Edeka-Lieferdienst Bringmeister: Lieferung erfolgt bis in die Wohnung

Article by · 10. Februar 2018 ·

Der Edeka-Lieferdienst Bringmeister startet in Berlin mit seinem Online-Lieferservice, einer Zustellung der gekauften Waren bis in den heimischen Kühlschrank, ein neues Lieferkonzept. Er arbeitet dabei zusammen mit dem Haushaltsservice Cary von VC/O (Viessmann), der Kunden ein smartes Türschloss vermietet und darüber per Smartphone einem Boten während eines gewünschten Zeitraums Zutritt zur Wohnung gestattet. Kunden können sich so ihren online bestellten Einkauf nach Hause liefern lassen, auch wenn sie selbst nicht da sind. Das Angebot soll pro Monat 9,99 Euro Miete für das Smart-Lock kosten.

Präsentierte noch im Oktober letzten Jahres Amazon in den USA ein neues Projekt, das Smarthome-System namens Key, das dem Paketdienst direkten Zugang in die Wohnung seiner Kunden in den USA ermöglichen soll, haben sich in Deutschland mit dem Edeka-Lieferdienst Bringmeister bereits Nachahmer gefunden. Auch für sie wäre der Weg in die Wohnung ihrer Kunden frei mit Hilfe von elektronisch erstellten Schlüsseln, sogenannten Smart Locks. Um das Angebot zu nutzen, müssen sich Kunden bei Cary registrieren. Für monatlich 9,99 Euro montiert Cary die intelligenten Türschlösser, die über das Smartphone gesteuert werden, und bietet verschiedene Dienstleistungen an. Ein solches Smart Lock kann mit dem alten Schloss verbunden werden.

Der Service, den Edekas Online-Tochter Bringmeister anbietet, beschränkt sich nicht nur auf das Abliefern der Ware, sondern räumt den Einkauf, wenn gewünscht, direkt in den Vorrats- oder Kühlschrank der Kunden. Bestellt wird der Einkauf online bei bringmeister.de. Bringmeister gehört seit Januar 2017 zum Edeka-Verbund. Das Sortiment reicht von Obst und Gemüse, über Fleisch und Käse, bis zu Getränken und Tiefkühlartikeln. Neben dem klassischen Sortiment stünden ebenso 1300 Bio-Produkte verschiedener Marken zur Auswahl. Auch die Rücknahme von Pfand und Getränkekisten wäre über Cary problemlos möglich.

Cary kooperiert u.a. auch mit dem Putzservice-Dienst Bookatiger. Um in die Wohnung zu gelangen, muss der Kurier in der Cary-Zentrale anrufen, die die Wohnungstür ferngesteuert öffnet. So lässt sich kontrollieren, wer wann die Wohnung betritt. Bei Schäden würde der Smart-Lock-Anbieter haften.

Bildquelle: speed4, thx! (CC BY-SA 2.0)

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9 Comments

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    Anonymous


    Werbung? Hauptsache mal kommentiert? Niemand kann wirklich wollen, das alles zensiert und weggepiepst wird, nur weil ein Unternehmen, ein Produkt, oder eine Leistung namentlich genannt wird. Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen.

    Zum Thema, wenn ich mich vom System mal soweit einspannen lasse, das ich selbst nicht mehr in der Lage bin zu putzen oder einzukaufen, gebe ich mir die Kugel, denn dann hat das Leben wohl kaum noch Wert.

    Für ältere Leute in der Grundidee aber sicher was feines. Leider kann man vorhersagen, das es schamlos mißbraucht werden wird. Wobei Edeka auch ohne den Türöffnerservice liefert und das auch noch für die Hälfte des Geldes.
    Wenn man sich allerdings mal mehr um seine Mitmenschen, insbesondere die Älteren und Bedürftigen, kümmern würde, bedürfte es derart fragwürdigen Diensten eigentlich nicht.

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      Mauzi


      Ich gebe dir da zu 100 % recht.
      Gerade für Ältere, Gehbehinderte Menschen oder wenn man auf den Land lebt, wo es leider keine Tante Emma Läden mehr gibt, ist das eine Option.
      Früher wurde die Nachbarschaftshilfe größer geschrieben. Da war man noch füreinander da.

      Wobei ich auch keinen Fremden in die Wohnung lassen würde. Könnte ausgenutzt werden.

      Jetzt muss nur noch Oma und Opa lernen wie das Internet funktioniert. :)

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        Anonymous


        Nicht notwendigerweise. Man kann sich auch einen Papierkatalog kommen lassen und telefonisch bestellen – am Ende der Leitung antwortet sogar ein Mensch, der sogar Alternativen bei ausverkauften Artikeln anbietet, kein Sprachmenü. Das kriegen sogar noch Oma und Opa hin, denke ich.

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          Mauzi


          Wow bist aber gut informiert.
          Muhahahaha

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    Ned


    Nicht alles das, was eine IP-Adresse hat, ist ’smart‘.

    Früher hat man den Haustürschlüssel noch unter die Fussmatte gelegt.

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    WERBUNG ???

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      Anonymous


      Ich nehme an, Edeka in Bergisch-Gladbach liefert an Lars im Jahr 2018 die Wocheneinkäufe kostenlos ^^.

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        Das wäre hier um’s Eck. Aber nein, leider nicht. Die haben nämlich sogar Club Mate. ;-)

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          Anonymous


          Also bei uns liefert Edeka (früher Tengelmann) auch, übrigens binnen weniger Stunden ohne Aufpreis und auch am Samstag: morgens bestellt, schon mittags geliefert mit Wunschlieferzeit (2-Stunden Zeiträume, also z.B. zwischen 14 und 16 Uhr). Späteste Anlieferung: 20 Uhr. Meistens klappt das recht gut.

          Aber die Waren kommen nicht vom nächsten Supermarkt, sondern von einem Zentrallager in unserer Stadt. Auch wenn man im Lauf der Zeit die meisten Fahrer kennt – unbeaufsichtigt in die Wohnung lassen wollte ich die nicht. Und wenn man dem Fahrer einen 5er Trinkgeld gibt, trägt er einem auch die schweren Sachen runter ins Kellerregal.

          Ich finde, soweit sollte man sich organisieren können, dass man seine Bestellung per Internet macht und dann einmal die Woche oder alle 14 Tage 2 Stunden daheim ist.


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