LuL.to: Vorladung oder Abmahnung erhalten?

Article by · 2. August 2017 ·

Offenbar ein Einzelfall: Ein früherer LuL.to-Nutzer aus dem Raum Halle hat Mitte Juli eine Vorladung der Polizei erhalten. Er soll als Beschuldigter aussagen, obwohl er kein Power-Downloader war. Für straf- oder zivilrechtliche Konsequenzen ist es allerdings noch viel zu früh. Dies wurde uns von mehreren Stellen übereinstimmend mitgeteilt.

Ein früherer Kunde des illegalen Kauf-Portals Lesen und Lauschen (LuL.to) aus dem Raum Halle hat im Juli Post bekommen. Er soll als Beschuldigter wegen des Verdachts auf Computerbetrug und Urheberrechtsverletzungen aussagen. Nach eigener Auskunft hat er dort im Höchstfall 15 Werke bezogen und sein Guthaben per Amazon Payments aufgeladen. Zu diesem Zeitpunkt gab es bei LuL keine andere Bezahlmöglichkeit, wie er uns telefonisch mitteilt. Wahrscheinlich wurde seine Identität mithilfe von Amazon ermittelt. Das wäre zumindest nicht das erste Mal.

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Wir erkundigen uns bei einem Rechtsanwalt, der seit der Razzia in der Causa LuL.to einen der verhafteten Betreiber verteidigt und deswegen nicht namentlich genannt werden darf. Er teilte uns vertraulich mit: „Da sich Staatsanwaltschaft und Polizei eigentlich momentan noch eher auf die Betreiber und Uploader konzentrieren, würde es mich schon etwas überraschen, wenn – zumindest bereits zu diesem frühen Zeitpunkt – Vorladungen der reinen Downloader erfolgen würden.“ Ausschließen könne man es aber natürlich nicht, fügte er an.

Der Anwalt des Beschuldigten aus Halle hat direkt nach Eingang des Schreibens Mitte Juli Akteneinsicht beantragt. Mehr ist diesbezüglich noch nicht passiert. Es ist auch noch nicht abschließend geklärt, ob die vorgeworfenen Urheberrechtsverletzungen nur dieses eine Portal betreffen. Der Vorgeladene kann sich die Angelegenheit aber nicht anders erklären, weil er sonst nirgendwo aktiv war. Wir halten Euch in jedem Fall auf dem Laufenden.

 

Behörden geben keine Informationen preis

Die Pressestelle des LKA Sachsen mauerte bei unserem Anruf am 14.7. Wir wollten wissen, ob die Welle der Vorladungen schon losgetreten wurde. Nur der „Dienstherr“ des LKA Sachsen könne mir Auskunft in dieser Sache geben, hieß es. Eben dieser Dienstherr, Oberstaatsanwalt Matthias Huber von der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, sagte uns am gleichen Tag, auch er könne (anders ausgedrückt: er will) uns keine Informationen mitteilen. Wir haken in den nächsten Tagen aber noch einmal nach.

 

 

Zu früh für Vorladungen an reguläre LuL.to-Nutzer

Etwas auskunftsfreudiger war hingegen der amtierende GVU-Geschäftsführer Jan Scharringhausen. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (kurz: GVU) war zwar im Vorfeld in die Recherchen gegen LuL.to involviert. Doch trotz des Kontaktes zu den Behörden könne Scharringhausen nur spekulieren, ob die Zeit für polizeiliche Vorladungen schon gekommen sei. Er glaubt zumindest nicht daran. Die örtliche Nähe zwischen den früheren Portal-Betreibern und dem Wohnort des Vorgeladenen könne aber eine Rolle gespielt haben, mutmaßt er. „Man weiß nie, über welche Daten die schon jetzt (bei ihren Ermittlungen) gestolpert sind“, kommentierte der GVU-Geschäftsführer den Sachverhalt.

Doch auch ohne den Online-Drogen-Shop Hansa Market, der ebenfalls von den LuL-Machern betrieben wurde, hat die Polizei alle Hände voll zu tun, um die beschlagnahmten Computer und Datenträger auszuwerten. „Es soll ja schließlich rechtsstaatlich und somit korrekt zugehen.“ Selbst das gerichtliche Verfahren gegen Kino.to sei noch nicht abgeschlossen. „Das dauert“, schließt der studierte Jurist seine Einschätzung ab.

Auch MrDJ und MrLehmann in Untersuchungshaft

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtete vor wenigen Tagen, dass auch die Bitcoin-Bezahldienstleister MrLehmann und MrDJ seit dem 21. Juni in Haft seien. Man wirft ihnen vor, Amazon-Gutscheine für LuL.to in Bitcoin-Guthaben umgewandelt zu haben. Ob die beiden Verdächtigen auch etwas mit dem Hansa Market zu tun haben, ist hingegen unbekannt. Klar ist aber: Die Behörden werden so oder so noch einige Zeit brauchen, bevor sie weitergehend aktiv werden. Im ersten Schritt geht es um strafrechtliche Konsequenzen. Zu Abmahnungen wird es hingegen erst kommen, wenn sich die strafrechtlichen Ermittlungen im finalen Stadium befinden. Ob nur Betreiber und Uploader oder auch Downloader bzw. Heavy-User mit einem Mindestmaß an Downloads (50, 100 oder 150 Werke aufwärts?) von strafrechtlichen Konsequenzen bedroht sind, ist uns zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht bekannt.

 

 

LuL.to-Abmahnungen mit 150 Euro gedeckelt?

Der Kölner Filesharing-Anwalt Solmecke beteiligt sich in seinem aktuellen Video an den vielen Spekulationen, die derzeit vielerorts betrieben werden. Die spannende Frage für die Nutzer lautet nämlich, ob sich die Deckelung von 150 Euro auf eine Abmahnung oder lediglich auf ein illegal bezogenes Werk bezieht. Wenn man pro Download 150 Euro zahlen müsste, würde den Schwarz-Lesern & -Lauschern die Angelegenheit doch noch teuer zu stehen kommen.

Außerdem haben in den vergangenen Monaten mehrere Fälle gezeigt, dass sich einzelne Abmahn-Anwälte gerne der vorherrschenden Rechtssprechung entziehen, um die Deckelung im Privatbereich auszuhebeln. Die Ausnahmen, bei denen doch mehr als 150 Euro verlangt werden können, wurden vom Gesetzgeber sehr vage festgelegt. Zufall? Vorsatz oder Absicht des Gesetzgebers, um den Kampf der Rechteinhaber zu erleichtern? Schwer zu sagen.

 

Fazit: Jetzt wie schon kurz nach der Razzia gilt: abwarten und Ruhe bewahren! Auch wenn es noch so schwer fällt.

 

Du wurdest wegen der Nutzung von Lesen & Lauschen vorgeladen oder abgemahnt?

Bitte sofort bei uns melden! Wir wahren Deine Anonymität und behandeln alle Hinweise vertraulich!

Im Fall der Fälle die Ruhe bewahren und direkt einen Fachanwalt einschalten, der sich unbedingt mit moderner Technik auskennt. Nicht nur Feld-Wald-und-Wiesen-Juristen haben so ihre Problemchen mit dem Internet. Auch diverse Mitarbeiter von Kanzleien für Straf- bzw. Medienrecht haben keinen Schimmer von moderner Technik. Bevor Ihr Euch bei einer Kanzlei verpflichtet indem Ihr etwas unterschreibt, solltet ihr das unbedingt vorher abklären.

 

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Nach der Razzia am 21.6., was droht den Nutzern?

Wie hat man die Betreiber aufgedeckt?

Wo steht die E-Book Szene nach dem Takedown von LuL?

Selfpublisher werden aktiv und erstatten Strafanzeige gegen die Nutzer

 

 

 

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162 Comments

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    Tobi

    Leider kein Update mehr diese Woche?

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    Kurzes Telefonat und leider noch nichts Neues von der Generalstaatsanwaltschaft. Montag müsste ich aber schlauer sein, hoffe ich.

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    So, mein heutiger Anruf bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg hat leider noch nichts Neues erbracht, die Zuständigkeit hat gewechselt, jemand Anderes ist nun dafür verantwortlich. Den Herrn kann ich erst ab Donnerstag früh erreichen. Schauen wir mal…

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      Ccc

      Was spricht der Staatsanwalt?

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        Dort ist nach 15 Uhr niemand zu erreichen, ich probiere es morgen erneut. Dann aber ab 8 Uhr morgens.

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    Anonymous

    Keine Updates mehr?

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      Noch ist nichts Neues passiert. Aber ich will sowieso die Tage mal wieder bei der Pressestelle der Polizei nachfragen, ob sie bereit sind, etwas bekannt zu geben.

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    Tim Taler

    “In what seems to be inconclusive research work in Warsaw, taking pirated book copies out of the market doesn’t appear to mean more legitimate sales.”

    https://publishingperspectives.com/2017/09/polish-research-pirated-books-legal-sales/

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    Ichbins

    Genau das ist eben das Problem, das die “Indie-Autoren” haben. (ich bin selbst einer, aber bin eben nicht so dreist und klage, eben weil:) … eine offensichtlich illegale Seite? Nein. Immerhin kann unser “Rechtsstaat” schon heute Seiten sperren, dass sie zwar noch im Netz sind, aber eben keiner mehr erreichen kann. Zumindest für deutsche Nutzer. Doch man tat jahrelang … NICHTS. Wieso sollte also irgendein User davon ausgehen, dass eine Seite, die seit Jahren aktiv ist …illegal ist, wenn Papa Staat doch nie müde wird, zu erzählen, dass solche Seiten in nullkommanichts für deutsche Nutzer nicht mehr aufrufbar sind?

    Es wird eh Zeit, dass Abmahnungen generell KOSTENLOS erfolgen MÜSSEN. 99% der Abmahnungen dienen eh nur dem betrügerischen Geldmachen. “Oh, da hat einer kein Impressum! Schnell abmahnen und Kohle machen!”

    Oder … ähm … so Späße ala eBay “Da hat einer mein Bild genommen, jetzt will ich SCHADENSERSATZ!” – ähm, what?! Schadensersatz für …was? Einen nicht entstandenen Schaden, schon klar. Ich sage nicht, dass so eine “Übernahme” okay ist, aber Fakt ist: es entsteht halt auch KEIN Schaden!

    … alleine mit so einem Schwachfug könnte man locker eine wöchentliche Romanserie ala Perry Rhodan schreiben, was den Umfang angeht. Also 2900+ Bände.

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      TeeB

      Du bist Autor? Echt jetzt? Bleibt nur zu hoffen, das Du für Deine Werke besser recherchierst, als zu den Themen Internet, Seitensperren, Auswirkungen von deutschen Urteilen auf internationale Websites usw.

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        headdesk

        Ichbins schreibt vermutlich Fantasy, da stören Fakten nur.

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    KeinXfüreinU

    Push

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    KeinXfüreinU

    Ich habe in dieser Sache schon Statements gelesen, die in eine andere Richtung gehen, gelesen. Im Moment versucht er nur, die Nutzer zu verunsichern und ihnen Angst zu machen nach dem Motto: 150 Euro x 20 Downloads, das sind 3000,- Euro mindestens – wohlgemerkt für 20?! Downloads, dann können wir ja dankbar sein, wenn uns Herr Solmecke für 1000,- Euro vertritt. Diese Masche ist schon mies. Es muss jetzt darum gehen, dass sich die Nutzer formieren und zwar fernab von Trollen und False Friends.

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    KeinXfüreinU

    Als Nutzer von lul und ist für mich die Zeit gekommen, mich mal in die Diskussion einzuklinken. Ich gehöre zu denen, die einiges runtergeladen haben. Vor allem, weil ich an etwas günstig rankommen wollte, das sonst erheblich mehr kostet, wofür ich aber mit Sicherheit keine Ladenpreise bezahlt hätte. Ich bin es sehr überraschend, dass etwas, das derart kriminell und illegal sein soll, so lange online bleiben kann und vor allem auch von staatlicher Seite nicht als solcher qualifiziert wird, damit sich ein User wirklich orientieren kann. Die rechtliche Situation ist unklar und unbestimmt, sonst wäre auch die Unsicherheit bei allen Beteiligten und Betroffenen nicht so groß. Ich bin gerade dabei, mich rechtlich zu positionieren und verfolge aus diesem Grund auch die Foren von Tarnkappe. Es gibt hier einige interessante Argumentionen, nutzertechnisch gesehen. Was mich ärgert, sind die Kommentare der zwanghaft insistierenden besserwisserischen Pseudomoralisten, die nur versuchen zu verunsichern und entweder von den Verlagen bezahlt werden oder sonst irgendwie profitieren, die aber in ihrer Argumenation den gesunden Menschverstand alleine für sich beanspruchen. Konkret möchte ich mich aber auf das Statement von Solmecke beziehen, den ich einst für einen Überzeugungstäter in der Sache gegen Abmahneritis gehalten habe. Mittlerweile gehört er für mich genauso zum System und ist für mich nur noch sehr begrenzt vertrauenswürdig. Er spielt das Spiel mit und verdient vor allem gut daran und hat folglich ein großes Interesse, dass es nicht aufhört. Forsetzung folgt…

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    BlauAuge

    @ Lars Ghandy:

    “Hauptsache meckern, ist klar, danke vielmals oder auch nicht. Wir nehmen uns der Sache an, das ging aber nicht vor dem Relaunch, der letzte Nacht über die Bühne ging.”

    Ich meckere nicht. Ich mache eine Beobachtung und teile diese mit. Genau wie andere User hier auch.

    Dieses Phänomen der ‘geleakten’ Usernamen gab es schon VOR der Softwareumstellung, daran wirds also wohl eher nicht liegen. Lies Dir die Kommentare dazu durch und schau’ Dir das Datum dazu an. Zeitliche Abfolge und so.

    Zum anderen Posting in Sachen warezforum kriegst Du noch eine Antwort. Du liegst falsch, wie so oft.

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      Ich habe auch nicht behauptet, dass es an der Umstellung liegt. Oder wo steht das? Aber jetzt back to topic: LuL.to !!

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        KeinXfüreinU

        “KeinXfüreinU” Deine Software hat immer noch Probleme und lässt Usernamen drin.

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    Jurista

    Was die Nutzerhaftung betrifft, scheint mir dies ein sehr komplizierter Fall zu sein, wollte man ihm denn nachgehen. Abmahnkanzleien sind eng verzahnt mit Anti-Piracy Firmen. Das heißt, die Piraterie-Jäger liefern
    den Anwälten Daten die forensisch wasserdicht sind und damit eine juristische Verwertbarkeit haben.
    Ihr Geschäftsmodell beruht auch technisch auf speziellem Wissen und Verfahren, die später vor Gericht
    bestand haben.

    Meine Frage an euch: Geht das in diesem Fall überhaupt? Die Staatsanwaltschaft kann lediglich auf Daten
    von mutmaßlichen Betrügern zurückgreifen. Auch wenn die “Buchführung” der Seitenbetreiber noch so gut
    gewesen sein mag, sind solche Daten über die Nutzer überhaupt justiziabel?

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    Beck

    Abmahnungen? Ich lese hier ständig was von Abmahnungen! Wieso?!
    Die Daten liegen bei der Kriminalpolizei. Interessant wären daher (zunächst) die strafrechtlichen Konsequenzen.

    Abmahnungen sind Teil des Zvilirechtes im Rahmen von geltend zu machenden Schadensersatzansprüchen.
    Keine Anwaltskanzlei verfügt aber derzeit über diese Daten, sondern nur die Kriminalpolizei.
    (Und wird diese wohl auch kaum geschenkt bekommen. Wer zivilrechtliche Ansprüche geltend
    machen möchte, trägt immer auch das Prozessrisiko!)
    Wie könnte die Kriminalpolizei also weiter vorgehen? Eine Anfrage bei einem Provider wegen,
    zwecks Ermittlung der Klaridentität über die E-Mail Adresse, kostet schon mal 18 Euro. Hinzu würde
    dann noch eine kostenpflichte Anfrage beim Einwohnermeldeamt kommen.

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      Ewald

      Volle Zustimmung, endlich mal jemand, der zwischen Strafverfahren und Zivilverfahren differenziert.
      Ich kann mir ebenfalls nicht vorstellen, dass die Strafermittlungsbehörden zum jetzigen Zeitpunkt bereits Daten an die Anwälte übergeben, die sich per Strafanzeige an das bestehende Verfahren anhängen.
      Es müsste nämlich erst zu einer Klage kommen, und im Zuge eines Adhäsionsverfahren dann Ansprüche der Urheber geltend gemacht werden. Oder diese gehen nach Akteneinsicht den zivilrechtlichen Weg.

      Bei der Identifizierung der “Kunden” könnte der Weg allerdings etwas einfacher sein. Wer tatsächlich über Amazon Gutscheine gekauft hat, bei dem sollte es in der Regel etwas einfacher sein. Ganz Vorsichtige haben den Gutschein möglicherweise über Ebay etc. bezogen, aber niemand weiß, wie viele das waren.

      Das ist jetzt keine Entwarnung für die “Kunden”, aber zumindestens kann das Verfahren noch einige Zeit dauern.

