Smart-TVs: FBI warnt eindringlich vor Sicherheitslücken

Datenkraken Polizei

Das FBI warnt erneut von der Gefahr, die von Smart-TVs ausgehen kann. Die TV-Hersteller und App-Entwickler können unsere Geräte nicht nur dazu bringen, uns zuzuhören oder zuzuschauen. Die Smart-TVs können auch ein Gateway für Hacker sein.

Smart-TVs: Netflix, Google und Facebook hören mit!


Unser Zuhause wird immer „smarter“. Doch nicht nur unser Zuhause, auch unsere Fernseher werden immer intelligenter. Schon lange haben smarte Glühbirnen und „intelligente“ Kühlschränke unser Zuhause erobert. Immer öfter warnen uns Datenschützer daher vor den Gefahren, die damit verbunden sind. So langsam gewöhnen wir uns immerhin an den Gedanken, unsere Privatsphäre zu schützen, wenn wir mit Hilfe von PC oder Smartphone im Internet unterwegs sind. Leider aber vergessen wir immer noch viel zu oft, dass gerade Google, Facebook und YouTube auch unsere ständigen Begleiter sind, wenn wir unseren smarten Fernseher einschalten.

Dabei spielt es oft nicht einmal eine Rolle, ob wir bei diesen Internet-Plattformen einen Account haben oder nicht. Der ewige „Hunger nach Daten“ der Internet-Riesen ist uns allen bekannt.

Warnung vom FBI ist nicht unbegründet

Nicht nur das FBI, auch unser BSI warnt immer wieder vor den Gefahren, die von unseren Smart-TVs ausgehen. Das Browsen im Internet, das Installieren von Anwendungen und die Durchführung von Videokonferenzen, das sind ursprünglich alles Dinge, die man eher mit einem Computer als mit einem Fernseher in Verbindung bringt. Heutzutage haben immer mehr TV-Geräte eingebaute Mikrofone und Kameras. Das ist nicht nur für uns bequem und praktisch. Auch für Kriminelle öffnen sich damit völlig neue Möglichkeiten. Denn auch hier gilt: Der beste Schutz ist nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette. Wir schützen zwar unseren PC mit einer Antiviren-Software oder schützen unser Netzwerk mit einer Firewall. Was aber ist mit unserem smarten TV, oder unserem smarten Kühlschrank mit eingebauter Dating-App? Das FBI warnt daher erneut und eindringlich vor den damit verbundenen Gefahren. Smart-TVs sind ebenfalls eine willkommene und leider auch sehr oft weit geöffnete Hintertür für Hacker oder staatliche Ermittlungs-Behörden.

Immer öfter schaffen es Hacker diese Sicherheitslücken auszunutzen und sich in unser Zuhause zu hacken. Man sollte sich besser nicht darauf verlassen von einem freundlichen oder gar fürsorglichen Cyberkriminellen „gehackt“ zu werden. Die Wahrscheinlichkeit an einen Cyberkriminellen zu geraten, ist sehr viel höher als wir denken.

Schadsoftware – wenn der Smart-TV Teil eines Bot-Netzes wird

Noch ist Schadsoftware, die ganz moderne Fernsehgeräte befällt, recht selten. Aber auch das gibt es schon. Auch besteht die Gefahr, dass unser geliebter Fernseher Teil eines ausgeklügelten Bot-Netzes wird, um auf Knopfdruck der Kriminellen DDoS-Angriffe mit unserer IP-Adresse durchzuführen..

Ist ein Smart-TV mit Schadsoftware infiziert, so hat der Angreifer viele Möglichkeiten Schaden anzurichten. Dieser könnte beispielsweise die elektronische Identität des Nutzers oder der Nutzerin stehlen oder den Smart-TV in ein Bot-Netz integrieren, welches Spam-Mails verschicken oder mittels koordinierter DoS (Denial-of-Service) Attacken die Internetinfrastruktur angreifen könnte, um z. B. Webseiten lahmzulegen.“ (BSI)

Smart-TVsDaher sollten wir bei unseren smarten Haushaltsgeräten dieselbe Vorsicht walten lassen, wie bei unserem PC. Ein voreingestelltes Standardpasswort sollte von uns nach dem Kauf des Gerätes umgehend geändert werden. Auch sollten wir bei der Ersteinrichtung unserer smarten Geräte nicht ohne jede Prüfung blind auf OK klicken. Denn auch hier gilt: „Erst denken, dann klicken„. Gerade bei den Privatsphäre-Einstellungen sollten wir besonders aufmerksam sein. Kameras und Mikrofone unserer smarten Wegbegleiter können meist in den Einstellungen der Geräte deaktiviert werden. Zur Not hilft hier aber auch ein Stück Klebeband, mit dem wir die Kamera einfach zukleben können. Nicht vergessen, um so dümmer unser Fernseher ist, um so besser ist das für unsere Privatsphäre. ;-)

Tarnkappe.info

 

Quelle Beitragsbild GDJ, thx! (Pixabay Lizenz)


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