Korbunio
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Bildquelle: ChatGPT

KorbKlar wurde zu Korbunio: Der Umbau einer Preisvergleichs-App

Korbunio ersetzt KorbKlar und wird zur nativen Preisvergleichs-App: Händlerangebote, Treueprogramme und der aktuelle Entwicklungsstand.

Aus dem ursprünglichen „KorbKlar” wurde inzwischen notgedrungen „Korbunio”. Ein doppelt genutzter Name ist ungünstig und hätte wahrscheinlich früher oder später für juristische Probleme gesorgt. Der neue Name war jedoch nur ein kleiner Teil der Änderungen. Der eigentliche Umbau betraf die Anwendung selbst – und exakt an dem Punkt wird es für unsere Leserinnen und Leser spannend.

Am Anfang der Entwicklung war die App deutlich einfacher aufgebaut

Hier die Verlinkung zu unserem GitHub-Repository, wo man auch einige weitere Erläuterungen finden kann. Und von dort bekommt man die APK-Datei, um sie auf dem eigenen Android-Gerät zu installieren. Also, wie funktionierte das Ganze? Eine Docker-Anwendung sammelte die Angebote verschiedener Händler, bereitete die Daten auf und stellte sie für den Preisvergleich in der Oberfläche bereit.

Das funktionierte nach anfänglichen Problemen und mit Hilfe aus der Community sehr gut. Mit jedem weiteren Händler wurde jedoch deutlicher, wo die Grenzen dieser Lösung lagen. Nicht der Vergleich selbst war das Problem, das immer spürbarer wurde, sondern die Daten dahinter.

Wer heute Angebote von Supermärkten automatisch vergleichen möchte, stößt schnell auf massive Hürden. Viele Händler bauen ihre Webseiten inzwischen dynamisch auf, ändern regelmäßig ihre Systeme oder setzen zusätzliche Prüfungen ein. Was im Browser angezeigt wird, lässt sich deshalb nicht dauerhaft automatisch über einen eigenen Server ordentlich abrufen.

Das zeigte sich besonders deutlich bei großen Anbietern wie REWE. Sobald ein Händler etwas an seiner Technik ändert, müssen wir die eigene Anbindung erneut anpassen. Bei mehreren Händlern wird daraus schnell eine große Dauerbaustelle. Vor allem wäre es ein Zeitaufwand für eine Dienstleistung, die wir komplett gratis anbieten. Bei dem permanenten Aufwand, der dabei entstanden ist, wären das bei einem gemeinnützigen Projekt höchst ungünstige Voraussetzungen. Auch wenn es andere Stimmen gab, es gab nie Pläne diese App zu monetarisieren. Und das bleibt auch so. Wer uns unterstützen möchte, kann uns gerne eine kleine Spende als Support schicken. Wir mussten uns also etwas Neues einfallen lassen.

Die bisherige Lösung mit einem zentralen Docker-Server stieß nämlich an ihre Grenzen. Die App musste anders aufgebaut werden. Anstatt alle Daten zwingend über einen Server laufen zu lassen, verarbeitet die neue native Version viele Bereiche direkt auf dem Gerät und speichert die Daten lokal.

Einkaufswagen

Die App läuft künftig ohne eigenen Server

Der Docker-Container bleibt aber trotzdem bestehen. Wer Korbunio selbst betreiben möchte, kann dies weiterhin tun. Wir werden die Docker-Version weiterhin pflegen. Sie richtet sich an alle, die einen eigenen Server betreiben oder eigene Anpassungen vornehmen wollen.

Die normale Nutzung soll jedoch einfacher werden. So braucht die native Android-App künftig keinen eigenen aufgesetzten Korbunio-Server mehr. Die App verarbeitet die Daten direkt auf Deiner Hardware und speichert wichtige Informationen sowohl lokal als auch offline.

Der Wechsel zu einer nativen App war trotzdem mit mehr Aufwand verbunden, als anfangs geplant war. Viele Funktionen liefen bisher im Backend. Diese Bereiche mussten neu konzipiert und aufgebaut werden, damit die App unabhängig vom Server zuverlässig arbeiten kann. Mit der Version 1.34 gibt es jetzt einen nutzbaren Stand der nativen App. Einige kleinere Macken sind noch vorhanden und werden in den nächsten Versionen behoben. Der große technische Umbau ist damit abgeschlossen.

