Leser-Kommentar der Woche

GebtDasNetzFrei

Thema: Wegen Boerse.bz Hausdurchsuchung – was tun? 
Kommentar zum Artikel: “Boerse.bz-Busts: Gerüchteküche kocht weiter…“ vom 09.11.2014 – hier das Orginal (Artikel und Kommentar).
Für mögliche Betroffene(*), ganz wichtig: Ruhe bewahren, Nachdenken, Anwalt nehmen, GARnichts sagen, auf dem Hausdurchsuchungs-(HD)-Protokoll groß drüber schreiben der Durchsuchung wird widersprochen, nichts unterschreiben. Wichtig: Genau so wie bei vielen anderen Busts wird hier der Anschlussinhaber als Zeuge durchsucht. Dies ergibt sich aus dem Satz „Die Maßnahme dient der Ermittlung der Identität …“. Grundsätzlich gilt hier für jeden der durchsucht wird oder dies ggf. befürchten muss, Ihr habt das Recht zu schweigen – tut es auch! – und falls Ihr ggf. „Täter“ seid, seid Ihr auch nicht verpflichtet an Eurer Überführung mitzuwirken. Ihr müsst bei einer HD auch nicht mitwirken, bis darauf die Tür ggf. zu öffnen weil die sonst mit Gewalt ohne Entschädigung geöffnet wird. Eine Aussage kann in einem solchen Fall immer verweigert werden, da ihr gegenüber der Polizei keine Aussagepflicht habt, gegenüber der StA müsst Ihr Euch auf das Recht zu schweigen berufen, nur Angaben zu Eurer Identität sind zulässig, alles weitere findet Ihr in (1,2).
Sofort-Maßnahme: Festplatten „Nullen“: Es geht am besten mit einem Live-Linux oder FreeBSD. Linux: „dd if=/dev/zero of=/dev/sdX bs=32M“. FreeBSD: “ „dd if=/dev/zero of=/dev/adaX bs=32M““ Die „bs“ muss angegeben sein(==32mbyte), sonst löscht Ihr mit 2 mb/s !! und nicht mit 100mb/s Auch ein „cp /dev/zero /dev/adaX“ ist unter FreeBSD sehr performant, und braucht keinen Fummelfaktor. Abstellmaßnahme: Festplattenverschlüsselung mit truecryptme und einem hinreichend langen Passwort (Achtung die Forensiker benutzen FPGA basierte regelbasierte Wörterbuchwürfler und einfache Bruteforcer gegen den Truecryptheader) Zitat aus „The Way Of the gun“: Ich brauch ein Backup! – Ihr seid uploader sowhat! Ihr könnt Euch anonym solch eine Cloud holen. – Backups können Volumenmässig sehr sehr klein ausfallen, und „offsite“ sein! (Oma, Onkel, Tanten, Freunde). Tipps gegen verhaltensbasierte Korrelation: Wie Ihr jetzt gemerkt habt es wird eine LZ-Beobachtung gemacht. Verhaltet Euch entweder schwer unterscheidbar zu anderen, oder seit un-unterscheidbar. a.) Schreibstil vom 10 Leuten kopieren und mixen b.) Schreibstil von einer Person abkupfern. Jemand der Uploading und Offtopping von-ein-ander trennt, und trennt Auch Moderating von allem anderen(„Beihilfe zur …“) Tipp für Forenbetreiber: FUCKING HTTPSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS Guckt und lest Euch (1,2) an, Udo Vetters Vortrag „Sie haben das Recht“ und „Hausdurchsuchung: Was tun ?“

(1)

(2) https://www.arag.de/auf-ins-leb…*Wie man zum Betroffenen werden kann: weil jemand über seinen Router, z.B. durch eine Sicherheitslücke, ein schlecht gesichertes WLAN oder auch ein WLAN-Passwort was durch Freunde weitergegeben wurde, oder die StA hatte einen Zahlendreher bei den IPs, guckt auf die IP!!, ob die zu Eurem Betreiber oder Lokalisation passt.


Niemand wird sich wieder dieser Gefahr aussetzen, so viele, große Razzien hat es noch nie gegeben. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, wenn Uploader so viel Kohle damit machen kann ich schon verstehen, dass man als Rechteinhaber sauer ist. Mit kostenlosem Sharen, so wie Torrents an sich gedacht sind, hat es ja auch nichts zu tun. Da wird sich dann teilweise über Mirrors beklagt. Weil doch die Mühe des Uploadens so groß war. Die Mühe der Film und Spielehersteller wird da großzügig übergangen. An sich finde ich es also erstmal nicht falsch, allerdings sind die Strafen viel zu hoch und sie machen auch nur die Geier äh Anwälte reich und nicht die Künstler. Für einen Song mehrere hundert Euro ist einfach lächerlich. Vor allem, weil es ja zum Großteil an Anwälte geht. Wieso keine Deckelung bei Anwaltskosten? Als ob ein Formbrief überhaupt etwas kostet.“

Meinung der Redaktion: 
Da hat sich der Kommentator Arbeit gemacht und eine 1.Hilfe für Betroffene geschrieben. Und dazu differenzierte Kritik an beiden Seiten anstatt einseitig dishen oder liken! Tarnkappe wirbt für Kommentar-Kultur. Aus allen Leser-Kommentaren der vergangenen Tage wählen wir stellvertretend einen aus. Ohne Belang sind Person, Art, Inhalt, Umfang und Zahl. Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Sie werden nicht gekürzt oder geändert, solange sie der Netiquette entsprechen. Im Ausnahmefall machen wir erkennbar (sinnwahrende) Kürzungen und Rechtschreibkorrekturen. Wir freuen uns über Kommentare, Hinweise, Widerspruch… Egal ob fehlerfreies Deutch :-) oder geschliffene Formulierung. Wichtig ist Respekt vor der Meinung anderer! Kein Niedermachen, kein Verunglimpfen – erst recht nicht wegen Schreibfehlern. Über lustige Fehler anderer darf man schmunzeln, sowas kann jedem mal passieren! Jeder sollte auch über sich selber lachen können. Fehler sind menschlich – und gerade deswegen haben wir alle das Recht auf  freie Meinungsäusserung Art 5 GG. Willkommen zum Diskutieren!

