Quartalsbericht E-Book-Markt: alle Zeichen auf Wachstum

Konnte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. bereits für das erste Halbjahr 2018 eine recht gute Bilanz vorweisen, so setzt sich nun dieser positive Trend fort. Der Absatz von E-Books stieg in den ersten drei Quartalen dieses Jahres laut dem aktuellen Quartalsbericht E-Book-Markt um 19 Prozent, dies bedeutet für die Verlage bzw. den Buchhandel eine Umsatz-Steigerung von 14,9 Prozent.

Verdeutlicht wird die Entwicklung anhand der vom Börsenverein veröffentlichten zentralen Eckdaten zur Entwicklung der deutschen Buchbranche. Anhand von Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze, die in Zusammenarbeit mit GfK Entertainment entstanden sind, fließen stets die neuesten statistischen Auswertungen der Entwicklungen auf dem E-Book-Markt ein. Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze werden aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch gewonnen, an dem sich insgesamt 25.000 Personen beteiligt haben. Die daraus resultierenden Ergebnisse sind laut dem Branchenverein für Verlage repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab einem Alter von zehn Jahren, dies gilt für insgesamt 67,8 Millionen Menschen. Die Zahlen spiegeln dabei die Ansprüche der Kunden genauso wider, wie die Aussichten des Handels und der Verlage.

 

Digitaler Markt für Belletristik: “alle Zeichen auf Wachstum

Mit satten 5,8 Prozent (5,0 Prozent Q1–3 2017) der Umsätze am Publikums-Buchmarkt in den ersten drei Quartalen diesen Jahres auf E-Books stehen weiterhin “alle Zeichen auf Wachstum”, fasst der Börsenverein die Ergebnisse des neuen Quartalsberichts für 2018 zusammen. So konnte der Absatz von E- Books am Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) einen Anstieg um 19,0 Prozent auf 24,4 Millionen Stück verzeichnen, der Umsatz erhöhte sich um 14,9 Prozent und lag damit Ende September 2018 bei insgesamt 148,3 Millionen Euro. Auch die Anzahl der Käufer stieg um 1,6 Prozent. Diese haben im Schnitt 17,2 Prozent mehr E-Books gekauft als in den ersten drei Quartalen 2017. Die insgesamt 3,1 Millionen Käufer bezahlten von Jahresbeginn bis Ende September diesen Jahres durchschnittlich 47,51 Euro für die im Durchschnitt gekauften 7,8 E-Books. Laut Statistik sind das 13,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Allerdings sank der durchschnittlich bezahlte Preis für E-Books auch weiterhin, nämlich um 3,5 Prozent: Zahlten Käufer in den ersten drei Quartalen 2017 noch durchschnittlich 6,29 Euro für ein E-Book, so gaben sie von Januar bis September 2018 nur noch 6,07 Euro dafür aus.

P.S.: Natürlich wäre es interessant zu wissen, in welchem Umfang sich dieses Jahr die Online-Piraterie auf die Verkaufs- bzw. Umsatzzahlen ausgewirkt hat. Der Einfluss von iBooks.to, myGully.com, Boerse.sx & Co. ist allerdings schwer messbar und geht deswegen aus dieser Erhebung leider nicht hervor.

 

Beittragsbild von Perfecto Capucine @ Unplash.com, thx!  (CC0 1.0) 

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Kommentare

    1. d.busch schreibt:

      Ja ebooks sind schon ne gute sache, bei vielen verlagen, verlangen sie aber viel zu viel. Bei meinen lieblingsverlagen ca.5 Euro pro ebook und 13-15 Euro für die print Version, das ist ok.
      Kindle unlimited gibt es ja auch noch.
      Würde niemals für ein ebook 10 Euro bezahlen, wie es häufig gibt, dann lieber genauer im Internet schauen :sunglasses:

    2. Ghandy schreibt:

      Ja, ich bin auch der Meinung, an der Preis-Schraube müssten viele Verlage noch drehen. Die Verlage haben keine Kosten für den Druck, Lagerung und Transport der elektronischen Bücher. Das sollte man an die Leser weitergeben, leider passiert dies aber nur in den seltensten Fällen.

    3. d.busch schreibt:

      Ja aber dann wundern sie sich, dass sich die Leute die eBooks anderweitig besorgen. Naja bei horror verlagen wie festa und redrum sind die eBooks noch absolut akzeptabel vom Preis her.

    4. TRIGGER schreibt:

      Ich halte das so, meine Lieblingsautoren da kaufe ich Bücher oder auch Ebooks.
      Um andere Schriftsteller kennenzulernen, was und wie die überhaupt schreiben, und ob es
      überhaupt lohneswert ist, da greift man auch mal zu einer “Special-Version” zu, die nicht
      “viel” kostet, wenn mans genau nimmt einen Gratis-Status aufweist.

    5. Ghandy schreibt:

      Als SF-Fan habe ich den Vorteil, dass es unendlich viele tolle gebrauchte Bücher gibt, die ich mir bestellen kann. Klar kommen dann noch die Versandkosten oben drauf. Trotzdem ist das unter dem Strich preiswerter, als sich neue Literatur zu kaufen, egal ob haptisch oder als E-Book.

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