      Und den ganzen Rechtfertigungsversuchern sei gesagt, dass die Gerichte durchaus so etwas wie den gesunden Menschenverstand als Grundlage des Handelns nehmen.
      Ein Portal, das alle, aber auch wirklich alle Produkte zu einem Bruchteil des Preises anbietet, sollte jedem Konsumenten stutzig machen. Spätestens dann sollte sich ein Konsument mit der Seite beschäftigen, mal nach Impressum schauen. Das gab es nicht und an diesem Punkt sollte es dann auch dem größten Trottel klar geworden sein, dass das nicht koscher ist.
      Viele Schnäppchenjäger haben das Denken abgeschaltet und dem Geiz gehuldigt.
      Dann haben die auch verdient, dass es zivilrechtliche Ansprüche gibt.

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        Timmy

        Ja, Gutscheine von eBay, oder von Freunden und Bekannten, die so mal eben schnell ihre Rückstände vom letzten Party Wochenende begleichen… wenn Amazon jetzt einfach so die Daten raus rückt, wird es sich bei den eigenen Kunden unbeliebt machen, die vllt gar nicht wissen, warum sie plötzlich Post vom Staatsanwalt bekommen. Das wird nicht lustig.

        Und dann gibt’s ja noch die Gutschein Karten von der Tankstelle.

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          Ewald

          Aber selbst Gutscheine von Freunden haben erstmal einen Endpunkt.
          Und auch da wird es Fragen geben.

          Gute Idee mit den Gutscheinen von der Tankstelle. Es gibt Gerüchte, dass ausgerechnet die nicht funktioniert haben im Gegensatz zu denen, die man bei Amazon über das Kundenkonto gekauft wurden. Dumm gelaufen.

          Wenn Amazon die Anfrage von einer Strafverfolgungsbehörde bekommt, dann geben sie die Daten nicht einfach so heraus.

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          Meome

          Die Gutscheine gibts bei Saturn, Media Markt, Rossmann, Edeka, Postfilialen und, und und
          Wer dort cash bezahlt hat ist raus.

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            Bar gekaufte (d.h. nicht mit einem Amazon-Konto verknüfte) Amazon-Gutscheine gingen nicht bei LuL.to.

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            Timmy

            @Lars
            Stimmt nicht.

          • comment-avatar

            Anon

            Hallo Lars,
            bar gekaufte Amazon-Gutscheine gingen definitiv – glaub mir!

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            Okay, meine Information ist wohl schlichtweg veraltet, stammt aus Ende 2015, dann hat sich das zwischenzeitlich geändert. Sorry.

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      Anon

      @Jurista
      Eben. Nach meinem laienhaften Verständnis bleibt ja fast nur die IP-Adresse als “Beweis” und selbst das ist schon in dem einen oder anderen Fall schiefgegangen.

      Wenn lul kein double opt in bei der Anmeldung hatte, und ich glaube dem war nicht so, sagt eine E-Mail-Adresse gar nichts aus.

      Ich bekomme zum Beispiel von jemandem die Quittungen seiner Apple Einkäufe in mein E-Mail-Postfach. Man frage sich, wie das geht, meine E-Mail-Adresse ist seine AppleID. Vermutlich war die zwischenzeitlich frei geworden, als ich sie registriert habe. Dennoch, ich hatte Zugriff auf sein Apple-Konto.

      Amazon Gutscheine sind auch nicht zwingend dem Einsender zuzuordnen, die kann er sonst woher haben. Die bekommt man auch mal als Gutschein für einen Einkauf oder ein Abo, von eBay, anderen Personen usw.

      Da müssten eigentlich schon sehr viele Dinge zusammenkommen, damit man jemandem stichhaltig etwas nachweisen kann. Wenn sich jemand mit seiner eigenen E-Mail-Adresse angemeldet hat, auf eigenen Namen Amazon Gutscheine gekauft hat und man ihn über seine IP beim Provider identifizeren konnte – das wäre wohl ein Beweis. Alles andere scheint doch eher sehr vage zu sein.

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    Wieder mal jemand

    Wie bereits geschrieben, ich gebe es auf die Versuche sich frei zu reden zu argumentieren.
    Nur eines noch, selbst wenn ihr den Richter hypnotisiert und er euch glaubt das ihr angeblich glaubtet das die Seite legal war – zum leisten von Schadenersatz und Unkosten seid ihr trotzdem verpflichtet.
    Ich frage mich nur die ganze Zeit warum ihr hier eure ausreden schreibt. Jeder der sich halbwegs sicher ist das er damit durchkommt behält die für sich, damit nicht zu viele damit argumentieren. Demnach seit ihr euch deswegen selbst nicht sicher und erwartet wohl das euch jemand sagt – ja, damit spricht dich jeder frei und du kommst in den Himmel.?
    Oder ist das nur ein aufmotzen nach außen, ein Zeichen das man angeblich ungerecht behandelt wird, damit jeder sieht das man sich nicht kampflos ergibt, im Endeffekt weiß man aber doch das man da nicht rauskommt?

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      Jerry Garcia

      Wie bereits mehrfach erwähnt, es sind zum Grossteil nicht die LUL Nutzer die hier kommentirren. Wer sich hier rumtreibt hat meist andere Optionen.

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      MacPan

      So schauts. Wer sich auf Tarnkappe rumtreibt hat andere Intentionen. Ein paar Nutzer haben sich geäussert, ziemlich reumütig möchte ich meinen, aber weitestgehend treiben sich hier Leute aus der Netzwelt rum.
      Die haben oftmals eine etwas andere Auffassung zum Thema Urheberrecht.

      Zwar lehnt man Cash4Warez ab, bin mir aber ziemlich sicher wäre LuL wie Torbooks (in seiner Anfangszeit) kostenlos, wäre man dem Projekt offener gegenüber gestanden.

      Den aufgestauten Frust der Autoren kann ich verstehen, man möchte jetzt Köpfe rollen sehen. Hier scheint man aber aufgrund der ziemlich aufgeheizten Stimmung vollkommen überhöhte Erwartungen zu haben.

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      Gandalf

      Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Stimmt.
      Allerdings scheinen Amtsgerichte mehrheitlich zu Gunsten von Abgemahnten zu entscheiden.
      Je nach Gerichtsstand braucht man bei einigen gar nicht erst anzutreten um sein Recht durchzusetzen.
      Hier könnte das Problem bestehen, dass die niedrigen Streitwerte verhindern das in Revision gegangen werden kann. Die Grenze legt aktuell bei 600 Euro, darunter ist ein erstinstanzliches Urteil gültig.
      Ich denke deshalb, dass die Autoren oder besser deren Rechtsanwälte, sich deshalb in erster Linie die Leute rauspicken werden, welche selber Bücher dort eingereicht oder eingestellt haben.
      Da ist es sichergestellt, dass man sich wegen des höheren Streitwertes durch die Instanzen klagen kann.
      Alles in allem sehe ich eher einen kleinen Kreis von Leuten die Probleme bekommen werden.
      Die müssen deanonymisiert und identifiziert werden und sollten am Besten selber aktiv an dem Portfolio der Seite mitgewirkt haben.
      Wer seine Karte verwendet hat und jetzt mal angegeben hat das eine unbefugte Nutzung erfolgte, sprich mit allem Drum und Dran, Anzeige ectera hat die Karte sperren lassen, könnte auch eine gute Argumentationsgrundlage haben um davonzukommen.
      Die Kosten zur Rechtsdurchsetzung stehen auch in keinem Verhältnis zum Schaden.
      Damit meine ich den einzelnen Abgemahnten, nicht die grundsätzlich hohen Gesamtschäden.
      Solche Schäden entstehen wirklich. Die Mondpreisberechnungen die so kursieren sehe ich aber eher als kontraproduktiv an.
      Zusätzlich wird das vermutlich leider nur eine einmalige Chance sein Downloader zur Verantwortung zu ziehen, da solche Rahmenbedingungen nicht wiederkommen werden.
      Ein weiteres Problem sehe ich in der aktuellen Überlastung der Gerichte und den Verfahrensłängen.
      Wer nicht freiwillig zahlt wird vermutlich erst in einigen Jahren mit einem Gerichtstermin rechnen müssen.

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    TeeB

    Auch schön, dass man hier die Daten anderer User sehen kann…
    So findet man die eine oder andere E-Mail-Adresse.

    Wenn ich übrigens sehe, was einige der Autoren, die hier besonders aktiv sind, für Rezensionen bei Amazon bekommen, bin ich mir 100% sicher nie ein Buch von denen geladen zu haben :D
    Von 34 Büchern 17x 1 und 13 x 2 Sterne kein einziges Mal 5 Sterne. OMG…

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      TeeB

      Benutze Deinen eigenen Nick und nicht meinen!!!!

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        Timmy

        @TeeB

        Jaja, keine Bange. Der Stand nur schon ausgefüllt im Formular, samt Deiner E-Mail-Adresse. Vielleicht sollte sich mal jemand um die Sicherheit hier kümmern.

        %-)

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          Tor

          @TeeB und @Timmy

          Glückwunsch, das liegt daran, dass ihr wohl beide über die gleiche Tor-Node geht.

          • comment-avatar

            Timmy

            Danke! Gibt’s nen Preis?

            Aber im Ernst – Ein schönes Beispiel zur Beweisbarkeit von Onlineaktivitäten oder?

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            Michael

            Das hat nichts mit Tor zu tun, denn ich hatte das auch schon und ich benutze kein Tor.

            Um genau zu sein, sehe ich es jetzt schon wieder (E-Mail Adresse von Timmy sichtbar)

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      legaler.Leser

      @Tee, oder wie immer du dich gerade nennst.

      Das muss dich ja nachhaltig beschäftigen oder wie kommts, dass du sonst deine Glaskugel befragst? Ich hab hier keinen der 36 und übrigen Autoren unter ihrem echten Namen entdecken können.

      Gehts eigentlich noch schäbiger? Hier versuchen Geschädigte zu sortieren und zu begreifen, und müssen sich von euch P! auch noch anmachen lassen, dafür dass sie geschädigt wurden von euch.
      Wie tief im Morast muss man sitzen, um dann auch noch mit angeblicher Erfolglosigkeit zu knüppeln?

      Wenn du vorgeladen wirst, kannst du ja deine seltsamen Argumente aufwärmen. Gibt bestimmt was zu lachen.

      Ich bin übrigens nur ein Leser, der einige der klagenden Autoren kennt und ihre Bücher legal kauft, sehr schätzt und liest. Und noch was bin ich: wütend auf Typen, die meine Autoren nicht nur um ihre Tantiemen bringen, sondern sie auch noch übelst anmachen. Ich hoffe, sie halten dennoch durch und machen weiter. Deshalb poste ich hier, um sie zu unterstützen. Aber glaub ja nicht, dass jemand euch beisteht, wenn es hart auf hart kommt.

      Ich hoffe, sie kriegen euch alle dran, damit sie endlich wieder drauf vertrauen können, dass es Getechtigkeit gibt! Ich würd schon mal sparen an deiner Stelle!

      Oder frag deine Glaskugel, wer dir was leiht.

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        Timmy

        @legaler.Leser
        Wo habe ich denn jemanden “auf das übelste” beschimpft? Eine Glaskugel braucht man nicht, wenn man eine Suchmaschine bedienen kann findet man auf Anhieb 5-6 Namen. Und ja, es beschäftigt mich. Ist doch gut, das wollte man doch erreichen?

        Ich habe nur gesagt, dass ich von diesen Autoren, die ich bisher identifizieren konnte, sicher nichts geladen habe, weil ich weder Liebes-, Mysterie- noch Werfolfgeschichten lese oder was da sonst so verfasst wird. Und bei ein paar der Autoren waren die verifzierten Amazon Rezensionen eben alles andere als schmeichelhaft. Die stammen ja nicht von mir. Die Zahlen oben bezogen sich auf eine einzelne Autorin, da war einfach alles schlecht bewertet, trotz Verfilmungen durch ARD und Co. OK, hätte man nicht schreiben müssen, ich war nur geschockt, wie schlecht die Bewertungen waren, da waren halt 2/3 1 und 2 Sterne, das ist wenig schmeichelhaft.

        Mich würde schon interessieren, wer die Autoren sind, nicht zum Beschimpfen, einfach um mal zu wissen, um wen es geht, was die so schreiben, wie sich die Verkaufszahlen jetzt ändern usw. Bin da einfach neugierig. Bisher habe ich noch nirgends gelesen, dass einer jetzt Hurra ruft, weil er auf einmal so viele Bücher verkauft.

        Kein Grund also, so an die Decke zu gehen. Und TeeB war nicht der Verfasser. Durch einen Glitch in der Matrix erschienen nur seine Daten in meinem Browser. Damit sieht man, auch, dass nicht immer alles so ist wie es auf den ersten Blick scheint.

        Deine Intention die Autoren zu unterstützen in allen Ehren, Durch blindwütige Eskalation ist aber noch nie jemandem geholfen worden. Keine Ahnung, wer angeblich wen bedroht und warum. Das können auch einfach Trolle sein, die mal so richtig beide Seiten aufmischen wollen, oder einfach Dumme, die glauben, dass sie damit was erreichen – wohl kaum das was sie sich erhoffen.

        PS
        Da waren ja angeblich bis zu 30.000 potenzielle Kunden, muss man wissen, wie man damit umgeht.

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          Timmy

          Die Matrix ist schuld. LOL.

          “30.000 potentielle Käufer”? Wer das glaubt, glaubt auch an das Märchen, dass e-Book-Piraterie Werbung für den Autor ist.
          Wer kaufen will, der kauft. Und wer klauen will, sucht solange, bis er eine illegale Seite gefunden hat.
          Das er anderen damit schadet ist diesem “potentiellen Käufer” völlig egal. Er will konsumieren und finanziert lieber die Uploader, als die Urheber.
          Was ich mich aber die ganze Zeit frage: Warum liest ihr eigentlich diese Bücher, wenn ihr deren Verfasser so sehr verabscheut, dass ihr lieber Kriminelle unterstützt, anstatt eure paar Cents oder Euros denen zu geben, die sie mit ihrer Arbeit verdient hätten?

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            BlauAuge

            “Nebenbei erwähnt, ich sehe hier gerade die Daten einer Marii van ten Haarlen im Formular, kann das mal einer reparieren? Das ist doch ein schlechter Scherz hier.”

            ROFL. Langsam wird mir klar, warum Lars hier gelegentlich angebliche Postings von Leuten sieht, die seit langem nicht mehr hier kommentieren. Leicht peinlich für einen Blog, der sich mit Internetsecurity befaßt.

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            Hauptsache meckern, ist klar, danke vielmals oder auch nicht. Wir nehmen uns der Sache an, das ging aber nicht vor dem Relaunch, der letzte Nacht über die Bühne ging.

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          Worttänzer

          Darauf antworte ich gern. Seit lul.to down ist, sind meine Verkäufe konstant wie nie zuvor. Ich weiß nicht, ob es Zufall ist, aber vielleicht auch nicht. Und ich habe auch nicht 2/3 schlechte Rezis, sondern bei mir kommt eine schlechte auf etwa 30-50 gute bis sehr gute Bewertungen. Schlechte Rezis hat übrigens jeder, auch Stephen King, also das sagt nicht immer was aus. Ja, ich bin froh, dass das Portal weg ist. Ich habe wieder richtig Geld verdient und kann mir leisten auch mal langsamer zu schreiben. Ich finde es toll und hoffe, dass es so bald nicht wiederkommt.

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            Timmy

            @Worttänzer
            Konstant oder deutlich gestiegen? Das ist ja nicht ganz das gleiche. Ich wollte auch niemanden persönlich angreifen. Ich weiß, dass es auch sehr sehr gute Autoren unter den SP gibt. Im Endeffekt bezog ich mich auf einen einzigen. Bin halt neugierig, habe mir bei KU ein paar Bücher runtergeladen um zu gucken, was das für Autoren sind und was die so schreiben. Bisher habe ich nichts davon lesen wollen, aber das ist ja auch Geschmackssache. Wobei vermutlich auch nicht alle an KU teilnehmen.

            Freut mich für Dich, dass es dir jetzt besser ergeht. Ehrlich gemeint. Wenn man erstmal merkt, dass auf der anderen Seite auch ein Mensch sitzt, ist das Gefühl bei mir zumindest schon etwas zwiespältig. Viel Erfolg weiterhin.

            ————
            Nebenbei erwähnt, ich sehe hier gerade die Daten einer Marii van ten Haarlen im Formular, kann das mal einer reparieren? Das ist doch ein schlechter Scherz hier.

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    Sarah

    Hallo,

    also irgendwie ist die ganze Aufregung ja auch ein wenig lustig. Ja es mag irgendwie illegal gewesen sein, lul Bücher zu laden, und ja, der eine oder andere hätte es erkennen können. Andersherum wundert man sich, was viele Leute für legal oder illegal halten, da hat jeder sein komplett eigenes Rechtssystem im Kopf. Die einen glauben, sie dürften bei Werbung nicht pinkeln gehen, weil es sonst Diebstahl wäre, andere kassieren großflächig auf Raststätten-Toiletten ab, obwohl das gesetzlich verboten ist und keinen interessiert es.

    Aber das nur nebenbei. Euch ist schon auch klar, dass man sich alle 1,7 Millionen EBooks aus dem KindelUnlimited Programm kostenlos herunterladen und lesen kann? Ok, ich vermute, wenn man mehr als 100.000 Bücher auf einmal lädt, wird Amazon irgendwie komisch, aber grundsätzlich gibt es erstmal keine Begrenzung.