Bildnachweis: thx an Frerk Meyer Grumpy Cat “Gebt das Netz frei” (CC BY-SA 2.0)

Themen: Netzpolitik & digitales Leben.

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61 Kommentare

  1. Tacitum sagt:

    Die Nummer mit dem Schreibstil kopieren nenne ich gerne in Szenarien in denen ich aufzeigen will wie einfach es doch in Deutschland aufgrund Paragraphen ala 86, 90, 90a, 130, 140, 166, 185-189, 92… wäre, jemand etwas anzuhängen. Natürlich auch noch so Sachen wie Drogen, Coca-Tee, Nazikram, Medikamente etc.im Ausland bestellen, und an die Adressen des Feindes schicken.
    Oder in Online-Kleinanzeigen Artengeschützten Kram anbieten. Fotos dafür findet man ja genug. Und damit nicht gleich mit einer Bildersuche auffällt, dass das kopierte Fotos sind muss es nur jemand ausschneiden, spiegeln, und in anderen Hintergrund einsetzen. Evtl. noch eine Tonwertkorrektur zur Verfremdung. Das findet die Google-Bildersuche dann nicht mehr.
    Oder in einem Forum indirekt vermitteln man besitzt Waffen (evtl. ein gefälschtges Foto mit dem Gesicht des Opfers, wo der mit Waffen hantiert), Handgranaten etc..
    Oder das Gleiche als Amokankündigung.
    Da kann auch mal morgens um 7 Uhr die Türe aus den Angeln fliegen und Vermummte mit Maschinengewehren stehen vor dem Bett.

    Alles über TOR, aber mit absichtlichen „Fehlern“. Z.B. indem man Sprachstil, aber auch Avatar, Signatur etc., evtl. ganz plump Benutzername der Person kopiert.
    Die Polizei/Justiz erhalten maximal eine TOR-IP, und fangen an mit der Kombi aus Avatar (Suche über Bilder), Signatur, evtl. sogar Benutzername („sogar“, weil es fast zu doof wäre) zu googlen.
    Stoßen auf Mitgliedschaften in anderen Foren, und holen sich einfach dort die IP und darüber die Identität.
    Als „Beweis“ reicht denen ja schon die Analyse des Schreibstil. Die haben schließlich eigene „Experten“ im Polizeidienst, und die sind für einen Richter und Staatsanwalt unfehlbar wie der Papst.
    unvorstellbar, „Verschwörungsspinerei“, dass jemand gar absichtlich einen Anderen der Strafverfolgung durch den Staat aussetzt. Das kann auch schon mal nicht sein, weil es nicht sein „DARF“ dass jemand die Justiz für seine Zwecke missbrauchen kann.

    Bei der Amokandrohung mit Waffenbesitz oder Sprengstoff (z.B. hochgefährliches APEX, dass für eine Explosion nur „schief angesehen“ werden muss, in einem Mietshaus mit mehreren Parteien) werden sie auch nicht lange analysieren etc., da wird gestürmt wer
    Aber schon eine Flasche Gas könnte reichen. Evtl. wird in der Androhung eine 11Kg-Flasche und ein Timer sowie ein elektrisches Gerät dass beim einschalten einen Funken erzeugt gezeigt. Eine elektrische Bohrmaschine mit macht das ziemlich sicher Der Knopf mit Klebeband umwickelt.
    Wenn in einer Amokandrohung so etwas zu sehen ist, wird gehandelt…

    Es dürfte einen Staatsanwalt und Richter doch sehr in seiner Ehre verletzen, wenn rauskommt, dass es jemand geschafft hat ihn/sie für so eine Nummer zu missbrauchen.
    Und bevor das zugegeben wird, würden die sogar noch schweigen.
    Es gab schon den Fall, da hat ein Staatsanwalt durch Wiederaufnahmeantrag (mit Beweisen) etc. gewusst, dass jemand unschuldig im Gefängnis sitzt.
    Der hat aus reinen Egogründen nichts gemacht. So als würde ein Boxer seine Siegesquote verschlechtern.

    Ach ja, der Vollständigkeit halber erwähne ich noch, dass es auch sehr leicht ist einen Müllbeutel mit einem Zettel mit dem Namen des Opfers irgendwo auszulegen.
    Evtl. sogar ein echter Umschlag aus dem blauen Müll des Opfers.
    Die „Müll-Sherlocks“ halten sich doch für ganz große Helden, wenn die so etwas finden, für den Meisterdetektiv.
    Versucht das mal abzustreiten, wenn die bei euch vor der Türe stehen.
    Die werden das als unrealistisch abtun.
    Evtl. 70 Euro, und im Wiederholungsfall evtl. sogar Knast (wie beim Schwarzfahren).

  2. Julia Färber sagt:

    Was soll das jetzt, außer copy + paste gewesen sein?

    Zwei Dinge Mr. Sauer:
    a) „Raubkopien“ gibt es nicht, wenn solle man von illegalen Kopien sprechen. Alles andere ist Marketing.
    b) Ein gelesenes Buch, das nicht gekauft wurde und nicht in einer Bücherei ausgeliehen wurde (so müßte es doch wohl lauten, oder?), schädigt wen und in welchem Maß?

    • opus_nocturne sagt:

      a) geb ich dir total Recht. Aber das ist doch immer so, man schmeisst irgendwelche reisserischen Begriffe in einen Titel und man hat Aufmerksamkeit. Raub ist eine schwere Tat, Kapitalverbrechen.
      Diebstahl (was eine ähnliche Handlung einschliesst) klingt schon viel harmloser und ist es (gesetzlich gesehen) auch. Aber „Diebstahlkopierer“ klingt nicht so schneidig. Zudem macht es, wie „Raubkopierer“ keinen Sinn, semantisch gesehen.

      b) Seine Argumentation baut darauf auf, dass jeder „Raubkopierer“ automatisch alle heruntergeladenen Werke auch legal gekauft hätte. Also, dass jeder schon so stark seinem Konsumzwang erlegen ist, sodass er um jeden Preis ihr Produkt haben und „geniessen“ muss. Damit argumentiert auch die Musik/Film- etc Industrie.
      Aber dass wahrscheinlich viel mehr Leute die „hm, wenn ichs gratis haben kann schau ich mal rein“ und die „ich schau rein und bei gefallen kauf ich es“ Mentalität haben, will man nicht sehen, denn sonst wär ja das alles plötzlich gar nicht mehr so finanziell gravierend. Ob wirklich jeder, der jetzt den Film XY als Stream/Download gesehen hat, auch ins Kino gegangen wäre, bezweifle ich stark. Denn ehrlich: Nichts geht bei einem guten Film über Kinoambiente ;)

