fail0verflow verwandelt Nintendo Switch in Tablet-PC

Article by · 19. Februar 2018 ·

In einem kürzlich veröffentlichten Video von fail0verflow präsentieren sie eine Nintendo Switch, wie man sie zu einem vollwertigen Tablet-PC umfunktioniert hat. Dabei gibt es sowohl eine grafische Benutzeroberfläche, auch der eingebaute Touchscreen und das WLAN funktionieren einwandfrei.

Vorgestern demonstrierte die Hacker-Gruppierung fail0verflow eine Nintendo Switch mitsamt des Betriebssystems „KDE Plasma Mobile“. Mit dieser Version kann man offensichtlich problemlos surfen, twittern und den Touchscreen benutzen. Zudem ist man online, kann Texte eingeben und komplexe dreidimensionale Objekte berechnen. Wer die im Hintergrund abgespielte Musik des Spaniers Estrayk von Paradox mag, kann sie hier kostenlos vom Aminet herunterladen. Dateien in diesem historischen Format können problemlos plattformübergreifend mit dem Videolan (VLC) und von anderen Playern abgespielt werden. Weitere Musikstücke des früheren Amiga-Musikers Carlos Del Alamo aka Estrayk sind hier verfügbar.

Wie für diese Gruppe üblich, wurde keine detaillierte Anleitung oder weitere Details bekanntgegeben. Ende 2017 gab fail0verflow bekannt, eine Sicherheitslücke im Boot-ROM ausgenutzt zu haben, die der Hersteller nach eigenen Angaben nicht mehr durch ein Update des Betriebssystems ausbügeln kann. Vor ein paar Tagen zeigten sie auf Twitter ein Foto, wo auf einer Switch die Shell der Linux-Distribution Debian läuft.

fail0verflow #switchnixDen meisten Nutzern dürften die Details zur Überwindung der hauseigenen DRM von Nintendo sowieso egal sein, sie wollen mit der Hardware lediglich Spiele spielen. Umso mehr für lau, umso besser. So oder so ähnlich fielen zumindest die meisten Kommentare bei Twitter aus (siehe der Beispiel-Tweet unten). Aber genau diesen Gefallen wird man ihnen nicht tun. Diese Gruppe ist dafür bekannt, sich aktiv für das Ausführen eigenen Codes (Homebrew) auf allen möglichen Geräten eben nicht für Schwarzkopien einzusetzen. Daran ändert auch nichts die Tatsache, dass man mit dem Vertrieb eigener Zusatzhardware für das Umgehen des Kopierschutzes von Nintendo wahrscheinlich recht gutes Geld verdienen könnte. Damit das nicht allzu bald geschieht, werden keinerlei Details zum Hack preisgegeben.

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2 Comments

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    Jannis


    Ich denke mal, dass es einfacher ist auf einem Android-Tablet Linux zu installieren, aber das ist auch ganz nett.

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    DerZeitlose


    Super Sache!


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