    Es kostet einen wie gesagt nichts und man muss nichts hacken oder cracken oder DRM entfernen. Man darf nur nicht das WLAN am Kindle anschalten.

    Wie illegal ist es wohl, sein WLAN auszulassen? Unmoralisch? Sicher. Illegal? Wohl kaum. Ja das eine rechtfertigt das andere nicht, aber es ist wie es ist, man kann die Bücher ohne Aufwand auch “legal” kostenlos lesen, so viel man will.

    Bleiben also nur noch die Autoren über, die nicht am KU Programm teilnehmen oder ihre Werke nie als Promo-Aktion kostenlos bei Amazon angeboten haben.

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    655321

    Vermutlich werden die meisten Nutzer hier gar nicht schreiben, weil sie ohnehin schon Angst haben durch den Bust von Lul Probleme zu bekommen. Verständlich, wenn sie dann noch hier fleißig mitdiskutieren und auf einmal bekommt Herr S. vielleicht eine Anordnung IPs offen zu legen von Postern hier. (Ich weiß nicht ob das rechtlich möglich ist, könnte es mir aber vorstellen im Zuge der Ermittlungen), das käme ja einem Schuldeingeständnis gleich.

    Daher glaube ich diskutieren hier überwiegend “Scener” mit Autoren. Und das die beiden Welten himmelweit auseinander liegen dürfte klar sein. Ein Großteil der Lol User sitzt sicher auf heißen Kohlen und macht sich erstmal richtig Gedanken.

    Daher würde ich den Autoren raten tief durchzuatmen und nicht jedes Wort der Nutzer von TK auf die Goldwaage zu legen. Schreiber die sich als User von Lul outeten haben meiner Meinung nach hier schon größtenteils reumütig zugegeben einen Fehler gemacht zu haben und diesen zu bereuen.

    Vermute die werden in Zukunft genau überlegen ob sie sowas nochmal machen.

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      Rumpelstilz

      Die Scene ist bestimmt genauso begeistert wie die Autoren das lul.to weg ist.
      Ansonsten scheinen einige Trolle aktiv gewesen zu sein.
      Erst die Autoren auf die Palme bringen und kurz danach die Raubleser nachhaltig erschrecken.
      Die hatten hier viel Spass.

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      HelleSeite

      Lesestoff für alle, die hier auf fanatasievolle Weise zurechtbiegen, was längst festgelegt ist. Muss keinem gefallen, aber gilt auch für noch so “nette, eigene Zurechtlegungen” der gesetzlichen Schranken.

      Ich empfehle alles zu lesen. Juristen und Gerichte haben das intus. Und sie wenden es an. Da gibts kein, “huch, woran hätte ich das erkennen sollen.” Oder die Ausrede, man kann nur stehlen was anfassbar ist. Stimmt nicht, egal wie oft es hier in Varianten wiederholt wird.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Geistiges_Eigentum

      http://www.urheberrecht.de/geistiges-eigentum/

      Statt hier wild rumzurätseln wäre googeln hilfreicher gewesen. Und es wäre auch Aufgabe der Verfassers gewesen, das als Grundlage einzusetzen.

      Klar, werden jetzt wieder einige sich einiges rauspicken und zurechtbiegen, deshalb einfach mal alles lesen. Auch geistiges Eigentum kann gestohlen werden, und viele, die hier was zurechtbiegen, haben es auf die eine oder andere Weise vermutlich getan, sonst gäbe es keine Angst vor rechtlichen Konsequenzen.

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        Michael

        Vielleicht hättest du nochmal den Wikipedia Artikel und die darin verlinkten Artikel lesen sollen? Da wird an keiner Stelle erwähnt, dass es sich um einen Diebstahl handelt. Das ist juristisch einfach falsch. Es ist eine Urheberrechtsverletzung, eine illegal angefertigte Kopie. Auch kennt das Gesetz den Begriff “Raubkopie” nicht, sondern den Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz. Auch interessant:
        – Eine Verletzung des Urheberrechts ist ein Vergehen, also juristisch eine minderschwere Straftat.
        – Eine (privater Gebrauch) Verletzung des Urheberrechts ist weniger bedeutsam, als hier viele Kommentatoren gerne verbreiten, denn sie bleibt oft straffrei.

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        Der Jurist

        Liebe HelleSeite, vielleicht solltest du auch mal dies lesen ….

        § 153 StPO: “Hat das Verfahren ein Vergehen zum Gegenstand, so kann die Staatsanwaltschaft mit Zustimmung des für die Eröffnung des Hauptverfahrens zuständigen Gerichts von der Verfolgung absehen, wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen wäre und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht.”

        In D wird wegen eines – wie du falsch behauptest – “geraubten” Indie-Ebooks für 1,99 € sicher kein Prozess geführt. Auch nicht für mehrere.

        Ich empfehle außerdem als Lektüre § 53 UrhG, insbesondere diesen Satz:

        “Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird.”

        Es geht bei der Causa LUL eigentlich nur um zwei Worte dieses Satzes, nämlich “offensichtlich rechtswidrig”. Diese Offensichtlichkeit ist aber bei LUL stark anzuzweifeln.

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          HelleSeite

          Zitat: Diese Offensichtlichkeit ist aber bei LUL stark anzuzweifeln.

          Gut, dass dies nicht die Urheberechtsverletzer für sich zurechtdeuteln können, wie sie es hier an der falschen Stelle versuchen.

          (Hier gehts um drei Personengruppen, die Betreiber, die Uploader und die Downloader. Die beiden ersten Gruppen haben sich bereichert, die Dritte hat sich ein Leserecht angeeignet, wofür nie gezahlt wurde an die Rechteinhaber. Dass hier durchaus unterschiedlich zu werten ist, wissen wir Autoren. Aber wir wissen auch, dass ohne Nachfrage keine Angebote eingestellt werden. So einfach ist das nicht!)

          In D, gibt es eine Buch-Preisbindung, die besagt, dass Bücher an allen Verbreitung/Verkaufsstellen* jeweils zum gleichen Preis angeboten werden müssen. Wenn das eBook auf Amazon z. B. 2,99 kostet, kann und darf und kann es nicht an anderer Stelle 5 oder 15 Cent oder nichts kosten. Das ist leicht ersichtlich für den Leser. Wer (das) nicht lesen kann, wird sich kaum eBooks laden.

          *Ausnahme ist der Wiederverkauf von Druckwerken, was hier auch gerne in einem Topf verwuselt wird. Das ist erlaubt. Für erBooks gibt nur eine Leselizenz an den dafür Zahlenden. Zu dem Preis, den der Rechteinhaber angibt, an den Stellen, die der Rechteinhaber freigibt. Dafür werden Verträge geschlossen.
          Mit LUL hat keiner von uns so einen Vertrag geschlossen. Wurde hier mehrfach erwähnt! Einfach mal nachlesen und nachdenken.

          Ich bin raus. Viel Spaß beim weitersuchen nach möglichen Ausreden.

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            Karla Kolumna

            @HelleSeite
            Dass hier die Meinungen komplett auseinandergehen ist verständlich.

            Jeder hat seine, auf sich zugeschnittene Sicht auf die Dinge. Objektiv ist hier sicher keiner.

            In der Justiz ist das schon was anderes. Da werden sehr wohl unterschiedliche Sichtweisen gegeneinander abgewogen.

            Jedem Buchkäufer soll die Buchpreisbindung bekannt sein? Das kann man leicht durch eine Umfrage auf der Straße herausfinden, wenn da mehr als 10% schon mal was von einer Buchpreisbindung gehört haben würde mich das sehr wundern.

            Bei E-Books war man sich doch bis vor nicht all zu langer Zeit überhaupt nicht einig, ob die der Buchpreisbindung unterliegen oder nicht. Mal ist ein E-Book ein Buch, dann wieder nicht (MWSt). Auch macht es einen Unterschied, ob ich ein Buch bei amazon.de oder amazon.com kaufe (meist ist es bei .com 20-30% billiger zu haben). In einer globalen Online-Welt hat sich das was mit Buchpreisbindung.

            Aber auch massenhafte Promo-Aktionen, wo die Preise schon mal im Stundenrythmus rauf und runter gehen, erwecken nicht den Eindruck einer Buchpreisbindung. Zumal es nicht jedes E-Book bei jedem Händler gibt. Und auch die zeitliche Koordinierung klappt oft nicht. Da ist ein E-Book bei Amazon kostenlos, während es bei Hugendubel noch den vollen Preis kostet, ein paar Stunden später ist das umgekehrt.

            Allofmp3 auf, hat in seinem Herkunftsland völlig legal agiert und sich an die Gesetze dort gehalten. Warum soll der Kunde nicht auch mal vom globalen Marktplatz profitieren? Das lul nicht, wie behauptet, Geld an die Autoren abgeführt hat, kann man auch den Kunden nicht anlasten.

            All das wird in das Urteil eines Gerichts mit einfließen, sofern es sich tatsächlich damit beschäftigt.

            Schwarz-Weiß ist auch hier mal wieder gar nichts. Ich verstehe, dass Sie sauer sind, wäre ich vllt auch. Ich selbst war auch schon auf der Seite der “beklauten”, Meine Texte, Bilder – alles tauchte auf anderen Webseiten (auch renomierten Verlagsseiten) ungefragt wieder auf. Hat mich 5 Minuten geärgert und dann habe ich mir was anderes überlegt – in den Fällen habe ich mindestens eine namentliche Nennung herbeiführen können. Ich war eh auch ein bisschen stolz, dass jemand meinen Krempel für kopierenswert erachtete.

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            Michael

            @HelleSeite:
            Die Buchpreisbindung für E-Books gibt es noch nicht mal ein Jahr und das sollen die Leser wissen? Ich gehe übrigens davon aus, dass es noch viele Leute gibt, die nicht mal wissen, dass es für Papierbücher eine Buchpreisbindung gibt. Ganz ehrlich: Warum sollte man das überhaupt wissen? Es ist nicht jeder Autor oder Verleger und kennt sich in der Materie aus.
            Ich habe eben meine Freundin gefragt, mitte 30, hohe Bildung und den Schrank voller Bücher (hauptsächlich Fachliteratur und auch ein paar Romane). Sie wusste nicht, was eine Buchpreisbindung ist.

            Mich nervt es tierisch, dass von den Geschädigten (also den Autoren) bezüglich den Downloadern ein riesen Fass aufgemacht wird und so getan wird, als sei es ein Verbrechen. Es werden falsche Begrifflichkeiten verwendet um den Anschein zu erwecken, man hätte es bei den Downloadern mit Schwerkriminellen zu tun, die die Autoren beklauen.
            Wenn man dann sachlich dagegen argumentiert indem auf andere Sichtweisen und Fakten hingewiesen wird, wird man als Fantast beschimpft und die eigene Handlung (Anzeige der glorreichen 36) bekräftigt.

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            Ichbins

            Richtig …

            Zumal ja nach soundsoviel Monaten die Buchpreisbindung in DE “aufgehoben” ist und theoretisch jeder Handel das Buch zu einem Preis nach Wahl verkaufen dürfte. NOCH macht das keiner, aber was wenn Amazon als Marktgigant dann einfach hingeht und sagt: “Ab sofort werden alle Bücher, die unter diese Regel fallen zu 5% billiger angeboten. Natürlich zahlen wir im EK auch 5% weniger. Verlage die sich weigern, fliegen aus dem Programm!”.

            Das Dumme wäre: KEIN Verlag würde sich weigern, denn immer mehr kaufen Bücher nur noch bei Amazon. …was ich teilweise verstehen kann… Denn wenn man im Buchhandel hört: “Ihre Bestellung ist in 3 Werktagen bei uns!”, bei Amazon aber sieht: “Spätestens 2 Werktage später – bestellen Sie bis X Uhr sogar Morgen!”, … ist doch klar, dass man lieber online kauft …!

            Und dann wäre da die Ausnahme: “Mängelexemplar” … die darf man ab Tag 1 zu einem Preis nach Wahl verkaufen! Da kann doch kaum einer durchblicken, bei all den Ausnahmen die es eben gibt.

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            Nicht wundern, wir haben nun jemand Neues, der beim Moderieren (d.h. beim Freischalten, beim zensieren oder aber beim Löschen) der neuen Kommentare hilft. Danke an drfuture ! Ihr könnt ihn hier im ngb kontaktieren: https://ngb.to/members/207-drfuture

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            BlauAuge

            Können die User hier sehen, wer ihre Kommentare freischaltet? DAS würde mich sehr wundern. Wozu also teilst Du uns das mit? (Ist einem doch völlig egal.)

            Um mal wieder Reklame für ein Warezboard zu machen, das Dir persönöich nahe steht? Ist das Schleichwerbung oder wieviel kriegst Du dafür bezahlt?

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            Hey, BlauAuge: ngb.to ein Warez-Board? Erstmal informieren oder wenn man keine Ahnung hat, den Mund halten. Nomen est omen, Mr. BlauAuge!

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            Ichbins

            “In Deutschland …”

            … und woraus genau war ersichtlich, dass jene Seite aus Deutschland kam und nicht einem anderen deutschsprachigen Land wo es keine Buchpreisbindung gibt?

            Abgesehen davon: wieso sollte jemand, der nicht weiß/wusste das diese Seite illegal ist, noch bei Amazon und Co nach dem Preis schauen? Das klingt ja schon nach einem Preisvergleichszwang …!

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            SchonWieder

            ….. und mich nervt einfach tierisch das hier immer wieder irgendwelche User fadenscheinigen Ausreden und Erklärungen finden warum sie nichts dafür können.
            Vermutlich wird gar nicht passieren bei den Downloadern. Oder ein ein Betrag unter 4 Stellen, der anstandslos gezahlt wird.
            Das Problem dabei ist, daß viele User die blodsinnigen ausreden glauben. Und auch die Erfinder selbst, wenn nichts kommt oder sie nicht vor Gericht wollen. Und prompt fallen dann einige beim nächsten Board in dieselbe Falle. Weil sie denken sie brauchen keine Fakemail oder VPN, mit so einer Begründung kommen sie ja wieder raus.
            Also hört auf mit den unsinnig ausreden die jeder Anwalt zerpflückt. Lernt aus euren Fehlern, aber bringt damit nichts andere in den Glauben das die Richter jeden Schwachsinn glauben. Den ich gebs auf den Leuten zu erklären warum ihre jeweilige Argumentation haltlos ist.

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            Karla Kolumna

            Bei reinen Digital-Angeboten benutze ich grundsätzlich keine echten Daten von mir, wenn anonyme Bezahlung möglich ist. Das zum Einen.

            Zum Anderen: ich habe mir die letzten Tage mal die Spaß gemacht und bei Google nach “gratis ebooks” gesucht, was ja hoffentlich noch nicht verboten ist.

            Ja es gibt Seiten, die sind auf den ersten Blick gesehen nicht ganz sauber. Aber es gibt auch hunderte von Seiten, die mit “easy gratis download” werben, oft sogar auch mit Direkt-Download, wie bei lul. Mal mit, mal ohne Registrierung. Woran soll ich erkennen, dass die illegal sind?

            An der Domain-Endung?

            Gratis = illegal?

            Günstig = noch illegaler?

            Es gab mal den Vorschlag, Tauschbörsen zu legalisieren, und dafür dann halt eine Art Gebühr zu erheben und diese dann entsprechend aufzuteilen. Aber das will scheinbar keiner, man verdient nämlich mit Abmahnungen oft mehr, als mit dem eigentlichen Verkauf.

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            Ichbins

            Wobei an der Abmahnung eh nur Anwälte verdienen. Nur lässt der Staat halt immer noch zu, dass viele sich damit eine goldene Nase verdienen, anstatt zu sagen: “Abmahnungen dürfen nicht in Rechnung gestellt werden!”, obwohl es genau so sein sollte. Denn eine Abmahnung heißt ja eigentlich;

            “Person X hat Mist gebaut und wird ermahnt!” – und da kann es nicht sein, dass ein “Dududu …!” Geld kostet!

            @Karla: was erwartest du denn in Deutschland auch anderes?
            Der Staat könnte mit einem Fingerschnippen auch die ganze Drogenszene vernichten! Einfach JEDE, ohne Ausnahme JEDE Droge legal in den Fachhandel bringen und zwar so billig, dass die Drogenszene nur noch Verluste beim Verkauf einfährt. Klar braucht es dann weitere Gesetze wie eben: “Drogenkonsum auf der Straße = absolut verboten” etc, aber sieht man ja in ichweißgradenichtwo … irgendwo ist ja nun Cannabis zum Spottpreis legal zu kaufen … und rumms ist der illegale Cannabismarkt da faktisch tot.

            Klar sind Drogen scheißt und gehören in die “Zero Tolerance”-Ecke, aber besser man kann alle legal erwerben und damit die Drogenszene auslöschen, als dass man weiter sagt: “Nö, wollen wir nicht” und die Verbrecher verdienen sich die zehnte goldene Nase …

            Genau so könnte man auch Downloads legalisieren. Am Ende hätten die Urheber viel mehr davon, wie man ja bei den Musikportalen sehr gut sieht!

