Spiegelbest.me-Razzia: Vorgehen der Ermittler aufgedeckt

Article by · 21. Dezember 2015 ·

polizei auto ebookspender.me spiegelbest
Im der aktuellen Ausgabe beschreibt Spiegel-Redakteur Marcel Rosenbach ausführlich, wie die Jagd auf die Teilnehmer des Spenderkreises von Spiegelbest (SB) gelungen ist. Ein privater Ermittler aus Jena hatte sich unter dem Pseudonym „Ri­va­lon“ in den Dunstkreis des früheren TorBoox-Sprechers gewagt. Er war es, der später die Server von Ebookspender.me administrierte.

Die Erkenntnisse des Artikels decken sich zu 100% mit den Aussagen der Polizisten, die am 9.12.2014 die bundesweite E-Book-Razzia durchgeführt haben. Den Ermittlern gelang der uneingeschränkte Zugriff auf den Server von Ebookspender.me, weil Andreas Caspar von der Firma CounterFights Anti-Piracy diese im Auftrag von Spiegelbest administriert hat. Der Internetermittler hatte Spiegelbest in den letzten Jahren mehrfach sein Fachwissen angeboten. Nachdem es zum Eklat mit den anderen Mitbetreibern von TorBoox kam, nahm SB das Angebot dankend an.

Sspiegelbestpiegelbest hat selbst nie über ein ausgeprägtes Fachwissen verfügt, er war bei technischen Fragestellungen stets auf die Hilfe Dritter angewiesen. Der Honeypot der deutschen Verlagshäuser hatte fortan 24 Stunden täglich geöffnet. Kas­par hatte zuvor die Aktivitäten dieses und anderer Online-Piraten über viele Monate hinweg „mi­nu­ti­ös über­wacht“. SB brauchte den Programmierer. Sein mangelndes Fachwissen war schon immer seine Schwachstelle, die „Rivalon“ dann nach monatelanger Vorarbeit ausnutzen konnte. Jede Forensoftware ist eine perfekte Überwachungsmaschinerie. Sie speichert im Detail, was die Nutzer tun, was sie herunterladen wollen und mit wem sie kommunizieren. Nach Übergabe der Login-Daten an die Kriminalpolizei bzw. Staatsanwaltschaft München gingen die Mitglieder des Spenderkreises unter offizieller Bewachung ihrer Tätigkeit nach.

Spiegelbest: Seine Paranoia war sein Schutzschild

Doch auch der Spiegel musste bei seinen Recherchen feststellen, dass die Mitglieder nicht gerade „wie ausgebuffte Kriminelle“ gehandelt haben. Da die Teilnehmer ohne VPN gesurft haben, war die Feststellung der Identität der Anschlussinhaber kein Problem. Hinter den IP-Adressen des Forums „ver­bar­gen sich auf­fal­lend vie­le Frau­en im Al­ter zwi­schen 40 und 60, nicht ge­ra­de das ty­pi­sche Mi­lieu von On­line­kri­mi­nel­len“, wie Rosenbach in seinem Artikel festhält. „Dass die klei­nen Fi­sche nun so ri­go­ros ver­folgt wer­den, lässt sich ganz of­fen­sicht­lich nur mit ei­nem er­wünsch­ten Ab­schre­ckungs­ef­fekt er­klä­ren“, erklärt der Kölner Anwalt Christian Solmecke, dessen Kanzlei einen Durchsuchten vertritt.

Spiegelbest selbst wurde bis heute nicht gefasst, er bezeichnete sich selbst als paranoid. Deswegen schlug er auch ein Treffen mit Manuel Bonik und Andreas Schaale aus, die sich mit ihm gerne ungezwungen in einem Café ausgetauscht hätten. Da die beiden Berliner Piratenjäger einen anderen Schwerpunkt haben, wäre Spiegelbest für sie als Ziel uninteressant gewesen. SB lehnte ab, auch sonst erfuhr niemand Details aus seinem Leben. Aufgrund seiner ausgeprägten Paranoia blieb er bis heute verschont. Wahrscheinlich lebt er in der Nähe einer Großstadt und hat einen Buchhandel betrieben. Zumindest muten manche Aussagen an, dass er beruflich häufiger mit der Verlagsbranche zu tun hatte. In Verlagskreisen wurde deswegen eine ausgeprägte Persönlichkeitsstörung oder sogar eine gespaltene Persönlichkeit angenommen. Wer sonst sorgt in seiner Freizeit dafür, dass sein eigenes Geschäft keinen Umsatz mehr machen kann? Auch gab es Gerüchte, eine seiner Persönlichkeiten sei der Blogger Lars Sobiraj, der ihn u.a. unter dem Pseudonym Watchdog erlaubte, bei Tarnkappe.info eigene Beiträge zu veröffentlichen.

