Meinung: Das Netz der Dinge, das Netz der Menschen

Article by · 24. November 2014 ·

strahlende haende
Spiegelbest beschreibt in einem neuen Meinungsartikel die Entwicklung des Webs in mehreren Stufen. Diese Entwicklung bestimmt mittelfristig unser aller Leben. Sie reicht von Information, die wir dem Internet entnehmen – bis hin zur direkten Einflussnahme unserer Gesellschaft, und wie wir künftig Waren bzw. Dienstleistungen miteinander teilen.

Es geht nachfolgend um einen neuen Trend im Netz. Ich will nicht mit ‚Web 1.0 bis 4.0‘ anfangen. Diese Begriffe verwirren und nerven. Jeder versteht was anders darunter. Und das – vesteht sich! – endgültig und für alle verbindlich! Ich lass also mal die Plakatüden und beschreibe die Entwicklung des Netzes für mich und kurz in 4 Stufen:

1) Das Netz informiert.
2) Das Netz lässt uns interagieren.
3) Das Netz steuert unsere Wirklichkeit.
4) Das Netz verändert unsere Wirklichkeit.

Nehmen wir einen Taxifahrer: Er hat zuerst eine Homepage – oder ein Blog mit deaktivierter Kommentarfunktion (kleiner Scherz!) – dann einen Facebook-Account, lässt bald seine Fahrten über das Netz steuern und wird am Ende von Uber (= Jeder Autofahrer wird potentiell zum Taxifahrer) überflüssig gemacht. Oder nehmt ein kleines Hotel. Wir sehen dasselbe Spiel: Homepage – Facebookauftritt – Booking.com – Ablösung durch Airbnb (= Jedes Zimmer ist potentiell ein Gastzimmer).

Wir müssen die 3. Stufe – das Netz der Dinge – deutlich abgrenzen, um den Übergang zu verstehen. In dieser 3. Stufe geht es um die Erweiterung unserer vorhandenen Sinne. Wir können die Bahn nicht kommen sehen, aber eine App macht das Kommen der Bahn sichtbar. Wir können unseren Standort nicht von oben sehen, aber mit Google Maps können wir unsere Umgebung von oben betrachten. Ein schönes Beispiel ist Google Glass, wo die reale und supra-reale Wirklichkeit übereinander gelegt werden können.

life is sharing - flickrIn der 4. Stufe dagegen tritt das Netz als sozialer Veränderer auf. Es entstehen neue Unternehmensformen. Dabei werden nicht alte Unternehmen durch modernere Unternehmen ersetzt. Es wird das Unternehmertum durch etwas Neues ersetzt. Wir können den Verkauf von Autos und das Sharen von Autos nicht miteinander vergleichen. Wir haben ein Auto, wir haben einen zurückgelegten Weg, aber weiter gibt es keine Gemeinsamkeit.

Für diese neuen Formen des Wirtschaftens gibt es zahlreiche Beispiele. Einige hatte ich schon genannt. Aber auch durch Crowdfunding wird ein Leser zum Verleger, ein Erfinder zum Unternehmer, ein Sparer zum Bankier, ein Konsument zum Warentester. Es entstehen neue Verknüpfungen. Alte Hierarchien fallen weg, gewohnte Wege werden durch Abkürzungen ersetzt. Das Netz verbindet Menschen und Dingen zu einem losen Schwarmverbund und löst das klassische Offline Einzelunternehmen auf. Die Sharing Ökonomie sucht den Kapitalismus zu ersetzen. Gemeinsinn steht gegen Profitstreben – über Länder- und Sprachgrenzen hinweg.

Dabei reden wir bisher bloß von einer Veränderung der Netzwirklichkeit. Der Leser selbst bleibt Leser, obwohl er in der Crowd eine Rolle als Teilverleger annimmt. Verknüpfungen im Netz können ökonomische Abkürzungen sein und wie strukturelle Abrissbirnen wirken. Sie können aber auch – und davon reden wir jetzt! – soziale Veränderungen zur Folge haben. Sie können uns als Menschen verändern, unsere Kultur, unsere Leitbilder und Werte!

Und da wird es wirklich interessant! Wir reden über die uralten Bilder von Umwälzungen, Umstürzen und Revolutionen! – Nein, Quatsch, keine Angst … wir reden darüber, dass Menschen zusammenkommen, um einander zu helfen. Und sich dadurch verändern. Aus Sharing wird Caring.