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            Don Pedro

            zudem ganzen Gezeter hier gibt es passendes populäres Buch. Denken hilft zwar, nützt aber nichts. Weshalb können nur wenige der Versuchung widerstehen,
            das Geschenk für den Sohnemann auf die Spesenrechnung zu setzen? Warum landen Millionen erstklassiger Autos in deutschen Schrottpressen?
            Und wieso stellen Abgeordnete in Großbritannien dem Steuerzahler Pornofilme und die Reinigung ihres privaten Burggrabens in Rechnung?
            Das ist blöde und unmoralisch, aber so sind wir nun mal, meint Dan Ariely.
            Mit vielen spannenden Experimenten zeigt er auf, wann der Mensch anfängt zu betrügen und wann er sich ehrlich verhält.
            Eine seiner wichtigsten Erkenntnis, handelt es sich nicht um Geld, sind wir auch als moralisch integere Menschen sehr schnell bereit,
            unsere kleinen Schwindeleien zu rationalisieren. Also Begründungen/Ausreden zu erfinden, warum eine Handlung gerechtfertigt ist.
            Eines seiner spannenden Experimente machte er am MIT. Er verteilte in Gemeinschafts-Kühlschränken Cola Sixpacks. Binnen 72 Stunden waren die Dosen im Schnitt verschwunden.
            Danach legte er Teller mit sechs Dollarscheinen in die Kühlschränke – kein Dollar wurde innerhalb von 72 Stunden gestohlen.
            Der Schriftsteller und Journalist Upton Sinclair sagte einmal: “Es ist schwierig, einem Menschen etwas begreiflich zu machen, wenn sein Gehalt darauf beruht,
            es nicht zu begreifen”, oder “Es ist schwierig, einem Internet Nutzer das geistige Eigentum begreiflich zu machen, wenn er von dessen Missachtung profitiert”.
            Warum glauben hier einige dass der OttoNormal User im Netz jedwedes Angebot auf Herz und Nieren (Preisrecherchen, Impressum etc.)auf seine Rechtmäßigkeit prüfen soll/muss?
            Jeden Tag werden abertausende Rechner von Krypto-Trojanern und sonstigen Schadprogrammen befallen. Krankenhäuser, Behörden und ganze Industriezweige werden stillgelegt,
            obwohl in nahezu allen Zeitungen und Nachrichten davor gewarnt wird, Anhänge in E-Mails nicht einfach anzuklicken und den Rechner auf den neuesten Stand zu bringen?
            Der Schaden wird jährlich mit hunderten Millionen Dollar beziffert. Zum Thema Filesharing gibt es eine interessante englisch publizierte Studie.
            Die Gewinne, an denen sich die Konsumenten erfreuen können, sind mehr als doppelt so groß wie die Verluste, die die Produzenten erleiden, war die Kernaussage.
            Gut, dazu hätte es eigentlich keine Studie gebraucht.
            Wie realitätsfremd muss man wohl sein wenn man glaubt, das Internet kontrollieren zu können müssen? Microsoft hat sich seit jeher einen Dreck um widerrechtlich
            kopierte Software geschert. Wie hat es sein können das aus Freizeit Programmieren, vollkommen unentgeltlich über Jahre hinweg eine so qualitativ hochwertige Software entstanden ist?
            Sämtlich Internetriesen, ob amazon, google, Oracle oder ebay, setzen heute fast ausschließlich auf das Linux Betriebssystem und auf freie Software. Soviel nur zum Thema
            geistiges Eigentum. Muss man das nachvollziehen können, wenn man unbedingt ein totes Pferd reiten möchte und voll und ganz auf einen Anachronismus setzt?

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          TeeB

          Lieber Herr Jurist, das hast Du aber das entscheidene “oder” danach schön weggelassen. 6, setzen.

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    Akkumulatorbesen

    Eine Sache die mir missfällt ist die Tatsache, dass man den Downloadern die Kopie von urheberrechtlich geschützten Werken unterstellt. Dem ist aber mitnichten so, auch wenn dieser Irrtum immer wieder wiederholt wird.

    Bei einem Download wird im Normalfall zwar eine Kopie erstellt, aber mitnichten vom Downloader. Denn man kann nur das kopieren was man bereits besitzt. Besitzen tut die entsprechende Datei nur der Server der die Datei für den Download irgendwie bereitstellt. Der Downloader stellt hiert nur eine Anfrage a’ la:”Bitte sende mir die Datei xy.”
    Was der Server dann macht ist außerhalb der Kenntnis und des Einflusses des Downloaders, aber steht unter der vollen Kontrolle des Server-Administrators. Es ist möglich dass der Server die Datei selbst besitzt und kopiert, es ist möglich, dass er sie selbst von einem anderen Server herunterlädt (zb Caches, CDNs, Youtube Downloader Websites, etc) und entsprechend selbst keine permanente Kopie erzeugt. Er kann die Datei nach einem oder mehreren Downloads auch löschen (zb. Einmaldownload für generierte Dateien) und verschiebt sozusagen die Datei von sich selbst auf den Rechner des Downloaders.

    Wie man es auch immer dreht und wendet – ein Downloader kopiert gar nichts.
    Das Recht hat hier einen anderen Begriff der sich “Beschaffung” nennt der hier treffend ist. Mir wäre aber nicht bekannt, dass die (wissentliche) Beschaffung von rechtswidrig kopierten urheberrechtlich geschützten Materials straf- oder zivilrechtlich verfolgbar wäre.

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      HelleSeite

      Nein, das Original gehört ebenso wie das Urheberecht/Copyrecht allein dem Urheber, dem Verfasser. Das ist absoluter Blödsinn, was du da von dir gibts. Du machst dich ebenso schuldig, wie der Käufer, der Hehlerware kauft. Der Server ist Hardware und wird bedient von Menschen, die wiederum sind haftbar. Oder ist die Pistole schuld dran, wenn sie benutzt wird um zu töten?

      Aber frag einfach den Richter, der wird es dir schon erklären :-)

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        Akkumulatorbesen

        Dass das Original nur dem Urheber gehört habe ich nie bestritten. Ich sagte nur, dass der Server im Besitz einer entsprechenden Datei ist – auch wenn diese zuvor illegitim kopiert wurde. Es gibt übrigens einen Unterschied zwischen Besitz und Eigentum.

        Mit Hehlerei hat der ganze Fall überhaupt nichts zu tun, denn es geht nicht um gestohlene Ware sondern um rechtswidrig kopiertes Gut. Hehlerware zu kaufen ist auch nicht nur dann illegitim wenn man wusste, dass es sich um Hehlerware handelt.

        Jemand der eine Pistole benützt kontrolliert diese. Wir reden hier aber von Server die der Downloader nicht kontrolliert sondern der Administrator. Der Downloader sagt nicht:”Kopier diese Datei!”, sondern, dass er die Datei gerne besitzen würde. Wie der Server das technisch löst ist dem Downloader egal. Er hat nie von einer Kopie gesprochen.

        Punkt an der ganzen Sache ist auch die Geschichte mit dem Schadensersatz. Vorangegangene Fälle vor allem in P2P-Netzwerken zeigen, dass hier Schadensersatz vom Uploader (=Server) verlangt wurde. In diesen Fälle gemessen an der Höhe des geforderten Schadenersatzes wurde der Uploader ganz alleine für das Kopieren von urheberrechtlich geschützten Material verantwortlich gemacht. Das wären alles Fehlurteile gewesen, wenn der Downloader eine Teilschuld gehabt hätte. Denn dann hätte man vom Uploader nicht den gesamten Schadensersatz fordern dürfen.

        Die Rechteinhaber wollen es sich also aussuchen wer hier die Schuld trägt. Mal der Uploader, mal der Downloader. In den P2P Netzwerken ist der Uploader leichter zu ermitteln –> Uploader ist schuld. Bei lul.to ist der Serverbetreiber (=Uploader) nicht liquide genug –> Downloader ist schuld.

        Alleine schon aus der Strafanzeige gegen die Serverbetreiber wird hervorgehen, dass man diesen illegitime Kopien von urheberrechtlich geschützten Materials vorwirft. Entsprechend auch ein Argument für jeden abgemahnten Downloader, da man kaum von ihm Schadensersatz für ein Vergehen fordern kann, für das jemand anderes angeklagt und verurteilt wurde.

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          WHYNOT

          Ich weiß nicht ob du das so vereinfachen kannst.
          Klar, der Gedanke das nicht zweimal abkassiert werden kann ist richtig. Das bezieht sich aber alleine auf den zivilrechtlichen Teil, also die Forderungen der Contentindusdrie die dann die Downloader wegen Schadenersatz zur Kasse bittet.
          Die Betreiber selber werden ja gar nicht so oft Zivilrechtlich belangt, aber eben Strafrechtlich. Und auch wenn die Rechteinhaber oftmals erst die Anzeigen machen und bei der Ermittlung mitwirken, so genügte es ihnen in der Regel den Betreiber zu verklagen. Fast alles andere waren Abmahnungen von Anwälten inklusive Unterlassungserklärungen.
          In diesem Fall hier ist es wohl anders da die Autoren selber Schadenersatz wollen.
          Erst war da die Anzeige, daraufhin wurde strafrechtlich ermittelt. Und jetzt erst haben sie sich entschlossen auch zivilrechtliche Schritte zu unternehmen.
          Ich kann mir nicht vorstellen das mit deiner Argumentation durchzukommen ist, und falls ja gibt es sicher noch andere Rechtsmoglichkeiten wie wiederrechtliche Beschaffung von geistigen Eigentum und ähnliches.
          Da fällt mir ein… Ist dir bekannt warum Streaming für die User nicht strafbar ist? Weil der Film nicht komplett auf deiner Platte landet. Ein wenig umstritten ist es immer noch ob nicht schon Teile davon reichen.
          Als User hast du aktiv mit klicken darauf hingewirkt das sich im Endeffekt eine Kopie auf deiner Platte befindet. Das kannst du drehen und wenden wie du willst, die Kopie liegt auf deiner Platte. Als Folge deines Tuns.
          Und selbst wenn die völlig ohne dein zutun dort gelandet wäre, würde vermutlich noch so etwas wie die Hafterstörung gelten.

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            Michael

            Das sehe ich auch so. Hier schwirren schon einige seltsame Argumentationsversuche rum, wie sich ein paar Downloader vor Gericht rausreden wollen. Aber meiner Meinung nach hilft das alles nichts.
            Meiner Meinung kommt es vor allem darauf an, ob man den Beschuldigten zweifelsfrei die Tat nachweisen kann. Wer ohne VPN mit einer selbst gekauften Amazonkarte und einer realen E-Mail auf lul.to “eingekauft” hat, der dürfte am ehsten Probleme bekommen.

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      WHYNOT

      Hehe
      Ich beschaffe mir dann mal schnell einen Ferrari auf der Straße. Kann ja nicht belangt werden weil ich den ja nicht kopiere.

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        Akkumulatorbesen

        Ich versichere dir, dass du definitiv nicht hinsichtlich einer rechtswidrigen Kopie urheberrechtlichen Materials belangt werden kannst, wenn du dir einen Ferrari beschaffst.

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    Hihi

    Die Daten der 36 Autoren sind doch schon weitestgehend bekannt, da lief und läuft schon einiges. Auf Lesen.to stand wochenlang die Handynummer von Moa G. gut sichtbar. Sie scheint die Gruppe anzuführen….

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      ASIN

      Interessant. Ich kenne ja die 36 Autoren alle, aber von Moa G. hab ich noch nie was gehört. Was da läuft und lief auf lesen.to, weiß ich nicht, aber wenn schon der “Leader-Name” nicht stimmt …

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    Tim Taler

    Bei Abmahnungen für File-Sharing wird doch immer erst mal ein Streitwert festelegt, So nach dem Motto: das Werk kostet so und so viel, ist so und so populär, wird in Tauschbörsen so und so oft heruntergeladen und daher steht ein Schaden von X im Raum.

    Den gibt es hier doch allerhöchstens in der Höhe des Buchpreises. Es wurde nichts weiterverbreitet, die Popularität des Werkes dürfte in der Regel nicht mit der einer noch nicht ausgetrahlten Folge von GOT vergleichbare sein.

    Alles andere kann vor Gericht doch kaum Bestand haben. Verdienen tun nur die Anwälte, die für Serienbriefe dann hunderte von Eurso kassieren.

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      Michael

      @Tim Taler:
      Ja, die Kosten für die eigentlichen Schaden sind natürlich in den meisten Fällen marginal. Den größten Teil machen die Abmahnungs- und Anwaltskosten aus. Wenn da jemand 200 Werke runtergeladen hat und 200x 170 Euro + seinen Anwalt zahlen darf, dann kann er gleich Privatinsolvenz anmelden.

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        Tim Taler

        Eben aber kommt dann ja wohl auch drauf an was für Bücher es waren denke ich mal. Man muss ja auch erst mal was von den richtigen Autoren geladen haben. Aber wenn Anwälte Geld wittern…

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    grizz

    Eigentlich eine mehr allgemeine meine Frage aber durch das Thema hervorgerufen.
    Seit dem Fall lul.to lese ich gerne und aufmerksam die Kommentare zu diesem und anderen Themen. Leider ist das verfolgen der Kommentare nicht so einfach und übersichtlich wie bei anderen IT-News Seiten (z.B. golem oder heise).
    Oder habe ich vielleicht irgendeinen Feed oder der Ähnlichen übersehen?
    Danke&Gruß

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      Gute Frage. Ich erkundige mich mal, aber derzeit ist alles wegen dem neuen Theme in der Umstellung…

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        Michael

        @Lars: Es würde schon helfen, wenn in der rechten Leiste bei den neusten Kommentaren Datum und Uhrzeit mit angezeigt werden :)

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    Kurios

    Mir stellt sich nun immer noch die Frage, wie die Downloader ausfindig gemacht werden, bzw. wie der Download nachvollzogen werden kann?
    Klar mit Amazon Gutscheinen kann man i.d.R. identifiziert werden, wenn die über ein Amazon Konto erworben wurden. Aber was ist mit den Login Daten? Nur weil man ein Konto hatte, sagt es nichts über Downloads aus. Und selbst wenn etwas “gekauft” wurde, wie soll der Download selbst nachvollzogen werden? Mit IP-Adressen wird es jetzt schon schwierig (Speicherzeit).
    Aber die eigentliche Frage, wurden IP gespeichert???

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      JUSTmy2Cent

      Sorry, den Zahn muß ich wohl ziehen.
      Vielleicht hättest du bei einer Handvoll Klicks in einem Usenetboard Erfolg mit dieser Argumentation. Aber du hast in lul dafür bezahlt
      GELD gegen Ware. Bei jedem einzelnen klick ist dir die volle Absicht zu unterstelle, selbst wenn du es noch gar nicht gezogen hast. In Deutschland ist nicht nur bei großen Delikten wie versuchter Betrug oder versuchter Mord der Versuch strafbar, sondern auch bei kleinen Dingen.
      Ich fürchte du hast damit genausoviel Chancen als wie wenn du behauptest, du hättest das ja gar nicht gelesen und dir damit auch kein geistiges Eigentum angeeignet.

      Und btW ich versteh nicht ganz warum hier alle nur Angst haben wegen der IP erwischt zu werden. Wenn man, wie ich, in einen nicht ganz astreinen Board die Mailadressen der User sehen kann, wundert man sich immer wieder wie viele davon nach realen Personen klingen. Grob geschätzt denke ich, das man mit einer Anfrage an die jeweiligen Provider locker 70% Realnamen der User bekommt. Sogar Boardmitarbeiter geben teilweise solche Mailadressen an. Und mit etwas Aufwand bekommt man sicher noch mehr als die 70%

      Weiterhin gehe ich davon aus, daß man jedem Account komplett alle getätigten Käufe nachweisen kann, ganz einfach weil das irgendwo gespeichert werden muss. Den, wenn jemand nach 3 Wochen feststellt das er die PDF versehentlich gelöscht hat, wird er die sicher nicht nochmal gezahlt haben sondern als Käufer des Buches bekannt sein.

      Ich denke allerdings auch, daß vieles derzeit nur Panik machen ist. Den Leuten Angst einjagen damit sie und andere das nie mehr wieder machen. Ob sich da überhaupt was bei den reinen Downloaden tut glaube ich irgendwie nicht. Bisher gab es sowas noch nicht. Und der Aufwand das alles durchzuziehen und durchzusetzen ist doch nicht ganz so klein, vermute ich. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.

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        Hihi

        Bei deiner schlauen und steilen These über IPs und Bezahlung hast du eines vergessen: Was passiert, wenn du einen Amazon Gutschein kaufst, diesen dann aber bei ebay vertickst, weil du ihn nicht brauchst. Der Käufer nutzt ihn um bei LUL zu shoppen, und nun läuft der Gutschein immer noch auf deine Daten. Jetzt MUSS aber noch der Nachweis erfolgen, wer da was heruntergeladen hat ;) es ist nicht so einfach, wie manch einer denkt!

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          holdi

          Richtig, von daher hat auch kein lul-nutzer etwas zu befürchten, da wird nur panik verbreitet derzeit im netz um mit der angst ein paar klicks zu bekommen

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          ASIN

          Und das angebliche Verticken bei Ebay, das kann man natürlich nachweisen.