counterfights anti-piracy LogoDie Razzia im Dezember 2014 wurde beschleunigt, weil Bernd Fleisig, wie sich SB auch nannte, vor etwa einem Jahr öffentlich seinen Rückzug angekündigt hatte. Dem Piraten war klar, dass der größte Feind der Piraten die legalen Flatrateanbieter wie Amazon oder Netflix waren und bis heute sind. Wenn Amazon den Markt für E-Books übernimmt, braucht es keine Piraten mehr. Er wäre in dem Fall schlichtweg überflüssig.

Unter dem Strich haben die Ermittler fast ausschließlich die harmlosen Mitglieder des Spenderkreises überführt. Die großen illegalen Anbieter wie Lesen.to sind trotz der Durchsuchungen uneingeschränkt verfügbar. Sie bieten bis heute Download-Links zu den aktuellen Top 50 der Spiegel Bestsellerliste an. Im Interview hatte SB schon im März 2014 gemutmaßt, in absehbarer Zeit werde es keinen Straßenbuchhandel mehr geben. Bis sich seine Prophezeiung bewahrheitet, mag noch etwas Zeit vergehen. Dennoch könnte er am Ende sogar Recht mit dieser Aussage behalten.

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31 Comments

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    Esther

    Habe ich jetzt wirklich richtig verstanden, dass der Ebookspender überhaupt nur mit Hilfe des verdeckten Ermittlers möglich war? Da wäre ein ganz erheblicher Schaden entstanden. Im Gegenzug hat man gerade mal ein paar lesefreudige Damen und ein paar Trottel, die völlig ungeschützt Bücher hochluden erwischt. Dafür war der Preis schon sehr hoch.

    Mich wundert, dass so etwas überhaupt legal ist.

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    Esther

    Das geht verdammt weit. Ohne den Ermittler hätte Spiegelbest mangels technischer Kenntnisse die Seite gar nicht betreiben können.

    Es ist schon eine ganz besondere Leistung eine Seite, die man zuvor selber geschaffen hat abzuschalten und das auch noch als Erfolg zu verkaufen.

    Es wundert mich, dass das überhaupt legal ist.

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      Rudi

      Ist nicht legal. Es KANN auf die Verfolgung verzichtet werden.
      Das wurde schon hier weiter unten geschrieben.

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    Von wegen “Lars Sobiraj”. Hahaha! Habe ich dich, Tyler Durden! Oder sollte ich lieber sagen “Dr. Mabuse”?

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    Klaus Faul

    Wahrscheinlich lebt er in der Nähe einer Großstadt und hat einen Buchhandel betrieben. Zumindest muten manche Aussagen an, dass er beruflich häufiger mit der Verlagsbranche zu tun hatte.

    Einen Buchhandel hat er definitiv nicht betrieben. Davon hatte er absolut keine Ahnung, was man (als jemand der aus dem Buchhandel kommt) im persönlichen Kontakt schnell feststellen konnte. Da verhält es sich eben genauso wie mit seinen Technik-Skills. Viel blabla, Mutmaßungen und ne Menge Fantasy.

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      Gur0Sius

      Vielleicht war er Autor und nicht Buchhändler. Schreiben konnte er und seine Artikel vermisse ich irgendwie schon ;). Ich würde mir wünschen, wenn er sich mal zu Wort meldet oder einen anonymen Artikel schreibt. Schließlich hat der Mann oder die Frau einiges ins Rollen gebracht.

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        Klaus Faul

        Mein Eindruck war immer, dass er gerne Autor gewesen wäre, die Verlage sein “Talent” aber nicht erkennen wollten. Aber das ist alles Spekulation.

