Linux im Alltag: VHS Mülheim bietet Anfängerkurse an

Linux im Alltag - Pinguingang by Adriano Gasparri, thx! (CC BY-SA 2.0)

Pinguin-Gang von Adriano Gasparri, thx!  (CC BY-SA 2.0)

Am Samstag, den 30. April findet an über 80 Orten Deutschlands der so genannte „Linux Presentation Day“ statt. Beispielsweise in der VHS Mülheim können sich Bürgerinnen und Bürger ab 10 Uhr gezielt über freie Software informieren. „Linux im Alltag“ richtet sich an Anfänger ohne Vorwissen, weswegen der Organisator sogar auf den englischsprachigen Namen verzichtet hat.


Nicht selten wird an Linux-Veranstaltungen bemängelt, dass von den Machern bei der Durchführung zu viele Hürden aufgerichtet werden. Für den Organisator von „Linux im Alltag“, Wolf-Dieter Zimmermann kommt es darauf an, dass ihm wirklich jeder folgen kann. Das fängt schon beim Namen an. In Mülheim gibt es deswegen keinen Linux Presentation Day (LPD). Man hat sich absichtlich für einen Begriff entschieden, mit dem wirklich jeder etwas anfangen kann. „Wenn man nicht versteht, worum es nächsten Samstag geht, bleiben die Leute lieber zuhause„, kommentiert Zimmermann seine Entscheidung.

Die Sprecher führen ihre Präsentation bzw. Workshops in der VHS Mülheim an drei Ständen durch:

 

Stützpunkt 1: Im Internet? Aber sicher!

Hier wird gezeigt, wie im Browser Werbung abgestellt und wie das heimliche Verfolgen von Internetspuren unterbunden werden kann, selbst anonymes Browsen wird demonstriert. Nach einer kurzen Demonstration können die Teilnehmenden selbst tätig werden.

Stützpunkt 2: Linux hilft im Alltag

Im Alltag eines Linuxnutzenden gibt es eigentlich kein Problem, für das es nicht hervorragende Freie Software gibt. Sei es Bildbearbeitung, sei es Arbeit mit einem Büroprogramm, sei es die Arbeit mit Audiodateien, gar mit Videodateien: Auf der Basis von Linux gibt es unzählige und vielfältige Anwendungen. Es werden mehrere Rechner aufgebaut, die viele Möglichkeiten eröffnen. Nebenbei: Viele davon laufen auch unter dem Betriebssystem Windows. Auch für einen später möglichen Umstieg auf das freie Betriebssystem Linux lohnt sich bereits jetzt, mit Freier Software zu arbeiten. Dann ist später der Umgang damit schon vertraut.

Stützpunkt 3: Linux installieren

Wer es immer schon einmal wissen wollte und auch ahnte: Es gibt eben eine alltagstaugliche Alternative zu Microsoft oder Mac Os. Eine Alternative, die es den Nutzenden erlaubt, „hinter die Oberfläche“ zu schauen, Betriebssystem und Anwendungen zu studieren, zu verstehen, zu verändern und auch ohne Lizenzkosten weiter zu geben. Das sind die vier Freiheiten von Freier Software.

 

linux presentation dayWas die meisten Einsteiger gar nicht wissen: Linux ist führend bei Smartphones, Servern und Routern. Es wird dort gerne wegen seiner hohen Betriebssicherheit eingesetzt. Auch aus Gründen der Nachhaltigkeit empfiehlt sich die Verwendung von freier Software auf einem Notebook oder Desktop-PC. Linux läuft problemlos auf derart alten Geräten, die ihre Besitzer ansonsten wegen anhaltender Altersschwäche wegwerfen würden. Die meisten Linux-Distributionen laufen deutlich schneller als jede Windows-Version. Gerade bei den alten „Schätzchen“ macht sich dies sehr positiv bemerkbar.

 

Weitere Infos der Volkshochschule Müheim sind hier verfügbar.

Details zum deutschlandweiten „Linux Presentation Day“, der nächsten Samstag an über 80 Standorten stattfindet, können hier abgerufen werden.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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Ein Kommentar

  1. gast sagt:

    Linux heißt nicht automatisch sicher.
    Es ist sicher als Windows weil es weniger Personen als Desktop OS nutzten.
    Die größte Sicherheitslücke ist immer der Anwender.

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