          Kommt mit ins Märchenland. Hier werden kuriose, höchst unwahrscheinliche Einzelfälle konstruiert. Bin sehr gespannt, wie viele der Erwischten dann mit dieser Ebay Ausrede durchkommen.

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          JUSTmy2Cent

          Habe ich es den nötig zu Antworten wenn du mich auf die sarkastische Art Angreifst ?
          Nachdem ich etwas Panik bei dir zu spüren glaube, denke ich das ich das mal machen werde.

          Erstens, das ist meine persöhnliche Einschätzung, ich kenne mich in Rechtswissenschafften nicht aus. Ich habe nie behauptet das alles stimmt was ich schreibe. Ich habe das allerdings geschrieben bevor ich das Video von Somecke angesehen hatte. Hätte ich erst das Video gesehen, hätte ich das gar nicht geschrieben, da er meine Einschätzung in den meisten Punkten auch selber erklärt.
          Nur in einem Punkt lag ich falsch, dazu sage ich weiter unten als andere Antwort etwas.

          Zweitens, habe ich etwas von Amazon Gutscheinen geschrieben ?
          Ich hatte gesagt das das nach meiner Erfahrung die meisten Nutzer schonmal per Mailadresse feststellen lassen weil die Mailadresse bei vielen mit einem realen Namen beim Provider verbunden ist. .
          Und dann falls ein Account, egal wie auch immer, einem realem Namen zugeordnet wurde, ist es völlig egal wie der gezahlt hat. Ob mit Amazon Gutschein oder ohne ist da sowas von irrelevant und deswegen auch wie dieser Voucher bezogen wurde.

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            Timmy

            @JUSTmy2Cent
            Gab es bei lul ein double opt in? Oder konnte man eine beliebige E-Mail-Adresse eintragen? Das muss erstmal geklärt werden. Wenn lul kein doi hatte und auch sonst keine E-Mails versendet hat, dann sagt eine E-Mail-Adresse mal gar nix aus.

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        Qwert

        Ich weiß es bestand die Möglichkeit seinen Downloadverlauf zu löschen, in wie weit das dann auch tatsächlich komplett aus der DB verschwunden ist, keine Ahnung. Ausserdem mussten bereits bezahlte Downloads nach einiger Zeit erneut bezahlt werden wenn man sie nochmal downloaden wollte.

        Könnte mir vorstellen wenn jetzt einer ausliest ob Titel X gezogen wurde und die Zeit war zu lang steht da negativ.

        Ich denke den größten Nutzen werden nicht die Klagenden Indieautoren haben, sondern die großen Verlage die mit auf den Zug aufspringen werden. Anderer Streitwert, bessere Rechtsabteilungen usw.

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          JUSTmy2Cent

          Das ist gut zu hören.
          Ich selber war nie auf lul, habe keine Ahnung wie das dort ablief.
          Ich bin automatisch davon ausgegangen, das sie der Benutzerfreundlichkeit wegen, irgendwo speichern wer welches Buch bezogen hat. Damit man bei Verlust jederzeit wieder ran kommt. So wie du es schreibst ist es zwar nicht so doll wenn man das Buch versehentlich löschte, aber der Sicherheit sehr zuträglich.
          Ein guter Service (in dem Fall wohl eher ein schlechter, wegen Speicherung der Daten), hätte die Bücher auch im Nachhinein nochmal laden lassen. Wenn das nicht möglich war, wollten die Betreiber tatsächlich ein zweitesmal die paar Cent abkassieren, was ich mal nicht glaube, oder es wurde tatsächlich nirgends in einer Datenbank gespeichert.
          Wenn du schreibst das man den Downloadverlauf im Board sehen konnte, dann war der wohl nur noch dort gespeichert.
          Natürlich kann man den auch auslesen. So wie du schreibst ist die Wahrscheinlichkeit für mich dann relativ hoch daß das dann die einzige Möglichkeit war die getätigten Downloads zu sehen. Kommt dann halt darauf an wie lange die Zeit war die man hatte um das zu ziehen. Und ob das nicht doch noch irgendwoanders zur internen “Buchhaltung” gespeichert wurde.

          Möglich ist natürlich alles. Ich selber kann allen nur den Rat geben – schaut einfach vorsorgend mal etwas rum damit ihr im Bedarfsfall einen passenden Anwalt zur Verfügung habt und nicht lange suchen müsst. Ansonsten hilft es nichts jetzt Panik zu haben ohne zu wissen was passiert. Genau das wollen die ja, tut ihnen nicht den gefallen. Falls etwas kommt könnt ihr es sowieso nicht ändern, falls nichts passiert war alle Angst umsonst. Lebt weiter, zieht euer Ding durch – vielleicht lacht ihr irgendwann nur drüber. Und falls doch was kommt – das Leben geht trotzdem weiter.

          Achja, eine Sache noch – einfach mal so geraten, es gibt vermutlich mehrere Arten wie die das deckeln können. Nicht nur einmalig 150 oder für jedes Buch 150€ Abmahngebühr + Buchkosten.
          Falls den überhaupt in dieser Richtung etwas passiert, was ich eben eher nicht denke – Ich rate mal es wird eher darauf rauslaufen das pro Verlag oder pro Autor diese Gebühren fällig werden. Denn pro Buch – ist der Aufwand zu hoch. Als einmalige Zahlung, da wird dieser Schriftstellerverbund dagegen wirken. Deswegen denke ich das der Mittelweg kommt. Aber das sind nur die Gedanken von mir, wirklich auskennen tu ich mich nicht. Und selbst Solmecke und Co wissen nicht sicher was passieren wird.

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    Bernd

    Lese hier auch laufend mit, nicht nur zu dem lul.to Thema, und bedanke mich wieder mal für die tollen Artikel und Recherchen. Was mich aber noch interessieren würde, auch wenn es jetzt eigentlich nicht lul.to spezifisch ist, sondern in anderen Fällen ähnlich sein kann ist wie die Auswertung der Daten eigentlich erfolgt? Kann ein Geschädigter bzw dessen Anwalt (also zB auch die Tarnkappe) die Daten einfach so anfordern und bekommt dann die (bzw einen Teil der) 11 TB? Ich denke nicht, aber ich denke ebenso nicht, dass ein 08/15 Autor zur Staatsanwaltschaft sagen kann “Sagt mir alle die mein Buch downgeloadet haben!”, oder doch? Machen die die Arbeit für jeden einzelnen Autor? Wenn ein geschädigter Autor oder dessen Anwalt zB die 11 TB Daten bekommt, wer wertet die dann aus? Ich unterstelle einem Durchschnittsautor (sofern er nicht Autor eines SQL Buchs ist) mal ganz frech, dass er mit nem DB Dump nicht viel anfangen kann bzw recht lange braucht um an die entsprechenden Infos zu kommen – oder er bezahlt wiederum jemanden der das für ihn macht?

    Und noch etwas: Wenn man zB von einem Autor oder Verlag zehn Bücher downgeloadet hat, dann gibt es für die zehn Bücher auch nur eine 150,- Abmahnung, oder? Die ist nicht pro Werk, sondern pro Geschädigtem, oder?

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    Jana-maria

    Ob die Staatsanwaltschaft wirklich so schnell bei Lul.to ist? Denke die werden sich einfach die IP-Logs der letzten 7 Tage rausgezogen haben und versuchen auf gut Glück noch irgendeinen ranzubekommen.

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    Als Autoren, die auch schon erleben konnten, wie unsere Bücher auf dubiosen Plattformen erschienen, und für lächerliche Beträge illegal heruntergeladen werden konnten, finden wir es mehr als gut, wenn diesen Kriminellen das Handwerk gelegt wird. Sowohl auf Anbieter- wie auf Kundenbasis.
    150 EURO für jeden illegalen Download, das wär eine gute Maßnahme.

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      Aber echt jetzt

      Lieber Herr Hagen,

      ich verstehe zu einem kleinen Teil Ihre Intention, aber Gott sei Dank, wir haben dafür Richter, die die Verhältnismässigkeiten von Strafen festlegen. Sie sind da eindeutig befangen, wie Ihre pauschale Äusserung “Kriminelle” zeigt.

      Auf Anbieterseite würde ich Ihnen Recht geben, auf Anwenderseite spielen da doch noch ganz andere Faktoren eine Rolle. Die Argumentation der Statistik des Herrn Kasper, Sie wissen schon: -30% des Umsatzes bei Linkveröffentlichung, darf angesichts des kompletten Fehlens der Testbedingungen angezweifelt werden. Vielmehr hat es der Herr gut geschafft eine kleine Indie-Autoren-Gemeinde in eine wild geifernde Meute zu verwandeln, die am liebsten mit einem fröhlichen “Hängt die Schweine auf!” durch die Straßen spazieren würde.

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        Arnold Ludes

        Aber echt jetzt….you made my day! :-)

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    Ein User

    Auch ich bin bzw. war ein User der Seite. Ich habe vielleicht 30-40, maximal 50 Bücher geladen und dummerweise das eine Mal per Amazon Gutschein bezahlt, den ich über meinen Amazon-Account bezogen habe. Insgesamt hatte ich 12 Euro Guthaben. Da ich als Nutzer sowieso entsprechend einfach zu identifizieren bin, bin ich mal gespannt, wann das erste Schreiben im Briefkasten liegt. Ich hoffe natürlich, dass ich dann doch eher uninteressant für die Staatsanwaltschaft bin, aber man weiß nie.

    Ich habe mir jetzt hier auf tarnkappe.info diverse Diskussionen durchgelesen und habe einen Punkt hinsichtlich der Nutzungsintention von lul.to vermisst, der auf mich persönlich zutrifft und den ich gerne erläutern möchte:

    In der heutigen Zeit ist es beispielsweise völlig normal zu einer CD oder eine Platte auf Vinyl einen Downloadcode zu den mp3-Dateien zu bekommen. Amazon bietet den Service ja sogar von sich aus an und Besteller erhalten zu den meisten gekauften CDs oder Platten die Mp3-Dateien kostenlos , die sich dann über Amazon beziehen lassen. Eben jene Käufer hören dann zuhause das physische Album und unterwegs die Musik auf ihrem Smartphone oder Tablet.

    Ich persönlich habe dieses Angebot schon immer für Bücher vermisst. Ich lese Bücher in physischer Form zuhause und unterwegs über mein Smartphone. Ich würde jetzt grob geschätzt behaupten, 70-80% der über lul.to bezogenen Bücher auch physisch besessen zu haben oder zu besitzen. Leider gebe ich alte, gelesen Bücher meistens weg, aber zumindest so 10-15 Bücher sollten noch zuhause herumstehen. Aus diesem Grund kann ich leider, sollte es hart auf hart kommen, auch nur diese Bücher vorlegen. Quittungen habe ich natürlich auch nicht mehr.

    Ich möchte mich auch gar nicht komplett davon freisprechen, auch mal direkt auf der Seite ein Buch interessant gefunden und geladen zu haben, ohne es direkt physisch zu kaufen. Aber wie gesagt, 70-80% der 40 Bücher habe ich physisch als gebundene Ausgabe für den vollen Preis GEKAUFT.

    Aus diesem Grund finde ich es falsch zu unterstellen, Nutzer seien nur auf günstige Bücher aus gewesen. Für mich waren die paar Cent eher Transaktionskosten für einen reibungslosen Ablauf und kein Kaufpreis für das Buch direkt. Wieso soll ich mich durch irgendwelche One-click Hoster kämpfen, wenn ich das Buch für paar Cent auch direkt auf einer sauber sortierten und einwandfrei funktionierenden Seite direkt laden kann?

    Wie gesagt, ich muss natürlich jetzt erstmal abwarten, ob Briefe kommen und wenn ja, wie diese aussehen. Natürlich hoffe ich, dass ich als Gelegenheitsnutzer eher weniger relevant für die Staatsanwaltschaft und Rechtinhaber bin.

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      Tim Taler

      Bei mir war es ähnlich. Ich fürchte, ich habe einmal einen AZ-Gutschein, den mir ein Freund geschickt hat zum Bezahlen verwendet, bin mir aber nicht mehr sicher, Das wäre dann echt blöd gewesen von mir.

      Asonsten bin ich mir sicher nur Bar-AZ Gutscheine und TOR verwendet zu haben, dazu natürlich ‘ne Wegwerf-E.-Mail Adresse.

      Hauptsächlich zu lul bin ich gestoßen, weil ich es bei der Suche nach alter SciFi Literatur gefunden habe, die es so gar nicht mehr zu kaufen gab. Ich habe alles runtergeladen, was ich früher als Jugendlicher mal als Papier-Buch gelesen habe, bzw, bin meine Bücherregale durchgegagnen und habe alles runtergeladen was da stand und die Papierbücher weggeworfen. Von ehemals an die 500 Büchern habe ich noch 5 oder so.

      Aber natürlich fielen mir dann auch immer wieder andere Bücher auf, die vom Thema her interessant sein könnten. Ich glaube, da kam bei mir richtig was zusammen. Gelesen habe ich vermutlich 3 Stück davon. Der Rest war reine Sammelwut.

      Wenn ich erwischt werde und hohe Kosten auf mich zukommen, dann ärgert mich höchstens, dass ich so viel Geld für legale Angebote ausgegeben habe. Denn, wenn ich etwas für hochwertig empfunden und wirklich gelesen habe, dann habe ich das meist auch legal bezogen, oder es vermutlich durch diverse Flatrates eh doppelt bezahlt. Der Rest lag da halt rum und wurde für paar Cent in die Sammlung gelegt, wo er seitdem verschimmelt.

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    loochr

    „Es soll ja schließlich rechtsstaatlich und somit korrekt zugehen.“ selten so gelacht

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    Sommerloch

    Paranoia zahlt sich mal wieder aus.

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    Sarah F.

    Könnte noch mal jemand erklären, wie das bei Lul-Nutzern mit einer Abmahnung funktionieren würde? Ich dachte, bei bisherigen Abmahnwellen bei Filesharing war es so, dass quasi die Millisekunde, in der man selber Uploader, also Verbreiter von Material war, die Millisekunde war, die einem die Kosten eingebracht hat. Hier war man aber ja ausschließlich Konsument und nicht Uploader. Gibt es da schon andere Fälle, wo schön teuer abgemahnt wurde? Oder ist das egal, ob man Uploader oder Downloader ist. Wenn ich ein Buch aus der Bücherei klaue, werde ich doch auch nicht abgemahnt.

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      Da bin ich auch gespannt, ob und in welcher Höhe abgemahnt wird. Deswegen hat sich der Solmecke im Video auch nicht konkret ausgedrückt. Das ist von der Formulierung her alles sehr vage, was Kölns Videoanwalt sagt.

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      Raphaela Corall

      ähm… wenn Du ein Buch aus der Bücherei klaust, wirst Du wegen Diebstahls verurteilt – wobei das bei einem Buch in der Praxis wahrscheinlich eine Geldstrafe und Hausverbot und ohne Gericht abgeht, bei vielen Büchern vermutlich nicht mehr. Wenn Du ein eBook aus einem illegalen Portal lädst, läuft das halt gerne mal über Abmahnungen, aber auch da wird die Menge ausschlaggebend sein. Und letztlich ist beides Diebstahl und gesetzlich verboten und wird bestraft. Und das ist auch richtig so. Die einzige Frage, die sich bei so einem Portal stellt, ist die: Konnte/musste dem Downloader bewusst sein, dass es sich um einen illegalen Download handelt?

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        Tim Taler

        Eine illegale Kopie ist nach wie vor kein Diebstahl. Wenn überhaupt ist es vergleichbar mit dem Nichtlösens eines Parktickets. Oder damit sich bei Thalia ein Buch aus dem Regal zu nehmen, es dort zu lesen es zurückzustellen und wieder zu gehen.

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    EinMitleser

    Ist eigentlich schon bekannt ob lul.to IP-Adressen gespeichert hat?

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    Jason Borowski

    Sehr guter, informativer Artikel. Danke dafür!

    Aber warum sind MrDJ und MrLehmann nur Bezahldiestleister? Sind es nicht die LUL Betreiber?

    Zu der Vorladung…. Mal angenommen Amazon war in die Ermittlungen involviert was ja nicht so unwahrscheinlich ist…. Könnte es nicht auch sein, dass sie eBooks präpariert haben und zurückverfolgen konnten? Hatte der Betroffene seinen Kindle legal mit der Amazon Cloud genutzt? Also das könnte auch ein Verfahren unabhängig von dem Bust selbst sein.

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    Sommerloch

    Die Anonymen Gloreichen 36 Autoren werden noch in die Schlagzeilen geraten, denn wenn deren Namen erst einmal geleakt werden, werden die den Bumerang nicht fangen können. Sollte einer von den 36 dies als Bedrohung deuten, dies ist es nicht, es ist einfach so, dass das Karma immer zurückschlägt. Eure Namen werden, wenn die Abmahnwelle anrollt im Internet stehen, das ist der Fakt den ihr bereuen werdet. Genauso steht es euch frei unsere Namen im Internet zu veröffentlichen. Den Fall gab es ja schon einst, von einer Kanzlei im Süden, die Raubkopierer mit Namen und Adresse veröffentlichte.

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      Kannst Du die Wut der Indi-Autoren denn gar nicht nicht nachvollziehen? Ich schon. Was soll das bringen, deren Namen zu veröffentlichen. Frei nach dem Motto: Auge um Auge, Zahn um Zahn, oder was?

