Beast of Reincarnation geleakt: Kriegerin und Hund blicken auf eine postapokalyptische Landschaft mit einer zerstörten Stadt.
Vorzeitiger Leak: Beast of Reincarnation sorgt bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart für Aufsehen.
Bildquelle: ChatGPT

Beast of Reincarnation geleakt: Piraten zocken Game Freaks RPG schon drei Tage vor Release

Beast of Reincarnation geleakt: Game Freaks RPG ist schon drei Tage vor Release bei Piraten spielbar. Der Ursprung des Leaks bleibt unklar.

Game Freak wollte mit seinem neuen RPG weg von dem Pokémon-Image. Nun ist Beast of Reincarnation offenbar schon vor dem offiziellen Release geleakt worden und bei Piraten gelandet. Erste Berichte liefern schon mal einen Vorgeschmack auf die PC-Performance.

Game Freaks neues Action-RPG Beast of Reincarnation ist bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart in der Piraten-Szene aufgetaucht. Drei Tage vor dem Release sollen erste Nutzer das Spiel bereits zocken. Wie die vorzeitig veröffentlichte Version ihren Weg zu den Piraten gefunden hat, ist allerdings noch unklar.

Beast of Reincarnation vorzeitig im Netz

Game Freak wagt sich mit dem Action-RPG gerade auf neues Terrain. Im Gegensatz zu Pokémon geht es hier um eine postapokalyptische Welt, harte Kämpfe, Paraden und eine ungewöhnliche Verbindung zwischen der Protagonistin Emma und ihrem tierischen Begleiter Koo. Eigentlich sollte Beast of Reincarnation erst am 4. August 2026 offiziell erscheinen. Doch drei Tage vor dem geplanten Release ist die Sache offenbar bereits aus dem Ruder gelaufen.

Wie Kotaku berichtet, kursiert eine spielbare Version von Beast of Reincarnation bereits in Piraterie-Kreisen. Hinweise darauf stammen unter anderem aus dem DODI-Repacks-Umfeld sowie aus den Reddit-Communities r/Piracy und r/PiratedGames. Dort sollen Nutzer das Game bereits ausprobiert haben.

Wie genau die Kopie so früh in Umlauf gelangen konnte, ist derzeit noch unklar. Einen bestätigten technischen Ablauf gibt es dafür bisher nicht. Auch von einem klassischen „Crack“ sollte man an dieser Stelle nicht vorschnell sprechen.

Leak unmittelbar nach dem Steam-Preload?

Subreddit r/Piracy weist auf einen zeitlichen Zusammenhang des Leaks mit dem Preload auf Steam hin. Ein User dort behauptet, Beast of Reincarnation sei unmittelbar nach dem Start der Vorab-Downloads geleakt und anschließend bereits von Piraten gespielt worden.

Das wäre eine Erklärung dafür, warum die Spielkopie so kurz vor dem offiziellen Start auftauchte. Bestätigt ist diese Theorie allerdings nicht. Weder Game Freak noch der Publisher Fictions haben erklärt, wie die vorzeitig verfügbare Version in Umlauf gelangte. Auch ob tatsächlich der Steam-Preload eine Rolle spielte, bleibt damit offen.

Game Freak und Fictions hatten den Preload für Vorbesteller auf Steam freigeschaltet und später auch die Systemanforderungen korrigiert. Zuvor waren nach Angaben des Studios Fehler in den veröffentlichten Mindest- und empfohlenen Anforderungen enthalten. Der offizielle Start wurde auf den 4. August 2026 um 00:00 UTC festgelegt.

Piraten testen bereits die PC-Version

Einige Nutzer haben bereits einen Blick auf die Performance geworfen. Wie Kontaku informiert, berichtet ein Spieler, Beast of Reincarnation auf einem ROG Ally X ausprobiert zu haben. Bei mittleren Einstellungen und 1080p mit TAAU Performance habe das Spiel demnach zwischen 30 und 40 Bildern pro Sekunde erreicht. Größere Ruckler seien ihm dabei nicht aufgefallen. Auch die Optik und der Soundtrack erhielten eine positive Bewertung.

Ein anderer Nutzer hingegen übte Kritik. Auf einem PC mit Ryzen 7 9800X3D und GeForce RTX 5070 Ti seien bei 4K und maximalen Einstellungen mit DLSS im Ultra-Quality-Modus durchschnittlich 70 bis 80 FPS erreicht worden. Eine Frame-Generation-Option habe er dabei vermisst.

Für ein endgültiges Urteil ist es allerdings noch zu früh. Schließlich handelt es sich dabei um eine nicht offiziell veröffentlichte Spielkopie. Zudem lassen sich Userberichte kaum als belastbarer Performance-Test für eine breite Palette unterschiedlicher PC-Konfigurationen heranziehen.

