Threema: WhatsApp-Alternative zum halben Preis

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Anlässlich des Schweizer Nationalfeiertags wird der Messenger Threema heute zum halben Preis angeboten. In den letzten Wochen wurden zudem einige Funktionen eingebaut, die die Nutzer bereits seit längerer Zeit von WhatsApp kennen.

Heute ist ein guter Zeitpunkt den Anbieter zu wechseln. Anlässlich des Schweizer Nationalfeiertags wird die App für 89 Cent (iOS) beziehungsweise für 80 Cent (Android) angeboten. In der letzten Zeit wurden einige neue Features eingebaut, der Schweizer Hersteller will seinen Dienst konkurrenzfähig zu WhatsApp machen. Einzelne Mitglieder können zu Gruppen zusammengefasst werden, um dort Diskussionen durchzuführen. In der iOS Version können auch Audionachrichten verschickt werden. Für Smartphones, die auf Android laufen, muss ein extra Plug-in installiert werden, damit Threema aufgenommene Sprachnachrichten verschicken kann. Kürzlich wurden in beiden Versionen noch vorhandene Bugs entfernt und einige Details verbessert. Eine Version für Tablet-PCs gibt es bisher nur für Android, die iPad-Nutzer werden sich noch ein wenig gedulden müssen.

Einerseits bietet Threema im Gegensatz zu vielen etablierten Anbietern eine sichere Verschlüsselung aller Nachrichten an. Dennoch konnte sich die in der Schweiz programmierte App bisher nicht durchsetzen. Zwar wurde bekannt gegeben, vor wenigen Tagen habe die verschlüsselte Alternative die Schwelle von drei Millionen Nutzern überschritten. Im Gegensatz zu WhatsApp ist das aber lächerlich wenig. Die Facebook-Tochter gab schon im Februar dieses Jahres an, über mehr als 450 Millionen Nutzer zu verfügen. Dennoch hat der alternative Messenger neben der Verschlüsselung so einiges zu bieten. Die Einrichtung ist simpel, auch die verfügbaren Kontakte können sehr schnell ausfindig gemacht werden.

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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5 Kommentare

  1. SpiegelOhneAhnung sagt:

    Wozu soll das Volk denn auch seine “Hallo, ich bin jetzt im Aldi” Messages verschlüsseln?
    Die meisten interessiert es nicht und was mit Whatsapp geschrieben wird, ist zu 99 Prozent belangloses Blabla.
    Der Bedarf an einer Alternative in großem Umfang ist nicht vorhanden.

    • DDRRam sagt:

      Wenn diese App wirklich sicher sein sollte wird sich die Crime/Drogen Szene freuen ;D

    • verschlüllsler sagt:

      Es geht darum, dass man Facebook/Whatsapp und der NSA nicht gestattet dir eigenen Nachrichten zu lesen. Sei es nur eine Einkaufsliste oder persönlicheres. Bestenfalls weiß die NSA nicht mal das, weil sie es dank default Verschlüsselung nicht unterscheiden kann.

  2. Volksmund sagt:

    Don’t roll your own crypto!

  3. leider sagt:

    Leider ist es closed source. Wie gut die Verschlüsselung tatsächlich ist, kann man also nicht nachprüfen.
    Zumindest für die Firma dürfte aber der Anreiz, Daten zu verkaufen gering sein. Das ist der einzige positive Aspekt daran,dass es was kostet. Für die Verbreitung ist es wiederum extrem hinderlich.

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