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    Kasper

    Jaja der gute alte Kaspar war schon immer ein Kasper. Was er wohl einst mit strahlenden Augen angefangen und ihn zu Hochmut getrieben hat, wird sich jetzt gegen ihn wenden und sich als größter Fehler seiner “Karriere”(pruuuust) herausstellen.

    Lieber Andi, ich weiß dass du hier mitliest und du weißt auch dass wir wissen wo du bist. Vielleicht trifft man sich ja mal auf einen Kaffee, oder so?

    Ansonsten schlage ich eine Sammelklage gegen Herrn Kaspar vor. Er hat den Betrieb jenes Forums mit seinem “Know-How” überhaupt erst möglich gemacht.

    Ein kleines Gedankenspiel: Ich kenne da einen Türken, der würde liebend gerne Drogen verkaufen, er kommt auch an die Ware, aber weiß nicht wie er sie transportieren soll. Nun kommt eine zweite Person, die ihm den Transportweg ermöglicht und somit den Drogenverkauf des Türkens überhaupt erst ermöglicht. Handelt jene Person legal, nur weil sie den Türken dann ans Messer liefert? Wäre der Türke ohne die zweite Person überhaupt in der Lage gewesen diese Straftat zu begehen? MIT NICHTEN! Hat die zweite Person die das alles ermöglicht hat, nicht nur eine Mitschuld, sondern hat sie den Türken vielleicht sogar mit dazu angestiftet? Denkt mal drüber nach und achja, viel Spaß noch Andi :-)

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      Gur0Sius

      Ich verstehe Deine Aufbringung, aber so läuft es nun mal.

      Natürlich gibt es am Ende einen DEAL zwischen Staatsanwaltschaft und dem Hauptzeugen. Ohne diese investigative und originäre Vorgehensweise kommt man eben nicht an Informationen. Und genau diese Vorgehensweise wird in diversen anderen Foren mitverfolgt. Es gibt schließlich nicht nur Kaspar sondern eine Reihe anderer privater Ermittler ODER Personen, die sich im Projekt hingergangen fühlen, sei es nur ums Geld wegen.

      Oft werden solche Beweise einfach anonym weitergegeben und der Informant bleibt anonym. Schließlich können Leute wie Kaspar genauso einen VPN benutzen wie die Seitenbetreiber selbst.

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    Nur mal so am Rande:
    Honeypots sind in Deutschland eigentlich nicht erlaubt. Wenn Behörden oder andere Organisation an Kriminalität beteiligen ist das nach wie vor kriminell. Die Polizei ist dazu da Kriminalität zu verhindern und keineswegs auf dem Altar der Aufklärungsquote monatelang ein illegales Portal weiter zu betreiben um so viele IPs wie möglich zu erhalten. Ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten Prozesse eingestellt werden:
    Die Bücher stammen aus legaler Quelle / die Bücher wurden nur im kleinen Kreis geteilt / das Downloaden fällt kaum ins Gewicht

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      Die E-Books wurden nach der “Befreiung” auch im Graubereich verteilt. Da es sich allesamt um zuvor unveröffentlichte Werke handelt, die vorher nicht illegal verfügbar waren, war die Aktion des Spendenkreises für die Verlage ein Dorn im Auge.