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        Copycat

        Also ich kann es schon nachvollziehen, als das Portal noch Online war. Nun ist es aber Offline und die Rechteinhaber sollten doch darüber froh sein.
        Aber stattdessen versucht man nun noch die tote Kuh zu melken und möchte Abmahnungen an die Downloader verschicken. Abmahnungen an potentielle Leser. Vielleicht sogar Leser die sich weitere Werke der Autoren im späteren Verlauf kostenpflichtig gekauft haben.
        Ich denke auch fast jeder dieser Autoren hat schon einmal einen Stream illegal geguckt, eine MP3 illegal runtergeladen oder sich von einem Kollegen eine illegale CD brennen lassen oder Musik auf einen Stick kopieren lassen. Abmahnungen sind halt extrem negativ belastet, gerade wenn es um Urheberrechtsverletzungen geht. Wenn der Autor Verständnis haben möchte, sollte er eben auch verstehen, dass sich die Netzgemeinde auch nicht alles gefallen lässt und das heißt eben, dass Bücher dieser Autoren komplett boykottiert werden oder gerade dann erst Recht aus illegalen Quellen bezogen werden.

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          Goove

          Oh weh.

          Wo fängt man an?
          Die Privatkopieschranke lässt eine ganze Menge zu in Deutschland.
          Ist wahrscheinlich nicht bekannt, oder?

          So so, die Netzgeneinde läßt sich das nicht gefallen?
          Der Netzgemeinde ist es herzlich egal, ob da jetzt irgendeiner der Trottel, die bei lul waren eine Abmahnung bekommt. Es solidarisiert sich niemand mit diesen Menschen.

          Und das Argument, dass man zukünftige Käufer besser nicht abschrecken sollte, ist extrem bizarr. Ich denke, das mache ich das nächste Mal und hole mir ein Auto vom Hof meines Händlers. Wenn es gut war, kaufe ich das nächste Auto (vielleicht) bei ihm.

          Sommerloch, was du hier machst, ist Pfeifen im Wald und verstecktes Drohen. Wagt es nicht veehrte Autoren Eure gesetzlich verbrieften Rechte auch durchzusetzen. Wir wissen nämlich wo Eurer Auto parkt.

          Wie schön, dass sich der ehrliche Kunde solche Konstrukte nicht bauen muss. Der braucht auch keine Motivation warum er weiter ein Lausauger ist und bleiben wird. Der muss auch keine uminöse Netzgemeinde vorschicken. Die gibt es nämlich nicht allenfalls eine Ansammlung von asozialen Einzeltätern.

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            Ichbins

            Genau das sag ich ja: spätestens bei der ersten Anzeige MUSS jeder Autor der “User A” der die Anzeige bekam seine/ihre Identität offen legen. Daher macht es eh KEINEN Sinn, dass fast alle sagen: “Ne, wir outen uns nicht, weil wir nicht wollen, dass man unsere Werke boykottiert!”

            Aber genau DAS wird nach der “Enttarnung” passieren.

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            Hasi schreibt

            @Ichbins

            Jetzt schlottere ich richtig vor Angst.
            Diebe drohen tatsächlich damit, dass sie auch zukünftig meine Bücher nicht kaufen werden?
            Das wird bestimmt mein Ruin sein – heul, schluchz.

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            Okay, ihr Beiden. Jetzt wird wieder sachlich diskutiert oder ich lösche die weiteren Kommentare. Und alle Kommentare bitte mit einem Bezug zum Beitrag, keine Meta-Diskussionen. Die Regeln nochmals für alle Leute: http://tarnkappe.info/kommentare-netiquette/

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            Copycat

            Du willst hier doch nicht ernsthaft einen Autodiebstahl mit dem download eines digatelen eBook gleichsetzen, welches de facto höchstens den Wert von dem Speicherplatz hat,, den es auf meiner Festplatte verbraucht,,
            Ich bin Softwareentwickler und auch meine kostenpflichtigen Programme werden illegal verbreitet, daher kenne ich beide Seiten der Medaille. Natürlich ärgert es mich, dass es meine Programme auch illegal zum Download gibt und versuche das durch Schutzmechanismen zu verhindern. Gleichwohl bin ich mir bewusst, dass ein illegaler Anwender sicher nicht gleich auch ein Käufer gewesen wäre. Aber ein illegaler Anwender wird genauso wie ein Käufer vielleicht im Bekanntenkreis oder in Foren von meinem Programm erzählen und eventuell ist dort ein potentieller Käufer, den ich sonst nicht gehabt hätte. Ich würde niemals auf die Idee kommen, einen Downloader abzumahnen, selbst wenn ich seine kompletten Adressdaten + IP hätte. Das sind einfach Verzweiflungstaten von, in diesem Fall Autoren, die ansonsten kein Geld verdienen.
            Eigentlich ist es doch ganz einfach. Auf dem Buchmarkt gibt es so große, auch legal kostenlose Auswahl, dass sich ein illegaler Nutzer mit ziemlicher Sicherheit niemals alle Bücher kaufen würde, die er runterlädt. Deshalb hat dein eBook wie oben beschrieben einfach keinen Wert. Den Wert bestimmen deine Käufer aber nicht die illegalen Downloader.
            Und unterschätze mal lieber nicht die Netzgemeinde. Wenn man deinen Autorennamen googelt und auf der ersten Seite 5 Treffer mit dem Wort “Abmahnung” auftauchen, dann wirkt das sicher auch auf den legalen Downloader erst einmal befremdlich. Und so wird es kommen. Die Namen werden öffentlich und danach ganz oben im Zusammenhang mit Abmahnungen geführt und die Werke des Autoren in den Hintergrund rücken lassen.

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          HelleSeite

          @Copycat, und andere

          ich lese erst seit wenigen Tagen hier mit. Eingeladen von einem der ‘glorreichen 36’, wie sie hier hämisch genannt werden. Ich hatte es zeitlich nicht geschafft, mich dazu zu gesellen.

          Was mache ich also hier? Ich lese mich um, will wissen, ob es sich lohnt, ein paar wahrscheinlich sehr naive Downloader und ein paar reumütige Uploader oder Betreiber mit einer eigenen Strafanzeige zu belangen. Dachte ich!

          Ich habe mich gewaltig geirrt.

          Was ich hier mitbekomme ist Ignoranz, eine völlig quere Weltsicht und unfassbar viel kriminelle Energie bis hin zu offenen Drohungen, bezüglich Anprangern und Drohungen mit einer Netzgemeinde?
          Was soll das sein? Ein Haufen Krimineller, der alle Autoren, die sich nicht beklauen lassen wollen, fertigmachen will. Mit einem Shitstorm? Mit Anprangern? Wollt ihr euren “Freunden” untersagen, unsere Bücher zu kaufen?

          Welchen Freunden? Denen, die zuvor schon alles gesaugt haben was nichts oder fast nicht kostet?

          Ihr droht also damit, dass Bücher die ihr zuvor schon für lau bezogen oder unrechtmäßig verbreitet habt, auch künftig nicht zu kaufen? Aha?

          Ich fass mir gerade an den Kopf und suche eine Logik dahinter.

          Nada! Leere. Gibt es nicht.
          Säbelrasseln ist das. Und das kommt nicht gut. Es kommt so provozierend bei mir an, dass ich mich den 36 und etlichen Einzelklägern jetzt anschließe mit einer weiteren Strafanzeige. Viel bewirkt viel, meinte die Kripostelle bei der ich diese heute eingereicht habe. Danke für die Entscheidungshilfe.

          Jetzt weiß ich, dass es keine Unschuldigen trifft, wenn ich weitere Schritte gehe. Und vonwegen Netzgemeinde. Das Lauffeuer, verbreitet ihr gerade selbst … gegen euch. Mit jeder Drohung mehr!

          Nachtrag: Nein, auch ich habe noch nie etwas Illegales erworben. Ich zahle für alles, was ich nutze, konsumiere, lese, auch jedes Programm, das ich nutze. Ja, soll es geben, die Ehrlichen. Und es gibt mehr davon als ihr denkt. Nur brüllen sie vielleicht nicht ganz so übel. Haben sie auch nicht nötig, weil es selbstverständlich ist für uns und für die meisten Menschen, auf der hellen Seite zu agieren und zu bleiben. Nicht naiv. Nicht dumm, nur ehrlich.

          Schönen Tag noch allen die das Licht nicht scheuen (müssen).

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            Mitleser

            Hier werden nur Meinungen und Ansichten veröffentlicht,ob der jenige auch lul-Nutzer war lässt sich nicht erkennen.Die meisten Nutzer werden sich aus Scham wohl nie öffentlich äußern

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            ErstundLetzttäter

            @HelleSeite

            Ich lese seit längerem auch fleißig mit, da ich ein Nutzer von lul.to war und mir das Ausmaß der Dinge erst jetzt bewusst wurde, nachdem ich so viel dazu gelesen habe.

            Ja… ihr habt recht, wenn ihr sagt, dass es den Nutzern von lul.to an den Kragen gehen soll.. Ja ihr habt auch recht, dass man sehr leicht hätte merken können, dass lul.to illegal ist.
            Wobei ich hierbei dabei bleibe, dass die Seite für mich als Laien sowas von gut gemacht (sorry, das ist jetzt wirklich kein Hohn oder Spott) und leicht zugänglich war, dass ich mich gefragt habe, wie dieses Modell tatsächlich funktioniert. und mir immer eingeredet habe, dass sie schon offline wäre, wenn sie denn wirklich so illegal wäre. Dabei habe ich mir schöngeredet, was schlecht war und auffällig hätte sein müssen, da ich (egoitischerweise) günstig an viel brauchbares Quellenmaterial für Bildung und Forschung gekommen bin.

            Nach der Razzia, vielen Artikeln und Kommentaren hier habe ich angefangen mich mit dem ganzen mal bewusst auseinanderzusetzen und ich verstehe alle Geschädigten, die uns Nutzern nun auch “schaden” wollen bzw. ihr Recht bekommen möchten.

            Ich für meinen Teil kann ich nur so viel sagen, dass ich so schockiert und verängstigt war, obwohl ich keinen einzigen Roman geladen habe und somit wohl zumindest von der Klage der 36 Autoren verschont bleibe, dass ich in Zukunft die Finger von jeglichen “Grauzonenseiten” lassen werde.

            Der Post ist nicht dafür gedacht, mein Gewissen zu bereinigen, sondern es geht mir darum zu zeigen, dass es sehrwohl Nutzer gibt, die aus Naivität und Egoismus falsch gehandelt haben und dies auch wirklich bereuen. Nicht nur bereuen erwischt worden zu sein, sondern bereuen nicht rechtens gehandelt zu haben. Gleichzeitig ist viel Angst vor der Zukunft im Spiel, da der naive Gebrauch der Seite zur Verbauung der Existenz (strafrechtliche Folgen durch den Staatsanwalt) führen könnte.

            Dafür verdienen wir kein Mitleid (eure Existenz hat auch unter dem digitalen Raub gelitten), aber wenn dieses Sache eine gute Seite hat, dann, dass sich mein Verhältnis zum geistigen Eigentum Anderer rapide verändert hat und ich in Zukunft wohl wieder die Buchhändler ansteuern werde.

            Ich bleibe nach wie vor gespannt, nervös und verängstigt, was so eine “Sammelwut” mit 200 ebooks einem einbrocken kann, werde aber dies Konsequenzen akzeptieren.

            Auch wenn es absurd klingt, wünsche ich den Autoren das Zugeständnis ihres Rechts.

            Bei Downloads bin ich ab sofort raus.

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            ASIN

            @Erstundletzttäter
            Ich kann deine Sicht verstehen und auch, wie es dazu gekommen ist. Wenn jemand die Dinge so darstellt wie du, würde ich auch als Kläger meine Ansprüche zurückziehen. Weil ich da ein Gefühl von gegenseitigem Verständnis hätte. Anders sieht es aus bei den aggressiven Spottern. Da würde ich mir alles nehmen, was ich kriegen kann.
            Danke, dass du jetzt anders über die Rechte der Autoren denkst.

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            HelleSeite

            @Erstundletztäter,

            ich kann nur für mich sprechen, da ich sehr verspätet eine Einzelanzeige eingereicht habe. Aber ich denke, es geht den anderen Autoren ähnlich.

            Ich habe seit Jahren direkt messbare VK-Einbrüche durch Uploader, die ich von einem Dienstleister regelmäßig löschen lasse. Deshalb kann ich das datumsmäßig erfassen. Es kostet mich sehr viel Geld, das hinten und vorne fehlt. Das ist alles andere als “lustig.” Und es ist keinesfalls so, wie es hier ständig verniedlicht wird. Es gäbe keine Einbrüche, wenn diese Leute keine pot. regulären Käufer wären, die gezielt für lau saugen, wenn es möglich ist.

            Dein Posting ist eins von wenigen, die mich besänftigen.

            Die meisten sind für mich unverständlich, boshaft, drohend. Und das Schlimmste, es werden Tatsachen verdreht. Wir wurden geschädigt, nicht die Uploader, nicht die Sauger, nicht die Betreiber.

            Das ist erschreckend und ist auch der Grund, warum es Abmahnungen geben muss. Nicht, damit ich oder wir uns bereichern oder einen Ausgleich erhalten*. Sondern, um zu zeigen, “es lohnt sich nicht, geistiges Eigentum zu stehen. Es wird teuer!”

            *Mir gehts weniger um einen Ausgleich, sondern viel mehr darum, abzuschrecken und die Leser da abzuholen, wo sie wankelmütig sind. Auf der legalen Seite lebt es sich deutlich entspannter.

            Danke für dein Verständnis!

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            Tim Taler

            Wenn es richtig kracht, bin ich auch dabei. So viel steht fest. Dann bin ich pleite und kann Insolvenz anmelden. Ich habe gesammelt und geladen, was ich so finden konnte. In der Hauptsache war es Sammelwut. Ich würde mich schwer wundern, hätte ich überhaupt auch nur ein einziges Buch gelesen, was ich bei lul geladen habe. Lässt sich natürlich nicht komplett ausschließen, aber dürfte im Promille Bereich liegen. Ich habe sogar Fachbücher geladen, mit denen ich nicht Mal was anfangen könnte, wenn ich wollte, nur um Mal zu sehen, was da drin steht. Ich habe bistimmt an die 8000 legale ebooks. Eine Zeitlang hatte ich Kindle unlimited, jetzt prime Reading, Readly, Spotify, mal Netflix jetzt ein Abo für Dokus. Mir wichtige Bücher kaufe ich auch bei Amazon, leanpup, usw. Ich gebe vermutlich deutlich mehr für Medien aus als der Durchschnitt. Dazu kommt, dass viele der Bücher bei lul eh auch schon durch diverse Promo Aktionen auf meiner Platte waren oder eben einfach die Papier Bücher ersetzten, die ich über die Jahre in dieversen Kartons mitgeschleppt habe. Und ja es gab schon Bücher die ich aus dem Netz geladen und dann doch nochmal legal gekauft habe weil sie richtig gut waren.

            Aber ich kaufe kein Buch irgendwo, bevor ich mir nicht ganz sicher bin, dass ich es auch lesen werde. Sprich ich hätte fast keines dieser Bücher regulär gekauft, weil ich nicht glaube sie jemals zu lesen. Ich lade jetzt nur noch die kostenlosen Promos bei Amazon.de und .com – das sind gut 30 Bücher am Tag. Lese ich zwar auch nichts von aber ich sammel halt so gern – steuere hier auf die 8000 ebooks Marke zu. Früher waren es mp3 die habe ich seit Spotify gelöscht, dann Filme die sind seit Prime und Netflix gelöscht nun fliegen wohl die ebooks auch wieder von du Platte.

            Ich kann natürlich den Ärger der Autoren auch verstehen. Will nur sagen von mir hätten ohne lul wohl auch keiner einen Cent bekommen ist hat es über Kindle unlimited usw eh. Vlt war es bei anderen anders. Aber ich habe nicht gesagt ich will dieses und jenes Buch, gucke ich Mal bei lul. Sondern umgekehrt, sammle halte auf diesem Weg. Ist vllt schon pathologisch bei mir.

            Das mag für den Autoren ärgerlich sein, aber ein Kauf entging ihm wohl eher nicht. Wobei ich das eine oder andere Buch auch bei Amazon gekauft habe, wenn es im 49-99cent Bereich lag.

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            Der Jurist

            Zitat: “Auf der legalen Seite lebt es sich deutlich entspannter.”

            Ich stimme dir voll und ganz zu. Aber wie kann man zweifelsfrei im Internet die “legalen Seiten” erkennen?

            Ich bezweifele, dass dieses zweifelsfreie Erkennen bei LUL so einfach war!

