Datei.to: Filehoster hat das Zeitliche gesegnet

Der Filehoster Datei.to ist nicht erreichbar. Es ist nicht mehr möglich, eine Verbindung zum entsprechenden Webserver aufzubauen. Dem Webwarez-Portal Goldesel.to geht neben OpenLoad ein weiterer Sharehoster verloren.

Ende Gelände bei Datei.to. Der Online-Anbieter für Speicherplatz, der sich früher Sharebase nannte, hat offenbar die Segel gestrichen. Hauptkunde war das populäre Webwarez-Portal Goldesel.to. Die Uploader mussten kürzlich schon auf die Einnahmen bei OpenLoad verzichten, weil dieser Szenehoster von der ACE vom Netz genommen wurde. Jetzt ist offenbar der nächste Anbieter dran.


datei.to screenshotDatei.to – spezialisiert auf die deutschsprachige Szene

Datei.to war weitaus kleiner und hatte sich lediglich auf das deutschsprachige Publikum spezialisiert. Dort gab es bis zu fünf GB Online-Speicherplatz für umsonst. Laut dem Analyse-Tool Similarweb generierte der Sharehoster etwas über eine Million Seitenzugriffe im September diesen Jahres. Doch die Angaben sind bekanntlich recht ungenau. Auch deswegen, weil der asiatische Raum nicht bei der Schätzung mit eingeschlossen wird. Die einzigen verweisenden Seiten waren der Link-Anonymisierer dref.pw und Goldesel höchst selbst.

Die Angst geht um…

Die Gründe für das Aus sind nicht bekannt. Wahrscheinlich hat man nach dem Bust von Share-Online.biz und dem Takedown von OpenLoad, Steamango & Streamcherry bzw. der Aufgabe von Rapidvideo die Stecker aus der Wand gezogen. Bei der anhaltend kritischen Lage geht bei einigen Anbietern die Angst um. Keiner will der nächste sein, der Schadenersatzzahlungen an die Filmfirmen bezahlen muss. Natürlich will auch niemand freiwillig die Polizei zu Besuch bekommen. Fühlte man sich im Hoster-Bereich bisher recht sicher, so hat sich dies in den letzten Wochen geändert.

datei.toDer Betreiber von Goldesel.to, der sich Pablo nennt, hat keine Probleme mit dem Ausfall. Er hat noch genügend viele Filehoster für kleine und große Archive im Angebot. Daneben stehen auch Streaming-Hoster für Filme zur Verfügung. Außerdem werden teilweise eDonkey2000- und Magnet-Links für den P2P-basierten Transfer angeboten. Für einige Uploader dürfte das Ende von Datei.to hingegen recht ärgerlich sein.

Tarnkappe.info

Beitragsbild von Kristopher Roller von Unsplash

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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