Matthias Leonardy fordert schwarze Liste für illegale Portale

dr. Matthias Leonardy GVU
GVU-Geschäftsführer Dr. Matthias Leonardy fordert die Einsetzung einer speziellen Polizeieinheit, die in Deutschland Webseiten auf die Legalität ihrer Inhalte überprüfen soll. Bei illegalem Content sollen gezielt alle Werbekunden vergrault werden.

Kurzmitteilung: Wie die dpa berichtet, schlug der Jurist und Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) kürzlich vor, neue Wege beim Kampf gegen illegale Streamingportale einzuschlagen. Vertreter der Filmwirtschaft haben die Erschaffung einer neuen Einheit der Polizei angeregt.

Die Mitarbeiter der neuen Polizeieinheit sollen eine Art schwarze Liste von Portalen erstellen, deren Betreiber gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen begehen. Leonardy verwies dabei auf die Wirksamkeit britischer Internetsperren. Die Betreiber illegaler Webseiten sollen nach Leonardys Ansicht künftig keine Einnahmen mehr aus ihrer Online-Werbung erhalten.

GVUWie das konkret gehen soll, kann man der dpa-Meldung leider nicht entnehmen. Den Anbietern aus dem Graubereich ihre Werbekunden zu vergraulen, ist im Prinzip keine neue Strategie, sie wird schon seit Jahren von der GVU angewendet. Dabei wird sowohl Druck auf die Vermarkter als auch auf ihre Kunden ausgeübt. Denkbar sind sogar Abmahnungen, weil man mit der Schaltung der eigenen Werbung illegale Angebote im Internet direkt finanziell unterstützt. Aufgrund der gigantischen Zugriffszahlen sind illegale Portale für Werbetreibende stets sehr interessant. Vor allem Hersteller von Online-Games greifen gerne auf diese Werbeplätze zurück. Dazu kommt, dass die Betreiber grauer Webseiten für die Schaltung der Banner etc. geringere Preise als die Eigentümer “weiße Seiten” verlangen.

Bisher ist es nicht gelungen, diesen Kreislauf effektiv zu durchbrechen. Die einzige signifikante Folge war bisher, dass zahlreiche Anbieter auf weniger seriöse Werbung (Online-Casinos, Erotikportale etc.) ausgewichen sind, um ihre Einnahmen trotz aller Probleme zu generieren.

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Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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12 Kommentare

  1. Retaliate sagt:

    Ist der Typ Kacke Alter. Ey Spasti wenn du mitliest oder deine Lakaien, dann hört ma zu:

    1.) Für Schland fällt die Zuständigkeit wech, sobald es im Ausland geht, Da kann dann nur die Europol oder Interpol mitreden, also aus die Mouse ihr Pisser.

    2.) Diese Webseiten, sowie die Domains, die Server oder/und das Impressum sind ebenfalls im Ausland. Deutsches Recht gilt für die gar nicht. Mal abgesehen, dass ihr die gar nicht bekommen könnt aufgrund dessen, euch steht es auch gar nicht rechtlich zu.

    3.) Einfach ne andere DNS IP eintragen im PC und schon ist man wirksam gegen Netzsperren.

    4.) Wenn ihr GVU Hurensöhne und eure Kumpanen weiter sone Scheiße macht, werden sich immer mehr Leute für interessieren wie man dem entgehen kann und früher oder später werden die alle VPN entdecken und wenn das erstmal im großen Stil bekannt wird, dann ist für euch alle Feierabend. VPN fickt alles, damit schafft man nur mit 2-3 Klicks gesetzlose Zonen und rechtsfreie Räume. Das wissen nur die Leute, die sich mit IT beschäftigen, aber wie gesagt, sobald es Mainstream wird, seid ihr gefickt, weil ihr dann gar keinen mehr dran kriegen könnt. Ihr werdet dann den Streisand Effekt auslösen, überlegt es euch also SEHR gut, ob ihr den Helden spielen wollt. Ich meine ihr seid alles andere als anonym. Das letzte Mittel wäre immer noch physische Gewalt gegen euch. Ihr seid ältere Herren, also nix Kampferfahrung, paar gezielte Boxschläge und ihr knickt um wie ein Ast. Also haltet die Füße still ihr Pussies.