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      Buchreportleser

      So wie es im Spiegel steht, hat Herr Kaspar das ganze in Eigenregie gemacht und ist erst zur Polizei gegangen als es ihm zu heiß wurde.
      So gesehen sind die Ermittlungbehörden erstmal fein raus, da sie ja auch unrechtmäßig erlangte Beweise verwerten können.
      Die Frage ist eher ab wann kann zum Beispiel eine IP verwendet werden, da ja am Anfang zumindest keine offizielle Stelle die Erfassung vorgenommen hat.
      Auch konnte Counterfights vermutlich kaum eine Bestandsdatenabfrage machen.
      Die Frage ist wie sich Urheber zu der ganzen Sache stellen, welche Walldorf Frommer nicht kurz vor der Razzia ins Boot geholt hat. Dieser eigentlich sehr eigenartige Vorgang, das kurz vor einer Durchsuchung massenhaft Firmen angeschrieben werden, macht so wie jetzt dargestellt Sinn.
      Die wussten das sie auf dünnen Eis wandeln, gemeint ist der Privatermittler und die Kanzelei und wollten so verhindern das eventuell zivilrechtliche Ansprüche gegen sie gestellt werden.
      Mit der Staatsanwaltschaft können die eine Vereinbarung treffen, die erstreckt sich meiner Meinung nach aber nur auf den strafrechtlichen Aspekt.
      Nur soll ja besagte Seite wenn man einzelnen Aussagen hier glaubt, vor allem “Indischrott befreit” haben.
      Da kaum anzunehmen ist, das die mit jedem Autor eine Absprache getroffen haben, ist da eventuell Ärger zu erwarten und das nicht zu knapp.
      Immerhin hat Counterfights hier erheblichst bei der Bereitstellung eines illegalen Angebotes mitgewirkt.
      Wie du schon sagtest Honeypots sind illegal und das hatte ja zum Beispiel die GVU schon zu spüren bekommen. Das würde erklären, warum die mit der Sache nichts zu tun haben wollten.
      Sollte nun die Staatsanwaltschaft um dem Ermittler einen Gefallen zu tun eventuelle Daten von Werken aus den Akten raushalten könnte der allerdings nicht zivilrechtlich belangt werden, da die Urheber ja auch erstmal beweisen müssen das ihre Werke über diese Quelle freigesetzt wurden. Das bedeutet aber auch das dann kein anderer mit Schadensersatzforderungen zu rechnen hat.
      Laut einiger Anwälte, welche auch bei Lars hin und wieder zu Wort kommen, reicht es zwar aus eine Hausdurchsuchung durch anklicken von Links zu bekommen aber dieses Anklicken ist an sich kein Beweis das eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Diesen Beweis muss die Durchsuchung erbringen. Die Logs der besagten Seite wären also nichts wert um zivilrechtliche Ansprüche zu begründen.
      Man könnte aber zum Beispiel die Annahme konstruieren, das gerade Indie-Titel dort massiv angeboten wurden um diese Autoren gezielt zu schädigen. Die Annahme würde dadurch gestürzt das so ziemlich alle großen Verlage mit dabei sein sollen die von Selbstverlegern mit Sicherheit nicht viel halten.
      Interessant wäre auch wie der Spiegel an die Informationen gekommen ist. Hatte er Quellen bei der Staatsanwaltschaft oder ist Herr Kaspar auf diesen zugegangen. Ein solches Verhalten, gemeint ist Variante zwei, im Sinne keiner hat mich lieb und ich bekomme zuwenig Aufmerksamkeit erinnert mich an jemanden.
      So gesehen, bleibt die ganze Sache spannend und bietet unter Umständen noch die eine oder andere interessante Wendung.

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      Grünstift

      Die Vorgehensweise von Herrn Kaspar ist kein Einzelfall, sondern wird häufiger angewandt. Zuerst wird privat ermittlelt und dann irgendwann mit den Strafverfolgungsbehörden zusammengearbeitet. Das Ermittlungsrisiko trägt dann zunächst der Private Ermittler alleine. Von daher ist die Methode Honeypot durchaus praxisnah und hat hohe Erfolgsquoten. Erst wenn nähere Erkenntisse vorliegen wird der staatliche Ermittlungsmechanismus in Gang gesetzt.

      Ich gehe davon aus, dass auch bei UsenetRevolution Admins oder Techniker am Werk sind, denen man nicht trauen kann. Mal ganz von den Boerse Clonen abgesehen. Ohne VPN gehe dich nicht mehr ins Intenret.

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        Buchreportleser

        Nur werden die wenigsten, die in dem Geschäft tätig sind, hinterher beim Spiegel damit angeben.
        Das ist unprofessionell. Ich sehe nun mal das Problem, das die Werke Dritter von ihm mit angeboten wurden und damit deren Rechte betroffen sind. Er wird kaum interveniert haben, um die Einstellung bestimmter Bücher zu verhindern.
        Er hat mit Sicherheit nicht mal die Zustimmung aller Verlage. Das putzige Verhalten der Kanzelei kurz vor den Durchsuchungen spricht doch Bände. Unter normalen Bedingungen macht man sowas nicht, da die Gefahr besteht die Ziele zu warnen.
        Es wird doch immer davon geredet, wie immens die Schäden sind. Der eine oder andere Autor könnte versucht sein hier ein Vielfaches von dem zu verdienen, was er sonst so einnimmt.
        Vielen Verlagen geht es aus unterschiedlichsten Gründen ebenfalls dreckig, da könnte so eine Sache wie der rettende Strohhalm erscheinen.
        Anwälte finden sich für so was immer.