      Klar gibt es auch andere, die alles gratis holen, was sie können, und nie einen Cent ausgeben wollen. Aber schwarze Schafe gibt es überall.
      Wenn man einmal genau wissen/abschätzen könnte, wie diese Schäden wirklich aussehen, könnte man auch angemessen reagieren. Aber man kann nicht wissen, wieviele Downloads jetzt wirklich den Kinobesuch ersetzt haben, oder ob dieser Downloader sonst einfach verzichtet hätte. Und dies macht es schwierig für beide Seiten, eine vernünftige Argumentation zu erstellen. Die Schäden sind sicherlich nicht so reisserisch, wie Musik/Filmindustrie sie darstellt, aber wahrscheinlich auch nicht so harmlos, wie die andere Seite es darstellen will.

      • Wenn ich mir »Guardians of the Galaxy“ als illegale Kopie herunterlade und anschaue, dann schädige ich jemanden.

        Wenn ich ein Buch als illegale Kopie herunterlade und lese, dann schädige ich jemanden.

        Ich rede nicht von der Terrabyte-Festplatte mit Musik, die man nicht hört. Ich rede von den illegalen Kopien, die man wirklich konsumiert und sich unterhalten lässt.

        • John Sinclair sagt:

          Du hast leider teilweise Scheuklappen auf, da du befangen bist.
          Würde es die Möglichkeit, Filme oder Bücher kostenlos zu laden, nicht geben, würden die Nutzer auf die meisten Filme/Bücher verzichten.
          Gründe dafür gibt es viele. Einer der gravierendsten: Es fehlt an Kaufkraft.
          Die Schädigung wäre in diesem Fall nicht gegeben. Der Artikel wäre so oder so nicht gekauft worden.

          Lädt sich aber ein armer Student Bücher bestimmter Autoren kostenlos runter, so könnte das später, wenn die Kohle stimmt, ein potentieller Käufer sein.
          Bekommen junge Leute aber erst gar nicht den Zugang, um viel Literatur testen zu können, wird darauf erst gar keine spätere Leseratte.

          Jede Medaille hat zwei Seiten.

          • mario sagt:

            und studenten wird ein büchereiausweis verweigert?

          • Au Mann: Es fehlt an Kaufkraft? Aber trotzdem hat jeder ein superneues schmuckes Smartphone. Ich sehe weder bei Studenten noch jungen Menschen noch allen anderen das Problem Kaufkraft. Schau Dir doch mal an, wer alles ein neues Smartphone hat samt Vertrag. Setz Dich vor McDonalds (ein total überteuerter Laden mit schlechtem Essen) und schau Dir doch mal an, wer da alles einkaufen geht. Und so weiter… Sei mir nicht böse, aber so richtig treffend finde ich das Argument nicht.

            Auch für Dich noch einmal: Leih Dir Bücher Filme, Zeitschriften, und, und, und in der Bücherei aus. Das schafft auch ein Student. Und wenn der so arm ist, dann kann er auch die Bücher in der Bücherei direkt lesen ohne Gebühr.

            Und lies mal selbst, was Du da geschrieben hast: »…KÖNNTE das später…«

            Wenn das Buch bereits gelesen wurde, werden die Meisten es nicht NOCH EINMAL lesen, geschweige denn kaufen.

            • John Sinclair sagt:

              Klar fehlt es an Kaufkraft.
              Es hat nicht jeder ein superneues, schmuckes Smartphone. Das ist Pauschalismus. Anscheinend kennst du dich mit der Studentenschaft nicht aus.

              Zum „könnte“: Damit ist gemeint, dass er sich später weitere Bücher dieses Autors kaufen könnte, da ihm der „illegale“ Erstling gefallen hat.

              Apropos Ausleihe:
              Schädige ich den Autor weniger, wenn ich mir ein Buch/Ebuch kostenlos ausleihe anstatt es „illegal“ runterzuladen? Wenn ja, inwiefern?

              • »Schädige ich den Autor weniger, wenn ich mir ein Buch/Ebuch kostenlos ausleihe anstatt es „illegal“ runterzuladen? Wenn ja, inwiefern?«

                Ja, natürlich. Nachgefragte Bücher kaufen Büchereien auch mehrmals. Dann erhalte ich auch noch Geld von der VG Wort. Das sind alles Peanuts, aber eine Ausrede, um sich illegale Kopien zu organisieren kriegst Du von mir nicht.

                Warum versuchen so viele einfach krampfhaft hier nach Argumenten für illegale Kopien zu suchen? Setzt Euch doch einmal selbst hin, schreibt ein Buch sechs Monate lang und dann lest Ihr Eure eigenen Kommentare noch einmal. Es ist sooo einfach immer zu schimpfen. Wenn man aber einfach mal ein Buch geschrieben hat, dann merkt man, wie viel Arbeit das war. Die kopiert dann jemand anderes einfach in 10 Sekunden. Das ist schon hart.

                • John Sinclair sagt:

                  Früher wurden analoge Musikkassetten mit Radioaufnahmen bespielt.
                  Das war erlaubt, geduldet und in Ordnung.
                  Heute werden u. a. eBücher kopiert. Allgemeines Kulturgut sollte für alle Menschen verfügbar sein, nicht nur für diejenigen, die es sich leisten können.

                  Warum jagt Microsoft die Millionen illegaler Installationen von Windows und Office nicht?
                  Weil sie sich den Kunden von morgen nicht vergraulen wollen. Was kaufen die Firmen ein? Das, was die Mitarbeiter von zu Hause aus schon beherrschen: Windows und Office. So sind alle Gewinner.

                  Daher mein Tipp mit den Büchern: Wenn ich mir als armer Student mal Bücher „illegal“ besorgt habe, kaufe ich mir 5 Jahre später vielleicht die Bücher dieses Autoren, weil er mich damals überzeugt hat.

