Nach der Razzia: Was droht den Nutzern von LUL.to?

Article by · 29. Juni 2017 ·

LUL.to: Seit der Razzia am 21. Juni 2017, bei der neben den früheren Betreibern auch Uploader betroffen sind, wird überall im Netz darüber spekuliert, welche zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen auf die Nutzer dieses illegalen Portals zukommen könnten. Für unseren Hintergrundbericht haben wir uns bei allen relevanten Stellen erkundigt

Neben den anonymen Kommentatoren, die sich hier bei Tarnkappe.info als wütende Autoren ausgeben, wird den Kunden von Lesen & Lauschen (kurz LUL.to) auf verschiedenen Blogs und Webseiten systematisch Angst eingejagt. Grundlage der Panikmache ist ein Bericht von BILD Dresden, wonach „LKA-Hacker“ jetzt angeblich damit beschäftigt seien, die rund 40.000 User von LUL.to zu „jagen“. Im Artikel selbst drückt sich der Redakteur allerdings weitaus vorsichtiger aus. Für die zahlende Kundschaft „könnte“ es jetzt eng werden, heißt es dort. Wer die Formulierung überprüft, wird feststellen, dass sie letzten Endes gar nichts Konkretes aussagt. Es könnte heute auch Hunde und Katzen regnen, wenn nicht gar E-Book-Reader. Dazu kommt: Ob den angemeldeten Nutzern oder zumindest den Power-Downloadern Abmahnungen, also zivilrechtliche Konsequenzen, oder sogar Strafbefehle drohen, wird von Bild.de nicht ausgeführt. Aber genau das interessiert natürlich unsere Leser, weil nicht wenige davon betroffen wären. Wir haben uns bei zahlreichen relevanten Stellen telefonisch erkundigt.

Ein Medien- und Strafrechtler, der wegen seiner direkten Verbindung zu diesem Fall nicht namentlich genannt werden kann, erläuterte, dass es strafrechtlich gesehen zwei Möglichkeiten gebe, sofern tatsächlich gegen die LUL.to-User ermittelt werden sollte. Abhängig von der Menge der nachweislich bezogenen Werke droht den aktiven Nutzern eine Geldauflage gemessen an der Anzahl der Downloads. Die Verfahren gegen Gelegenheits-Nutzer werden nach § 153 (StPO) (Absehen von der Verfolgung bei Geringfügigkeit) eingestellt. Das heißt, entweder man zahlt an eine karitative Vereinigung eine festgelegte Strafe, oder aber der Staatsanwalt sieht wegen der Geringfügigkeit von einer Verfolgung komplett ab. Ab welcher Menge die LUL-Nutzer verfolgt werden könnten, liegt im Ermessensspielraum des zuständigen Staatsanwalts. Wer auf den Vorschlag der Staatsanwaltschaft nicht eingeht, müsste folglich mit einem gerichtlichen Verfahren rechnen. Doch dazu später mehr.

LKA Sachsen: strafrechtliche Konsequenzen weder bestätigt noch dementiert!

Bei unserer Anfrage bei der Pressestelle des LKA Sachsen erläuterte uns Oberstaatsanwalt Matthias Huber, dass er derzeit weder bestätigen oder dementieren könne, ob strafrechtliche Schritte gegen die Nutzer von LUL.to geplant seien. Wir haben unsere E-Mail-Adressen ausgetauscht und vereinbart, das Gespräch in vier Wochen zu wiederholen. Dann könne er mir wahrscheinlich mehr Informationen geben, ob ein derartiges Vorgehen geplant sei. Strafrechtler Udo Vetter erläuterte mir, dieses Vorgehen der Pressestelle sei normal und nachvollziehbar. Die müssen sich auch erstmal ein genaues Bild von der Sache machen, bevor sie überhaupt einen Kommentar abgeben können. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, auf Basis welcher Informationen die BILD-Zeitung berichtet haben will!??