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    cruiser

    Schade, auf SPON ist noch gar nichts zu finden. Wäre ja glatt mal eine Überlegung sich mal so ein Grünen-Parteiblatt zu kaufen.

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      Nein, das ist nur in der Printausgabe dieser Woche!

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    Brummelbärchen

    Herzlichen Dank für Deinen Artikel und den Hinweis auf die aktuelle Spiegel Ausgabe.

    Ich verfolge das Treiben in der Szene schon seit vielen Jahren, bin aber leider aus beruflichen Gründen nicht mehr aktiv dabei. Deine Seite finde ich, entgegen so mancher Beschuldigung anderer User, sehr informativ und gehaltvoll. Vielen Dank für Deine Artikel und die der Gastautoren! Es gibt kaum Internetseiten wie Deine, die derart viele Szene-Informationen anbieten und die Möglichekeit der unzensierten Kommentare zulassen. Bei Boerse.bz wurden kritische Nachfragen sofort gelöscht, aber Boerse.to ist nicht besser dran. Hier werden kritische Themen mit BASTA-Kommentaren der Administratoren geschlossen. Mit Meinungsfreiheit und Informationsaustausch hat das nix mehr zu tun. Es geht im Endeffekt um viel Geld und darum, wer welchen Einfluss auf was nehmen kann. Aus diesem Grund werden Diskussionsthemen über das Usenet bei Boerse.to nur sehr ungern diskutiert und öfters mal gelöscht, falls man das ‘Usenet’ also die bessere Varianten für Filesharing als das bekannte OCH-Geuppe angibt. Die Admins vertreten dort eine klare Linie, wer die nicht beachtet bekommt einen Denkzettel!

    Mein eigentlicher Kommentar gilt eigentlich denen, die ohne VPN unterwegs sind. Ich habe kürzlich aus gut informierten Kreisen erfahren, dass Ermittler gezielt in Internetforen geschickt wurden, um dort VPN Anbieter schlechtzureden oder die Nutzung in Zweifel zu stellen. Beweise kann ich dafür nicht vorlegen, aber der Kreis mit dem “geheimen Ermittler” aus dem Spiegel-Artikel bekräftigt dies. Natürlich kann man nie 100% Sicherheit haben, aber es gibt doch einige seriöse Anbieter wie perfect-privacy, oVPN, nVPN, Cyberghost oder AirVPN (weitere Beispiele denkbar!), die je nach Einsatzgebiet einen guten Schutz bieten. Cyberghost kostet gerade mal rund 25€ im Jahr, oVPN ist teurer bietet aber Usenet inklusive. Perfect Privacy bietet keine Extras, ist extrem teuer, dafür aber einen schönen Client. Jeder muss abwägen und seinen LieblingsVPN finden.

    Und anhand der Recherchen von Spiegel wird doch noch einmal deutlich, dass der/die NUTZER für die Sicherheit mit verantwortlich sind. Man kann seine Verantwortung nicht blind an andere Administratoren abschieben. Niemand weiß, wer Uploaded, Share-Online, UsenetProvider, oder bestimmte Foren (Boerse. Usenetrevolution, Town Usenet….) betreibt.

    Spiegelbest hatte keinen Verfolgungswahn, sondern eine ganz effektive Art, sich den Strafverfolgungsbehörden zu entziehen. Dank der neuen Vorratsdatenspeicherung habe es die Ermittler in Zukunft sowieso sehr viel leichter, entsprechende Nutzer zu identifizieren.

    Lieber Lars, ich freue mich auch weiterhin über Deinen Artikel und wünsche Dir frohe Weihnachten!!

    Grüße
    Brummelbärchen

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      Ray

      Du hast SecureVPN.to vergessen zu erwähnen. Leistung gleich Perfect Privacy nur günstiger. Den SecVPN Clienten find ich sogar noch besser als den von PP.

