Interview mit Wire: bitte Fragen, Feedback & Vorschläge einreichen

Der Hersteller des Messengers Wire ist zu einem Interview mit Tarnkappe.info bereit. Man ist zudem an Feedback und Verbesserungsvorschlägen interessiert.

Wire

 

Das Team von Wire (Messenger) ist zu einem Interview mit den Lesern von Tarnkappe.info bereit. Doch auch Euer Feedback und alle möglichen Verbesserungsvorschläge sind an dieser Stelle gefragt, damit die App in Zukunft noch besser wird. Wir kommen dem Wunsch der Macher nach mehr Feedback und mehr konkreten Verbesserungsvorschlägen gerne nach. Deadline für alle Einreichungen ist der 3. März 2017.

Eines steht fest: Wire hat viel Konkurrenz. Im Vergleichstest des Schweizer Vereins Digitale Gesellschaft landet die App im oberen Drittel, die Spitze führen allerdings Tox, RetroShare und Jabber (XMPP-Protokoll) inklusive OTR-Verschlüsselung an. Windows-User nutzen dafür Pidgin, auf dem Mac ist Adium für Jabber und andere Protokolle vorherrschend. Die kleinen wie großen kommerziellen Wettbewerber landen beim Vergleich der sichersten und nachhaltigsten Messenger alle weit unten. So auch Viber, WhatsApp, der Facebook Messenger oder beispielsweise Snapchat, was sich rein theoretisch auch zur reinen Kommunikation eignet.


Wire: Feedback & Verbesserungsvorschläge wanted!

Weil der Messenger so neu ist, haben viele Leser zuvor noch nie etwas davon gehört. Das würden wir gerne ändern und kamen aufgrund der vielen Reaktionen bei uns auf die spontane Idee, die Macher um ein Interview zu bitten.

Doch diese Aktion soll noch darüber hinaus gehen. Die Macher wünschen sich das ungefilterte Feedback der Nutzer. Jetzt mal ganz ehrlich: Was gefällt Euch an dieser App bzw. der Desktop-Version? Was könnte man besser machen? Bei uns fiel vor allem die im Vergleich zu anderen Programmen doch recht geringe Größe positiv auf. Auf Mac OS X müssen auf der Festplatte nur knapp 46 MB freigemacht werden, kleiner ist beispielsweise Telegram mit knapp 25 MB. Die meisten Messenger sind diesbezüglich weit hungriger, was den Arbeitsspeicher und die Festplattenkapazität betrifft.

Doch auch konkrete Verbesserungsvorschläge sind gefragt: Welche Funktionen fehlen bei dieser Software, damit sie Euch künftig noch besser gefällt? Und auch: Was könnte man schlichtweg besser lösen? Wo besteht Nachholbedarf im Vergleich zur Konkurrenz? Was würdet Ihr anders machen?

Deadline für Fragen ist der 3. März 2017

Die Entwickler werden Eure Ideen und Vorschläge auf jeden Fall zu Gesicht bekommen und hoffentlich auch beherzigen.
Der Einsendeschluss für alle Fragen, Euer Feedback und Eure Vorschläge ist der 3. März 2017. Wir haben schon die ersten Fragen erhalten, die wir auf diesem Weg schon mal als Inspiration vorab veröffentlichen möchten:

  • Warum fehlen in der Auflistung auf der hauseigenen Webseite von Wire so viele andere Clients, wie etwa Mumble, Tox etc. ?
  • Was ganz genau versteht der Anbieter unter den anonymen und nicht anonymen Daten? Wieso eigentlich diese Unterscheidung?
  • In welchem Zeitraum werden vom Hersteller „anonyme und nicht anonyme Nutzer-Daten“ abhängig von ihrer Herkunft gespeichert? Steht dies im Zusammenhang mit der juristischen Lage des jeweiligen Herkunftslandes, oder ist dies bei Wire einheitlich geregelt? Aus den AGB, Richtlinien zum Datenschutz etc. war dies nicht eindeutig zu entnehmen.
  • Findet eine Weitergabe dieser (anonymen bzw. nicht anonymen) Daten statt? Wenn ja, unter welchen Umständen und an WEN genau?
  • Wie will sich Wire in Zukunft finanzieren, sobald das Venture-Kapital aufgebraucht ist? Ganz ohne Einnahmen wird’s eben nicht gehen, auch Informatiker haben Hunger und Durst, oder?

Über weitere Fragen hier im Kommentarbereich, wie üblich auch in den Foren ngb.to und Szenebox.org, würden wir uns sehr freuen! Nach Ablauf der Deadline stellen wir alle Fragen zusammen und übermitteln sie dem Team von Wire.

Tarnkappe.info

Über den Autor

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.