 

 

Rechtsanwalt Tobias Röttger: Abmahnungen möglich, alles weitere in Ruhe abwarten!

Medienanwalt Tobias Röttger, LL.M., hält es für theoretisch möglich, dass die Konsumenten dieses offensichtlich rechtswidrigen Portals Abmahnungen erhalten werden. Dabei müsse man aber bedenken, dass es im Gegensatz zu den P2P-Abmahnungen keinen Upload gab, von daher sei der Streitwert sehr viel geringer. Die Kosten setzen sich dabei stets zusammen aus dem Wert der bezogenen Werke, dem Schadenersatz und den Kosten für die Ermittlung des jeweiligen Downloaders. Die Kanzlei Waldorf Frommer vertritt mehrere große Verlage und gab im Rahmen ihrer Pressemitteilung bekannt, dass man das umfangreiche Ermittlungsverfahren „begleitet“ habe. Wir haben am heutigen Donnerstag telefonisch und per E-Mail um ein Statement des Namensgebers Björn Frommer gebeten und warten derzeit auf eine Antwort. Wir reichen die Antwort unverzüglich nach. Update: E-Mail von 11.58 Uhr von Herrn Frommer: „Sie werden sicher verstehen, dass ich Ihnen in einem laufenden Strafverfahren weder Fragen beantworten noch Auskunft geben kann.“ Ja, natürlich ist diese Aussage nachvollziehbar.

Strafrechtlich gesehen erinnert der Fall laut Röttger an Ebay-Händler, die dort immer wieder illegale Lizenzen für Microsoft-Produkte anbieten und dabei erwischt werden, was auch für die Käufer knifflig werden kann. Röttger erinnert dabei allerdings daran, dass er selbst kein Strafrechtler sei, weswegen wir auch Udo Vetter um eine zusätzliche Einschätzung gebeten haben. Laut Röttger verstoßen die Downloader bei LUL.to gegen § 106 UrhG. Die zu klärende Frage wäre allerdings, wie bewusst dies geschehen ist. Da bei LUL.to explizit darauf hingewiesen wurde, dass ihr Angebot nicht der deutschen Gesetzgebung entspricht, wird es schon schwieriger, sich diesbezüglich herauszureden. Daneben verstoßen die Käufer in der Theorie gegen § 259 StGB (Hehlerei), selbst wenn sie die E-Books nur für sich selbst und eben nicht für Dritte bezogen haben. Deswegen fällt hierbei auch der Vorsatz weg, was sich strafmildernd auswirkt. Außerdem wurde für die Hörbücher und E-Books naturgemäß keine Mehrwertsteuer bezahlt, weswegen man zudem nach § 261 Abs. 2 StGB gegen das Geldwäschegesetz verstoßen hat. Die Frage ist aber, ob man überhaupt jemanden ermitteln kann. Die früheren Nutzer müssen sich folgende Fragen stellen:

– habe ich meinen Klarnamen angegeben und sei es in Form meiner E-Mail-Adresse? (also lieschen-mueller1965@gmail.com)
– habe ich beim Besuch einen VPN benutzt?
– wurden andere Angaben gemacht, die meine Identität preisgeben könnten?
– bin ich aufgrund meines für LUL.to gekauften Amazon-Gutscheines auszumachen?

Erwischt werden, wenn überhaupt, wieder nur die Personen, die sich aufgrund ihrer Naivität nicht ausreichend gegen eine Aufdeckung abgesichert haben. Die Frage ist halt, ob der Staatsanwalt für eine Einstellung gegen Auflage (Spende) vorzieht oder überhaupt gegen die User ermitteln will. Ersteres wäre wie ein Schuss vor den Bug, damit sich dieses Fehlverhalten nicht wiederholt.

 

Udo Vetter: Wer wegen LUL.to Post bekommt, sollte sich anwaltlich beraten lassen.

lul.to

Lysander zurück aus dem Grab?