Warum aus KorbKlar Korbunio wurde

Die Umbenennung hatte ein leider wichtigen Grund. Der Name „KorbKlar” war problematisch, da es bereits einen Korbverkäufer mit diesem Namen gibt. Um mögliche Namenskonflikte und Verwechslungen zu vermeiden, haben wir das Projekt in „Korbunio” umbenannt.

Der Wechsel war jedoch nicht nur ein neues Label auf dem alten Produkt. Neben dem Repository mussten auch verschiedene Verweise und technische Bestandteile neu aufgebaut und angepasst werden, was von Softwareentwicklern sehr gerne unterschlagen wird.

Weniger Abhängigkeit von Drittanbietern

Beim Umbau spielte der Datenschutz selbstverständlich die wichtigste Rolle. Korbunio soll nicht davon abhängig sein, dass irgendwo ein zentraler Server läuft, der alle Daten sammelt und verarbeitet. Die App verarbeitet alles direkt auf dem eigenen Gerät.

Dabei geht es nicht darum, lästige Schutzmechanismen der Händler zu umgehen, was wiederum rechtliche Probleme nach sich ziehen könnte. Ein Beispiel dafür ist der Einzelhändler Müller. Wenn dort eine Captcha-Prüfung notwendig ist, versucht Korbunio nicht, diese im Hintergrund mit irgendwelchen Methoden auszuhebeln.

Die Prüfung findet auf dem eigenen Gerät statt, wird vom Nutzer bestätigt und anschließend lädt Korbunio die Daten ganz normal für die Offline-Nutzung. Dadurch ist die Anwendung weniger von einzelnen Diensten abhängig. Außerdem behält man so mehr Kontrolle über die eigenen Daten.

Einkauf

Der Vergleich bleibt der Kern von Korbunio

Korbunio ist und bleibt eine Preisvergleichs-App. Die Anwendung vergleicht weiterhin Angebote verschiedener Händler, berücksichtigt unterschiedliche Preise, Grundpreise, Packungsgrößen sowie die jeweiligen händlerspezifischen Treueprogramme.

Aktuell unterstützt Korbunio unter anderem REWE, GLOBUS, ALDI Nord, ALDI Süd, Kaufland, Rossmann, Müller, HOL’AB!, beide Netto-Varianten, dm, Lidl und weitere Händler. Die Einkaufslisten-App KitchenOwl ist auch endlich integriert und erweitert Korbunio um die Verbindung zur Einkaufsliste, die man auch mit Freunden und der Familie teilen kann.

Korbunio: Was kommt als nächstes?

Der Docker-Container soll später zusätzlich eine MCP-Anbindung erhalten. Andere Anwendungen sowie KI-Agenten wie Openclaw, Hermes und Co. können so später auf die bereits verglichenen Daten zugreifen und auf die einfache Frage, wo es Nerd-Like-Energys, Kaffee oder Mate im Angebot gibt, direkt die passende Antwort liefern, ohne dass eine KI erst das halbe Internet durchforsten muss und trotzdem falsch liegt, weil sie einfach nicht die gleichen Funktionen unserer App hat.

Unterstützung der Einzelhändler bleibt am aufwendigsten

Die meiste Arbeit steckt nach wie vor in den Händlerintegrationen. Jede Kette nutzt ihre eigenen Systeme, eigene Datenformate und Strukturen, die mitunter sehr irritierend sind. Manche ändern den Aufbau ihrer Webseiten, andere bauen hin und wieder zusätzliche Prüfungen ein.

Eine Unterstützung vom Fressnapf haben einzelne Nutzer bei uns im Forum als Wunsch geäußert. Wir integrieren den Anbieter, sobald die neuen Prospekte auf der Webseite zur Verfügung stehen. Fressnapf macht es einem glücklicherweise nicht unnötig schwer, ihre Angebote in die App zu integrieren. Eine Integration in den Online-Store von F-Droid ist auch geplant. Bis dahin kann man die APK-Datei von hier herunterladen. Den Quellcode natürlich auch, weil es sich um ein Open Source-Projekt handelt!