In nächster Zeit werde ich einige dieser Projekte vorstellen. Als Beispiel sei das Foodsharing genannt: Ein älterer Mensch – in die Jahre gekommen und gut altersversorgt – gibt, was er erübrigen kann, an einen jüngeren Menschen, der es brauchen kann – oft einen Studenten. Nun könnt ihr sagen: Was unterscheidet dieses Foodsharing von der Biokiste, die der erzeugende Bauer aus dem Netz in die WG bringt?

Der prinzipielle Unterschied ist, dass beim Bauern das Verkaufen im Vordergrund steht, im anderen Fall das Aufeinandertreffen der Menschen: Der soziale Kontakt ist wichtig, nicht die halbleeren Marmeladengläser (hier lasse ich den Fall einer überraschenden Erschaft unberücksichtigt). Sprechen wir also gestelzterweise von einem ‚Netz der Menschen‘.

invest in sharingWarum ich diesen Beitrag schreibe? Nun, ich bin der Meinung, dass es beim Caring nicht um Studenten, Flüchtlinge oder Zuwanderer aus Osteuropa geht, sondern um einen neuen Megatrend. Wir reden über ein Netz, das offline geht – person2person und peer2peer sozusagen. Nun, Lars ist der Meinung, dass soziale Themen nicht zur Tarnkappe passen wollen. Ich bin der Meinung, dass wir mit der Tarnkappe vor allem Trendsucher sind. Aber er (und ihr) habt das Sagen …

… denn ich bin nur Spiegelbest – der Magier der Kommentarfunktion! (Fast 200 Kommentare für einen Beitrag, in dem ich (scherzhaft) die Abschaffung meiner Lieblingsfunktion gefordert habe!)

Tja, diesen Blogrekord soll die GVU erstmal einstellen ;)

Aber egal – schafft sie eh nicht und war nicht das Thema!

Bildquelle: Shutterstock, Alan Levine, Jonathan McIntosh, thx! (CC BY-SA 2.0)

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62 Comments

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    Fpuszy


    Ein Netz Utopist. Wie süß.
    Natürlich ist Sharing Caring. Und zwar kümmern um die Umsätze der Plattformen, die das „Tauschen“ möglich macht. Im Netz wird immer bezahlt. Es gibt kein Altruismus im Netz.
    Wer Altruismus will, der sollte in ein Kloster gehen aber nicht ins Netz.
    Sascha Lobo hat genau über diesen Plattform Kapitalismus geschrieben.
    Und dabei ist es egal, ob die Plattform Ebay, Google, Youtube, AirBnB oder Kickstarter heisst.
    Es geht jedesmal um Geld.
    Wenn man so will, der totale Triumph des Kapitalismus über den Sozialismus, selbst der wird noch als Ware verkauft. Und Leute wie Spiegelbest schwadronieren noch von fallenden Hierarchien und Caring.
    Dabei weiss er doch selbst am Besten, wie Boox.to versilbert wurde.
    Unfassbar.

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    Der Artikel ist sehr gut – mehr davon! Ich denke dass ist das Thema: heute über morgen denken. Wer will nicht wissen wohin der Zug fährt: gegen einen Baum? Hingegen sind Börse & Co ein sinkendes Schiff, das ist nicht mehr die Zukunft.

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      Die Tafel kenn ich natürlich. Das ist ein Offline Ding. Die Leute gehen dort hin, um sich die Trollies zu füllen. Es geht genau nicht um sozialen Kontakt. Es könnte auch der Kühlschrank kommen, wenn er könnte. Mensch oder Kühlschrank macht für die Tafel keinen Unterschied.

      Beim Foodsharing geht es um den Kontakt. Ich seh aber ein, dass ich keinen zwingen kann, den Beitrag zu lesen, bevor er den Kommentar schreibt.

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      John Sinclair


      Gibt es ein Kernthema?
      Oder gab es mal eins?

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        John Sinclair


        Hmm…


        grübel


        Kernthema? Hmm…

        Klicks generieren?
        Spekulationen?
        Meinung als Fakt?
        Verdächtigungen?
        Defacing?
        Amazon Bashing?
        GVU Zuarbeit?

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          John Sinclair


          Ich lese es und stelle fest:
          Intention und Realität liegen weit auseinander.
          Und ich sehe aktuell keine Bemühungen, den Blog wieder aus der Hölle zu holen.

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            Uiih, das ist deine erste Plattform. Und du bist ja so e-n-t-t-ä-u-s-c-h-t.

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      „sicher. digital.leben.“ – nicht „sicheres digitales Leben“ – wir wollen sicher leben, und sicher auch digital leben und sicher auch sicher digital leben :-)

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    „Nehmen wir einen Taxifahrer: Er hat zuerst eine Homepage – oder ein Blog mit deaktivierter Kommentarfunktion (kleiner Scherz!) –“ … man sb vieles vorwerfen, aber Humor hat er definitiv :-)

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      John Sinclair


      Er hat nur ein ziemliches Problem damit, wenn andere über ihn schmunzeln. Der geht ihm sein Humor (andere nennen es Schadenfreude) schnell flöten.

