Telegram-Gründer Pavel Durov warnt vor WhatsApp

Der Gründer der Messaging-App Telegram Pavel Durov, warnt vor der Nutzung von WhatsApp. Er verwies auf eine kürzlich entdeckte Schwachstelle.

Pavel Durov Telegram

Pavel Durov, der Gründer der Messaging-App Telegram, warnt eindringlich vor der Nutzung von WhatsApp. Er verwies auf eine kürzlich von Dritten entdeckte Schwachstelle, die Hackern und Geheimdiensten den Zugriff auf WhatsApp-Benutzerdaten ermöglicht hat. Durov hatte schon im Mai diesen Jahres öffentlich davor gewarnt.



Pavel Durov ruft zur Löschung von WhatsApp auf

„WhatsApp schützt nicht Ihre Nachrichten, sondern diese App wird auch ständig als Trojaner verwendet, um Fotos und Nachrichten zum Messenger zu verfolgen.“ – verkündete Pavel Durov in seinem Telegram Chat-Kanal.

Laut Pavel Durov, liegt das Problem in der Politik von Facebook, der WhatsApp unterliegt. Durov merkte an, dass sein Telegramm-Messenger in den sechs Jahren seines Bestehens nicht auf solche Schwachstellen gestoßen sei. Es kam aber am 23. November in Deutschland und vielen Ländern Osteuropas zu Störungen. Telegram war für viele Nutzer plötzlich nicht mehr erreichbar. Nach Bekanntwerden der Bugs von WhatsApp hatte sich die Anzahl der Nutzer kurzfristig verdoppelt, wie der Firmengründer auf seinem eigenen Telegram-Kanal bekannt gab. In Bezug auf Sicherheitslücken gab Durov bekannt:

„Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand versehentlich schwerwiegende Sicherheitslücken, die für die Überwachung so nützlich sind, regelmäßig zulassen kann.“

Anschließend forderte er die Nutzer dazu auf, dass sie WhatsApp besser löschen sollen. Darüber hinaus behauptet Durov, dass WhatsApp, wie Facebook, Benutzerinformationen mit fast allen Personen teilt, die für die US-Regierung arbeiten.

Ist Telegram in der Hinsicht besser als WhatsApp?

TelegramDoch Widerworte bekommt der Telgram-Gründer vom CEO der Russian Association of Cryptocurrency and Blockchain (RACIB), Arseny Shcheltsin. So stellte der Vorsitzende der RACIB fest, dass jeder Messenger, auch Telegram, Zugriff auf die Daten seiner Nutzer erhält.

„Verwendet der Messenger diese Daten für seine Arbeit? Es ist schwer zu sagen.“, so Shcheltsin.

Laut Shcheltsin versucht WhatsApp, seinen Nutzen für Investoren zu demonstrieren und Millionen von Dollar an Kosten einzusparen. Mark Zuckerberg kann davon ausgehen, dass die Datensammlung ein hervorragendes Format für das beste Werbe-Targeting ist.

Arseniy Poyarkov, Mitglied des Expertenrats der Staatsduma für die digitale Wirtschaft, riet den Nutzern von Messengern, sich im Voraus auf die Tatsache vorzubereiten, dass ihre Daten für jedermann zugänglich werden können.

Wasser predigen und Wein saufen?

Doch Pavel Durov scheint nicht besser zu sein mit Telegram. So nutzt das BKA schon seit einiger Zeit eine noch nicht entdeckte Sicherheitslücke, um Nachrichten mitzulesen. In der Vergangenheit änderte Telegram auch seine Datenschutzrichtlinien, die es Strafverfolgungsbehörden ermöglichen soll, die IP-Adressen seiner Nutzer zu erhalten. Des Weiteren hat Europol heute auch noch verkündet, dass es mit der Messaging-App kooperieren werde, natürlich im Namen gegen die internationale Terrorbekämpfung.

Fazit

Öffentliche Telegram-GruppeTelegram ist per sé wirklich nicht schlecht. Wir führen unseren öffentlichen Chat ja nicht zufällig seit vielen Monaten bei Telegram durch. Mittlerweile haben sich uns über 1.500 Teilnehmer angeschlossen. Doch es sind genau solche Meldungen wie die von EUROPOL, die uns misstrauisch werden lassen. Zu guter Letzt kommen noch die Closed Source Server hinzu, aber das ist ein anderes Thema.

Tarnkappe.info

Beitragsbild vom Telegraph-Artikel des Gründers Pavel Durov, thx!

Autor bei Tarnkappe