchautor bzw. der Anwalt die Daten von IP-Adressen bzw. der Anschlussinhaber bekommt? Kann mich aber auch irren.

      • Anonymous sagt:

        Ich schätze mal dann gilt die 10-jährige Verjährung.
        Ansonsten wäre es so, das für diese Deliktgruppe ähnlich wie bei Völkermord gar keine Verjährung besteht.
        Grundsätzlich kann es sein, das man von einer Urheberrechtsverletzung erst nach, sagen wir mal dreißig Jahren erfährt.
        Ich denke, das nach drei Jahren Ruhe sein wird, da es immer schwieriger wird irgendwas zu beweisen. Die Leute sind umgezogen, niemand kann mehr das Gegenteil behaupten, wenn die sagen das drei Kinder und der Hausfreund regelmäßig Zugriff auf Internet und Amazonaccount hatten usw usw.
        Die bestätigen das, streiten aber ab der Täter zu sein.
        Dann dauert das knapp ein Jahrzehnt, bis da ein rechtskräftiges Urteil kommt.
        Bei p2p zumindest sollen solche Zeiträume normal sein.
        Es ist eben nicht sicher das der Kläger, je nach Konstellation, ein Urteil in seinem Sinne bekommt.
        Inzwischen haben die Betroffenen alle Zeit der Welt eventuell vorhandene Vermögenswerte umzuschichten. Will man da ran muss man erstmal Kenntnis davon haben und weitere zehn Jahre klagen.

    • Anonymous sagt:

      Da haben Kommentatoren in Deinem Forum anderes behauptet.
      Neben der Behauptung die Du kolportierst, die hier auch aufgestellt wurde.
      Andere Quellen gibt es leider nicht.
      Da wäre noch die Frage, wenn das so gewesen sein sollte, wie man so unschlau sein kann trotzdem quasi mit Anschrift und Telefonnummer dort tätig zu werden.
      Recht hast Du natürlich, abwarten und Tee trinken.
      Was anderes bleibt für die Betroffenen nicht übrig.
      Ich bin nur gespannt wie solch eine Verfolgung in Zeiten chronisch überlasteter Gerichte aussehen soll, sobald jemand sagt das war ich nicht beweist das.

      • Ich schlage vor, Du rufst dort selbst an, was hälst Du davon?

      • Peter Lustig sagt:

        Wieso werde ich das Gefühl nicht los, das dieser Kandidat mächtig “bammel” hat…?

        Nimm dir paar “Baldrian” um mach auf unschuldig…
        Vielleicht funktionierts?

        • Anonymous sagt:

          Es wird Dich wundern, ich habe Interesse daran das es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt.
          Wir haben hier eine Wette laufen, ob es möglich ist erfolgreich Gelder von den Nutzern einzutreiben oder ob das nur weitere Kosten verursacht.
          Damit einer von uns gewinnen kann, muss das natürlich erstmal soweit kommen, das das vor Gericht landet.
          Eine erste Hürde haben wir schon genommen.
          Einfach dadurch, das wir mit Kommentaren die teilweise von uns stammen, die Autoren auf die Palme gebracht haben.
          Wetten kann man bekanntlich auf alles :-)

  9. Joseph sagt:

    In der Zeit von Lysander wurde kein Amazon Gutschein akzeptiert. Die meisten Nutzer Gutscheine ihrer echten Amazon-Accounts als Zahlungsmittel verwendet. Wie dämlich waren die Leute eigentlich?

  10. Anonymous sagt:

    Achtung reine Spekulation aber eventuell wurden sie ja ausgetauscht da am Anfang noch nicht klar war wie eng lul mit der Drogenplattform verbandelt war und zunächst die falschen Leute am Fall saßen deren Fachgebiet es eben nicht ist sich mit Drogen(geldfluss) auseinander zu setzen sondern auf Warez spezialisiert sind?