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        Das ist soweit korrekt, an dem Punkt ist er empfindlich.

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          John Sinclair


          Die einen fahren einen 911er, die anderen betreiben Ebookspender im God Mode.
          Dient es nur der Kompensation eines etwas zu klein geratenen Körperteils oder wird eher das Krankheitsbild der ADHS vermutet?

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          Der neue Avatar ist Lawrence Sterne, Mr GB. Das ist der Troll aller Trolle. Noch vor Kim Big Dotcom.

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            John Sinclair


            Ist der Ruf erst ruiniert, …
            Du lebst es wenigstens aus. Genießt du die negativen Reaktionen?
            Wie lebt es sich mit einem Ruf zwischen Lächerlichkeit und Überflüssigkeit?

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            Echt, ich mach schon Jahre den Watschenmann. Wenn es mich irgendwie stören würde, dann würd ich es nicht machen. Mein erster Blog war 2011 (glaub ich) auf Heihachi.net (wer kennt das noch?). Tarnkappe.info ist die Nr. 4 oder 5 – keine Ahnung. Und beim nächsten Blog bin ich wieder der Watschenmann. Ist mein Stil gewissermaßen. Lars kriegt die Klicks über Googletechnik, ich mach halt Saalschlachten ;)

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          Ich bin zufällig über das Bild gestolpert. Als alter Fan von Jim Henson fand ich ihn passend. Bei anderen Foren habe ich das Bild meines Hundes drin, der hat wenigstens keine weißen Haare ;-)

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        ich sehe das er das aushalten kann – und falls doch nicht (wie Du meinst): dann muss er dass aushalten lernen! Deswegen werde ich ihn nicht schonen. Aber Kommentare sind nicht seine Liga: Artikel sind es. Also gib ihm contra auf seiner Ebene – nämlich mit Contra-Artikel :-) da drucken wir :-)

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          John Sinclair


          Ist er denn in seinem hohen Alter noch lernfähig?
          Kommentare sind nicht seine Liga? Von Zurückhaltung seinerseits ist aber nichts zu merken. ;)

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            Wieso hohes Alter? Von seinem Stil her keine Rückschlüsse aufs Alter (sweisheit)…

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            John Sinclair


            Vom Stil her nicht, aber die richtigen Leute wissen ja, wer er ist.

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    tarnkappe


    Zum Thema Blog-Rekord würde ich gerne etwas loswerden. 200 Kommentare sind eine Sache. Mir wäre es lieber, es wären nur 20 oder 2 gewesen, die ein gewisses Niveau gehalten hätten. Die Masse spielt für mich keine große Rolle, eher die Klasse.

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      John Sinclair


      Warum lässt du dann überhaupt solche Troll-Artikel zu, von denen du vorher schon weißt, wie sie enden? Deine Aussage, dass für dich Klasse mehr zählt als Masse, nimmt dir doch mittlerweile niemand mehr ab.

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        Lars, muss dieser Kommentar sein? Der Junge kann nichts, tut nichts, weiß nichts und mault rum wie ein kleines Kind ;)

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          tarnkappe


          Immer cool bleiben, dein Artikel war ja inhaltlich kein „Troll-Artikel“, von daher geht die Kritik zu 90% ins Leere.

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            John Sinclair


            Trolliger gehts kaum. Er weiß es doch selbst: „Fast 200 Kommentare für einen Beitrag, in dem ich (scherzhaft) die Abschaffung meiner Lieblingsfunktion gefordert habe!“
            Es wissen doch alle: Er hört sich gerne reden (schreiben) und steht gerne im Mittelpunkt. Genau diese Plattform gibst du ihm.

            Nur mit Kritik hat er’s nicht so.

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            Aber John, das wissen wir doch selbst, dass er sich gerne reden hört bzw. seine Beiträge und die Kommentare sieht. Wenn’s für dich Trollerei ist, kann ich nur sagen: Don’t feed the troll !

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            John Sinclair


            Vielleicht holt ihn ausreichend Kontra von seinem God Mode zurück?

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          John Sinclair


          Sonst schwadronierst du ständig über die getroffenen Hunde, die bellen.
          Jetzt bellst du selbst? :-)

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            Hat aber lang gedauert! Warst du Geister jagen?

