Essay: NSA, Google und der ganze Rest

Article by · 15. März 2015 ·
google seo

Google ist allmächtig. Bildquelle: Simon Steinberger – CC0.

Unser heutiges Essay dreht sich um das Prinzip Google. Im Internet haben nach Ansicht unserer anonymen Leserin nur solche Unternehmen Bestand, die mit klingender Münze für ihre Sichtbarkeit bezahlen. Wer es ohne eine dicke Überweisung an Google versucht, wird auf Dauer ganz sicher scheitern. Wir schauen einmal genauer hin.

Ich stöbere schon seit Längerem bei der Tarnkappe und kann viele Dinge bestätigen, was die Methoden der NSA angeht. Aber es sind schon lange nicht mehr nur die großen Firmen, die bespitzelt werden. Der Mittelstand ist auch betroffen – und damit auch bald der „kleine Mann“. Kritisch zu beleuchten sind vor allem die Methoden von Google, die sich lange Zeit mit dem Motto „Don’t be evil“ geschmückt haben.

Ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen, deren Webseite vor zirka fünf Monaten online geschaltet wurde… Täglich wird am „Ranking“ (Sichtbarkeit bei den Suchmaschinen) gearbeitet ohne Werbung zu kaufen. Ich kann bestätigen, dass es kaum noch möglich ist an unbezahlte Backlinks, kostenlose Werbung oder andere Dinge zu kommen. Es ist verdammt schwer geworden, überhaupt noch vorwärts zu kommen. Das hat auch bei weitem nichts mehr mit freier Marktwirtschaft zu tun. Leider, denn es ist nur noch eine gekaufte Wirtschaft! Wer Geld hat, kauft sich gute Werbe-Plätze. Und wer keins hat, schaut in die Röhre – und geht bei schlechtem Management sehr bald in den Ruin. Mister Google schaltet mittlerweile die Anzeigen so groß, dass man darunter oder daneben kaum noch sichtbar ist. Und weil die Regeln ja immer frei interpretiert werden können, bekommt das Unternehmen einfach keinen Eintrag bei Google Maps. Zur Krönung gab es auch noch einen extrem frechen Kundenservice oben drauf. Und zwar einen, der sich gewaschen hatte.

Trotzdem den Kampf nie aufgeben!

So sendet man seine Daten freundlich nochmals zu Google, denn wer gibt einer großen Suchmaschine das Recht Firmen zu selektieren? Und wenn ich einer Firma das Zugeständnis mache, dann kann ich mir auch nicht das Recht nehmen, andere zu diskriminieren. Oder? Warten wir es mal ab, denn Frankreich hat ja auch einen Vertrag mit Google abgeschlossen, um überhaupt noch in vielen Jahren gefunden zu werden. Ich verstehe auch nicht warum man so dermaßen in die Verzweiflung getrieben werden soll, damit man immer alles kaufen muss. Nur um Unternehmen das Geld in den Rachen zu schmeißen? Die zudem meist börsendotiert sind und kaum Steuern zahlen!? Muss man ihnen noch mehr Macht und das Potential geben, die Konsumenten weiter ausnehmen zu können? Und pünktlich zum Monatsanfang erfolgt ein kleiner Hack. Und dadurch rutscht man – schwups – wieder nach hinten, danach erfolgt eine Sicherheitsprüfung. Oder ist es ein Kunde, der einfach seine Werbung bezahlt und du fällst in der Reihenfolge nach unten, obwohl du permanent mit Schweißperlen auf deiner Stirn am Projekt arbeitest? Nein, so stellt man sich das wirklich nicht vor. Es steckt einfach viel leere Arbeit (Backlinks suchen, kostenlose Anzeigen schalten) usw. in dem Projekt. Erfolg wird da sicher auch nur noch mit Geld zu kaufen sein.

Wir sitzen einem (fast) perfekten System auf!

Und leider ereilt auch uns manchmal die Angst, nicht gefunden zu werden. Es müssen beim exzessiven Schalten von Werbeanzeigen die Kundenpreise neu kalkuliert werden. Denn die Werbung zahlt der Kunde ja schließlich mit, und so wird aus preiswert ganz schnell ein Mondpreis. Der arme Kunde wurde ja auch erfolgreich auf die ersten 3 Homepages dressiert – und das möchte man nicht zerstören.

Ich habe für die regionale Suche einen super Tipp: Einfach mal die Postleitzahl eingeben und damit Zeit und Geld sparen. Denn so findet man endlich wirklich etwas, was bei einem in der Nähe ist. Man sichert so auch regionale Arbeitsplätze, denn wer hat schon Lust immer den gleichen monotonen Mist zu konsumieren? Es gibt mit Sicherheit bessere Preise und viel mehr Leistung in der Nähe, als man denkt. Praktisch das auch hier Suchmaschinen eine sehr tiefe Einsicht in deine Firma haben und besser als man selber wissen, was der Kunde so konsumiert – und praktischerweise so die Werbepreise gleich danach automatisch angepasst werden. Man kauft ja praktisch nur deutsche Bezeichnungen bzw. Buchstaben als Werbung, die der Kunde ohnehin so beim Suchen eingibt. So macht man aus nichts viel Geld, und kann so auch gerne mal fast 40% von den Einnahmen abschöpfen für de Werbung.