    Würde mir zumindest so spontan einfallen asl Grund das Personal zu tauschen

  11. BASTIAN sagt:

    Lars hat recht, entschieden ist noch gar nichts!
    Was sollen die “Gerichte” auch anderes sagen. Das müssen abertausende Seiten mühselig ausgewertet werden…

    Die gehen gegen die Betreiber vor, und das absolut vorrangig.
    Die normalen “Downloader” werden denk Ich mal kaum behelligt werden. Die IP-Daten sind inzwischen veraltet und halten einem Gerichtsverfahren nach langer Zeit nur schwer stand.

    Lediglich Kunden mit Real-Anschrift und Real Bezahlkonto, ja die dürfen wohl noch “fiebern”.

    Bloss immer sehr blöd, das sich die Verfahren so lang hinziehen, und man nicht weist wann dort der Schlussstrich gezogen wird.

    • Mausi sagt:

      Wenn die nicht ganz blöd waren, haben sie sich die Anschlussinhaber schon längst besorgt.

    • Anonymous sagt:

      Je länger das dauert, desto besser für die Betroffenen.
      Das Abstreiten wird, die richtige Strategie vorausgesetzt, mit jedem Jahr einfacher.

    • Die Saga sagt... sagt:

      Früher haben die Behörden einfach Seiten vom Netz genommen.Heute laufen intensive Vorbereitungen bevor eine Seite hochgenommen wird. Geprüft werden Werbepartner/Linkcrypter/Partnerseiten/Adware etc. Der Geldfluss wenn einer sichtbar ist, wird verfolgt…

      Die Ermittler wollen oftmals nicht nur an die Betreiber ran,
      sondern an möglichen Usern. Auch die Verstrickungen
      zu Hostern/File- und Linkcrptern sind durchaus intressant!
      Ermittlungen sind teuer, die wollen auch Geld wieder
      reinholen.

      Deswegen fallen bei mir eine ganze Reihe Portale weg, bei denen man sich anmelden muss.

      Die Betreiber wie lul.to können tausendmal behaupten es wurde nichts geloggt. Aber ganz ehrlich, weiss manns??? Wenn Ich Betreiber einer solchen Seite wäre (Annahme):
      Ich würde auch die IPs loggen, nur als Selbstschutz, um
      irgenwelche Auffälligkeiten zu bemerken! Hat denen
      von LUL offenbar nichts genutzt.

      Wenn die warez-Seiten erwischt werden, denken die auch nur
      an Ihre eigene Haut. Natürlich werden dann die IP-Listen / Controlling-Listen freimütig ausgehändigt. (Strafverkürzung).

      Bin mir auch sicher, das “LUL” im Vorfeld länger unter
      Beobachtung stand. Da kommt keiner daher und sagt,
      heute paar Bücher von dem und den, die Seite wird
      “gesprengt”. Nein, da wird viel Vorarbeit geleistet.
      Es wird geschrieben/protokolliert was die Seite anzeigt,
      die Frequentierung. Analysen werden gemacht.
      Ortung wird angestrebt. Screenshots ohne Frage, ja!

      Ganz Unerkannt, ist auch mit VPN keiner.
      Theoretisch kann man auch VPN Anbieter unter
      Druck setzen, um näherers zu erfahren.

      Und einmal unter uns “Die besten Warez-Zeiten,
      sind nach meiner Auffassung Geschichte..”
      Ich seh da kein großes Zukunftspotenzial.

      • Reiner sagt:

        @Die Saga sagt:Die Ermittler wollen oftmals nicht nur an die Betreiber ran, sondern an möglichen Usern.

        Dann nenn doch mal bitte ein Beispiel bitte, wo das passiert ist?

      • Mausi sagt:

        VPN Anbieter: Wenn die in irgendeinem Schurkenstaat sitzen oder z.B. gar keine Logs anfertigen (wurde schon mal jemand durch z.b. Perfect Privacy hochgenommen?), dann bringt Druck nix.

        Aber ich gebe dir recht: Die besten Warez-Zeiten sind vorbei, seit P2P Downloader abgemahnt wurden. Bei P2P hat Geld nämlich keine Rolle gespielt.

