Bilder-Rückwärtssuche
Bilder-Rückwärtssuche: Wir finden für euch das Haar in der Suppe!
Bildquelle: stockcake

Bilder-Rückwärtssuche: Die besten Reverse-Image-Webseiten

Bilder-Rückwärtssuche: Wir haben uns ausführlich im Netz umgeschaut, wie man am besten Fotos finden kann, die bereits online sind.

Da das Thema bei uns im Forum häufig frequentiert wird, haben wir uns heute ausführlich im Internet umgeschaut, welche Portale es für die Bilder-Rückwärtssuche gibt. Gemeint ist der Upload oder die Angabe einer URL eines Bildes um festzustellen, wo das Foto sonst noch verwendet wurde. Dabei gibt es die ganz normalen Reverse-Image-Webseiten und solche, mit denen eine Suche auf mehreren Portalen gleichzeitig möglich ist.

Portale auf die harte Probe gestellt

Wir haben im Test drei Fotos hochgeladen. Eines mit meinem Konterfei, was garantiert nicht online verfügbar ist, um die Suchmaschine zu testen. Und ein Bild vom Devlab in Wuppertal. Dort feiern wir unsere nächste Jubiläumsparty. Zu sehen ist ein Werksraum mit mehreren Maschinen. Wir haben es den Suchmaschinen nicht leicht gemacht. Die Details sind kleinteilig, was die Erkennung erschwert. Das dritte JPG stammt von der Bilderquelle Pixabay. Doch das Foto ist absichtlich erst rund einen Monat online, um die Aktualität des Reverse-Image-Algorithmus auf die Probe zu stellen.

Devlab Makerspace Wuppertal
Viele Details sichtbar. Wir nutzten absichtlich dieses Foto vom Devlab für unsere Tests.

TinEye – die Mutter der Portale für eine Bilder-Rückwärtssuche

Recht bekannt ist der Vertreter TinEye. Unser Werkstattbild hat die Suche trotz der 82,4 Milliarden Fotos in der Datenbank leider nicht finden können. Und das obwohl es schon lange online ist. Wer mag, kann dort Fotos wahlweise hochladen oder die Bilder-URL angeben, um weitere Quellen zu suchen. Keine gute Figur machte TinEye auch beim Foto von Pixabay. Doch das ist auch recht neu, es wurde erst Ende Februar 2026 vom Fotografen ahmetyuksek hochgeladen.

tineye

Die Seite präsentiert einem viele doppelte Ergebnisse, was die Suche nicht gerade erleichtert. Doch grundsätzlich ist TinEye wirklich nicht verkehrt in Anbetracht der Tatsache, dass man weder mit Werbung bombardiert wird und der Dienst weiterhin kostenlos ist! Ich habe im Laufe der letzten Jahre schon häufiger damit gefunden, was ich suchte. Die Betreibergesellschaft, die kanadische Idée, Inc., verspricht unsere Suchanfragen nicht zu speichern. Wie es aussieht, ist das auch gar nicht Teil des Geschäftsmodells. Die Firma monetarisiert ihr Angebot über den Verkauf von API-Zugängen und Enterprise-Lösungen für den Business-Bereich. Die kostenlose Suche ist nur das öffentliche Aushängeschild. Das kann uns ja nur recht sein, oder?

Spannend: Die Suche nach einem Foto, was es online noch nicht gab.

Pic Detective – Unbekannter Anbieter mit guten Ergebnissen

Direkter Treffer bei der Parkbank, der Bilder-Detektiv hat die Quelle (Pixabay) sofort gefunden! Ein korrektes Ergebnis auch beim unveröffentlichten Bild, wofür kein exaktes JPG gefunden werden konnte. Nur das Werkstatt-Foto fand der Online-Detektiv nicht. Trotzdem kann man die Webseite empfehlen. Die Bedienung ist selbsterklärend, es ist keine Werbung sichtbar und die Resultate sind im Vergleich zu den meisten Anbietern besser.

