Großer Nintendo-Leak: Prototypen und gestrichene Spiele

Nintendo-Leak
Bildquelle: Alexas_Fotos, thx!

Ein Leak aus dem Nintendo-Quellcode sorgt für viel Furore. Dieser stellt eine richtige Fundgrube für Liebhaber dar und ist so umfangreich, dass er bereits als „Giga-Leak“ bezeichnet wird. Glaubt man den vielen Beiträgen auf den unterschiedlichsten Plattformen, enthält der Nintendo-Leak Dateien, die Blicke hinter die Kulissen der klassischen Konsolen und -Spiele geben.

Nintendo-Leak lässt Fanherzen schneller schlagen

Die Lage ist aktuell noch äußerst unübersichtlich. Auf Twitter und anderen Plattformen präsentieren User ihre zahlreichen Fundstücke. So wie es derzeit aussieht, sind sie Teil eines Leaks aus dem Nintendo-Quellcode, der wahrscheinlich in Verbindung mit dem aus dem Mai steht. Verschiedenen Quellen zufolge gelangten im Mai über 2 Terabyte an Nintendo-Daten an die Öffentlichkeit, darunter der Original-Quellcode für Nintendo 64, GameCube und Wii.

Andere Level und unbekanntes User Interface

Jetzt geht es primär um Prototyp-Versionen von Klassikern wie Super Mario Kart, Star Fox und anderen Spielen. So existieren zahlreiche Videos, in denen Prototyp-Versionen von Yoshi’s Island zu sehen sind. Sie zeigen beispielsweise ein anderes UI und andere, bisher unbekannte Level. Ein Prototyp für Mario World 2 zeigt derweil einen ganz neuen Charakter in einer Waldumgebung. Es sind auch frühe Designs für Charaktere wie Yoshi und Donkey Kong im Umlauf.


War ein Pokemon-MMO in Planung?

Es schwirren aktuell viele Informationen und Behauptungen durchs Netz, und diese sind wie immer mit Vorsicht zu genießen. Im Gamingforum Reset Era diskutieren die User über ein Pokemon-MMO, an dem wohl gearbeitet wurde. Laut eines 4Chan-Beitrags offenbart die undichte Stelle auch den Quellcode von F-Zero, Legend of Zelda: A Link to the Past, Super Mario RPG, Super Mario All-Stars, Link’s Awakening DX, Star Fox 2, Wild Trax und Pokémon Diamond und Pearl. Der Leak soll zudem Daten für den Wii-Shop-Kanal, einen Wii Game Boy-Emulator und Chinas iQUE-Service enthalten.

Stimmt auch nur die Hälfte der im Internet kursierenden Behauptungen, könnte das ein großer Gewinn für die ROM-Hacking-Szene sein. Moddern könnte es möglich sein, die Protoypen auf den PC zu bringen und ihnen ein moderneres Gewand zu verpassen. Wobei sie dabei ein hohes Risiko eingingen. Denn Nintendo geht rigoros gegen Leute vor, die ihre Spiele neu zusammenbasteln und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Tarnkappe.info

Student und schon lange im Journalismus unterwegs. In der Vergangenheit Mitarbeiter für eine Vielzahl von klassischen Printzeitungen und Newsportalen. Erst für Lokalredaktionen, dann Sport und Gaming, seit Anfang 2020 im Dienst für die Tarnkappe. Abseits davon bin ich vor allem interessiert an Geopolitik, Geschichte und Literatur.


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