Laut Udo Vetter sei dieser Fall nicht mit Kino.to oder Popcorn Time gleichsetzbar. Das Missverhältnis zwischen Preis und Leistung sei deutlich größer. Ganz ehrlich: Wer glaubt schon, er könne sich legal ein E-Book für 15 Cent besorgen, wenn es überall sonst ein Vielfaches kostet!? Von daher war LUL.to eindeutig eine offensichtlich rechtswidrige Quelle, die man angezapft hat. Sich da herauszureden, sei schon deutlich schwieriger als bei einem Kinoportal, wo es keine Warnhinweise gibt und wo man für die Werke nicht bezahlt.

Doch, Herr Sobiraj, was soll bei einem solchen Fall eigentlich herauskommen?, fragt mich Udo Vetter. Die Schuld sei vergleichbar mit dem ersten Ladendiebstahl, den man begangen hat. Die allermeisten Personen sind wohl bisher nicht negativ aufgefallen und verfügen über keine Vorstrafe. Auch könne man laut Vetter nicht argumentieren, dass die Staatsanwaltschaft ja auf ihre Kosten der Ermittlung kommen müsse. Da ging es ausschließlich um das Ausfindig machen der Betreiber und nicht die Kosten, die man jetzt irgendwelchen Downloadern aufdrücken kann, das seien zwei Paar Schuhe und das dürfe man nicht miteinander vermischen. Von daher wäre die strafrechtliche Verfolgung im Ergebnis „überschaubar“. Vetter rechnet mit Geldstrafen bzw. die Einstellung vor Eröffnung des Gerichtsverfahrens gegen 200 bis maximal 500 Euro, abhängig davon, wie viele Werke dort nachweislich gekauft wurden.

Ganz allgemein gesprochen gebe es zwei Möglichkeiten, wie die Staatsanwaltschaft mit der Sache umgeht. Entweder wird im schlimmsten Fall eine Durchsuchung der Downloader angesetzt, bei der man sich sowieso von einem Fachanwalt vertreten lassen sollte. Oder aber man erhält einen Anhörungsbogen und soll sich selbst als Beschuldigter bei der Polizei zu den Vorwürfen äußern. Auch in diesem Fall sollte man dies ausnahmslos mit Unterstützung eines Fachanwalts für Strafrecht tun, damit von Anfang an „die Weichen richtig gestellt“ werden. Wer will schon wegen einer unglücklichen Aussage zu einer Geldstrafe verurteilt werden, was einer Vorstrafe gleichkommt?

Fazit: Abwarten und Ruhe bewahren. Wer von einer Anwaltskanzlei oder der Polizei Post bekommt, sollte besser nicht versuchen, sich ohne Unterstützung mit der Thematik zu beschäftigen! Kanzleien und Verlagen wird es möglicherweise darum gehen, ein wenig Profit aus der Sache zu schlagen. Und auch die Polizei ist nicht unser Freund und Helfer. Dies wissen laut Udo Vetter leider nur die Menschen, die tagtäglich an der Front tätig sind.

 

P.S.: Wer eine Abmahnung oder eine Vorladung wegen der Nutzung von LuL.to bekommt, bitte unverzüglich bei uns melden! Wir werden natürlich jeden Hinweis vertraulich behandeln!!

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176 Comments

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    Marion Dehnel

    Ich finde diese Kommentare teilweise beschämend, geradezu kriminell. Ich möchte wissen, was ihr sagt, wenn ihr arbeitet und ein anderer kassiert euer Geld. Nichts anderes ist es auch, wenn man Bücher von Autoren, die sehr viel Arbeit und Zeit in ihre Werke inverstiert haben, nicht bezahlt werden. Es ist geradezu ein Witz, wenn diese Bücher für einige Cent weg gehen. Jeder kann sich denken, dass dies nicht rechtens ist. Wenn ihr als Autor betroffen wäret, würdet ihr anders denken-. Es ist eine Straftat, und diese muss geahndet werden. Ganz einfach.