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        Schnuffelbär

        So habe jetzt geraden den Spiegel Artikel gelesen. Leider wurde dort nicht erwähnt, welchen VPN Spiegelbest denn genutzt hat. Weiß es einer der Leser von Tarnkappe,.info? Es gibt in Deutschland eigentlich nur eine Hand voll Anbieter, wie hier bereits in einem anderen Post beschrieben wurde. Ich vermute mal Spiegelbest war so paranoid, dass er einen ausländischen VPN Anbieter wie AirVPN gewählt hat. Denn seit der Boerse.bz Geschichte ist klar: Sharehoster wie auch Seitenbetreiber arbeiten oftmals zusammen & es geht vor allem um das liebe Geld!

        Das Problem an den VPN Anbietern wie hier ein anderer User gesagt hat ist der Stichpunkt Überwachung. Natürlich kann ein VPN im schlimmsten Falle ein Honeypot sein oder wie bei HideMyAss vom FBI kontrolliert werden. Man muss sich einen etablierten Anbieter heraussuchen, der schon etwas länger am Markt ist und über eine gewisse Reputation verfügt. Am besten 3-4 Jahre Erfahrung hat. Daher haben es Neulinge in dieser Branche recht schwer, da dort einfach weniger Vertrauen vorhanden ist. Denn eines ist klar: Für einen privaten Ermittler, wie im Spiegel-Artikel genannt, ist es besonders leicht und einfach seinen eigenen VPN zu gründen, um damit wertvolle Informationen über die Szene und entsprechende Uploads zu erhalten. Es ist die perfekt Überwachungsmaschine, um aus dem Dunstkreis der Szene neue Informationen zu erhalten. Wieso? Weil nicht alle Internetformen wie UsenetRevolution über SSL-Verbindungen verfügen und so jede Information im Klartext mitgelesen werden kann. Würde mich also nicht wundern, wenn der besagte Herr aus dem Spiegel Artikel nicht auch schon dort seine Fittiche mit im Spiel hat!

        Für die Personen, die völlig paranoid sind, kann man natürlich unterschiedliche VPN Anbieter hintereinander schalten. Aber mal ganz im Ernst: Normalerweise genügt ein einziger VPN um ein höheres Maß an Anonymität zu erzielen. Den Forenbetreibern und Sharehostern sollte man aber niemals vertrauen. Natürlich ist VPN keine Allheillösung, aber eine gute Schutzmöglichkeit. Und wer wirklich kein Uplaoder ist sondern nur Konsumen dürfte mit einfach gestrickten Angeboten wie Cyberghost VPN gar nicht so schlecht fahren. Dort gibt es zwar keine Portfreigaben und der Support ist sau schlecht, aber dafür ein seriöser Anbieter der normalen Schutz bietet.

        Mein Tipp an alle Leser: Probiet einfach eine Hand voll Anbieter aus, testet den Client, probiert ggf. Zusatzfunktionen aus. Mit VPN ist immer besser als ohne VPN, das hat nicht zuletzt Spiegelbest gezeigt. Der private Ermittler sowie die Staatsanwaltschaft haben sicherlich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die tatsächliche Identität hinter der anonymen IP von Spiegelbest aufzudecken. Demnach kann ein guter VPN Anbieter daher gar nicht so verkehrt sein!

        In diesem Sinne: TrueCrypt, VeraCrypt und einen vernünftigen VPN benutzen.

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          Leser von Tarnkappe

          So habe jetzt geraden den Spiegel Artikel gelesen. Leider wurde dort nicht erwähnt, welchen VPN Spiegelbest denn genutzt hat. Weiß es einer der Leser von Tarnkappe,.info?

          Ende 2012 nutze er Perfect-Privacy. Ob er das noch immer tut weiß ich nicht, hatte seither keinen persönlichen Kontakt mehr zu ihm.

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            Gur0Sius

            Würde mich mal interessieren woher Du diese Information hast oder ob das nicht versteckte Werbung ist. Wieso sollte er Dir erzählen bei welchem VPN er ist? Das verringert nur seine eigene Anonymität. Ich könnte es mir zwar selber vorstellen, aber war es wirklich so? PP ist kein schlechter Anbieter.