pic detective

Der Artist Ninja mag kein VPN* oder Proxy

Zwar fand Artist Ninja unser Werkstatt-Foto, doch schon danach wollte man uns freundlichst zur Kasse begleiten. Den Einsatz von einem Proxy oder VPN verbietet man zudem. Angeblich sollen drei Suchanfragen umsonst sein. Eine kostenlose Anfrage ist so gut wie gar nichts, drei sind erst recht nicht viel. Ansonsten fallen im Monat Kosten von 20 US-Dollar an. Doch mit solchen Methoden bitte nicht.

search bar in grey

Baidu Bilder-Rückwärtssuche ging mit leeren Händen aus

Die große chinesische Suchmaschine Baidu hat eine eigene Reverse-Image-Funktion. Doch unsere Fotos konnte sie im Web nicht finden. Man zeigte nur Bilder mit ähnlichen Motiven an. Wer hingegen Fotos aus dem asiatischen Raum sucht, wird damit sicher fündig!

image dash

Image Dash – Meta-Suchmaschine für vier Anbieter

Das ist keine Reverse-Image-Webseite, sondern das Portal verweist nur auf Google, Yandex, Bing und TinEye. Dafür kann man die Bilder hochladen, sogar mit ein paar Worten beschreiben oder die Bild-URL reinkopieren. Das ist mehr, als was die anderen Portale anbieten, um die Suche zu starten.

reverse image search

ReverseImage.io – nur Stock-Fotos, keine Bilder-Rückwärtssuche!

Diese Seite durchsucht nur 50 Stockfoto-Agenturen, nicht das ganze Web! Eine Anmeldung ist zudem Pflicht, dafür erhält man ganze drei kostenlose Punkte. Eine Suche kostet jeweils einen Punkt. Man bezahlt nicht monatlich, sondern man kauft stattdessen lebenslang gültige Credits, das klingt fair. 500 Stück kosten 5 US-Dollar, 1.200 Credits schlagen mit 10 USD zu Buche. Die Anmeldung läuft auch über Google, was Datenschützern nicht gefallen wird. Wir bekamen zu unserem Foto von Pixabay kein Resultat. Damit das Portal etwas findet, müssen die Fotos schon etwas älter sein, wie es scheint. Vor allem präsentierte man uns ausgerechnet Screenshots von YouTube, die zwar inhaltlich passten, aber nicht von der Quelle stammen. Ein Webcrawling findet nicht statt. Von daher: 0 Resultate.

Sogou: Für den Bilderupload auf das Kamerasymbol neben der Lupe klicken.

Sogou – der Wettbewerber aus China

Weniger gut bekannt ist hierzulande Sogou. In China ist dies ein großer Anbieter, der in die Suche sogar Inhalte des Messengers WeChat einbindet. Die Texte muss man mit dem Browser übersetzen, die sind natürlich alle in Chinesisch. Aber beispielsweise Chrome und seine Klone haben damit keine Probleme. Das Devlab-Bild bringt zahlreiche Ergebnisse zutage, doch keines passt. Die URL des Bildes kann man dort nicht eingeben. Bei dem privaten Foto kreuzen unzählige Brillenträger unseren Weg. Korrekt wäre es aber gewesen, dass es dafür gar kein richtiges Resultat geben kann. Dafür grinst uns Kim Dotcom vor einem Tümpel mit Brille und Cappy an. Was soll man dazu sagen? In Puncto Genauigkeit ist nach unserer Ansicht noch Luft nach oben. Auch Sogou wird wohl eher sinnvoll bei Suchanfragen im asiatischen Raum sein.

Google Bilder, Logo

Google Bilder: Die Datenkrake findet auch nicht alles!