            Wenn man zum Beispiel nach der Checkliste der renommierten Seite „irights.info“ (siehe Seite „Wie erkenne ich rechtswidrige Angebote im Internet?“ – https://irights.info/artikel/wie-erkenne-ich-rechtswidrige-angebote-im-internet/22725 ) vorgeht, dann treffen eben bei LUL fast alle Indizien für ein illegales Angebot NICHT zu. Nur fehlendes Impressum und to-Domain sind zu wenig, dass ein Normalbürger LUL als illegales Angebot erkennen konnte. Die professionelle Ausgestaltung, ein Logo ähnlich einer Corporate Identity, Logo in allen Buchdownloads, die Bezahlung, die vielen Komfortoptionen wie Vorschau, die Adventskalender-Goodies, usw., sprachen eindeutig für ein eher legales Angebot. Die niedrigen Preise gibt es auch auf anderen Plattformen. Und wer liest die FAQ? Mal ehrlich! Man auch kann nicht erwarten, dass ein Kunde alle Webseiten eines Angebotes von Anfang bis Ende studiert.

            Wenn man mal als Vergleich den „OnlineTVRecoder“ heranzieht (der wohl legal ist, da er immer noch leibt und lebt, und der sogar von der Stiftung Warentest besprochen wurde), dann sieht man dort ein Impressum von den Seychellen, man bezahlt über eine andere Domain (we-love-tv.com mit einem Impressum in der VR China) und die Webseite sieht nicht sonderlich professionell aus.

            Ist nun der OnlineTVRecoder legaler als LUL? Wer kann das einschätzen?

            § 53 Urheberrechtsgesetz verbietet einen Download von Inhalten aus „offensichtlich rechtswidrigen“ Vorlagen.

            Dass dies bei LUL “offensichtlich” war (und z.B. beim OnlineVideoRecorder nicht), war bzw. ist für einen durchschnittlichen Nutzer nicht erkennbar.

            Warum gibt es keine Liste von verbotenen Angeboten? Und wenn man das nicht will, warum werden diese nicht in einer konzertanten Aktion zumindest in D gesperrt? In der Schweiz war und ist übrigens jeglicher Download (ob offensichtlich rechtswidrig oder nicht) erlaubt. Da hat der Staat die Bürger vor solchen Internet-Fallgruben zumindest geschützt. Siehe http://www.tagesanzeiger.ch/digital/mobil/vorsicht-beim-herunterladen/story/23894294

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            Detlef

            SoSo – für einen durchschnittlichen Nutzer ist nicht erkennbar gewesen, dass “LuL” als offensichtlich rechtswidrige Quelle zählt? Selbst unterdurchschnittlich Begabte können Lesen. Sonst würden sie auf “LuL” wohl kaum was ziehen. Und in der “LuL”-Hilfe steht ausdrücklich:

            Wer seid ihr?
            ■ LuL.to ist das größte deutsche Piraten-Portal für Menschen, die die Magie des Lauschens und Lesens kennen oder kennen lernen möchten.

            Das dürfte wohl dem Unbegabtesten einleuchten….

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            Ichbins

            Nur bringt das nicht viel, denn der 99% der Leute lesen die AGB eh nie. Warum auch? Steht eh fast überall der gleiche langweilig geschriebene Kram drin und wenn man keine Probleme hat, wozu dann in eine Hilfe schauen?

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            Don Pedro

            @Detlef
            Was dürfte hier einleuchten? Dass es sich um eine Seite der Piratenpartei Deutschlands handelt?
            https://wiki.piratenpartei.de/AG_Piratenportal

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            Ichbins

            Daran hab ich auch schon gedacht.

            … ich glaube ich schreibe mal einen Thriller:

            “Lesen, lauschen und mörderische Tarnkappen – der blutigste Thriller der Welt”

            … oder so. Stoff genug rür 100 Bände a 1000 Seiten konnte man hier ja seit dem Bust sammeln. Obwohl das ganze dann doch ehr ein Fantasy-Roman werden würd’.

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            Karla Kolumna

            Ich erinnere mich noch gut an allofmp3. Da war auch nie klar, ist das nun legal oder illegal oder was, die eine Seite behauptete es sei illegal, die andere es sei legal und die Urheber würden bezahlt.

            Auch da wurde erzählt, dass man aufgrund des “Direktvertriebs” halt nur geringe Kosten hätte und daher so billig Musik zum Download anbieten konnte (irgendwas bei 5 Cent pro Mp3)

            Im Ergebnis war es so, dass die User dort wohl mehr Geld für Musik ausgegeben habe, als normal.

            Es ist eben nicht so, dass niemand was bezahlen will. Die ersten Kindle SeflPublisher Millionäre aus den USA haben ihre Bücher ausschließlich für 99Cent und weniger vertickt. Für 49Cent überlegt man eben nicht erst lange, ob man das wirklich liest oder nicht, man kauft mal eben mit.

            Es gab mal irgendwo eine Aufstellung, wie sich der Gewinn für den Autoren mit dem Preis ändert (für USA). Tenor war: am meisten bleibt in der Summe übrig, wenn das Buch für 99 Cent verkauft wird. Ab 2,99 $ gehen Verkauf und Gewinn drastisch zurück.

            Insofern hätte dem unbedarften User Lul schon als legaler Testballon erhscheinen können. Und ehrlich, dass die eine Hilfe-Seite hatten wusste ich nicht mal, das war alles unglaublich nutzerfreundlich aufgezogen.

            Dazu kam, dass die Seite seit Ewigkeiten online war. Allein das schien mir zu sagen: Wenn das so offen seit Jahren im Netz steht kann das nur legal sein, wird man doch sonst für jedes falsche Komma im Impressum sofort vor den Kadi gezerrt.

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            TeeB

            Aha. Ein Impressum ist Dir also nicht unbekannt. Gab es denn so eins auf LuL?

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            Sockel

            Ganz deiner Meinung!

            Sogar wenn ich noch heute ein Autor oder Buchtitel bei google eingebe, werden lul Seiten aufgezeigt und dass nicht erst auf Seite 10, sondern direkt in den ersten Ergebnissen.

            Ich denke dass einige auch auf diese Art erst auf lul gefunden haben, nämlich über Suchmaschinen.

            Wenn sie dann auf der Seite waren, sah die Seite wirklich extrem ordentlich und professionell aus mit Wunschlisten, Ranglisten, Blog etc.

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            Don Pedro

            Ich erinnere mich noch gut an allofmp3.
            Ich erinnere mich auch.

            https://de.wikipedia.org/wiki/Allofmp3.
            https://www.golem.de/0412/35065.html
            https://www.heise.de/newsticker/meldung/Musik-Downloads-bei-AllofMP3-legal-145941.html

            Lange Zeit wurde von den Propaganda Medien versucht das mp3 Portal als illegal zu brandmarken.
            Bei dem allofmp3 Clone mp3sparks bin ich seit 2003 Kunde.
            allofmp3 könnte man wunderbar mit lul vergleichen. Schnörkellos und was die Usability angeht vorbildlich. Das Angebot ist nach wie vor TOP Aktuell. Ich habe dort noch 6 Dollar Guthaben. Allerdings ist man schon bei den Bezahldiensten seit längerem ziemlich eingeschränkt. Weblisten aus Spanien gab es auch noch. Lange Zeit wurde das Angebot als rechtliche Grauzone gehandelt. Gegen beide Musikdienste wurde über mehrere Jahre von der Musikindustrie erfolglos geklagt.

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            Karla Kolumna

            @TeeB keine Ahnung ob es da eins gab. Ich weiß nur, dass man gern für ein fehlerhaftes abgemahnt werden kann.

            Soweit ich weiß, kann man aber den Server und dessen Standort sowie Betreiber sehr leicht ermitteln. Leichter wohl, als den Anschlussinhaber eines Internetanschlusses, bei dem sich alle paar Stunden die IP ändert.

            Wenn so etwas also unbehelligt über Jahre ganz offen im Netz steht und bei Google unter den ersten Treffern ist, dann fange ich doch nicht an herumzusuchen, ob das auch alles rechtens ist. Mich interessiert dann in erster Linie, ob ich da sicher bezahlen kann, ohne dass mein Konto leergeräumt wird.

            Und wie gesagt, das Prinzip war das gleiche, wie bei allofmp3.

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            Ichbins

            @Karla

            Das mit Google kommt hinzu, vor allem weil sich Google ja quasi TÄGLICH brüstet keine illegalen Seiten anzuzeigen!

            Es gab leider mehr, was fürs legale sprach, als anders. Und würde man jetzt mit den Usern zusammenarbeiten, könnte neuen luls für immer den Stecker ziehen, aber: dass will man ja nicht!!

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            Der Jurist

            @ Detlev re: “Soso … LuL ist das größte deutsche Piraten-Portal …”

            “Piraten-Portal” also gleich illegal? Wenn es so einfach wäre.

            Dann wären dies also illegale Urlaubsreisen?
            https://www.urlaubspiraten.de/fluge

            Oder dies wäre eine verbotene Partei?
            https://www.piratenpartei.de/

            Ich denke, wenn man mich in Sachen LUL vor den Kadi zerren würde, dann würde ich bis in die höchsten Instanzen und bis zum EUGH prozessieren, um zu klären, wie “offensichtlich rechtswidrig” oder eben “nicht offensichtlich rechtswidrig” die bei LUL angebotenen Daten waren.

            Wie viele Infoseiten muss ich als Bürger komplett lesen, welche Faktoren muss als Bürger alle bewerten, usw., usf., um die Offensichtlichkeit zu erkennen, dass eine Webseite rechtswidriges Material für Geld anbietet?

            Das würde ich wirklich gern einmal höchstrichterlich entschieden haben.

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            Ichbins

            Genau das meine ich ja auch. Klar finde ich als es Autor “nicht lustig”, aber die Mär von “70% Einbruch” nehme ich NIEMANDEM ab. Es sei denn: vorher 10 verkaufte eBooks im Monat, danach 3. Aber wieso sollte irgendeiner von unbekannten (und sicherlich teilweise auch Top!) Autoren was laden? Ergibt einfach keinen Sinn.

            Zumal man nicht vergessen darf: lul wurde von den meisten Usern für legal gehalten. Und bei lul haben sich 100pro eindeutig illegale Seiten ala Gully.sx bedient. War ja hier zu lesen: lul weg, bei den anderen Seiten eBook-Flaute. Daher ist es doch sehr klar: der wahre Schaden kam von gully.sx & co!

            Lul hat vor allem eines bewiesen: die Masse IST zahlungswillig. Nur will man das halt nicht ausnutzen. Schade. Aber okay, die Industrie hat eh Probleme mit ECHTEN “Komplett”-Flatrates … bis heute gibt es nicht EINE gute Mediathek die wirklich ALLES hat. Selbstverständlich auch downloadbar, denn der Zwang von RTL zB dass man es nur am PC schauen “darf” … nein danke. Und dann noch Geld dafür zahlen, dass ich bestenfalls SD-Qualität bekomme? Bei Geld kann man HD verlangen – soweit vorhanden.

            Von daher: an 99% der Probleme ist die Industrie schuld. NICHT die Indie-Autoren. Diese sind auch nur Opfer der Industrie. Ich lese zwar nur zwei “Indies”, aber die verdammt gerne. Und beide verdienen sich eine goldene Nase, dennoch will denen kein deutscher Verlag eine Chance geben, also kommt nun alles im Eigenverlag gedruckt raus! Wenn man bedenkt, dass in den 70ern und 80ern quasi jeder eine Chance bekommen hat… denkt nur mal an den “John Sinclair” Hauptautoren. Ohne eine Chance wäre er nie Autor geworden. Er hat es nie gelernt, er hat einfach nur geschrieben und weil es damals Chancen gab …

            Aber heute? Da bleibt Leuten die es versuchen wollen NUR der “Indie”-Weg und der ist bei vielen leider verpönt. Daher mein Rat: setzen wir Autoren und mit den Lesern zusammen und überlegen GEMEINSAM wie man ein neues lul direkt im Keim ersticken kann. Denn eine Anzeige gegen die User …bringt es NICHT!

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            TeeB

            @Karla

            Nein, es hatte kein Impressum. Wie lange sind denn z.B. kinox & Co., mygully etc. online? Wie lange sind den Kipo-Seiten im Darknet online?

            Wenn am Bahnhof Zoo im Berlin seit Jahrzehnten Drogen verkauft werden, dann ist das für Dich auch legal? Ziemlich schwaches Argument, wäre wirklich schön, wenn das mal richterlich entschieden wird. Dann ist endlich mal Schluss mit diesen an den Haaren herbeigezogenen Pseudo-Argumenten, die sich Konsumenten solcher Angebote immer wieder schön zurecht legen, um den Diebstahl anderen geitigen Eigentums zu rechtfertigen..

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            Karla Kolumna

            @TeeB
            Wer hier mit schwachen Argumenten hantiert sei mal dahingestellt. Nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich.

            E-Books mit harten Drogen gleichzusetzen ist schon ein wenig abenteuerlich. Stünde jemand seit Jahren mit seinem Bücherstand am Bahnhof und würde dort “Mängelexemplare” für 50 Cent verkaufen, dann würde ich keinen Verdacht hegen, exakt. So habe ich übrigens früher 95% meiner Bücher gekauft, als “Mängelexemplar” für 1 Cent bis 2€ das Stück. Für 20€ gab es da schon mal 10kg Bücher per Post. Terrashop hieß die Seite glaube ich. Ich sehe da wirklich keinen großen Unterschied zu lul. Ich habe mir auch bei Terrashop nie ein Impressum oder sonstwas angesehen. Obwohl ich irgendwann auch mitbekommen habe, dass das ganze Thema “Mängelexemplare” auch eher undurchsichtig ist. Der einzige “Mangel” war oft der Stempel “Mängelexemplar” und es wird immer wieder behauptet, hier und bei Amazon gäbe es plagiierte Bücher. Soll ich das jetzt auch nachprüfen?

            Wie es um Kinox oder mygully steht weiß ich nicht. Nutze beide Seiten nicht. Ich bekomme nur am Rande mit, dass man immernoch darüber streitet, ob das Verlinken von Inhalten nun ein rechtliches Problem darstellt oder nicht. Da gibt es doch alle paar Wochen neue Meinungen zu.

            Aber meines Wissens wurde auch hier noch nie erfolgreich gegen einen Downloader vorgegangen, obwohl viele Hoster auch nicht gerade wenig Geld verlangen.

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            Copycat

            ErstundLetzttäter: Bei dir hat also die ganze Angstmachereil der Content-Mafia gefruchtet. Glückwunsch. Dennoch darf ich dich beruhigen. Wegen 200 eBooks hast du dir ganz sicher nicht deine Zukunft verbaut. Da wird höchstens außer einer kleinen Stafe rein gar nichts passieren.

            Und an “HelleSeite”: Du implizierst ja mit deinem Beitrag, dass du “das Licht nicht scheuen” musst, agierst hier aber unter einem Pseudonym. Wenn es doch so gut um dich steht, dann verrate uns doch wer du bist.
            Dass du dich noch nie auf illegale Pfade im Internet begeben hast, ist sehr erfreulich für dich. Scheinst ja genug Geld zu verdienen. Doch solltest du dich vielleicht mal fragen, ob es auch so um deine Kinder bestellt ist. In der heutigen Zeit bist du “out” auf dem Schulhof, wenn du nicht die neuste Musik auf deinem Smartphone hast oder nicht den neusten Film gesehen hast. Schüler haben nicht viel Geld und geben dies sicherlich lieber für andere Dinge aus, als für die neuste Blu-ray etc. Genau solche Schüler triffst du nun dadurch, dass du dich angeschlossen hast. Auch an dich Glückwunsch, dass du ein paar Schülern ihr Taschengeld aus der Tasche ziehst :)

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            HelleSeite

            Wenn Schüler schon lernen, dass klauen sein “muss”, sehe ich schwarz um ihre Zukunft. Da kann ein kleiner Schuss vor den Bug ihnen nur helfen auf den rechten Weg zu finden. Oder sind ihre Eltern genauso? Sie sind in jedem Fall haftbar!

            Mach dir mal keine Sorgen um meine Kinder. die kennen den Unterschied zwischen eigenem und fremdem Eigentum.

            Übrigens sind die meisten Lausauger laut zuverlässiger Studien, Menschen, die es sich leisten können, die Bücher auch ganz legal zu kaufen. (Ehemalige Schüler, denen Eltern nie beigebracht haben, dass fremdes Eigentum tabu ist?)

            Warum sollte ich hier vor lauter Menschen, die sich im Dunklen verbergen, mein Gesicht zeigen? Für wie blöde hältst du eigentlich die Menschen? Ich laufe auch im Winter nicht barfuß durch die Gegend.

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            TeeB

            @Karla

            Dein Argument war ja, wenn etwas lange gemacht wird, kann es nicht ilegal sein. Sonst hätten die Behörden das ja schon längst unterbunden. Waum kann ich dann nicht den Betrieb von LuL und den Verkauf von Drogen gleichsetzen? Mich wundert es übrigens, das Du nicht auf das Kipo Argument eingegangen bist ;-)

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            Karla Kolumna

            @TeeB
            Die Verwunderung kann dir nehmen:

            Ich bin da absichtlich nicht drauf eingegangen, weil ich mich da nicht angesprochen fühle, da es komplett irrelevant für mich ist. Außerdem ist der Zusammenhang KiPo und E-Books noch viel abstruser, als der mit den Drogen am Bahnhof.

            Ich kenne schlicht keine KiPo Seiten.

            Dementsprechend kann ich auch keine Vermutungen dazu anstellen, wie viele oder wie lange solche Seiten und in welchen Bereichen des Internets herumstehen, oder warum es, wie lange dauert, bis die hopps genommen werden.