                  • Ich kann Deine Argumentation nicht nachvollziehen. Ich bin ein Individuum: Ich schreibe Bücher. Ich bin nicht Microsoft. Ich verdiene nicht den Bruchteil von Microsoft. Und trotzdem willst Du das Recht haben – so scheint es – die Bücher von Autoren (und mir) einfach zu kopieren.

                    Ich freue mich auch, dass Du denkst, dass meine Sachbücher »Allgemeines Kulturgut« sind. Das heißt also, dass alles was ich erarbeite auch Dir gehört. Krass.

                    Und Du schreibst ja selbst, dass Du »später vielleicht« ein Buch kaufst. Wenn der Autor aber nur ein richtig gutes Buch schreibt, bekommt er nie Geld von Dir.

                    Und noch einmal: Jeder hat Zugang zu Kulturgut: Bücherei. Einfach hingehen, lesen. Selbst in der Mayerischen Buchhandlung kannst Du neue Bücher lesen. In der Buchecke. Habe ich als Student auch mal mit Akira Comics gemacht.

                    • John Sinclair sagt:

                      Natürlich kannst du meine Reaktion nicht nachvollziehen. Du bist unmittelbar betroffen und damit befangen.
                      Ich möchte kein Recht haben, deine Bücher zu kopieren.
                      Ich möchte sie lediglich lesen können. Der Besitz ist nicht wichtig.

                      Du argumentierst selbst mit Büchereien. Dort kann ich ebenfalls kostenlos lesen. Würde ich das in Anspruch nehmen, würdest du genauso wenig etwas davon haben. Müsste ich mir ein Buch für 15 Euro kaufen, würde ich es nicht kaufen. Wie kann ich dich also schädigen, wenn ich es nur dann lese, sobald ich kostenlos an dieses Buch herankomme? Du würdest so oder so keinen Cent von mir erhalten (jetzt mal für dieses Fallbeispiel).

        • Esther sagt:

          Naja, wer ein Buch illegal herunterlädt statt es in einer Bibliothek auszuleihen bringt die Urheber um die Gebühr, die die Bibliotheken zahlen – wenn sich das überhaupt auswirkt.

          Wie viele Leute das Buch, das sie herunterleihen auch kaufen würden kann niemand wissen. Da haebn Bibliotheken schon immer eine große Rolle gespielt.

          Esther

          PS: Die legalen Leihmöglichkeiten für Ebooks sind ein schlechter Witz. Entweder ist das Angebot sehr bescheiden oder die Leihfristen extrem lang. Da muss sich unbedingt etwas ändern, wenn man Piraterie eindämmen will.

    • OK. Illegale Kopie trifft es korrekter.

      Zu b) Meine Bücher werden auf Amazon auch weiterverkauft. Das ist legal. Ich habe gebrauchte Bücher auch schon weiterverkauft. Ich würde mich natürlich über ein gekauftes Buch als Autor mehr freuen, weil ich etwas verdiene.

      Durch jedes Buch, dass ich nicht gekauft wurde, verdiene ich weniger. Ich verdiene gerne Geld. Warum ich trotzdem Bücher schreibe und welcher Art kannst Du hier auf tarnkappe weiterlesen:

      »Wer Bücher schreibt, geht ein Risiko ein.«

      https://tarnkappe.info/wer-buecher-schreibt-geht-ein-risiko-ein/

  3. Perseus sagt:

    Dass der Kommentator eine 1.Hilfe schreibt für Börse-User, kann man dishen oder akzeptieren. Juristische Beratung ist ein Grundrecht für alle Menschen, nicht nur für die moralisch Integeren. Eben auch für die Einbrecher, ja es schmerzt mich wenn bei mir eingebrochen/randaliert wird. Trotzdem hat der Einbrecher ein Menschenrecht auf einen Anwalt… Es gibt Dinge die ich bei Börse.bz & Co deutlich kritisiert habe und das auch weiter tue – aber ebenso kritisiere ich auch auf der anderen Seite bei GVU & Musikindustrie. Ich spreche Börse-Usern grundsätzlich die Menschenwürde NICHT ab, nur weil sie mit Raubkopien auf eine Weise handeln, die ich persönlich für falsch erachte.

    • Finde-Anna-Toll sagt:

      Vielen Dank:

      Ich mache nur keine juristische Beratung ;) ich lege nur anhand der mir vorliegenden Informationen vor, was ich für Schlussfolgerungen ich aus den Informationen Dritter ziehe.

      Aber was mir wichtig war, eben genau Hinweise auf den weiterführenden juristischen Rat. zu geben, was viele die in einer Paniksituation sind ggf. brauchen um die Situation besser einschätzen zu können.

  4. Perseus sagt:

    Zitat Artikel: „Da hat sich der Kommentator Arbeit gemacht … Und dazu differenzierte Kritik an beiden Seiten anstatt einseitig dishen oder liken – Respekt.“ Das kann man so stehen lassen, Denn anstatt nur schwarz-weiss ist differenziertes Kommentieren wünschenswert – das ist Kommentar-Kultur – und das hat der Kommentator (s.u. Zitat) gemacht (im Gegensatz zu vielen anderen…). Auf einem anderen Blatt steht, das er auch eine 1.Hilfe schreibt für Börsen-User quasi als Rechtsberatung.

    Zitat des Kommentators: „Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, wenn Uploader so viel Kohle damit machen kann ich schon verstehen, dass man als Rechteinhaber sauer ist… Die Mühe der Film und Spielehersteller wird da großzügig übergangen. An sich finde ich es also erstmal nicht falsch, allerdings sind die Strafen viel zu hoch und sie machen auch nur die Geier äh Anwälte reich und nicht die Künstler. Für einen Song mehrere hundert Euro ist einfach lächerlich.“

  5. Danilo sagt:

    Tarnkappe unterstützt also die armen hochgenommenen Uploader.

    • Meinung2 sagt:

      Ich würde mal sagen:
      Tarnkappe ist wie eine Fahne im Wind. Alles, was Klicks bringt, ist gut.
      Der Kumpel vom Sobiraj, dieser Spiegelbest, ist Betreiber mindestens eines illegalen Forums.
      Es gibt keinerlei News dazu. Das wird totgeschwiegen. Oder gelöscht?

