• Home
  • Forum
  • Shop
  • Spenden
  • Podcast
  • Newsletter
Tarnkappe.info Logo 
IT Sicherheit
DatenschutzMalwareOnline-Betrug
Krypto
BlockchainNFT
Szene
Dark-CommerceWarez ListenWarez
Newsticker
  • Home
  • Forum
  • Shop
  • Spenden
  • Podcast
  • Newsletter
 



Tarnkappe.info > Artikel > IT Sicherheit > Zugangsdaten auf Telegram geleakt: 361 Millionen Accounts betroffen

App-Symbol des Messengers Telegram auf dem Display eines Smartphones
App-Symbol des Messengers Telegram auf dem Display eines Smartphones
Bildquelle: Primakov, Lizenz

Zugangsdaten auf Telegram geleakt: 361 Millionen Accounts betroffen

04.06.2024 von Sunny Lesezeit: 4 Min.

Der jüngste Datenskandal gibt zu denken: Hacker haben 361 Millionen E-Mails und gestohlene Zugangsdaten auf Telegram geleakt.

Inhalt

  • Zugangsdaten auf Telegram geleakt: Das Ausmaß der Katastrophe
  • Wer ist betroffen und was sind die Folgen?
  • Zugangsdaten auf Telegram geleakt: Warnsignale und reale Bedrohungen

Gerade wenn wir denken, dass es nicht mehr schlimmer werden kann, übertrifft die Realität erneut unsere Erwartungen. Denn der jüngste Datenskandal hat das Potential, das Vertrauen vieler zu erschüttern: Hacker haben Zugangsdaten auf Telegram geleakt und unglaubliche 361 Millionen E-Mail-Adressen samt Login-Daten offengelegt. Dieser Vorfall schockiert, ist aber leider Teil der neuen Normalität.

Zugangsdaten auf Telegram geleakt: Das Ausmaß der Katastrophe

Wie konnten die Hacker so viele Daten erbeuten? Die Antwort offenbart eine ebenso einfache wie beunruhigende Taktik. Cybersicherheitsforscher haben die Zugangsdaten in zahlreichen Telegram-Kanälen gesammelt. In diesen Kanälen teilen Kriminelle gestohlene Daten, um Reputation und Abonnenten zu gewinnen. Diese fragwürdige Praxis bringt nun Millionen von Nutzern in Bedrängnis.

Zugangsdaten auf Telegram geleakt - auch deutsche Nutzer betroffen
Zugangsdaten auf Telegram geleakt

Die Angreifer beschränken sich nicht nur auf E-Mail-Adressen und Passwörter. Sie verraten auch die URLs der betroffenen Websites. In einigen Fällen geben sie sogar Cookies weiter, die sie durch Malware erbeutet haben. Was für Hacker ein gefundenes Fressen ist, wird für jeden Nutzer zum Alptraum.

Der Datensatz, den anonyme Forscher Troy Hunt, dem Gründer von „Have I Been Pwned“ (HIBP), übergeben haben, ist gewaltig: 122 GB, bestehend aus 1,7 Tausend Dateien mit insgesamt zwei Milliarden Zeilen. Darunter 361 Millionen eindeutige E-Mail-Adressen und gestohlene Zugangsdaten. Erschreckend: 151 Millionen dieser Adressen waren bisher nicht in der HIBP-Datenbank verzeichnet!

Hunt bestätigte die Echtheit vieler dieser Daten, indem er die Passwort-Reset-Formulare der betroffenen Websites verwendete. So konnte er nachweisen, dass viele E-Mail-Adressen tatsächlich mit den angegebenen Seiten verknüpft waren. Ein Zugriff auf die Accounts selbst war aus rechtlichen Gründen aber nicht möglich.

Wer ist betroffen und was sind die Folgen?

Die Hacker machen keinen Unterschied: Jede Website, die Anmeldungen akzeptiert, steht potenziell auf ihrer Liste – auch bekannte Plattformen wie BleepingComputer. Die Sicherheitsforscher haben dieser Seite kürzlich eine Liste mit gestohlenen Zugangsdaten zugespielt, die Malware aus Browser-Passwortmanagern gestohlen hatte. Dies berichtet BleepingComputer in einem aktuellen Artikel.