            Ich möchte so etwas nicht sehen und mich damit auch nicht auseinandersetzen müssen. Menschen die Kindern so etwas antun oder sich daran bereichern, wünsche ich einen langsamen, qualvollen Tod.

            Mehr habe ich zu dem Thema nicht beizutragen.

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            Don Pedro

            Das Problem ist, dass der Laie es nicht versteht warum ein illegales Medienangebot nicht
            sofort erfolgreich vom Netz genommen wird, respektive gesperrt werden kann. Genauso wie
            in der Realität man einen Laden, mit Crystal Meth in der Auslage am Hauptbahnhof, sofort dicht macht.
            Hier sind tiefergehende Kenntnisse der Internet Infrastruktur erforderlich um das zu verstehen.
            Wenn noch dazu in den Mainstream Medien nicht eindringlich vor dem Kauf illegaler Medieninhalte dieses Angebots gewarnt und hingewiesen wird,
            ist das für einen Laien nicht zweifelsfrei als illegales Angebot erkennbar.
            Das Angebot muss aber als eindeutig illegal erkennbar sein und da beißt sich die Katze in den Schwanz.
            Zudem gab es meines Wissens nicht mal ansatzweise Versuche der Zugangserschwerung.

            https://www.bundestag.de/blob/418070/9316a2bd3f71a9addef0456130193725/wd-10-007-16-pdf-data.pdf

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            TeeB

            Also ehrlich… Echt jetzt? Man kann in der heutigen Zeit, bei der einem Informationen in Unmengen zur Verfügung stehen nicht verlangen, das ein Nutzer sich Gedanken über Legalität oder eben auch nicht macht? Das er sich darüber informiert, was für Medienangebote er nutzt?

            Das ist natürlich einfach… Aber wo ist da die Frist, ab wann dann ein Angebot legal wird, weil es nicht vom Netz genommen wird?

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            Don Pedro

            Ja, ich kann mich informieren, aber dann stellt sich die Frage wo sollte ich mich zwingend informieren? Gesetzlich bin ich nicht dazu verpflichtet. Internetführerschein machen, gibt es das? Soll ich vorher die Polizei fragen, die Nachbarin, oder Dr. Google? Gab es einen offiziellen Warnhinweis im Netz? Gibt es denn eine verbindliche amtliche schwarze Liste mit rechtswidrigen Medieninhalten im Netz, die ich vor jeder Nutzung eines Medienangebotes checken muss? Ja, Indizien vielleicht, deren Kenntnis ist aber stark von Erfahrung und Kompetenz abhängig. Vermutungen helfen hier nicht weiter. Ebooks sind ja nicht per se illegal.
            Ein Medienangebot aber, dass über Jahre hinweg völlig unbehelligt im Netz erscheint, auf Seite 1 der Trefferliste von google plaziert ist, da kann der Gedankengang
            eines unbedarften Nutzer doch nicht abwegig erscheinen, das Angebot wäre wenn es denn illegal wäre, sicherlich von den Behörden schon längst beschlagnahmt, respektive vom Netz genommen? Kann mir gut vorstellen dass so der größere Teil nicht mal auf den Gedanken kam, dass es illegal sein könnte, sondern die sind noch aus allen Wolken gefallen, wo die Seite durch die Staatsanwaltschaft gesperrt wurde.

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            SchonWieder

            Ich könnte Don Pedros Argumentation ja folgen wenn da nicht eine Kleinigkeit wäre.
            Weltbild ist sicher einer der günstigsten Anbieter. Auch Amazon. Oder andere. Wenn man dann einen Shop findet der das gesuchte noch etwas billiger anbietet, dann ist man erstaunt über sein Glück, denkt an ein Sonderangebot oder sowas und greift gerne zu.
            Findet man aber einen Shop der komplett alles für einen Bruchteil des regulären Preises anbietet, dann keimt sicher in jeden der älter als 6 Jahre ist, zumindest der Gedanke auf das das doch nicht normal sein kann. Und sobald der Verdacht besteht das da etwas nicht koscher ist, bist du verpflichtet dich vor dem Kauf zu erkundigen ob das alles okay ist. Egal ob du bei anderen nachfrägst oder beim Verkäufer, sobald du den verdacht hast das etwas nicht stimmt musst du dich erkundigen, sonst machst du dich mit schuldig. Einfach blind weg schauen und trotzdem kaufen zahlt dann nicht, denn dann gilt das Unwissenheit nicht vor Strafe schützt.

            Was ich also sagen will, wäre der Preisunterschied nicht so eklatant, könntest du recht haben. Aber in diesem Fall…. niemals.

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            Don Pedro

            @TeeBe
            @SchonWieder
            Schon gewußt? Im übrigen ist das Urheberrecht ein Verwertungsrecht, ein Monopolrecht auf die Verwertung.
            Deswegen ist der Download auch kein Eigentumsdelikt und der Weiterverkauf eines ebooks normalerweise in den AGBs untersagt.
            Mit dem Kauf einer CD, eines Buchs in Papierform werde ich Eigentümer des Datenträgers und darf das Buch/CD
            auch wieder veräußern. Dann kann ich damit machen was ich will. Mit dem Kauf eines ebooks erwerbe ich nur ein Nutzungsrecht.
            Das heißt auch ich darf den Inhalt nicht verändern Kürzen etc. und unter meinem Namen weiterveräußern oder verbreiten.
            Bei den P2P Netzen verhält sich anders, weil ich mit dem Upload für eine unrechtmäßige Verbreitung sorge.
            Torrent ist auch nicht per se strafbar, es ist nur ein Protokoll mit dem unter anderem Urheberrechtlich geschütztes Material verbreitet wird.
            Dementsprechend lebt auch ein ganzer Industriezweig von Abmahnungen gegen Uploader geschützter Medien. Der Downloadvorgang ist aber nicht gleichzusetzen
            mit einem Upload (Verbreitung) und für die unrechtmäßige Verbreitung müssen schon die Serverbetreiber Uploader/Anbieter gerade stehen.
            Ein Vervielfältigungsvorgang (Download) kann aber auch dann, wenn er nach dem Gesetz nicht zulässig ist, niemals als Diebstahl angesehen werden,
            weil ja nichts weggenommen wird. Grundsätzlich kann man hier niemals von Diebstahl sprechen, wenn jemand ein solches Gut konsumiert (liest, hört), ohne den Schöpfer
            wie von diesem gewünscht zu entlohnen. Denn stehlen kann man nur knappe Güter.
            Ein Diebstahl ist laut Strafgesetz “die Wegnahme einer beweglichen Sache, mit dem Vorsatz, sich zu bereichern”.
            Beim Download von einem ebook oder Hörbuch wird niemanden etwas weggenommen, da die kopierten Medien ja weiterhin verfügbar sind.
            Solche Begriffe wie “Diebstahl geistigen Eigentums” oder “Raubkopie” sind Propagandabegriffe um Internetnutzer einzuschüchtern und in den Bereich der schweren Kriminalität zu hieven. Es ist aber nichts anderes als das Aufnehmen einer Radiosendung zu privaten Zwecken,
            allerdings nicht zu einer neuerlichen Veröffentlichung.
            Im nächsten Satz wird das dann meist noch mit Kinderpornographie und organisiertem Verbrechen in Verbindung gebracht. Und auf einer solchen Ebene kann man nicht mehr weiterdiskutieren.

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            Auch die Anwälte der Abgemahnten leben seit vielen Jahren sehr gut davon, frage mal WBS Law. Aber die goldenen Zeiten sind schon wieder auf beiden Seiten vorbei.

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            Karla Kolumna

            @SchonWieder Einfach mal auf terrashop schauen, was da *gedruckte” Bücher kosten. Nicht wenige der lul E-Books gibt es dort als Print-Version für 99Cent bis 2,99€.

            Es gibt halt Seiten, die sich auf Super-Schnäppchen spezialisieren. Ich selbst habe dort Bücher für einstellige Cent-Beträge gekauft. Oder hochwertige Bildbände / Fachbücher für 5-9€, welche bei Amazon 30 – 50€ gekostet haben. Einziger Unterschied – keiner – angebliche Mängelexemplare.

            Und der große Rest der E-Books bei lul stammte doch aus dem Amazon Kindle-Unlimited Bestand.

            Wenn bei mir jemand ankommt, würde es mich wundern, wenn nach Abgleich der Leih-/Kauf-Listen mit Amazon noch was übrig bleibt zum abmahnen.

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          IxNix

          Ich glaube eher, dass sich manche Autorinnen, die Wortführerin allen voran, einreden, dass ihre schlechten Umsatzzahlen einzig und allein dem Umstand verdanken, dass im Netz illegale Downloadangebote existieren. Dem ist aber nicht so.

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        EinMitleser

        @Lars: Also ich verstehe das nicht als “Auge um Auge, Zahn um Zahn”. Es ist einfach eine Tatsache, dass die Autoren namentlich bekannt werden, sobald sie ein paar Leute erwischt haben. Es war ja auch schon bei früheren Fällen, dass immer der Urheber genannt wurde, wenn einer eine auffällige Abmahnung erhalten hat, die für Schlagzeilen sorgte.
        Aber wir werden sehen…

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        Sommerloch

        Natürlich kann ich die Wut der Indi Autoren verstehen, doch du suchst ja auch nach Tätern die abgemahnt wurden, damit sie dir die Geschichte mehr oder weniger anonym erzählen und wir wollen eben erfahren um welche Autoren es geht. Jemand wird es schon veröffentlichen, und sage mir nicht, dass dies so nicht sein wird.
        Wer weiss, ob der Anrufer überhaupt echt war. Leute wollen Aufmerksamkeit und Fake-News verbreiten sich schnell.

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      ASIN

      Ähm … das Karma? Ja, das hofft man doch, dass es zurückschlägt. Sommerloch, dir ist schon klar, dass die DOWNLOADER die sind, die das Karma treffen soll(te)? Willst du jetzt hier die bestohlenen Autoren als Täter hinstellen?
      Ich klau dir dein Konto leer und das Karma bestraft den Beklauten? Also kauf dir mal ein Buch darüber und lies noch mal nach. Und denk dran: KAUFEN, nicht einfach runterladen. Wegen Karma.

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        Sommerloch

        Mr. @ASIN, du hast mit “Sicherheit” ein reines Gewissen, deswegen bist du ja auch hier. Anscheinend gibt es hier fast zu 90 Prozent nur Menschen mit reinem Gewissen, doch alle kennen Szene Seiten und sich gut mit der Szene aus. Seltsam. Anscheinend hast dir noch nie eine CD brennen lassen, oder was illegales im Internet angeschaut. Du hast sicherlich nirgends ne Festplatte wo was drauf gespeichert ist, oder gecrackte Software ausprobiert, wenn auch ohne Wissen. Du bist natürlich hier die reinste Seele, die auf tarnkappe.info zu finden ist. Nur so als Frage, was willst du hier? Warum soll ich mir ein Buch über Karma kaufen und es nachlesen? So, siehst du, wir können uns gegenseitig voll pöbeln, doch weiterbringen wird es uns nicht.

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          Da ist was dran, was Du schreibst!

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          ASIN

          Ja, das wird dir vielleicht sehr seltsam erscheinen und du glaubst es auch nicht, aber egal: STIMMT. Ich habe niemals etwas runtergeladen, was nicht vorher legal bezahlt wurde. Stimmt, ich habe keine einzige geklaute Serie oder Filme hier. Meinen Rechner, sage ich immer, kann jeder sich holen und sich alles ansehen, ist alles legal. Meine Software ist durch die Bank gekauft, nichts Gecracktes dabei. Wahrscheinlich glaubst du es nicht, es stimmt aber. Und ich habe auch noch NIEMALS einen Film gestreamt.
          Es wird noch besser: Ich habe Amazon Prime, das ich aber wegen meiner schlechten Internetverbindung nicht nutzen kann. Also ich zahle für Serien, die ich nicht sehen kann, mit. Trotzdem habe ich es nicht als mein Recht angesehen, diese Filme woanders illegal anzuschauen. Kann sein, dass es jenseits deines Weltbilds ist, aber es gibt Menschen, die allen Kram bezahlen, den sie nutzen. Wahrscheinlich lachst du jetzt, und denkst, wie blöd von mir. Ist mir wurscht. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn kackendreist geklaut wird mit so einer dümmlichen Begründung und meistens einer hohen Aggressivität und Arroganz gegenüber denjenigen, die für deine Unterhaltung sorgen.

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            Jerry garcia

            ….na du sorgst bestimmr nicht für meine Unterhaltung, Gute Bücher verlangen eine gewisse Lebenserfahrung (sozusagen ein Walk on the Wild Side) die dir ja abzugehen scheint

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            ASIN

            Das ist einer der größten Irrtümer von schriftstellerischen Laien. Du kannst tatsächlich einen rasanten Thriller schreiben ohne selbst jemanden umzubringen oder kriminelle Energie zu haben. Meine Bücher und vor allem Thriller wurden so oft gekauf… ähhh sorry geklaut, dass auch du sicher schon einen davon auf der Festplatte hattest. Ich hoffe, es war spannend für dich.

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          ASIN

          Nachtrag, weil es dich wohl beschäftigt: Ich bin kein Tarnkappe User. Wie viele andere hier bin ich über Facebookgruppen hergekommen. “Die 36” sind nämlich nicht die einzigen, die Anzeige erstattet haben. Es gibt zahlreiche einzelne Autoren, die selbiges tun und die Seite hier verlinkt haben. Die Ignoranz und Überheblichkeit der Leute hier gegenüber den Autoren bringt immer mehr Schriftsteller dazu, Anzeige zu erstatten. Die fühlen sich von Leuten wie dir provoziert. Was ich hier will? Eigentlich nichts. Habe nur mal geschaut und bin dann hängengeblieben. Das Ausmaß der Unverfrorenheit war mir einfach vorher nicht klar. Warum du dir das Karmabuch kaufen sollst? Weil du anscheinend das Prinzip nicht kapiert hast. Das schlechte Karma haben sich hier nicht die Autoren erwirtschaftet. Auch nicht, wenn sie sich jetzt endlich wehren können.

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            IxNix

            Der Krieg der Autoren gegen ihre Leser hat also schon längst begonnen. Glaubt irgend jemand, dass ein so verklagter Schwarzleser noch irgendein Buch außerhalb des beruflichen Kontextes legal erwirbt? Im Gegenteil, um die Verluste durch Abmahnungen etc. zu reduzieren, wird dann verstärkt auf illegale Angebote ausgewichen, diesmal aber mittels Perfect Privacy und Bitcoin als Zahlungsmittel.

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    Goove

    Ich weiss nicht, warum, aber mir gefällt das Vorschaubild des Solmecke YT Videos.
    Gern würde ich auch mal das Zeug probieren und testen welche Wirkung es hat.
    Bei ihm scheint es gut angeschlagen zu haben.

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    Ichbins

    Dennoch sollten Downloader an sich kaum was zu befürchten haben.

    Denn da kann als Schadensersatz ja maximal das verlangt werden, was das runtergeladene Ding kosten würde. Denn ein weiterer Schaden wurde durch den DL von dieser Person ja nicht verursacht.

    Und in der Haupthaftung sind eh die Betreiber. Und da können auch Board wie Gully & Co immer wieder sagen: “Uns kann man nix, wir stellen ja nix ein!”, aber wird der Betreiber hochgenommen, ist der auch reif.
    Denn der Betreiber eines Forums ist zu 100% für ALLES haftbar was im Forum passiert. Besser also immer nur die Betreiber hochnehmen … dann hört das ganze auch auf. Weil den Usern klar wird: wir kommen illegal an nichts mehr ran. Die User bei lul dürfen zu locker 50% Trottel gewesen sein, die nicht wussten, was sie wirklich taten. Und lieber die drei Betreiber für alles haftbar machen – DAS hat eine 99,99%ige Aussicht auf Erfolg, als eine 30% Chance bei den Usern. Finde ich jedenfalls als Autor und Privatperson.

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      Nun ja, es sind ja nicht nur Downloader. Es waren Käufer. Das ist wohl juristisch gesehen ein Unterschied. Ab einem gewissen Umfang wird es selbst für Käufer weniger lustig, wenn man das Werk mit 150 Euro multipliziert…

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    Somebody

    Hallo. Ich denke es würde viele in der BTC Branche interessieren ob es Probleme mit dem “Geschäft” von MrLehmann auf Bitcointalk gibt. Bzg Geldwäsche o.ä.

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    Michael

    Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet zudem:

    “Dazu sicherten sie auch die komplette Kundendatei mit 30.000 Namen.”

    “Weil die Cyberpolizisten des SN4C aus Sachsen über die Kundendatenbank von lul.to verfügen, könnte es auch für Nutzer der preisgünstigen Downloads aus Tonga eng werden.”

    Wäre vielleicht auch erwähnensert? :)

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      Kunstsoldat

      Nichts neues. Wurde hier schon im ersten Artikel geschrieben.

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      Aus Tonga? Quark, da war doch nur die Domain angemeldet. Kein Webserver einer Seite aus dem Graubereich steht in Tonga, Willst Du die E-Books mit 300 Baud-Speed downloaden? Wohl kaum… ;-)

      Ansonsten war ja schon nach der Razzia zu befürchten, dass die Polizei die Daten der Käufer hat.


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