Google Chrome: KickassTorrents & Co. gesperrt

Article by · 11. Juli 2015 ·
every time you torrent god kills a cinema

Foto: Claire Rowland, thx! (CC BY 2.0)

Nutzer des Browsers Google Chrome werden seit heute auch in Deutschland daran gehindert, diverse Filesharing-Portale wie KickassTorrents zu besuchen. Über die Blockade der P2P-Indexseiten wurde in Übersee erstmals gestern berichtet. Seit Samstag Mittag betrifft sie auch deutsche Nutzer. Update: Die meisten Warnhinweise wurden wieder deaktiviert.

Als TorrentFreak gestern berichtete, dass KickassTorrents, Torrentz, ExtraTorent und RARBG für Nutzer des Browsers Google Chrome gesperrt sind, war die Warnung vor Schadsoftware hierzulande noch nicht aktiv. Das hat sich heute geändert. So probierte auch unser Leser Alex ohne Erfolg die Domains kat.cr und kickass.to aus. Wer KickassTorrents ohne Umwege besuchen will, kann dafür momentan noch kickasstorrents.pw oder kickasstorrents.eu benutzen. Ansonsten erscheint die rot unterlegte Meldung, dass die Webseite, die man aufrufen möchte, schädliche Programme enthalten soll. Die gleiche Informationsseite wird einem schon seit mehreren Wochen angezeigt, sofern man der Kinokiste einen Besuch abstatten will.

kickasstorrents warnmeldung chrome

kat.cr ist gesperrt

KickassTorrents: keine Schadsoftware bekannt

Auf Anfrage von Ernesto gaben die Betreiber von KickassTorrents, Torrentz und RARBG bekannt, dass sie schlichtweg nicht wissen, wie es zur Verbreitung von Schadsoftware über ihre Portale gekommen sein soll. Möglicherweise gibt es Probleme mit der Online-Werbung für eine Toolbar, die sich zu tief in das Betriebssystem der Nutzer einnistet, so wird vermutet. Das Team von Extratorrent kann sich das Vorgehen von Google auch nicht erklären. Es gebe dort keine schädlichen Programme, die als Drive-By-Trojaner etc. hinterlegt wurden. Auch gebe es keine Probleme bei der Benutzung einer der anderen Browser wie dem Safari, Opera oder Mozilla Firefox. Man werde Google kontaktieren, um die Problematik aus der Welt zu schaffen. Entgegen des Artikels von TorrentFreak betrifft die Sperre mittlerweile auch die Meta-Suchmaschine torrentz-proxy.com, die die Suchergebnisse aus 26 verschiedenen Datenbanken zusammenfasst.

Zensur?

Dgoogle chrome gitterie P2P-Webseiten ExtraTorrent und RARBG wurden nach den Anfragen der Betreiber bei Google wieder entsperrt. Dafür soll es in den USA mittlerweile sogar zu Problemen mit dem Firefox kommen, sofern man dort eine der großen Filesharing-Indexseiten besuchen will. Die fehlende exakte Begründung, was im Detail auf den betroffenen Seiten vor sich gehen soll, macht es unmöglich, die Richtigkeit der Warnmeldungen nachzuvollziehen oder zu überprüfen.

So langsam riecht das Ganze nach Zensur, die man in dieser Ausprägung von Google nicht kennt. Eigentlich hat sich der Suchmaschinen-Riese zum Ärger der Rechteinhaber stets auf die Seite der Online-Piraten gestellt, weil diese die Attraktivität ihrer eigenen Online-Angebote maximiert. Im Zuge der aktuellen Ereignisse muss man sich zudem fragen, ob überhaupt die Sperre von kkiste.to gerechtfertigt war (siehe Video unten).

Update:

Die Warnhinweise bei kat.cr, kickass.to und torrentz-proxy.com wurden zwischenzeitlich deaktiviert.

Mehr zu diesem Thema:

Flattr this!

10 Comments

  • comment-avatar

    Werner

    Sartseite.to da habt ihr saubere Warez Webseiten! http://www.computerbild.de/fotos/cb-Tests-Sicherheit-Diese-Download-Portale-sollten-Sie-meiden-10937710.html da gibt es doch keine viren!

  • comment-avatar

    Lanzi

    Es riecht langsam nach Zensur? Wer es riecht “langsam” sagt, hat sich noch nie angesehen was ihm Google News zum Weltgeschehen automatisch anbietet – automatisiert gibt es dort nur Mainstreampresse ;) also nicht langsam, sondern ganz klar und schon recht lange – und ganz außerhalb der Piratenszene!

    • comment-avatar

      michel

      nicht nur google!
      SÄMTLICHE relevante medien verbreitenden firmen und konzerne WELTWEIT, befinden sich in circa ein dutzend händen!

      bei uns hier ist es extrem, da es in einem nicht souveränen und besetzten land sowas wie presse freiheit niemals geben wird!

  • comment-avatar

    die seiten haben keine viren, oder man kann nicht richtig bedienen

  • comment-avatar

    Tja, bisher hat euch Google nur über die Schulter geblickt, wenn ihr durchs Web gesurft seid (und natürlich alles schön gespeichert und bei Bedarf an die Leisetreter weitergegeben). Das habt ihr euch brav gefallen lassen. Jetzt möchte Google halt auch ein wenig mitreden, was ihr aufruft und was nicht. Ihr werdet euch sicher auch daran gewöhnen…

  • comment-avatar

    michel

    oder man nimmt einfach einen nicht zionistischen browser.
    aber he, google sind ja die guten, sagen sie ja selber, also wird es stimmen müssen:
    don’t be evil……

  • comment-avatar

    anonymous

    Selbst schuld, wenn man die Funktion “Phishing- und Malware-Schutz aktivieren” aktiviert! Wer braucht so ein Schutz? Einen Browser geht es einen scheiß dreck an, auf welchen Seiten man surft! Opera macht auch so ein scheiß, allerdings hinter dem rücken der User und sendet einfach anfragen an einen Opera Server, der die Webseite überprüft! Was soll der scheiß! Das nenne ich Zensur aber diese scheiß Phishing- und Malware-Schutz Sachen von Browser Herstellern bringen eh nichts, da die abgesprochen sind, demnach ist das eine Softwarezensur, welche 100%ig gekauft wurde. Ähnlich wie beim ach so beliebten AdBlock Plus.

  • comment-avatar

    karl ranseier

    Man kann auch einfach den Phishing und Malware “Schutz” in Chrome ausschalten dann hat man Ruhe.

    • comment-avatar

      Du bist mein Held im Erdbeerfeld. Ich habe das gestern eigenhändig MEHRFACH ausprobiert, gestern war die Sperre aktiv!

      • comment-avatar

        Ja, bei mir und einem Leser, der sich per Twitter gemeldet hat, eben nicht. Frag mich nicht, woran es lag. Ich glaube es dir ja auch ohne Screenshot.


Leave a comment