      Andere Foren werden bespuckt und Sobiraj schreckt selbst nicht davor zurück, Klarnamen zu nennen, wenn auch nicht ausgeschrieben. Er weiß ja, dass sein Kumpel das in den Kommentaren anschließend nachholt. So kann der nette Lars seine Hände in Unschuld waschen.

      Im gleichen Atemzug wird ein strafrechtlich bedenklicher Kommentar zu einem „Kommentar der Woche“ auserwählt. Könnte ja Klicks bringen! Sobiraj spielt den guten und den bösen Blogger im Wechsel. Die Drecksarbeit macht sein Kumpel, der Spiegelbest.

      Dass Sobiraj sich mit seinem unmoralischen Verhalten auf Dauer ins Abseits stellt, wird er erst merken, wenn es zu spät ist. Der Zeitpunkt wird kommen, da wenden sich alle von ihm ab. Auch Spiegelbest, denn der geht schon jahrelang über Leichen.

      • Fpuszy sagt:

        Aha, welche sind denn das, außer diesem Spenderdingenskirchen?

      • Perseus sagt:

        „Strafrechtlich bedenklich“ … lass mal hören, denn ausser dem einen Satz steht da noch nich so viel.

      • Finde-Anna-Toll sagt:

        Die Sorge kann ich Dir nehmen, es ist strafrechtlich einwandfrei.

        Zwar ist Vernichtung von Beweismitteln eine Straftat. Dies bezieht sich aber erst auf beschlagnahmte Beweisemittel. Und im Vorfeld, also bis zu einer Beschlagnahme muss ein möglicher Täter nicht an seiner Überführung mitarbeiten und darf Vernichten was er möchte.

    • Perseus sagt:

      wie war das noch mit schwarz-weiss… Pippi Langstrumpf hatte das mal gesungen: ich mache mir die Welt, so wie sie mir gefällt… :-) und den Rest blenden wir aus: z.B. das die „armen“ Uploader massiv gegen uns geschossen haben in den letzten Wochen…

    • Finde-Anna-Toll sagt:

      Wenn man sich die Interviews von Herrn Sobiraj mit dem Rechtsanwalt(der die ganzen armen hochgenommenen Uploader vertritt) mal anschaut (youtube) dann bekommt man den Eindruck einer „zwispältigen“ Ausrichtung von „tarnkappe“.

      Im Endeffekt machen die beiden in Ihren youtube „Interviews“ nichts anderes, als was ich mit dem „Brandbrief“ versucht habe.

      „Interviews“ – ich würde da eher von gescripteter Realität sprechen.

      • Perseus sagt:

        ich würde sagen, wir bilden einen Teil der Realität ab – wir schreiben keinen Script. Nicht die ganze Realität bilden wir ab, sondern einen Teilaspekt, aber immerhin einen nicht unwesentlichen und nicht unwichtigen. Die Art der Abbildung kann man auch hinterfragen. Vielen gefällt die Art der Abbildung nicht, die Zeit.online macht – zu intellektuell sagen die einen. Vielen gefällt die Art der Abbildung nicht die die „Bild“ macht – zu plakativ holzschnittartig einseitig – sagen die anderen. Trotzdem sind Bild wie Zeit immer noch existent und werden gelesen… ich denke dasselbe kann man bei Tarnkappe kritisieren… der Diskussion stellen wir uns.

  6. Ich finde den Beitrag bedenklich. Für mich ist das so, als ob hier einem Einbrecher Hilfestellung geleistet wird, damit er seine Spuren perfekt verwischt. Wenn diejenigen die Raubkopien nutzen von jemand betrogen oder bestohlen werden, dann wollt Ihr Eure Sachen auch wieder haben oder entschädigt werden. Und jetzt kommt mir bitte nicht wieder mit dem Argument, dass man niemandem weh tut, wenn man sich eine digitale Kopie macht. Ein gelesenes Buch, dass nicht gekauft wurde, schädigt den Autor und den Verlag und den Vertrieb.

    Wer kein Geld hat, kann sich gerne auch Bücher in der Bücherei ausleihen. Die meisten wollen natürlich nicht warten. Und wer das nicht will, sollte so fair sein, dass Buch zu bezahlen.

    • Finde-Anna-Toll sagt:

      Es gibt eben Leute die gehen mit Überzeugung gegen das UrGH vor.

      Und wie sieht es in der Kreativwirtschaft mit dem Konsum kontrollierter Substanzen aus ? Wahrscheinlich bist Du derjenige der flammende Reden gegen das BTM hält, und bei Deinem Dealer um die Ecke die Gras, Kocks oder was härteres holst .. und damit den illegalen Waffenhandel, Krieg & Terror finanzierst.

      Wieviele Sharehoster ok ja die zwei Pappnasen, schwarze Schafe gibt es leider immer.

      Und wenn Du den Beitrag und vielleicht auch diesen bedenklich findest, ist doch gut, wenigstens denkst Du ;)

      Ein gelesenes Buch, welches nicht gekauft wurde schädigt in der Tat den Autor und den Verlag.
      Das gilt aber halt auch für Bibliotheken, ja eine Vergütung gibts, aber die ist lächerlich.

      Und warum ist das so?

      Damit Menschen die sich nicht alles an „Kulturfutter“ leisten können eben auch das abbekommen. Und schon an dieser Ausnahme kann man bemerken, dass Kulturgüter eben nicht 1:1 zu kommerzialisieren sind.