    5.) Leute, drückt so wie ich euren Unmut über die Pisser aus und schreibt denen ne e-mail. Hier deren Addy:
    https://www.gvu.de/impressum

    Benutzt natürlich VPN dazu, von mir aus auch Tor. Oder geht in ne Shishabar oder Internet Café und schreibt da gechilt und sogesehen auch anonym ne Mail. Wenna Fragen zu Security habt oder JEDES andere illegale Thema, schreibt mir unter: [email protected]

    Hauta

  2. Manuel Bonik sagt:

    Spezielle Polizeieinheiten fordern – da hätte ich auch einige Wünsche. Ganz oben: Bullshit. Und haben die eigentlich ein Ballett-Ensemble?

  3. Ichbins sagt:

    Es ist ein Kinderspiel, die meisten Downloads zu stoppen. Erst einmal muss ALLES ohne Ausnahme angeboten werden. Alles in bestmöglicher Qualität! Und natürlich zu kleinen Preisen und OHNE jeden Kopierschutz. Gibt nämlich tonnenweise Kram, den man nur illegal bekommt – egal was man legal versucht. Und dann soll man noch selbst der Dumme sein, nur weil man etwas will, dass es nicht mehr / noch nicht als legalen Download gibt?

    Typisch Möchtegernrechtstaat! Klar sind solche Downloads illegal, aber es juckt ja keinen der “Oberen” warum man das teilweise macht.

  4. Ludger Schnuffelbach sagt:

    Apropos unseriöse Werbung … “Date Arab Women – Arabmatchmaking” hier beim tarncappy :D

  5. michel sagt:

    hahaha, dabei ist der trottel doch gar nicht sooo alt.
    aber es geht denen eh nur um ihren privat wirtschaftlichen status quo, also muss man halt irgend welches egal wie dümmliches geseihere als legitimation abliefern.
    wahnsinn, solch eine quatsch durfte ich mir schon vor 20 jahren in den chef etagen der medien faschisten anhören.

  6. Manuel Bonik sagt:

    Müsste ich mal meinen Adblocker abschalten, damit ich weiß, wovon die Rede ist. Wie ging das nochmal?

  7. Mukke sagt:

    Denk ich auch Werbung spielt da kaum eine Rolle. Mal am Beispiel Boerse.bz, da war doch der mutmaßliche Admin auch der größte Uploader und darüber kam die Kohle rein, ist ja auch kein Problem, wenn du eine Garantie hast immer das erste Posting in einem Thread erstellen zu können.

  8. dogg sagt:

    Mit Werbung wird doch kaum noch was verdient. KinoX hat 60% Adblock-User, über die mobilen Apps und Kodi etc. wo kein Geld über Werbung rein kommt gehen nochmal 20% weg.

    • das Teufelchen sagt:

      Es spielt doch überhaupt keine Rolle, was ‘ist’. Interessanter ist doch, was die Verantwortlichen der Verwertungsgesellschaften über die Szene denken. Da bildet sich halt ein Unwissender ein, wie dort das Geld verdient wird … und dann meint man eben, dass man diesen (geglaubten) Geldhahn nur abdrehen muss, um dem Treiben ein Ende zu bereiten. Ist diese Naivität überhaupt noch zu toppen?

      So lange die Verantwortlichen in der Unterhaltungsindustrie nicht kapieren, was da und wie es läuft, so lange haben die illegalen Portale schlichtweg freie Hand. Da nützt auch der eine oder andere mickrige Erfolg nichts. Das ist dann nicht mal mehr ein Tropfen auf den heißen Stein.

      • Anton Nym sagt:

        Ach, das wird aus Altruismus gemacht?
        Dann waren die Millionen Einnahmen von Kino.to ein Versehen?
        TzTzTz.

        • das Teufelchen sagt:

          Der ‘mickrige Erfolg’ war auf Seiten der Rechteverwerter gemünzt – wenn halt wieder mal irgendwo eine Hausdurchsuchung läuft oder ähnliches … sowas kann die Szene nun wirklich nicht umbringen …

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