Bitdefender im Interview: Fragen bitte jetzt einreichen!

Die PR-Agentur touchdown ermöglicht den Dialog mit Bitdefender. Seit bald 20 Jahren stellt das Unternehmen ihre eigene Antiviren-Software her.

Microphone, Interview, Lee Soo hyun
Bildquelle: Lee Soo hyun

Wir werden ein Interview mit dem aus Bukarest stammenden Antiviren-Hersteller Bitdefender durchführen. Ihr habt ab sofort bis zum 26. Mai Zeit, euch ein paar spannende und herausfordernde Fragen auszudenken. Sie selbst bezeichnen sich als „Weltspitze in Cybersicherheit„.

Bitdefender ist in Wahrheit einer der eher kleineren Vertreter und stammt ursprünglich aus Rumänien. Dies ist bei uns nicht das erste Interview dieser Art. 2013 „druckte“ ich ein Interview aus dem Jahr 2008 mit Eugene Kaspersky, dem Gründer und Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens, ab. Der Repost stammt ursprünglich vom IT-Portal gulli.com. Doch die dortigen Inhalte sind leider alle nicht mehr im Internet verfügbar. Der Inhalt des Gesprächs wäre sonst, wie vieles aus dem Portal und g:b Forum, für immer verloren gegangen. An den verschwundenen Interviews, Foren-Postings und Artikeln hat sich leider auch seit der letzten Übernahme von gulli nichts geändert.

Bitdefender – wie will ein kleiner Anbieter gegen die übermächtige Konkurrenz punkten?

bitdefender logo

Bitdefender bietet ganz viel von den Produkten und Dienstleistungen an, die auch die Konkurrenz verkauft. Bei meinem Test fiel mir auf, dass mich die Software bei der Nutzung von macOS nicht weiter stört. Das mag zunächst profan klingen. Doch das gleiche kann ich von anderen Antiviren-Lösungen wahrlich nicht behaupten.

Bei einem Konkurrenten, den ich namentlich nicht nennen möchte, dauerte nach der Installation plötzlich der Bootvorgang ein Vielfaches an Zeit. Auch die reine Benutzung von macOS war danach so langsam, dass ich das Schlangenöl sofort wieder von meinem MacBook Pro entfernt habe. Fefe bezeichnet übrigens wirklich jede Antiviren-Lösung als „Schlangenöl„.
Was haltet ihr davon? Kann man als vorsichtiger Nutzer, der alles Neue in einer Sandbox oder mittels VirusTotal prüft, ganz auf Antiviren-Programme verzichten? Sollte man das, sofern man hin und wieder einen Crack benutzt, tun?

Ist der Einsatz sinnvoll? Oder ist das ein weiteres „Schlangenöl“?

Was aber viel wichtiger ist: Was wollt ihr von Bitdefender eigentlich wissen? Ihr dürft denen gerne auf den Zahn fühlen. Die vermittelnde Marketingfirma weiß, dass kritische Fragen auf Bitdefender zukommen werden. Bei Bedarf haken wir dann gerne nochmals mit Rückfragen nach, wenn uns die Antworten zu seicht oder zu ausweichend erscheinen. Die Jungs sind natürlich mit allen Wassern gewaschen und möchten vermeiden, dass ihr Kunde in einem schlechten Licht erscheint.

Wir alle werden uns beim Stellen der Fragen bzw. Rückfragen anstrengen müssen, wenn kein seichtes PR-Geplänkel dabei herauskommen soll…

Bitdefender

Was wollt ihr Bitdefender fragen?

Gibt es vielleicht irgendwelche peinlichen Vorfälle oder sonstige Probleme, auf die ihr Bitdefender ansprechen wollt? Hier kann man sich einen recht guten Überblick über die Firmengeschichte anschauen, die leider nur noch bei der WayBack Machine verfügbar ist. Die Software gibt es auch für Android und iOS. Ist das bei Apple-Geräten ohne Jailbreak überhaupt nötig? Die Cupertinorianer sperren uns ja sowieso schon in einen goldenen Käfig ein, in den Schadsoftware nur schwerlich eindringen kann. Klar, knacken bzw. den Schutz überwinden, kann man mit dem entsprechenden Aufwand immer. Doch für wie lange? Apple reagiert bekanntlich zumeist zeitnah auf die Meldung von kritischen Sicherheitslücken.

Und wie schaut es mit dem hauseigenen VPN von Bitdefender aus, muss das sein? Wieso setzt jetzt eigentlich jeder Hersteller von Antiviren-Suites gleichzeitig auf die Vermarktung eigener VPN-Dienstleistungen? Einfach nur, weil man damit viel Geld verdienen kann?

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Das Dashboard: übersichtlich, weil ohne Schnickschnack. Was fällt euch sonst noch ein? Im Foren-Thread sind diesmal wieder ausschließlich Fragen und keine Kommentare erwünscht. So etwas wie „Die Software XY ist aber besser als ABC“ oder „Die sind sowieso unfähig“, „Nutzt einfach Linux“ etc. werden wir direkt löschen. Warum? Nicht, weil wir diese Aussagen zensieren wollen, sondern gewünscht sind an dieser Stelle nur Fragen. Nichts als Fragen!

Abschließend ein herzliches Dankeschön an Guillermo Luz-y-Graf von der Touchdown PR Ltd. für die Vermittlung. Die PR-Agentur vertritt übrigens auch den Webhoster Leaseweb. Das wäre durchaus ein weiterer spannender Kandidat für ein Interview. Doch eins nach dem anderen…

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.