Auch Nutzer von BleepingComputer sind betroffen
BleepingComputer ist ebenfalls betroffen

Die Folgen sind gravierend. Nutzer, deren Geräte mit der Schadsoftware infiziert wurden, müssen sofort handeln. Sie müssen alle ihre Passwörter ändern – sowohl im Passwortmanager als auch auf Websites, die dieselben Zugangsdaten verwenden. Da die Angreifer oft keinen Zeitstempel hinterlassen, müssen Betroffene im schlimmsten Fall davon ausgehen, dass alle ihre Zugangsdaten kompromittiert wurden.

Zugangsdaten auf Telegram geleakt: Warnsignale und reale Bedrohungen

Viele Nutzer berichten von einem seltsamen Verhalten ihrer Geräte oder Netzwerke, obwohl sie keine Malware finden. Der Grund: Hacker haben bereits ihre Zugangsdaten gestohlen und nutzen sie für verschiedene Angriffe. Malware zum Diebstahl von Informationen hat sich zu einer ernsthaften Bedrohung entwickelt. Sie ermöglicht massive Angriffe wie Ransomware und Datendiebstahl.

Die Liste der Opfer, die mit gestohlenen Zugangsdaten angegriffen wurden, liest sich wie ein Who’s Who: Die Hacker haben bereits die Regierung von Costa Rica, Microsoft, CircleCi und Orange Spain RIPE angegriffen. Zuletzt entwendeten sie mit kompromittierten Zugangsdaten sogar Daten aus Snowflake-Datenbanken.

6 Kommentare lesen
Mehr zu dem Thema
Sunny

Über Sunny

Sunny schreibt seit 2019 für die Tarnkappe. Er verfasst die wöchentlichen Lesetipps und berichtet am liebsten über Themen wie Datenschutz, Hacking und Netzpolitik. Aber auch in unserer monatlichen Glosse, in Interviews und in „Unter dem Radar“ - dem Podcast von Tarnkappe.info - ist er regelmäßig zu hören.


IT-Firma in Celle durchsucht (Symbolbild)

IT-Firma in Celle durchsucht: Verbindungen zur Kokain-Mafia?

Razzia in Celle: IT-Firma und Staatsanwalt Yashar G. wegen angeblicher Verbindungen zur Kokain-Mafia im Visier der Behörden.

Digitale Identität schützen

Digitale Identität schützen – Warum clevere Automatisierung immer wichtiger wird

Die digitale Identität schützen mit Automatisierung: Wie kann ich meine Daten finden, löschen und die Online-Privatsphäre effizient sichern?

Discord

RIAA kritisiert Pre-Releases auf Discord und Telegram

Der Verband der Musikindustrie, RIAA, kritisiert Pre-Releases auf Discord und Telegram. Sie erwähnen sie im Bericht der "Notorious Markets".

Pavel Durov und das Logo von Telegram

Schicksalsschlag für Pavel Durov – eine persönliche Tragödie!

Pavel Durov, der Gründer von Telegram, erleidet einen schweren Schicksalsschlag. Dieses Ereignis hat sein Leben erschüttert!

KI-Gruppe

Tarnkappe.info betreibt deutschsprachige KI-Gruppe auf Telegram

Mit unserer KI-Gruppe auf Telegram haben wir nun einen Ort geschaffen, an dem sich Interessierte frei austauschen können.

Ein Laptop steht auf einem Tisch und zeigt das Wort "Leak" vor Binärcode

Datenleck beim LKA Brandenburg: Wie sicher sind Polizeidaten?

Ein zufällig entdecktes Datenleck beim LKA Brandenburg sorgt für Wirbel: Sensible Daten waren in Gefahr. Das BKA kappte die Leitung.

Hände über Smartphone, im Hintergrund Binärcode

Kriminelle verlassen Telegram: Richtlinienänderungen zeigen Wirkung

Neue Richtlinien auf Telegram: Kriminelle verlassen die Plattform, weil Durov verstärkt gegen Missbrauch und illegale Aktivitäten vorgeht.