            Hat er mal in einem Tarnkappe Artikel durchblicken lassen, welchen VPN er verwendet?

            @Alle:: Hat mal jemand im Header seiner Mails nachgelesen von welcher IP die Mails versendet worden sind?

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            Leser von Tarnkappe

            Woher ich das weiß, steht doch mehr oder weniger in meinem Kommentar: ich hatte vor einigen Jahren mit ihm zu tun. Noch vor diesem Spendenforum und Torboox (oder wie das hieß). Ob du das nun glaubst oder als Werbung für PP (ernsthaft?!) wertest, ist mir sowas von egal…

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        unknown

        Komplett veraltet und offtopic, aber welche Leistungen willst du den da vergleichen? SSH, Proxys, OBFSProxy, Portforward, Serverauswahl, usw., sind wohl Leistungen die du nicht benötigst sonst hättest du den Unterschied nicht nur am Preis bemerkt.

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      Sportler

      Was ist der Vorteil von VPN über Tor?

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      das Teufelchen

      > Niemand weiß, wer Uploaded, Share-Online, UsenetProvider,
      > oder bestimmte Foren (Boerse. Usenetrevolution, Town
      > Usenet….) betreibt.

      Aha? Und wer hinter den vielen VPN-Anbietern steckt, das weiß man? Blöd ist halt nur, wenn gerade der eigene VPN-Anbieter kompromittiert ist, dass dan quasi alle Download-Aktivitäten ein offenes Buch darstellen.

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        Schnuffelbär

        Hier sitmme ich Dir vollstens zu.
        Daher sollte man entweder einen sehr seriösen Anbieter mit echtem Impressum verwenden wie Cyberghost VPN, der nicht in den USA ansässig ist und außerhalb der deutschen Gesetzgebung agiert.

        Oder eben wenn man Uploader ist einen renomierteren VPN Anbieter, dessen Betreiber zwar für einen selbst auch anonym sind !, man aber aus der Erfahrung der letzten Jahre sagen kann, dass der Anbieter sauber ist.

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      Tja, das mit der Meinungsfreiheit ist so eine Sache. Leider kommt dabei auch viel Trollerei zum Vorschein. Aber was willste machen… ?

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    Na ja, man muss sich nur die Artikel von ihm genauer anschauen. Dann ist sofort klar, wie wenig Ahnung er von Technik hatte.

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    Buchreportleser

    Da stellt sich die Frage, ob der eine oder andere Autor gegen Andreas Kaspar vorgehen wird.
    Immerhin hat er bei der Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Material geholfen.
    Eigentlich hat er so wie geschrieben dies überhaupt erst ermöglicht.
    Die sogenanntem Indies sind bekanntermaßen nicht verlagsgebunden.
    In deren Auftrag hat er auf keinen Fall gehandelt.
    Die Zustimmung der Autoren/Rechteinhaber dafür hatte er nicht und im Gegensatz zu Spiegelbest ist er greifbar.
    Zivilrechtliche Ansprüche kann grundsätzlich erstmal jeder, der von einer Sache betroffen ist stellen.

    Schön ist, das alle die hier schrieben das SB keine Ahnung von Technik hätte, richtig lagen.

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      EbookJunkie

      Schon irgendwie beängstigend, dass ein solch großer Betreiber keine Ahnung von der Technik hat und dann in der Anonymität des Internets auf einen Helfer zurückgreift, der sich als Ermittler der Polizei bzw. Beamter herausstellt. Das ist allerdings Alltag wie ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen kann. Überall brauchst Du gute Leute mit genügend Zeit. Da gibts eben nicht viele von. Ach ja und den Personalausweis muss niemand vorlegen, alles ist anonym.

      Alle Beschwichtigungen der Anbieter für ausreichend Anonymität zu Sorgen sind Unsinn. Ich vertraue nicht mal Streamcloud. Wer auf illegale Inhalte klickt kann sich nicht mit Unwissen herausreden. Ob Streaming von illegalen Seiten verboten ist scheint rechtlich nicht eindeutig zu sein. Irgendwann werden auch dort Anwender bluten müssen, die ungeschützt Filme streamen. Irgendwann…….


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