    • mario sagt:

      ich finde den beitrag definitiv nicht bedenklich. man hat schon so oft von fällen gehört, wo die menschen eben nicht ihre rechte kannten und dann quasi von den beamten in eine falle gelockt wurden (zu gewissen aussagen bewegt wurden). man kann auch nicht von allen beamten ‚erwarten‘, dass sie dich ausführlich und korrekt über deine rechte aufklären.
      klar, im nachhinein kann man bestimmt irgendwie dagegen vorgehen. nur meistens bringt das dann noch wenig bis gar nichts.

      man kann sich jetzt darüber streiten – aber der vergleich mit dem einbrecher finde ich jetzt etwas bedenklich/fraglich.

      ein einbrecher in der analogen welt, wäre sowas wie ein hacker in der digitalen welt.
      hier geht es aber um uploader/downloader von urheberrechtlich geschützten werken.
      ein einbrecher begeht mit einem einbruch ja das eindringen in eine fremde privatsphäre, dazu kommt noch sachbeschädigung und der eigentliche diebstahl.
      ein hacker macht im grunde nichts anderes – halt nur digital.
      (aber lassen wir das mal an der stelle)

      wäre der beitrag jetzt in einem anderen zusammenhang geschrieben worden, wäre es dann auch bedenklich?

      was den rest angeht: piraterie schafft arbeitsplätze :P

      kleiner scherz.
      also ich könnte jetzt die moral-keule schwingen – tue ich aber nicht!
      es stimmt aber schon – wenn ich urheber wäre, und ich sehen würde, wie andere mit meinen weken geld machen, dann würde es ganz sicher nicht spurlos an mir vorbei gehen! um nicht zu sagen, ich wäre ganz schön angepisst.

      und die ganze filme-, musik-, spiele-, buchbranche(n) sollten sich mal etwas besser der zeit anpassen. ich denke da wird noch zu wenig gemacht.

      • Natürlich muss die Industrie sich der Zeit anpassen. Macht Sie ja auch in vielen Bereichen, siehe Streaming.

        Nur eine Frage: Warum muss ich ein Buch ins Netz hochladen, dass mir nicht gehört? Selbst wenn ich das Buch gekauft habe, muss ich es nicht ins Netz hochladen. Uploader wissen, dass sie etwas hochladen. Und sie wissen auch, dass das nicht korrekt ist, wenn es ein Film, ein Buch, Musik oder ähnliches ist, dass sie selbst nicht produziert haben. Ich rede jetzt von der Mehrheit und nicht einem 14-jährigen, der einfach nicht weiß was er macht.

        Ein Uploader stiehlt nicht im herkömmlichen Sinne. Er ist Hehler, der Ware »verkauft« oder »verschenkt«, die ihm nicht gehört. Und dieser Beitrag hilft dem Hehler sein Tun zu verwischen. Das finde ich nicht in Ordnung. Die Downloader sind auch nicht in Ordnung.

        Ich finde, es gibt viele Möglichkeiten (auch im Netz), um kostenlos und legal an Bücher zu kommen. Man kann Bücher tauschen, man kann Bücher ausleihen.

        Es ist doch einfach so, dass niemand mehr gewillt ist zu warten. Das ist aber kein Argument, um sich etwas zu »organisieren«, wofür man nicht eine Gegenleistung (hier Geld) bringt.

        • mario sagt:

          das verstehe ich auch. ich persönlich lade z.b. gar nichts mehr runter. und das hat nichts mit den bust’s zu tun, sondern ich habe mich aus anderen gründen dazu entschlossen.
          und ja, was die uploader angeht – das sehe ich ähnlich. da gibt es auch nichts zu dementieren. uploader wissen meistens was sie machen, und auf die uploader wird ja auch – genau deswegen – ein auge geworfen, mehr als auf die downloader.
          die zeiten werden sich bald eh noch gewaltig ändern. in vielen ländern werden ja schon gewisse seiten von den ISP‘ gesperrt.
          (nicht, dass man das nicht umgehen könnte….)

          ich glaube die „szene“ hat sich halt so entwickelt. moral? no way!
          und das ist – kann man nicht anders sagen – eine fragwürdige entwicklung. denn viele (ich war nicht anders) machen sich überhaupt keine gedanken darüber, was sie da eigentlich machen, bzw. was sie für einen schaden damit anrichten.
          was man aber erwähnen muss, und auch als positiv zu bezeichnen ist, ist die tatsache, dass bestimmte werke in den warez-boards sehr an bekanntheit gewonnen haben. ergo wurden viele werke auch gekauft, weil sie als gut empfunden wurden.
          bei büchern sieht das leider weniger danach aus, aber gut.

          und dann gibt es noch die „asi-downloader“. die laden alles runter was nicht bei 3 aufm baum ist – plump gesagt. saugen saugen saugen um jeden preis und bloß nicht für irgendwas bezahlen – außer für den hoster.

          und dann gibt’s noch die, die einfach kein geld haben um sich irgendwas zu kaufen. gut – da bin ich dann auch jemand der sagt: dann lass es doch einfach!

          nun wie gesagt, ich will hier keine moral-keule schwingen.
          die zeiten werden sich eh bald ändern. und viele – so wie ich – werden von den schiffen runter springen und den legalen weg wählen.

          • Danke für Deine Antwort. Natürlich haben die legalen Angebote durch die Piraterie schneller zugenommen. Da musste einfach etwas passieren. Leider verlassen wir langsam die Ära, in welcher das Internet noch Neuland (!sic) war. Jetzt wird viel kommerzialisiert und das ist wirklich schade. So ist das leider, wenn man älter und »erwachsener« wird.

            • mario sagt:

              morgen ^^

              „So ist das leider, wenn man älter und »erwachsener« wird.“

              wenn nicht zu sagen = weiser :-)

              ich will jetzt nicht zu weit abdriften, aber nächsten monat sollen die freihandelsabkommen abgeschlossen werden. z.b. das TTIP zwischen USA und EU.
              so ziemlich alles wird geheim gehalten – wenn es nicht leute geben würde, die die unterlagen leaken, weil sie eben kritisch darüber denken.
              (wird trotzdem so gut wie es nur geht geheim gehalten)

              wie dem auch sei.
              auf jeden fall sind die abkommen nur von lobbyisten geschaffen worden.
              (zu 95%)
              wenn man sich das mal anguckt, dann werden da auch sachen wie urherberrecht, copyright und ‚raubkopie‘ usw. genannt.
              man sollte jetzt nicht jedes wort auf die definition zerpflücken – denn das ändert nichts an dem vorhaben.
              wir leben in zeiten von kapitalismus und globalisierung!

              das hat natürlich große folgen!
              denn das wir jetzt erleben, ich meine bald, das hat verdammt große auswirkungen auf uns alle!!!
              wie ich sagte, werden sich die zeiten bald sehr (bald sehr – nicht sehr bald!) ändern!

        • Esther sagt:

          Hallo Mo,

          deine Sicht kann ich gut verstehen. Ich stimme dir sogar zu: Up- und Download illegaler Kopien sind moralisch nicht gerechtfertigt.

