Soziale Netzwerke: rentable Versprechungen erwiesen sich als Betrug

Das Polizeipräsidium Westpfalz warnt vor einer Betrugsmasche auf Sozialen Netzwerken. Vermeintlich zu erbendes Geld entpuppt sich als Trick.

Soziale Netzwerke
Bildquelle: moritz320, thx!

Aktuell warnt das Polizeipräsidium Westpfalz vor einer Betrugsmasche auf Sozialen Netzwerken, wie Facebook. In dem Fall möchte eine vermeintlich sterbenskranke Person ihr gesamtes Vermögen in nicht unbeträchtlicher Höhe noch vor ihren Tod weitervererben. Jedoch erwies sich das vielversprechende Angebot als üble Täuschung.

Nur allzuleicht fällt es einigen, Aussagen zu glauben, kommt jemand mit einer plausiblen Geschichte und stellt eine mühelos zu erlangende, hohe Geldsumme in schon bald zu erwartende Aussicht. Doch gerade eine solch verheißungsvolle Möglichkeit entpuppt sich auch in diesem Fall mal wieder als perfide Betrugsmasche. So ist äußerste Vorsicht geboten, stößt man bei Sozialen Netzwerken, wie bei Facebook & Co., auf Versprechungen, die einem ein hohes Erbe zusichern.

Konkret erhielt hier eine 68-jährige Pfälzerin über ein Soziales Netzwerk eine Nachricht von einer ihr unbekannten Frau. Diese gab an, sie würde an Krebs leiden und schon bald sterben. Der Kontakt weitete sich auf E-Mail-Verkehr aus. Infolge erhielt die 68-Jährige von der kranken Frau das Angebot, sie würde ihr vor ihrem Ableben gerne noch die stolze Summe von 800.000 Euro vererben. Dafür solle sie lediglich zeitnahe einen Notar kontaktieren, um die Sache rechtskräftig zu beglaubigen.


Vor Abzocke in Sozialen Netzwerken wird gewarnt

Die 68-Jährige nahm die gewünschte Verbindung zum Notar auf. Als dieser allerdings von ihr Ausweis- oder Pass-Kopien und die Bankverbindung verlangte, wurde sie misstrauisch und zeigte den Vorfall der Polizei an. Die Beamten vermuten hier „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ einen Betrugsfall. Sie schätzten ein, alles zielte darauf ab, um an die Personalien und Bankdaten der 68-Jährigen zu gelangen. Der in Aussicht gestellte Geldregen wird hier offensichtlich ausbleiben. Das zu glauben, fiel der 68-Jährigen nicht gerade leicht. Die Beamten rieten ihr dringend dazu, den Kontakt zu den vermeintlichen „Wohltätern“ sofort abzubrechen.

Fazit:

Mit harten Schickslen und  mitleidserregenden Geschichten fordern Betrüger und Scammer für ihre Betrugsmaschen stets Aufmerksamkeit ein, vorzugsweise in Sozialen Netzwerken. Sowohl drücken sie auf die Mitleidsdrüse, erwecken aber zugleich mit ihren Angeboten auch die Gier der Menschen. Man sollte in solchen Fällen nie den Blick für die Realität verlieren. Je verlockender die Versprechungen, desto betrügerischer die Absichten.

Tarnkappe.info

Ich bin bereits seit Januar 2016 Tarnkappen-Autor. Eingestiegen bin ich zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibe ich bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, greife aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Meine Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.