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            John Sinclair


            Nein, aber sooo wichtig bist du jetzt auch wieder nicht.
            Das ist eines deiner Kernprobleme. Vielleicht verstehst du es irgendwann mal.
            In der Hölle.

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            Die Hoffnung stirbt nie …

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            John Sinclair


            Wirst du deshalb noch hier geduldet?

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            Du meinst, weil Lars noch Hoffnung hat. Also da glaub ich eher …

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            John Sinclair


            Du glaubst…?
            Ist das bei dir in das gleiche wie Meinung und Spekulation?
            Das erklärt zumindest deinen Glauben.

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            Sagen wir, ich hasse Langeweile. Ist mir egal, ob Wissen, Spekulation oder Glauben. Durchgenudelt ist durchgenudelt.

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            John Sinclair


            Immerhin stehst du zu deinem Getrolle – der Aufmerksamkeit wegen.
            Langeweile ist dein Antrieb? Oder fehlende Zuwendung im wahren Leben?

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            Welches ‚wahre‘ Leben? Nee, ich mag keine Langeweile. Und die Boerse war mein Lieblingsspielzeug. Na gut, ein bisschen Promotion für Torboox (damals) war auch dabei. Aber ich mach nichts (da hab ich echte Grundsätze!), was mir langweilig wird. Die Beiträge hier in der TK über die BBZ waren ranständig unspaßig.

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        Humor ist wenn man trotzdem lacht… das ist ja Problem: definier mal Kunst! Definier mal Humor – oder Troll… Das wird schwer. Du kannst über Dinge lachen, die ich nicht so lustig finde sondern trollig. Umgekehrt trifft mein Humor nicht unbedingt Deinen Geschmack. Und so kommt es auch zu Mistverständnissen etc… Auf der anderen Seite – wenn alle den selben Humor hätten, wäre der wohl geklont und bald würde keiner mehr lachen da alles vorhersehbar und bekannt.

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      da hast Du nicht Unrecht! Und andererseits darfst Du dann auch gerne fairerweise zugeben: auch Du hast Deinen Teil geleistet zu den viiiielen Kommentaren, die Deiner Meinung nach im Niveau nicht so hoch sind… :-)

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    russlandbuecher


    Als Netz der Dinge wird unter Profis Internetformen für 3D Drucker verstanden ;) muss man natürlich wissen, dies ist allerdings eine Zukunft die recht schnell für alle kommen wird. Sobald die 3D Drucker für alle erschwinglich ist und hier stimmt es, damit wird es eine neue Form von Unternehmen geben! Es gibt nicht ein „Netz“! Sollte ein Pirat eigentlich wissen! So werden auch diese 3D Formen aus dem Untergrund auftauchen und Inhalte in Shops bilden. Daneben werden sie sicherlich auch Inhalt von Piratenforen. Grundsätzlich gilt, es gibt nicht ein „Netz“, das Netz ist so individuell, wie seine Nutzer. Schade, der Artikel scheitert etwas an den wirklichen Kenntnissen der technischen Veränderungen des Netzes. Dafür kann der Schreiber nichts, er ist halt „in seinem Netz“ und „seiner Wirklichkeit“ unterwegs. Die führt offensichtlich nicht bis zum Frauenhoferinstitut ;) da Spiegelbest, findest du Material wohin das Netz gehen wird.

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      viele haben sich schon erfolglos in Prophetie versucht :-) Das Netz der Dinge, wird es so wie Du vermutest und wie es im Moment noch den Anschein hat? Oder wie SB es vermutet? Oder ich, oder vielleicht doch ganz anders? Wie viele hochgejubelten Ideen und Firmen sind schon längst wieder pleite und in der Versenkung verschwunden… das macht es ja so spannend! Mal sehen ob das mit den 3D-Druckern wirklich der Knaller wird (ich denke ja, auch wenn sie nicht Essen, Trinken & Medikamente drucken können). Mal sehen, ob die Taxi-Branche den Bach runtergeht wegen Uber & Co (ich denke ja) – aber es kann auch anders kommen… Deswegen finde ich es spannend das hier zu diskutieren. Ich bin ja bekannt als penetranter Einlader für Gastartikel :-) Du hast eine Meinung (und auch Ahnung, wie viel ist erstmal egal – Deine Vision ist wichtiger) – schreib mal darüber bei uns in der TK einen Gastartikel, gerne auch als Erwiderung zu SB.