Ein Hacker mit Kapuzenpulli sitzt in einem dunklen Raum vor mehreren Bildschirmen, auf denen Codes und Totenkopfsymbole zu sehen sind

Internet Archive gehackt: 31 Millionen Benutzerkonten betroffen

Ein Hackerangriff auf das Internet Archive hat die Daten von 31 Millionen Nutzern kompromittiert. Wer dahinter steckt, ist noch unklar.

Amazon-Logo auf einer schwarzen, glänzender Wand

Amazon bestätigt Datendiebstahl: Kontaktdaten von Mitarbeitern betroffen

Amazon bestätigt Datendiebstahl: Kontaktdaten von Mitarbeitern bei Drittanbieter entwendet. Sicherheitslücke durch MOVEit-Hack ausgenutzt.

Ein Dieb entwendet Aktenordner aus einem Holzregal

Dresdner Datenskandal: IT-Mitarbeiter entwendet Daten von 430.000 Bürgern

Datenleck und Datenskandal in Dresden: Ein IT-Mitarbeiter soll sensible Bürgerdaten auf private Speichermedien kopiert haben.

Telegram

Telegram geht jetzt offenbar gezielt gegen Webstresser vor

Die Leitung von Telegram hat kürzlich einige Gruppen, Accounts und Kanäle von Bootern/Webstressern gesperrt.

Pavel Durov und das Logo von Telegram

Telegram und Datenschutz: Zusammenarbeit mit Behörden seit 2018

Die Zusammenarbeit von Telegram und Pavel Durov mit Strafverfolgungsbehörden wirft Fragen zum Datenschutz auf. Was steckt wirklich dahinter?

Hacker mit Laptop und Cybersecurity-Schriftzug auf dem Bildschirm neben Computermonitoren

Destatis von Hackern angegriffen: Sensible Unternehmensdaten im Darknet aufgetaucht

Destatis-Hack: Unternehmensdaten deutscher Firmen im Darknet aufgetaucht. Das Datenleck betrifft sensible Informationen.

Telegram hat sich zur zentralen Infrastruktur für großvolumige illegale Krypto-Transaktionen entwickelt.

Krypto-Schwarzmarkt auf Telegram: Milliardenhandel verdrängt das Darknet

Krypto-Schwarzmarkt auf Telegram: Milliardenbetrug ersetzt das Darknet. Scammer, Geldwäsche und Menschenhandel im offenen Messenger.

Militärabzeichen der ukrainischen Armee auf einer Uniform

Telegram-Verbot in der Ukraine: Angst vor russischer Spionage

Es geht um die nationale Sicherheit. Die Ukraine verbietet die Nutzung von Telegram auf offiziellen Geräten.

Symbolbild: Der Entschlüsselungs-Key liegt offen – ein seltener Fehler in einer ansonsten gefährlichen Ransomware-Kampagne.

CyberVolk-Ransomware: VolkLocker liefert Entschlüsselungs-Key gleich mit

CyberVolk-Ransomware ist zurück: VolkLocker läuft komplett über Telegram und speichert den Master-Key im Klartext.

Telegram

Telegram für Cyberkriminelle zunehmend unattraktiv

Telegram greift vermehrt durch. Die längere Lebensdauer von Untergrund-Kanälen in diesem Netzwerk trifft auf viel höhere Sperrquoten.

Pawel Durow, 2013 in Berlin

Pawel Durow unter strengen Auflagen aus Haft entlassen

Der Telegram-Mitgründer und CEO Pawel Durow befindet sich auf freiem Fuß. Er darf wegen einer möglichen Anklage das Land nicht verlassen.

WerbungÜber unsKontaktPressespiegel
Kategorien
RezensionenGlosseInternJurassic PackDrachenlordLesetipps
Social Media

Impressum Datenschutz

Tarnkappe.info Logo

© 2014-2024 Tarnkappe.info

ZURÜCK  WEITER
Jetzt Newsletter abonnieren