Krypto-Puzzle: Phemex bietet 2,1 BTC für die richtige Lösung

In einer PR-Aktion kündigte Phemex, eine neue Börse für Krypto-Derivate, am 16. Januar ein Bitcoin-Puzzle an. In diesem Zusammenhang veröffentlichten die Macher ein computergeneriertes Porträt von Satoshi Nakamoto, einem japanisch-amerikanischen Einwohner von Los Angeles. Zwar trägt dieser denselben Namen, wie der pseudonyme Bitcoin-Schöpfer, jedoch bestreitet er, irgendetwas mit der führenden Kryptowährung zu tun zu haben. In dem Porträt verborgen ist ein Private Key zu einer Bitcoin-Adresse. Diese Adresse birgt ein Guthaben von 1,1 BTC. Wer das Rätsel löst, erhält jedoch nicht nur die versprochenen 1,1 BTC, sondern zusätzlich noch einen weiteren Bitcoin als Tradingguthaben auf dem eigenen Phemex Account.

Phemex kreiert Krypto-Rätsel

Eine Gruppe von acht ehemaligen Softwareentwicklern des Investmentbanking-Unternehmens Morgan Stanley gab Ende letzten Jahres den Start einer Handelsplattform für Kryptowährungsderivate, mit dem Namen Phemex, bekannt. Phemex hat seinen Sitz in Sinagpore und bietet Transaktionen für Privatanleger, aber auch für institutionelle Anleger, an. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, „die weltweit vertrauenswürdigste Plattform für den Handel mit Krytowährungsderivaten“ zu sein.


Algorithmen, Mathematik und Kryptografie führen zur Lösung

Gemäß Aussage der Entwickler benötigen die Teilnehmer eine Kombination aus Algorithmen, Mathematik und Kryptografie, um den Code zu knacken. Dabei handelt es sich um ein Porträt aus einem komplexen Labyrinth. Wer zuerst den privaten Schlüssel findet und die BTC auf das eigene Krypto-Wallet überträgt, ist der Sieger. Der Gewinner muss über ein Twitter-Konto mit Phemex Kontakt aufnehmen und die Tatsache nachweisen. Zudem erhält jeder Teilnehmer des Retweet-Threads, der zur Lösung des Rätsels beiträgt, eine Handelsbonuseinzahlung von 100 USD auf ein Phemex-Konto. Der öffentliche Schlüssel lautet: 1h8BNZkhsPiu6EKazP19WkGxDw3jHf9aT.

 

Nach einer Woche folgten weitere Hinweise

Phemex gab in Telegram bekannt, falls das Puzzle innerhalb einer Woche nicht gelöst wird, werden sie weitere Hinweise veröffentlichen, die zur Lösung beitragen. Demgemäß veröffentlicht Max Wong, Mitbegründer bei Phemex und Rätsel-Designer, nun in einem offenen Brief fünf weiterführende Tipps:

  1. Die erste 21-stellige Primzahl, die man in aufeinanderfolgenden Ziffern von „e“findet, lautet: 957496696762772407663
  2. Der Private Key, den man aus dem Porträt von Satoshi extrahieren muss, ist eine große ganze Zahl, nicht im WIF-Format (Wallet Import Format).
  3. Der Dateiname des Bildes ist irrelevant.
  4. Der nächste Schritt besteht darin, einige Wörter aus dem Porträt ohne I/O in eine 27-stellige Zahl zu konvertieren.
  5. Gehe wieder zu Schritt 4 zurück, wenn Sie es nicht herausfinden können.

Kryptowährungen sollen durch das Rätsel an Publicity gewinnen

Max Wong gibt an, das Rätsel wäre eine Hommage an alle Menschen, die dem Leben mit Einfallsreichtum und Erfindungsreichtum begegnen. Durch die Veröffentlichung konnten sie Tausende von Menschen beobachten, die versuchten, die Grundlagen von Kryptowährungen zu verstehen und Kryptografie zu lernen. Das würde dazu beitragen, das Interesse an der Technologie zu erhöhen. Bisher haben über 300.000 Menschen das Rätsel gesehen. Auch viele Teilnehmer des Gruppen-Telegramm-Chats versuchen sich an der Lösung. Sogar ein Repository auf GitHub haben die Rätselfreunde erstellt, um das Problem gemeinsam zu lösen.

Phemex weist auf Bedeutung der privaten Schlüsselverwahrung und -sicherheit hin

Neben dem positiven Marketing-Effekt, soll das Krypto-Puzzle die Bedeutung der privaten Schlüsselverwahrung und -sicherheit unterstreichen. Das Team möchte die Allgemeinheit für eine sichere Verwahrung von Bitcoin und Co. sensibilisieren, denn wer den Schlüssel einmal ermittelt hat, dem gehören auch die Bitcoins. In dem Zusammenhang gab Jack Tao, CEO von Phemex, bekannt, ein eigenes System zur BTC-Verwahrung geschaffen zu haben:

„Es ist im Allgemeinen bekannt, dass „hot“ wallets verwundbarer sind als offline (also cold) wallets. Für eine Exchange ist es immer ein enormes Risiko die ganzen Private Keys der Kunden sicher zu verwahren. Aus diesem Grund haben wir unser eigenes ‚hierarchisches, deterministisches Cold Wallet System‘ geschaffen. Unser System kann ausgehend von einem Seed Millionen von Private Keys erstellen, die mit den Public Keys, also BTC-Adressen, verlinked sind. Alle Keys sind unabhängig voneinander; dennoch kann man sie auf einfache Art und Weise durch den Phemex Seed wiederherstellen, falls einer der Private Keys verloren geht. Der Seed und alle Private Keys sind außerdem offline, also in Cold Wallets, gespeichert.“

Tarnkappe.info

Bildquelle: PIRO4D, thx! (Pixabay Lizenz)

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