Rupert Murdoch: Medienunternehmer verlangt News-Gebühr von Facebook

Medienunternehmer Rupert Murdoch hat am Montag (22.01.2018) eine Erklärung veröffentlicht, in der er Facebook auffordert, die Nachrichten, die über die Plattform laufen, zu subventionieren. In einer Erklärung ruft Murdoch Facebook dazu auf, eine Gebühr, ähnlich der, die Kabelfirmen Fernsehsendern zahlen für das Recht, ihr Programm zu verbreiten, an vertrauenswürdige Verlage abzuführen, die ihre Inhalte auf der Social-Media-Plattform veröffentlichen.

Rupert Murdoch sorgt aktuell mit einer neuen Idee für Aufsehen: Facebook soll eine „Beförderungsgebühr“ an „vertrauenswürdige“ Verlage für News-Inhalte bezahlen. Das Konzept Murdochs basiert darauf, dass es in den USA zum Standard gehört, dass Kabel- oder Satelliten-TV-Anbieter Geld dafür zahlen, um TV-Sender in ihre Netzwerke aufzunehmen, die sie dann an ihre Kunden ausstrahlen. So solle auch Facebook für die Inhalte zahlen, die sie ihren Nutzern anbieten. Bisher würde sich Facebook die Schlagzeilen kostenlos holen und damit ihre Produkte füllen.


Facebook hatte unlängst angekündigt, dass vertrauensvolle Inhalte von Medien auf der Plattform Vorrang vor anderen haben. Dafür sollen Nutzer danach gefragt werden, ob sie Medien kennen und für vertrauenswürdig halten. Facebook plant auch, im Newsfeed der Nutzer mehr Beiträge von Freunden und Familienmitgliedern zu zeigen.

An dem Modell kritisierte Murdoch, die Medien-Inhalte würden zwar den Wert von Facebook steigerten, jedoch würden die Anbieter dafür nicht angemessen entlohnt. Bisher habe Facebook und Google: „skurrile Nachrichtenquellen durch Algorithmen populär gemacht, die für diese Plattformen profitabel, aber von Natur aus unzuverlässig sind. Die Anerkennung eines Problems ist ein Schritt auf dem Weg zur Heilung, aber die von beiden Unternehmen bisher vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen sind kommerziell, sozial und journalistisch unzureichend.“ Zudem würden sich: „Beförderungsgebühren nur geringfügig auf die Profite von Facebook auswirken, aber einen großen Einfluss auf die Aussichten für Verleger und Journalisten haben.“

Der Medienunternehmer würde von einer solchen Gebühr auch selbst profitieren. Ihm gehören unter anderem die Londoner „Times“, die Boulevardzeitung „Sun“ und das „Wall Street Journal“.

Bildquelle: geralt, thx! (CC0 Public Domain)

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