Chaos Computer Club: vergleicht Office 365 mit Spyware

Microsoft steht aktuell unter Kritik wegen seines Office-Angebots, der Chaos Computer Club (CCC) zieht sogar Parallelen zu Spyware. So fordert er eine Aufschlüsselung der Datenerhebung. Für den Sprecher des CCC, Frank Rieger, bedeutet das Fehlen einer Abschaltmöglichkeit von Diagnosedaten eine Verletzung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Frank Rieger wirft Microsoft vor, das Sammeln von Diagnosedaten könne von Usern nicht mehr verhindert werden mangels Abschaltmöglichkeit. Zudem würden unterschiedliche Programme, wie Word und Skype, mindestens 31 Verbindungen zu Servern des Unternehmens aufbauen, um zumindest grundlegende Diagnosedaten zu senden. Das postet er in Twitter:

The number of network connections required to @Microsoft and @Skype servers, to get Word just to start, is now 31. You can no longer say „I don´t want to send diagnostic data“, then Word just quits silently. (Please spare me the Open/LibreOffice gospel, it does not apply here.)

— Frank Rieger (@frank_rieger) May 23, 2018


Unter anderem gehören zu den auf dem Basic-Level gesammelten Daten Absturzmeldungen und verschiedene Informationen zu Add-Ins, die installiert wurden. Zwar bekundet Microsoft in seiner eigenen Veröffentlichung, dass die Diagnoseinformationen dem Unternehmen dabei helfen, Probleme zu finden und zu beheben und zudem Produkte und Dienstleistungen zu verbessern, die dabei helfen, maßgeschneiderte Lösungen zu finden, dennoch wertet Rieger dies trotzdem bereits als Verstoß gegen die DSGVO, die schon gesammelte IP-Adressen und ausgelesene Cookies als personenbezogene Daten definiert, und zieht bei Office auch Parallelen zu klassischer Spyware. Riegers Forderung umfasst sowohl eine Möglichkeit zur kompletten Deaktivierung aller Datenübermittlungen, als auch eine Erklärung, die bis auf das Bit genau umfasst, welche Daten wohin gesendet werden.

Bildquelle: Pixaline, thx! (CC0 Public Domain)

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5 Kommentare

  1. Melvin sagt:

    Office 365, Windows 10 – Datenkraken von Microsoft

    Ständige Datenleitung ON zu verschiedensten Servern.
    Schnüffelsoftware inklusive, Telemetrie inklusive.
    ABER, wer will sowas?

    INNOVATION – vergesst es ! Uns wird was „vorgegaukelt“.
    Würde mich nicht wundern, wenn die „mitlesen“ können,
    wenn ihr ein Word-Dokument schreibt…

    Was kann Office 365 aus 2018
    was Office 2007 oder Office 2010 nicht konnte???
    Ganz ehrlich, für die meisen würden sogar noch die
    Uralt Version 1997 reichen um ihre „paar“ Excel Tabellen sowie
    Texte einzutippsen. Jedenfalls hatte man da noch einen Datenträger, der es zulies ohne Internetanbindung die
    Programme länger zu nutzen!

    Da sind mir die Gratis-Office Versionen auch allemal
    lieber. (Open Office, Libreoffice).

  2. ImTheOneWhoKnocks sagt:

    Naja, da Win 10 ja sowieso Daten sammelt, ist Office nur ein Schritt. Beim Betriebssystem sollte man anfangen.

  3. 1234 sagt:

    Kennt ihr einen Weg, wie man sich diese 31 Verbindungen anzeigen lassen kann? Es muss doch eine Möglichkeit geben, den Pfad zu analysieren und anschließend zu blocken oder?

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