Google Bilder dürfte sicher jeder kennen, oder? Wer im grauen Suchfeld ganz rechts klickt, kann eine „Suche anhand von Bildern“ durchführen. Für den Abgleich kann man das Bild in die Mitte ziehen oder es hochladen. Das Werkstattfoto vom DevLab erkennt Google nicht, aber zeigt uns ähnliche Fotos von dort. Unser Pärchen auf der Parkbank vor dem See erkennt die KI zwar, die Quelle (Pixabay) zeigt Google Bilder aber nicht an. Darunter dann unzählige Beispiele anderer Parkbankaufnahmen, nach denen wir aber gar nicht gesucht haben. Fazit: Ein nützliches Feature, null Datenschutz und dafür frei von Werbung. Leider ist die Suchfunktion nicht so effektiv, wie wir uns das gewünscht hätten.

Google Lens, Bilder-Rückwärtssuche

Google Lens – leider nur für Smartphone-Nutzer

Google Lens ist leider nur als App verfügbar. Mit dem Desktop-PC kann man darauf blödeweise nicht zugreifen. Wer aus Versehen die falsche App (Nennt sich im Apple App Store „Lens: umgekehrte Bildersuche“) auswählt, den fordert man nach dem Start direkt zu einem kostenpflichtigen Abo auf. Clever: Das Icon des Klons sieht dem von Google recht ähnlich. Offenkundig sollen die Nutzer denken, dass Google dafür verantwortlich ist.

Die App Google Lens basiert auf Deep Learning (KI), hat aber die klassische Rückwärtssuche weitgehend integriert. Auch dort zeigt man einem an, was auf dem Foto zu sehen ist. Daneben stehen einem weitere nützliche Funktionen wie die Übersetzung von Texten und Erkennung von Pflanzen und Tieren zur Verfügung. Witzig: Zwar ist in der Bildbeschreibung sogar von den Führungen duch das DevLab die Rede, doch die Quelle des Fotos bleibt hier auch verborgen. Und das, obwohl sowohl heise als auch wir das Foto veröffentlicht haben. Google hat unseren Artikel einfach ein wenig umformuliert und die wichtigsten Stichpunkte herausgezogen, findet also den passenden Text, das Bild aber nicht.

lenso.ai, Bilder-Rückwärtssuche

Lenso.ai: verbesserungswürdige Ergebnisse bei kostenpflichtiger Bilder-Rückwärtssuche

Wer sein Glück bei Lenso.ai versucht, der soll direkt schon bei der Angabe der ersten Quelle eines Fotos bezahlen. Der „günstigste“ Tarif fängt bei €17.29 im Monat an. Wir haben ein Foto hochgeladen, was gar nicht im Internet sein kann. Trotzdem hat uns dieser Anbieter unzählige Bilder gezeigt, die aber mitunter nur annähernd ähnlich sind. Und dafür soll man jetzt auch noch bezahlen, ernsthaft?

Beim zweiten Versuch wurde Lenso.ai direkt fündig und zeigte sogar Duplikate an. Doch die Quellen bekommt man erst nach erfolgter Bezahlung zu Gesicht. Da nützt auch die deutschsprachige Version und die verfügbare Chrome-Erweiterung wenig. Was soll man mit einem Anbieter machen, der schon beim ersten Klick Geld sehen will. Viele werden damit nicht viel anfangen können, zumal es genügend kostenlose Konkurrenten gibt. Und die sind auch nicht zwingend schlechter.

Bing, Logo

Bing von Microsoft mit viel Luft nach oben

Beim Testlauf fand die Bilder-Rückwärtssuche von Bing alles mögliche, nur unsere Fotos nicht. Wir haben fünf weitere Bilder als erweiterter Test hochgeladen, die alle schon für längere Zeit im Internet sichtbar sind. Bing hat nicht eines davon gefunden. Sorry, aber das ist IMHO peinlich.

Yandex mit Schluckauf

Vor dem Betreten muss man erstmal ein recht nerviges Captcha lösen. Anschließend muss man auf das Kamera-Symbol klicken. Nach dem Upload lädt die Seite Ewigkeiten ohne jede Aussicht auf Besserung. Bis auf ein paar graue Kästchen kommt nichts mehr. Vielleicht haben wir ja auch nur einen schlechten Tag erwischt, wer weiß? Wir haben es mehrfach probiert, doch manchmal kann man nicht mal ein Bild hochladen, weil der Link inaktiv ist. Das ist merkwürdig, denn eigentlich genießt Yandex gemeinhin einen guten Ruf.