Google

Foto: Jay Gooby. (CC BY 2.0)

So verhindert man gesundes Wachstum von Unternehmen

Wir sollten für paar deutsche Wörter satte 6,79 € zahlen, was bei unserem günstigsten Preis von 15,00 € ein halbes Vermögen ist. Und jetzt ist der Preis schon wieder anders. Na ja, man kann es ja mal probieren, oder in welche Kategorie soll man das einordnen? Verdammt praktisch, wenn man gleich sehr profitable Unternehmen aufkaufen und dann einstampfen kann, um noch mehr monotonen Mist unter die Leute zu bringen. Ich bin mir fast sicher, dass der Kunde die ganze Werbung eh nicht mehr wahrnimmt. Denn statistisch gesehen werden wir täglich von 2.500 bis 5.000 Werbebotschaften so sehr vernebelt, dass es schon fast an ein Bingo grenzt, sollte ein Kunde die eigene Firma wahrnehmen. Sollten wir nicht langsam aber sicher unsere Systeme abkoppeln und eigene entwickeln? Sonst werden wir alle manipuliert am Hungertuch nagen und uns wünschen, dass wir viel früher aufgewacht wären. Und wer weiß ob nicht bald eine 1 zu 1 Kopie von uns auftaucht, denn wir sind ja ohnehin schon super gläsern, so dass es auch da ein Leichtes ist uns zu kopieren.

Das Prinzip Google: Ich habe mein Leid beklagt.

Und die NSA hat ja zur Sicherheit auch gleich eine Kopie davon und falls nicht jetzt, dann spätestens in ein paar Jahren. Fakt ist das diese Systeme einfach richtig weit abgekoppelt von den Bedürfnissen des Menschen sind. Zu begreifen ist das schon lange nicht mehr.

Ich habe bereits eine zweite Seite geschrieben und werde zur Not auch noch eine weitere schreiben, um auch meinen Freunden und kleineren regionalen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, auch mal kostenlos zu werben. Es frustriert mich gegen Windmühlen zu kämpfen und dabei kaum eine Chance zu haben.

Gefühlt sitzen wir mitten in einem Wirtschaftskrieg. Der übermächtige Gegner wartet nur noch darauf, uns einen Todesstoß zu versetzen. Also. Ich versuche zwar die Hoffnung nicht aufzugeben, aber manchmal könnte ich einfach nur noch den Kopf in den Sand stecken und auf gut Deutsch kotzen. Für die Zukunft würde ich mir auf jeden Fall wünschen, nicht mehr manipuliert zu werden und auch den Kunden nicht manipulieren zu müssen. Das kann ja wohl kaum die Lösung des Rätsels sein.

google sauron

Sauron has Googles eyes. Grafik: Duncan Hull. (CC BY 2.0)

Ach, wo wir schon dabei sind: Ich würde auch gerne mal wieder mein Smartphone und PC wechseln können ohne noch mehr Überwachungsmechanismen vor die Nase gesetzt zu bekommen. Meine Grenzen von Privatsphären-Verletzung sind schon so weit überschritten, das ich mittlerweile sehr angepasst lebe. Ich spiele zudem schon länger mit dem Gedanken, mich zu ent-digitalisieren.

Sicher fragen Sie sich, warum ich diesen Artikel anonym geschrieben habe. Das ist ganz einfach, schon die Araber wussten: Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

Wichtig sind Menschen, die versuchen andere wach zu rütteln. Wir bräuchten noch viel viel mehr davon.

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12 Comments

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    deubacoba


    deucoba! eventuell noch decuzuba, aber nicht caboba – mit schlechten Gewissen getippt, weil off topic.

    Abgesehen davon, wäre mir neu, daß Madame golft, wobei es sich lohnen könnte mal ein bißchen in Essex den bösen weißen Ball zu malträtieren. Gegen ein wenig Quality Assurance ist doch nichts einzuwenden, oder Lars?

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    lanzi


    Das Geld für SEA sparen und gleich in guten professionellen Content investieren ;) anständige Onpageoptimierung machen und dies ist viel schlauer und bringt langfristig Freude ;)

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      Lanzi


      Das wäre mein Kunde ;) Jester – wir machen genau das, den Content (täglich bringt Erfolg)und die Traffic ;) ein Monat und der Kunde hat schon was zum sehen, nach zwei Monaten ist der Kunde erstaunt und nach drei Monaten ist er happy ;). Zumindest im Shop und Dienstleistungsbereich ist es heute unschlagbar.