  12. Peter sagt:

    Ja, die User sind dran!!
    Immer ist es das Urheberrecht. Was ist mit der Oma die ganz legal dem Enkel einen Amazon Gutschein kauft. Was ist mit den Leuten die Amazon Gutscheine verschenken. Plötlich hokuspokus Post vom Staatsanwalt?! Hier sollte mal wirklich differenziert werden. Und die Betreiber. Urheberrechtsverletzung ganz klar?! Na, klar! Was ist mit der damit verbundenen Steuerhinterziehung. Auch das wird ermittelt.

  13. TeeB sagt:

    Müsste man da wirklich bei Amazon über den Mutterkonzern in den USA gehen? Da sitzt ja auch noch eine Amazon EU Sàrl in Luxemburg. Die wäre wahrscheinlich einfacher zur Kooperation zu bewegen.

  14. Mausi sagt:

    Danke für das Update.
    Auch mit Paysafecards würde ich mich nicht allzu sicher fühlen, wenn man nicht gerade noch einen sicheren VPN benutzt hat.

    • MARIONETTE sagt:

      Luxemburg = Steuer sparen !
      USA = Datenkrake

      TeeB ich glaub jetzt weisst du Bescheid.

      • TeeB sagt:

        Nein, das hilft mir nicht weiter. Das die nicht in Luxemburg sitzen weil es da so schön ist, ist mir auch klar. Allerdings wickelt die Amazon EU Sàrl ja die Geschäfte für Europa ab. Daher verstehe ich nicht, warum bei den gekauften Amazon Gutscheinen die Muttergesellschaft in den USA der Ansprechpartner sein soll.

        • BASTIAN sagt:

          Schon mal was von “Silicon Valley” in Californien gehört. Das sitzen genug Firmen, die gegen kriminelle Seiten aktiv vorgehen. (Vor allem in den USA selbst). Deswegen habe viele illegale Seiten in Europa hier eine “Geo-Sperre” d.h. US-Bürger können z.B. kinox.to gar nicht aufrufen/erreichen.

          Wäre das möglich, das Bürger von den USA hier auf unseren “Content” zugreifen würden, wäre schnell ein “Showdown” bei vielen Seien zu erwarten.

          Glaub die arbeiten mit “fiesen” Tools und unseriösen Mitteln. (Sorry FBI/CIA ich bin nicht zuhause).
          :)

    • Anonymous sagt:

      Mit den meisten VPN geht PSC nicht.
      Ist aber egal, da wir bisher keine Vorratsdatenspeicherung haben die funktioniert. Nach Bezahlung reconnecten und sollte man nicht sowieso schon in irgendeiner Überwachung hängen gibt es da nichts was beweiskräftig ist.
      Barzahlung vorausgesetzt.

  15. Anonymous sagt:

    Im Ernst? Die haben wirklich in großer Zahl über ihre Amazonaccounts die Gutscheincodes erworben? Das wo man die Dinger praktisch überall für Bares bekommt?
    Ist vermutlich einfach zu aufwendig beim Einkaufen in das Regal mit den Dingern zu greifen.
    Passt dazu das die Leute aus Faulheit auf biometrische Passes (*) setzen. Passwörter kann man ändern. Fingerabdrücke und Iris behält man sein Leben lang.

    *
    Biometrie ist kein Zugangsschutz, nur sinnvoll um als Voraussetzung für eine Passworteingabe zu gelten.

    • Anonymous sagt:

      Die gehen nicht mehr einkaufen.
      Weil Amazon viel bequemer und die Zeitersparnis und so und der tolle Service, ec. pp.
      Da wird alles bei Amazon bestellt und mit Kreditkarte oder Einzugsermächtigung bezahlt.
      So konditioniert bekommen die gar nicht mehr mit wo da der Haken sein könnte.
      Solche Feinheiten wie die Seriosität einer Seite einschätzen, Verwendung von Tor/VPN, NoScript usw überfordert dann total.
      Ich schätze, die haben da als Nutzer von lul.to auf die Schnelle eine schöne Lernkurve hingelegt.