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      „Als Netz der Dinge wird unter Profis Internetformen für 3D Drucker verstanden“ – das wäre dann locker mal die dritte „offizielle“ Definition, die ich so über die Jahre hinweg gehört habe. Nicht, dass ich daran zweifeln würde, dass das der momentane Sprachgebrauch ist, aber vielleicht ist der Begriff „Netz der Dinge“ doch ein bisschen zu allgemein, um eindeutig vereinnahmt zu werden. Schliesslich sind Computer, Router, Telefone, Kameras und Switches auch „Dinge“. Genau wie Katzenbilder – oder Katzen!

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        Vergebliche Liebesmüh‘. Hunde, Katzen und Kinder lieben mich inniglich.

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          Also, mal ganz von vorne: Eine Katze weiss nichts vom Internet, behaupte ich mal nicht so ganz unbegründeterweise. Wenn sie also auf irgendeine Weise am Netz teilnimmt, dann passiv. Zumeist als Bild oder Video. Definitiv dinglich. Genau betrachtet handelt es sich ja auch nicht um die Katze selbst, sondern um ein Artefakt. Selbst, wenn eine Katze jetzt mit einer Art Katzengadget (GPS, Herzfrequenz, Schnickschnack, etc. – so etwas wird es, falls es das noch nicht gibt, bald geben, da wette ich drauf) ausgestattet ist und als eigenständige Node in Erscheinung tritt, ändert das nichts an der Unbewusstheit der Katze gegenüber ihrer „Katzenpersona“ im Netz. Das reduziert diese, da sie nicht wirklich mit dem Netz interagiert, zur Projektion, zum Ding. Im Netz, wohlgemerkt, Nicht ausserhalb. Drinnen kann sie gar nicht anders, weil sie vom „Drinnen“ absolut keinen Schimmer hat. Dazu reicht’s halt bei Hund & Katz‘ nicht mit dem Abstraktionsvermögen, so sehr ich sie auch mag.

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            „quidtas“ dürfte wohl die „Wesenheit“ bedeuten, die anderen sind relativ selbsterklärend, auch wenn „forma“ am ehesten mit dem Wesen im Sinne von Erscheinung zu übersetzen ist, was man jetzt nur unter Heranziehung schweren Philosophengebrabbels von der Wesenheit unterscheiden könnte. Ich stehe zwar vor dem heimischen Bücherregal, aber bleib mir bloss mit den Humanisten und ihrer jahrtausendelangen Wortklauberei vom Leib. Latein dagegen kann ich noch so halbwegs aus dem Kopf, wenn’s nicht gerade der #’*&%!-Ovid sein muss :)

            Davon abgesehen, habe ich aber geschrieben, *im Netz* wären fast alles Dinge, wenn wir schon bei der Wortklauberei sind – der Rest war dann eher gewissen Empfindlichkeiten geschuldet.

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    mario


    „… denn ich bin nur Spiegelbest – der Magier der Kommentarfunktion!
    (Fast 200 Kommentare für einen Beitrag, in dem ich (scherzhaft) die
    Abschaffung meiner Lieblingsfunktion gefordert habe!)
    Tja, diesen Blogrekord soll die GVU erstmal einstellen ;)
    Aber egal – schafft sie eh nicht und war nicht das Thema!“

    wenn du nur diesen teil ausgelassen hättest… ^^ aber irgendwas musste in der richtung ja wieder kommen :P

    aber ansonsten mal ein schöner artikel. ;)

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      tarnkappe


      ja, da spricht sein Ego in dem Absatz, klare Sache!

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        jedem sein ego, und Dir auch :-)

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          mario


          solange man auf dem boden bleibt ^^

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            John Sinclair


            Hat die Hölle einen Boden?

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            So spricht der Fachmann ;)

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            John Sinclair


            Daher die Frage!
            Auf was reagierst du eher? Weihwasser oder Kreuze?
            Oder doch Lüdegast? :-)

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            Ist die Boerse die Hölle?

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            John Sinclair


            Für gewisse Ebook-Fans sicherlich.
            Und für dich?
            Meinst du jetzt myboerse.bz? Oder boerse.to? Oder boerse.sx? Oder oder oder…

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            Ging an mich, okay?

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            John Sinclair


            Du bleibst die Antwort schuldig?

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            Ich denk, du bist GEISTERjäger ;)

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            John Sinclair


            Bisher hielt ich dich für einen gescheiterten Raubmordkopierer aus Fleisch und Blut.
            Für dich ist das LKA zuständig und kein Geisterjäger.

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            Die machen das auch ohne Aufforderung. Ist jetzt mal gut hier?

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            das ist gar nicht so leicht: spüre ich noch den Boden unter meinen Füssen – siehst Du mich schon abheben… wähne ich mich über allem Irdischen erhoben – siehst Du mich bis zum Hals im Dreck stehen…

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            mario


            das gildet nicht ^^


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