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        lanzi


        Monatsabo und den Kunden auffordern, wenn er Zweifel hat, entweder deine Referenzen anrufen oder sich einen neuen SEO suchen ;) OK! Ich habe auch gerade vor kurzem einen Kunden raus geworfen, weil ich nun mal nicht für die Geduld bezahlt werde und kein Tonband bin, dass immer das Gleiche erklärt – und siehe da, plötzlich war der Kunde handzahm…

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    Was für ein „Geschwurbel“. Worum geht es hier denn eigentlich? SEO, Adsense, NSA, lokale Händler, Datenschutz? Was das Thema SEO angeht ist der Artikel, sorry, Blödsinn. Un der Rest ist auch ein wildes Durcheinander ohne Substanz. Wenn Du jemanden aufrütteln möchtest, dann bitte mit Fakten und nicht mit Vermutungen oder esoterischem Gerede….

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    El Peregrino


    Stöberst Du „bei der Tarnkappe“ oder „für die Tarnkappe“?

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    Kleiner Händler


    Hmm, ich bin bei Gmaps inzwischen ohne mein zutun zweimal zu finden.
    Google hat den Vorder- und Hintereingang jeweils als eigenständige Filiale gewertet.
    Die Verlinkung auf meine Webseite ist in beiden Fällen korrekt und unterdrückt wird bei der Anzeige auch nichts.
    Die Einträge kann man übrigens selber bearbeiten.
    Was die Googlesuche betrifft, da bin ich mal ganz vorn und mal im Mittelfeld.
    Das hängt vom gewählten Suchbegriff ab und wohl auch wie gerade mal wieder Googles Algorithmus geändert wurde. Da muss man halt wieder anpassen.
    Bezahlt habe ich bei Google noch nie.
    Kleiner Tipp, immer mal was neues auf der Website bringen und Content mit unterbringen der dem Kunden neben der Kaufoption noch einen Mehrwert bringt.
    Sobald viele private Links auf eine Seite verweisen, hat man eigentlich keine Probleme mehr an Kunden zu kommen.

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    Laber nicht


    Auch ich habe Erfahrung mit der Positionierung eines lokalen Gewerbes (Handwerksbetrieb mit kleiner zweistelliger Zahl an Mitarbeitern) bei Google. Es klappt wirklich problemlos ohne Geld. Für den Maps-Eintrag hatten wir eine Postkarte mit Bestätigungscode erhalten und fertig. Mit den Google Webmaster-Tools können wir ohne Analytics super nachvollziehen, wie und mit welchen Begriffen Kunden nach uns suchen und wo der Google-Crawler noch Probleme hat. Alles in allem läuft das wirklich rund.

    Finde es ein bisschen lächerlich hier in so mystischem Tonfall über SEO-Probleme zu jammern als deckte man den nächsten NSA-Skandal auf.

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    Tom


    Artikel ist quatsch. Nicht zuletzt muss man Content bieten, vieles mehr wurde schon genannt.
    Den Eintrag auf Maps kann man problemlos selbst erstellen. Aber klar, wer das schon nicht schafft sollte vielleicht einfach was anderes machen…

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    Lanzi


    Als SEO der jedem Kunden davon abrät sein Geld für AdWords zu verbraten muss ich sagen, der Artikel ist quatsch und die oder der Schreiber hat einfach keine Ahnung, wie moderne On-und Offpageoptimierung funktioniert! Richtig gemacht funktioniert alles tadellos ohne Google dafür bezahlen zu müssen. Meistens beginnt aber die Katastrophe schon bei einer schlampigen Programmierung, zieht sich weiter über falsche URLendungen und Texten die einfach so wie sie gemacht werden bei Google nicht landen können!

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      darnigh


      Dem kann ich nur zustimmen. Google gibt sich sogar alle Mühe die Seiten abzustrafen, die sich erkennbar durch zu viele gekaufte Backlinks nach vorne „schummeln“. Bei den Milliarden an Seiten kann man nicht mehr alles von Hand prüfen. Der Krieg im Internet lautet halt Google-Algorithmus gegen Black-Hat-SEO (übertriebenes gekauftes SEO).

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        Lanzi


        Backlinks bringen gar nichts mehr, wenn nur natürlicher Linkaufbau und denn gibt es über Tatata „unique content“ mit Mehrwert! Ich vermute der Gastautor sucht genau, nach Tipps und zwar kostenlos – man könnte dafür Google verwenden ;) aber vermutlich fand der Autor einen sinnfreien Artikel dafür einfacher. Lieber Gastautor, ich werde jetzt einen Dreck tun, und dir einen kostenlosen Kurs für Suchmaschinenoptimierung geben, schon deswegen, weil wenn du richtig googlest auf meinen Blog stoßen würdest, da steht viel nützliches drin.


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