          Das nützt dir und deinen Autorenkollegen nur leider nicht viel – eine brauchbare legale Leihmöglichkeit gibt es erst in Ansätzen und wer dich erst einmal an Ebooks gewöhnt hat mag oft nur ungern in gedruckten Büchern lesen.

          Außerdem ist es moralisch auch nicht so ganz gerechtfertigt für Ebooks trotz deutlich niedrigerer Kosten kaum weniger zu verlangen als für gedruckte Bücher und dem Kunden dann auch noch den Wiederverkauf, das Leihen im privaten Umfeld oder das Lesen auf dem Gerät der eigenen Wahl zu verbieten. Außerdem darf der Kunde nicht einmal wählen, ob er seine Bücher z.B. mit oder ohne Silbentrennung, im Flatter- oder im Blocksatz mit oder ohne Leerzeile zwischen den Absätzen lesen möchte. Das und sehr viel mehr kann man mit calibre einstellen – wenn das Buch keinen Kopierschutz hat. Das ist eine Einladung den Kopierschutz zu entfernen. Damit ist die Grenze zum Illegalen bereits überschritten – und die Hemmschwelle ein Buch auch noch auf einer Tauschbörse zur Verfügung zu stellen niedriger.

          Offensichtlich müsste man schon das Internet im Ganzen abstellen um illegale Kopien zu verhindern. Ebenso offensichtlich hat sich – zumindest im Fall kinox.to – bereits eine Form organisierter Kriminalität herausgebildet, die niemand wollen kann.

          Etwas muss sich ändern – und zwar nicht auf Kosten der Autoren. Euch braucht man schließlich, damit es überhaupt etwas zum Herunterladen gibt.

          Ich fürche nur momentan weiß niemand, wie es weitergehen soll.

          Esther

          • Die horrenden Kosten für Ebooks in Deutschland kann ich auch gar nicht verstehen. Kauft man die Originale, z.B. das Game of Thrones 4-Book Bundle zahlt man für dicke Bücher schlappe 18€. Wenn das nicht fair oder preiswert ist.

            Aber ich muss noch einmal betonen: Es gibt seit Jahrzehnten legale Möglichkeiten Bücher »kostenlos« auszuleihen. In Köln ist die Zentralbibliothek voll. Dort kann man Bücher mittlerweile auch elektronisch als Ebook ausleihen. Man kann es vormerken und bekommt es dann.

        • John Sinclair sagt:

          Seien wir doch ehrlich:
          Jemand, der nicht bereit ist, für dein Buch zu zahlen, wirst du nicht zwingen können.
          Und jemand, der den Wert deines Buches zu schätzen weiß, wird es sich kaufen.
          Durch Verbot oder Zwang wirst du keinen Käufer hinzugewinnen.
          Und es wird immer Möglichkeiten geben, kostenlos an ein Buch zu kommen.

    • Finde-Anna-Toll sagt:

      Ich habe Dir den Hinweis gegeben, dass auch eine späte Einsicht nicht schlecht sein kann. Zumal ein „Domino-Effekt“ zu befürchten war – und noch immer ist.

      Und ich bin eben der mit dem Herz für Uploader!

      Und nebenbei auch jener der die Börsianer im Bezug auf „tarnkappe“ zu sensibilisieren Versucht. Wenn ein Journalist keine Interviewpartner mehr hat, dann trocknet der Sumpf aus.

      • Perseus sagt:

        „Da bei der TK leider keine derartigen, aus meiner Sicht durchaus relevanten Themen in-depth abgehandelt werden…“ – das ist es! Wir brauchen jemand der das macht. Das bist Du! You know what i mean… guest-article :-)

        • mario sagt:

          ja, aber dann bitte nicht auf englisch :P

          • John Sinclair sagt:

            Peinlich, peinlich, diese Penetranz.
            Gastartikel, dein Lieblingswort?
            Sie werden sich schon melden, wenn sie dazu bereit sind.
            Ich würde mich allerdings nicht als kostenloses Zugpferd missbrauchen lassen.
            Und solange Spiegelbest diesen Blog verwässert, sowieso nicht.

            • mario sagt:

              na, ich habe lars heute morgen schon eine email geschrieben und haben uns etwas unterhalten. schon da hatte ich ihn mal angesprochen wie das hier so läuft mit den gastartikeln. also lange vor perseus‘ antwort ;-)
              ich hätte da schon eine idee, auch weil es viele leute betrifft.
              nur bin ich nicht so gut darin, mich autor-mäßig zu artikulieren. ich denke das würde sich sehr komisch lesen – daher denke ich, dass ich drauf verzichte.

              • Perseus sagt:

                genau die selben Gedanken wie Mario hatte ich früher auch. Hätten mich nicht vor Jahren Redakteure angesprochen, ich solle was schreiben, würde ich das heute und morgen immer noch nicht tun… Stil und REchtschreibfehler erhalten eine Demokratie NICHT sondern Gedanken. Im Leben braucht es oft Anstösse & Ermunterung von aussen. Vorschlag: Du schreibst – wenn nötig formuliere ich um als Ghostwriter – dann entscheidest Du ob so ok. Du behälst alle Rechte. So hat man mich unterstützt damals, das hat geklappt. Ich hab einiges gratis bekommen im Leben von Leuten – sie gaben es mir weil sie es bekamen von anderen. Also gebe ich weiter an andere. Und Du gibst später auch wieder weiter an andere – das ist der Kreislauf des Lebens – das bringt uns als Menschheit weiter… Du kannst auch Deinen eigenen Blog machen, ich helfe Dir…

              • John Sinclair sagt:

                Die Penetranz, die Meister Perseus an den Tag legt. Momentan fordert er in jedem zweiten Kommentar gebetsmühlenartig zum Erstellen von Gastbeiträgen auf.

                Dieser Blog möchte sich mit fremden Federn schmücken und sucht kostenlose Aufwerter.
                Nur jeder, der aktuell hier seinen guten Namen hergibt, verbrennt ihn – alle wissen, warum.