    • Anonymous sagt:

      Scheint wohl doch nicht ganz so einfach zu sein, die “Buchführung” bei lul.to zu “knacken”.
      Mit den amazon-Gutscheinen dürfte strafrechtlich kaum etwas zu beweisen sein. Was sagt es aus, wenn jemand für 20 € einen Gutschein gekauft und unstrittig auf seinem Konto eingezahlt hat?
      Nichts!
      Wieviel Guthaben war im Zeitpunkt des Zugriffs noch auf dem Konto? Ob es 0 € oder 19,95 € waren ist der erste Unterschied.
      Welche Werke wurden für den Differenzbetrag heruntergeladen? Strafrechtlich relevant ist das downloaden von urheberrechtlich geschützten Werken und nicht die Einzahlung auf einen account mit amazon-Gutscheinen.
      Ohne IP-Adressen wird man keinen Nachweis führen können – selbst wenn man die Person eindeutig identifiziert, die den Betrag per amazon auf sein Konto eingezahlt hat.

      Sollten die Betreiber tatsächlich im darknet unterwegs gewesen sein, dürfte ihre Verschlüsselung usw. wohl nicht ganz so einfach zu knacken sein.

      • Anonymous sagt:

        Wie kommst Du darauf, das die Nutzung von TOR und Co irgendeine Auswirkung auf die Verschlüsselung von deren Forendatenbank hat?
        Nicht vergessen, die sind erwischt worden.
        Ich würde mal annehmen, sollte die verschlüsselt sein, das die DB jetzt Verhandlungsmasse ist um eventuell Strafmilderung zu erreichen.
        Grundsätzlich geht es, vorausgesetzt die Sachen stimmen die so verbreitet werden, um zwei DBs. Hansanet und Lul.
        Die Frage ist für die Luler eher, ob irgendjemand bei der StA Lust und Zeit hat das für potenziellen Zivilkläger aufzuarbeiten.
        Eventuell könnten die das delegieren, wenn jemand die Kosten übernimmt. Keine Ahnung.
        Das müsste für jeden Nutzer den man belangen will gerichtsfest sein. Billig ist anders.
        Will die StA selber ein Exempel statuieren sieht die Sache anders aus. Da werden die aber kaum 30000 – 40000 Fälle aufmachen.

  16. Hund Klamotte sagt:

    Pass auf Lars gleich kommt unsere Freundin Schildkröte Klawitter wieder und verrät uns dass Oberstaatsanwalt Thomas Goger in Wirklichkeit nur der Hausmeister in Bamberg ist.
    Glaskugel sagt:

    O-Ton: “Sind sie akkreditierter Pressevertreter?”

    – “Wos willst du Grischperl? Ich bin da am zam kährn . du mi du mol net störn etza. Und auserdem tut bei uns eh niemad wos sogn solang dess verfahrn do no am laufn is”

    Aja und ich denke du wirst von ihr auch gleich noch ne Anzeige wegen Absichtlicher Behauptung falscher Tatsachen – ist als Verleumdung nach § 187 Strafgesetzbuch (StGB) strafbar- bekommen. Bist ja nun schon Wiederholungstäter ;)

    Und um was sinnvolles zu schreiben.

    Danke Lars für die Info! Die Tagespresse berichtet schließlich nur einmal darüber wenn es gerade “in” ist und danach hört man nichts mehr.
    Ist immer wieder interessant hier von dir Updates zu lesen.
    Mach weiter so und lass dich nicht von den Höhlenbewohnern hier (zu sehr) ärgern. Es gibt auch Leser die deinen Blog sehr zu schätzen wissen. Nur meist schweigt eben die vernünftige Masse

  17. Reiner sagt:

    Hmmmmm, also das wird dann so ähnlich werden wie in Berlin. Ermittlungen gegen Betreiber fertig 2020 und dann sind die User dran. Irgendwann im Jahre 2022 oder später……?!
    Ich denke eher, da wird der Angstlevel hoch gehalten und das wars…..
    Da gibt es doch bestimmt auch Verjährungsfristen?!
    Und dann noch den Umweg gehen über die USA und Amazon…?
    Ich würde sagen…..nein!