Reverse Image Search

Reverse Image Search sucht bei Bing, Google, Sogou, TinEye & Yandex

Das ist eine Meta-Suchmachine. Das heißt, nach Eingabe der Bilder-URL oder alternativ dem Upload, geht direkt im Browser ein neuer Tab auf, um die Suchergebnisse von Tineye, Google, Bing, Yandex oder Sogou anzuzeigen. Eine eigene Suchroutine steht dabei nicht zur Verfügung. Trotzdem kann reverseimg.net nützlich sein. Das gilt insbesondere, wenn man zwischen verschiedenen Anbietern schnell wechseln will.

dnschecker, Reverse-Image

DNSChecker – das Schweizer Taschenmesser unter den Portalen

Die Webseite ist für Technikfans so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau im Schafspelz. Unter anderem kann man dort auch die Bilder-Rückwärtssuche von Google, Bing, Yandex und Tineye nutzen. Man kann dafür sowohl den Bilderupload als auch die Bilder-URL nutzen. Eine eigene Suchmaschine ist aber nicht verfügbar.

ImagZilla – Meta-Suchmaschine und vieles mehr

Und noch eine Meta-Suchmaschine. ImagZilla greift auf die Suche von Google Lens, Bing Visual Search, Yandex Images und SauceNAO zu. Daneben sind dort noch unzählige andere Online-Tools im Einsatz, aber keine eigene Reverse-Image-Suche. Wer sich für Online-Bildbearbeitung interessiert, kann gerne mal reinschauen.

saucenao, logo

SauceNAO – spezialisiert auf Anime und Kunst

SauceNAO hat sich auf die Suche nach Anime-Motiven und künstlerische Darstellungen spezialisiert. Um es kurz zu machen: Wir sind bei insgesamt 7 Anfragen nicht ein einziges Mal fündig geworden. Dafür wollte man uns direkt einen Login nebst kostenpflichtigem Account andrehen für die intensivere API-Nutzung. Sorry, aber das Portal ist nur etwas für Fans dieser Nische.

dupli checker

Dupli Checker / Reversely – keine Empfehlung von uns!

Die AI Image Search ist Teil dieser Webseite. Sie zeigt uns diverse Werkstätten, aber nicht das Devlab in Wuppertal. Dafür möchte man uns für mehre Ergebnisse direkt zur Kasse bitten. Das Foto vom See mit der Parkbank kann das Portal auch nicht lokalisieren, schade. Dafür dauert die Suche gefühlte Ewigkeiten. Auch ähnliche Bilder finden wir massenhaft, aber nicht die Quelle unseres Fotos. Frech: Die Suche nach der Quelle des Fotos mit meinem Konterfei, was online noch gar nicht verfügbar ist, will man nur anzeigen, sobald man dafür bezahlt hat. Sorry, aber das ist unverschämt! Dann eben nicht, von uns diesmal keine Empfehlung!

berify, Reverse-Image, search

Die Bilder-Rückwärtssuche von Berify ist kaputt

Egal ob Bild-URL oder JPG als Upload, als Ergebnis kommt bei Berify stets von Cloudflare die Fehlermeldung, dass die Seite ein kaputtes SSL-Zertifikat benutzt. Bleibt zu hoffen, dass die Betreiber das bald ändern. Auch der eigene Blog und andere Unterseiten sind vom gleichen Fehler betroffen.

Nette Idee: Eine Videosuche auf Basis eines Fotos

Noch ganz witzig als Ergänzung ist die Videosuche aufgrund eines hochgeladenen Fotos von Shutterstock. Was es nicht alles gibt!? Habt ihr noch andere Quellen gefunden, die wir bei der Recherche übersehen haben? Dann her damit in den Kommentaren. Wir ergänzen die Einträge dann gerne zeitnah, versprochen!

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Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Früher brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert. In seiner Freizeit geht er am liebsten mit seinem Hund spazieren.