                Mario, wenn du einmal diesen Wunsch äußerst, ist das natürlich nicht penetrant. Du warst nicht gemeint, sondern Perseus, der Blogmitbetreiber – der sicherlich auch mit ernten möchte, sollte der Blog mal irgendwann etwas abwerfen.
                Aber dazu müsste man erstmal seriöser werden.

              • mario sagt:

                wenn ich eine bessere seite wüsste, die die kriterien erfüllt, würde ich sie dir auch mitteilen ^^

            • Perseus sagt:

              Keinem spreche ich seinen Idealismus ab … Ach das hatten wir schon – siehe oben. Es gibt Leute, die gerne würden sich aber nicht trauen. Du bist anders: Du traust Dich, aber würdest nicht. Ja ich arbeite kostenlos, hoffe aber nicht zwecklos… ;-)

            • Perseus sagt:

              Sb steht weder vor mir, noch neben hinter über mir – ich bin meine eigene Reihe…. :-)

        • John Sinclair sagt:

          Langsam wirken deine Aufforderungen zum Artikelschreiben penetrant, Perseus.
          Was sucht ihr?
          Billige (=kostenlose) Schreiberlinge, die das Niveau dieses Blogs heben?
          Dann solltet ihr Spiegelbest zuerst Schreibverbot erteilen.
          Wenn man sich die Vielzahl der Sinnlos-Artikel anschaut, die meist von Spiegelbest stammen, gewinnt der objektive Leser den Eindruck, dass sich Herr Sobiraj dem Druck ausgesetzt wird, um jeden Preis mindestens täglich einen neuen Artikel zu bringen.

          Dass das auf Kosten der Qualität geht, ist mehr als offensichtlich.

          • mario sagt:

            aber SB muss man in einem punkt positiv werten —> er schreibt keine höchst-spekulativen artikel mehr. ;)
            (nicht beiträge!)

          • Perseus sagt:

            Keinem spreche ich seinen Idealismus ab – auch Dir nicht. Viele engagieren sich irgendwie. Z.B. einen Blog zu betreiben zu Kochrezepten oder Schöner-Wohnen. Dafür Respekt – auch wenn eine Gesellschaft wegen falschen Tapetenfarben oder Kochrezepten nicht zugrunde geht – wohl aber wegen falschen Ideologien. Tatenlos zusehen oder sich engagieren? Dann lieber penetrant Leute einladen zum mittun: ob Gastartikel schreiben oder selber einen Blog machen – das finde ich gleich gut. Das wir alle kein Geld bekommen für Artikel und das die Werbung lange nicht die Technikkosten deckt, kann sich jeder denken. Das Niveau des Blogs hebst Du sicher über Deine Artikel, sicher nicht über Deine Kommentare.

      • Finde-Anna-Toll sagt:

        Ich helfe gerne wo ich kann! Aber mein Mitleid für Dich hält sich in Grenzen,
        No pain, no gain.

        – sorry ich Antworte hier gleich mal mit auf diesen Post (https://tarnkappe.info/meinung-jedem-troll-seinen-beitrag/#comment-1709306697) macht es einfacher.

        Es gibt einen fließenden Übergang zwischen erlerntem Wissen, der
        Fähigkeit der Anwendung dieses Wissens und der – erst durch diese
        Primärschritte ermöglichten – Schaffung des „Neuen“ – und das ganze nennt man Kultur.

        Du bist nur in der Lage so etwas „Neues“ was auf der Höhe der Zeit ist zu
        schaffen, weil Du Zugang zur aktuellen Bildung hast und Dir
        Kulturtechniken der Wissensaneignung vermittelt wurden.

        Dass kann man natürlich in einem Einzeiler nicht wirklich unterbringen, sonst würde man den geneigten Bild-Leser verscheuchen.

        Und das mit der Feldstudie, naja, kann man drüber denken was man möchte,
        nur überraschen tut es mich tatsächlich nicht, ich bin hier generell von einer Beobachtungssituation ausgegangen.

        Wie Du Dich ggf. erinnerst habe ich in einem meiner anderen Posts
        daraufhingewiesen (Thema verhaltensbasierte Korrelation, trennen von
        OT-Account, UPPER-Account und LEECHER-Account, Angleichung des
        Postingverhaltens).

        Das ist in der Tat eine Defensivsicht (Beutesicht – Schwarze Figuren) mein Ziel ist aber auch kein Schachmatt, sondern ein Remis und ein Remis ist ein Sieg – für die Beute. (Schach ohne König, und ein Kaiser ist eine schwache Struktur)

        Diese Beute wie Du sie von Deinem hohen Ross siehst, ist enorm
        regenerationsfähig, und darin unbesiegbar. Napster – Torrent – OCH –
        megaupload-„burst“ – Dezentralisierung – Rezentralisierung –
        (dernächste-„Burst“-kommtbestimmt)

        Also kurz zusammengefasst, das ganze „Gefasel“ von Beute und Räuber-Denken ist auf kurze Sicht interessant, weil man eben einige kleine „Fische“ aus dem Schwarm fängt, sich freut und sich ne goldene Rolex kauft.

        Aus der strategischen Sicht ist die Räuberseite hier bislang immer im
        Hintertreffen. Und die Erfolge sind einzige und allein auf schwache
        Beute oder schwache Strukturen zurückzuführen.

        Der schwachen Beute versuche ich die Situation begreiflich zu machen in der sie sich befindet und einfach mal erprobte und wirksamme Defensivstrategien beizubringen.

        Dazu gibt es die neckische Frage gibt es mehr Beute oder mehr Räuber ?
        https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4uber-Beute-Beziehung

        Aber wenn Du hier hier schon beim lustigen Profilieren sind, bitte mache doch folgende Vorhersagen bezüglich meiner Person ;)

        – Beruf
        – Alter
        – Bildungsgrad
        – bin ich wirklich ein Upper ? ;)

        Und sag mir bitte jetzt nicht, dass diese Punkte in der Studie nicht gescored werden würden.

        Solche
        Studien macht man schließlich um die richtigen Hebel zu identifizieren
        um Denkmuster – wenn man diese versteht – in seinem Sinne beeinflussen
        zu können. Ich verfolge jedoch die selbe Agenda nur eben mit einer
        anderen Zielsetzung.

  7. Esther sagt:

    Ein durchdachter ausgewogener Beitrag zum Dran Freuen :-))

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