    • bezahltfürebooks sagt:

      Dieses blöde Gefühl, dass man vielleicht doch noch dran kommt, sollte jeder Downloader richtig lange auskosten dürfen, finde ich.

      • Reiner sagt:

        @bezahltfürebooks “Dieses blöde Gefühl, dass man vielleicht doch noch dran kommt, sollte jeder Downloader richtig lange auskosten dürfen”
        Das wird auch die einzige Strafe sein, die Downloader bekommen werden. Es ist doch ein Witz, wenn der Staatsanwalt nach 7 Monaten noch keine Angaben machen kann/will über das was mit den Nutzern passieren wird.

        • Nun. Wie im Artikel steht, wurde ein Großteil der Mitarbeiter dieses Falls ausgetauscht. Warum weiß ich nicht. Ich habe diese Information aber von mehreren Anwälten bekommen, die damit betraut sind.

          • Anonymous sagt:

            Vermutung:
            Wie hier schon spekuliert wurde, Downloader = kein Offizialdelikt.
            Daraus folgt, haben genug Anderes zu tun was wichtiger ist und zu wenig Leute.

          • Reiner sagt:

            Aber Lars, jetzt mal im Ernst. Auch oder grade wenn soviele Mitarbeiter ausgetauscht wurden und nach dieser langen Zeit, was soll denn da noch ernsthaft gegen den User unternommen werden? Also ich meine jetzt nicht theoretisch, sondern wirklich praktisch? Genauso wie bei den Usenet Busts. Glaubt denn jemand ernsthaft, dass die Staatsanwaltschaft in Sachsen gegen User nicht ermittelt und dann die Hessen, die die Revos hochgenommen dann damit anfangen? Die besprechen sich nicht nur bei den Ermittlungen im Vorfeld untereinander, sondern die reden auch nach der Razzia noch miteinander. Realistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, das die User von lul und der Usenetboards/Provider noch was zu befürchten haben nach den neuen Erkenntnissen die wir durch Lars dankenswerterweise erfahren haben nicht mehr als sehr hoch einzustufen. Und da können jetzt gerne wieder all die Trolle mit theoretischen Konstruktionen und Wahrscheinlichkeiten kommen und tolle Geschichten erzählen;-)
            Bei Kinox.to hieß es auch, das die User/Premiumkunden auf jeden Fall dran sind. Und was ist bisher passiert und wie lange ist das her? Und Dir Lars nochmals herzlichen Dank für Deine gelungene Seite hier und die Berichterstattung! Weiter so!

      • Anonymous sagt:

        Sollte das so schnell wie bei der Ebookseite von Spiegelbest gehen werden die Ersten verstorben sein bevor da was passiert.
        Der individuelle Schuldbeweis scheint nicht so einfach zu sein.
        Grundsätzlich gibt es genug Konstellation wo man auch bei Verwendung eines Amazonaccounts davonkommen kann.
        Einfach behaupten, das da ein Teilen des Accounts vorliegt und X Nutzer ins Spiel bringen die das alle abstreiten.
        Oder sagen, das man hin und wieder Geschenkgutscheine verschenkt, sich jetzt nach X Jahren aber leider nicht mehr erinnern kann, wer den nun der Empfänger von dem speziellen Gutschein war. Das setzt voraus, das bis auf weiteres immer mal wieder ein Gutschein erworben wird und man diesen nicht selber einlöst.

        • Anonymous sagt:

          Kann man so pauschal nicht sagen.
          Sind IP und Zahldaten vorhanden, ist Variante eins zu bevorzugen.
          Nur IP heißt ebenfalls Variante eins.
          Nur Zahldaten bedeutet Variante zwei.
          Generell gilt erstmal nichts sagen und Anwalt fragen zuzüglich Akteneinsicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.