Cybercrime: 4500 Internetseiten wegen Markenpiraterie von Polizei gesperrt

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Die europäische Polizeibehörde Europol hat in einer grenzübergreifenden Razzia gegen Markenpiraterie mehr als 4500 Verkaufsseiten im Internet gesperrt. Über diese Seiten seien gefälschte Markenartikel verkauft worden, teilte Europol am Montagabend (28.11.2016) in Den Haag mit. An der Polizeiaktion waren 27 Länder beteiligt, die meisten in Europa, aber auch die USA und Kanada. Europol, Interpol und Justizbehörden der USA hatten diese Aktion koordiniert.

„Operation In Our Sites (IOS) VII“ – so lautet der Deckname einer von Europol durchgeführten, grenzüberschreitenden Aktionen gegen die digitale Markenpiraterie. Die Ermittler gingen dabei gegen Internet-Shops vor, die hauptsächlich gefälschte Luxusgüter, Sportartikel, Ersatzteile, Arzneimittel, Kosmetik und Elektrowaren verkauften, wie die Behörde mitteilte. Fälscher missbrauchten das Internet zunehmend, um Fake-Produkte zu verkaufen, erklärte Europol. „Diese Produkte sehen zwar aus wie Schnäppchen, doch sie können ernsthafte Risiken für Gesundheit und Sicherheit der Käufer darstellen“, warnt Europol. Die Polizeibehörde führte zugleich eine Medienkampagne mit Tipps für Verbraucher durch: Um Kunden auf die Gefahren von Fake-Produkten aufmerksam zu machen, startet Europol die Kampagne „Don’t F***(ake) Up“. Hier finden Schnäppchenjäger Informationen rund um die Risiken gefälschter Markenprodukte und Hinweise, wie sie diese besser erkennen und meiden können.


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Die meisten der nun geschlossenen Internet-Seiten hätten ihre Waren über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram angeboten, erklärte die Behörde.

Im Rahmen der Europol-Aktion wurden zwölf Personen festgenommen und mehrere Häuser und Warenlager durchsucht. Dabei wurden zusätzlich über 3.500 Gegenstände sichergestellt – darunter Fälschungen von Markenprodukten von Adidas, Nike und Kenzo, teilte die niederländische Polizei mit.

Europol betont, dass im Vergleich zu einer ähnlichen Aktion im vergangenen Jahr, sich die Zahl der gesperrten Seiten „erheblich vergrößert“ habe. „Dieses Ergebnis verdeutlicht, wie effektiv die Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden und Partnern aus dem privaten Sektor sind, um das Internet zu einem sicheren Ort für Konsumenten zu machen“, erklärt Rob Wainwright, Director of Europol.

Bildquelle: geralt, thx! (CC0 Public Domain)

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