Darknet: Drogendealer in den USA angeklagt

Einer der aktivsten Drogendealer des Darknets wurde zusammen mit seinem Komplizen am 12.März 2019 in den USA festgenommen. Sein Name lautet Richard Castro. Castro baute sich gemeinsam mit Luis Fernandez ein Millionen schweres Drogen- und Geldwäsche-Netzwerk auf.

Castro und Fernandez wurden angeklagt wegen des schweren Drogenhandels und der Geldwäsche. Am 25.Juli gestand er den Betrieb des millionenschweren Drogen- und Geldwäsche-Netzwerks, laut der Pressemitteilung der US-Staatsanwaltschaft.


Der Handel boomte

Castro vertrieb im Darknet synthetische Opioide wie Carfentanil, Fentanyl und Phenylfentanyl. Unter den Händlernamen “Chemsusa”,  “Chems_usa” , “Chemical_usa” oder „Jagger109“ machte er sich schließlich einen Namen. Er prahlte sogar einmal auf einem Marktplatz damit, dass er über 3.200 abgeschlossene Transaktionen auf anderen Marktplätzen hätte. Darunter über 1.800 Verkäufe alleine auf Alphabay.

“Extremely potent and definitely the real Carf” – Kundenfeedback

Weg von den Darknet-Marktplätzen

Schließlich entschied Castro sich dazu, den Handel auf den Darknet-Marktplätzen aufzugeben. Zugleich bot er eine E-Mail-Adresse gegen eine Gebühr an, über die die Kunden weiterhin seine Drogen bestellen konnten. Natürlich erfolgte der Nachrichtenaustausch verschlüsselt. Ein Strafverfolgungsbeamter bezahlte die Gebühr und tätigte anschließend eine Bestellung bei ihm. Daraufhin konnte der Beamte Castro und sein Netzwerk infiltrieren. Nur so konnten die Anklagepunkte gegen ihn erhoben werden. Der Mitverschwörer Luis Fernandez war für den Versand der Drogen zuständig. Er verschickte das Päckchen auch an den Polizisten, der ihn ebenfalls identifizierte.

Das Darknet ist doch nicht so anonym wie er dachte

“ Castro dachte, er könnte sich hinter der Anonymität des Internets verstecken und Online-Pseudonyme für den Drogenhandel verwenden – wie „Chems_usa“ und „Chemical_usa“. Dank unserer Partner bei der Strafverfolgung ist „Chems_usa“ jetzt im US-Gefängnis.” – U.S. Attorney Geoffrey S. Berman (deutsche Übersetzung)

darknet stefan meyInfolgedessen drohen ihm nun mindestens zehn Jahre oder im schlimmsten Falle eine lebenslängliche Haftstrafe. Allerdings ging er einen Deal ein, indem er über vier Millionen Dollar aus seinen sieben Bitcoin-Wallets der Staatsanwaltschaft übergibt, weshalb man von einer Strafminderung ausgehen kann.

Die Urteilsverkündung wurde allerdings erst für Oktober 2019 angesetzt.

Tarnkappe.info

 

Beitragsbild von GRAS GRÜN, thx! (unsplash licence)

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