Game Freak wagt sich aus Pokémon-Komfortzone

Game Freak ist als Entwickler der Pokémon-Hauptreihe weltweit bekannt. Das neue RPG hat mit dem Taschenmonster-Universum allerdings nichts mehr gemein. Die Handlung spielt im Jahr 4026 in einem postapokalyptischen Japan. Die junge Emma, eine Ausgestoßene mit besonderen Fähigkeiten, zieht gemeinsam mit ihrem von der Blight befallenen Hund Koo durch die zerstörte Welt. Golems, mutierte Kreaturen und Bossgegner warten auf das Duo.

Auch beim Kampfsystem geht Game Freak einen völlig anderen Weg. Paraden spielen hier eine zentrale Rolle. Erfolgreiche Blocks laden Ressourcen auf, mit denen anschließend Koo für Angriffe eingesetzt werden kann. Das erinnert eher an Action-RPGs wie Sekiro als an rundenbasierten Pokémon-Kämpfe.

Ebenso hat das Studio beim Design neue Wege eingeschlagen. Game-Freak-Director Kota Furushima erklärte laut GamesRadar, dass die realistischere Optik durchaus ungewöhnlich für das Studio gewesen sei. Bei der Entwicklung habe sich jedoch herausgestellt, dass ein fotorealistischer Ansatz am besten zu dem passte, was das Team mit dem Spiel ausdrücken wollte. Das Ergebnis ist ein Titel, der kaum an ein typisches Game-Freak-Spiel erinnert.

Beast of Reincarnation geleakt: Kämpferin stellt sich in einer zerstörten Fantasy-Landschaft einem gewaltigen Monster.
Beast of Reincarnation setzt auf harte Kämpfe und eine düstere postapokalyptische Spielwelt.

Erste Kritiker sind nicht restlos von geleaktem RPG überzeugt

Der Japan Times zufolge konnten rund 20 Tester bereits Ende Juli einen begrenzten Abschnitt des Spiels ausprobieren. Das Urteil fiel dort allerdings eher gemischt aus.

Gelobt wurden unter anderem der Weltenbau und das Sounddesign. Kritisiert wurde hingegen, dass sich das Kampfsystem in den frühen Abschnitten mitunter zu schematisch anfühle. Gegner verfügten nur über wenige Angriffsmuster, wodurch das Parieren zur Routine werden könne. Auch die Bosskämpfe würden nicht die erwartete Steigerung liefern. Beim Soundtrack fiel das Urteil ebenfalls gemischt aus. Kritisiert wurden die abrupten Wechsel zwischen Erkundungs- und Kampfmusik. Hinzu kommen Schwächen bei der Erzählung. Die Hauptfigur Emma hinterlasse in den frühen Spielabschnitten einen eher emotionsarmen Eindruck.

Game Freak geht mit diesem Projekt durchaus ein Risiko ein. Beast of Reincarnation soll eben nicht einfach Pokémon mit anderer Verpackung sein. Das Studio versucht vielmehr, sich in einem Genre zu behaupten, das von Schwergewichten wie Sekiro oder NieR geprägt wurde.

Leak kein Einzelfall im Spielejahr 2026

Laut Kotaku sollen 2026 unter anderem Lego Batman: Legacy of the Dark Knight, Forza Horizon 6 und Subnautica 2 bereits vor ihrem offiziellen Erscheinungstermin in der Piraterie-Szene aufgetaucht sein. Für Publisher und Entwickler ist das natürlich unangenehm. Gerade bei einem Titel wie Beast of Reincarnation, der für Game Freak einen stilistischen und spielerischen Bruch darstellt, kann ein vorzeitiges Auftauchen die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen, bevor das Studio überhaupt die Kontrolle über den offiziellen Verkaufsstart hat.

Zudem verbreiten sich erste Performance- und Spieleindrücke ebenfalls über die Szene. Noch bevor reguläre Käufer überhaupt Zugriff haben, kursieren damit bereits Meinungen über Grafik, Framerate und Spielgefühl.

Beast of Reincarnation geleakt: Drei Tage zu früh ist kein guter Start

Mit Beast of Reincarnation will Game-Freaks zeigen, dass das Studio mehr kann als Pokémon. Nun müssen die Entwickler damit leben, dass einige Spieler ihren ersten Eindruck vom neuen RPG bereits gewonnen haben. Und das drei Tage, bevor der offizielle Release überhaupt beginnt.

Über

Antonia ist bereits seit Januar 2016 Autorin bei der Tarnkappe. Eingestiegen ist sie zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibt sie bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, sie greift aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Ihre Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.