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      Bleifisch

      Die Downloader waren vor den SP’s da. Die haben sich freiwillig in ein Haifischbecken gestürzt.

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        Michael

        Nein, die Kommentare sind nicht kriminell. Das nennt sich Meinungsfreiheit ;-)

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      stayfriends

      @Marion Dehnel
      Was eine Straftat ist und was nicht, entscheidet in Deutschland immer noch ein Gericht und keine aufgebrachte Meute :)
      Die Welt ist nicht schwarz-weiß, nicht jedes heruntergealdene Buch ist auch direkt „geklaut“ worden. Welche Preise für Bücher legitim sind und welche nicht wurde auch schon vielfach diskutiert. Etliche der E-Books von lul kann man auch legal als Print-Version für wenige Cent kaufen – Thema „Mängelexemplar“.
      Und ja, natürlich sieht man als betroffener Autor die Dinge anders, aber auch hier sollte man nicht komplett undifferenziert an die Sache herangehen. Der eine oder andere Autor ist vielleicht erst über diesen Weg einer breiteren Masse bekannt geworden, wärend er bei Amazon in den zich Millionen anderer Titel untergeht.
      Ebenso sind es auch solch Geschichten, wie mit lul, die in der Industrie zu einem Umdenken führen. Mit Kindle Unlimited ist ein Anfang gemach, leider ist das meiste, was man dort lesen kann ziemlicher Mist – zumindest in großen Teilen. Vllt kapieren die Verlage so langsam mal, dass die User eine echte Flatrate wollen.
      Auch weißt Du nicht, wie viele der Nutzer nicht auch anderweitig viel Geld für Bücher oder Medien ausgeben. Oft sind es gerade die Raubmordkopierer, die überdurchschnittlich viel Geld ausgeben – ja auch nicht alle, schon klar.
      Spotify ist auch nicht aus der Herzensgüte der Musikindustrie entstanden, sondern als Gegenentwurf zu Napster und Co. und siehe da, die Leute zahlen dafür Geld. Weil Preis und Leistung stimmen, weil es einen Mehrwert vor Raubmordkopien bietet und weil es unkompliziert ist. Sowas brauchen wir auch für E-Books. Vielleicht merkt das ja endlich mal jemand.

      Immer neuerliches Anheizen der Stimmung hilft jedenfalls keinem weiter.
      Und im Übrigen kannst du dir sicher sein, bei unseren heutigen Gesetzen, könnte man jedem einzelnen gerichtlich ans Bein pinkeln, wenn man es drauf anlegt. Also sicher kein Grund hier rumzumoralisieren.
      Schönen Tag noch :)

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      Ichbins

      Als Autor weiß ich: ich MUSS damit leben. Und warum sollte ich mich darüber ärgern? Im Zweifelsfalle bekäme ich von den Downloadern ja eh nur das als Schadensersatz, was die Dinger kosten. Den Rest kassiert ein Anwalt. Und nö … DAS sehe ich nicht ein. Dann schreibe ich ja im Endeffekt fürs Konto des Anwalts. Und: NÖ!

      Und „jeder kann sich denken“: auch nö!
      Als SP bestimme ICH den Preis. Wenn ich also sage: „Ich will 9 Cent“ … soll dann jeder mögliche Käufer eine Anfrage stellen: „Du, lieber Autor? Amazon will nur 9 Cent! Ich wette, das sind miese Raubkopierer!“

      Wenn also jemand dank Google zuerst nach lul verlinkt wurde … wieso sollte „jemand“ noch weiter suchen? Wenn ich ein Buch kaufen will, dass es nur noch gebraucht zu einem guten Preis gibt (alles über Neupreis zahle ich generell für NICHTS) … suche ich auch nicht Tagelang, wenn der erste Preis dann direkt 1 Euro wäre …

      Als Autor verstehe ich beide Seiten. Und genau das MUSS man auch.
      Fakt ist: wenn nur ein Einziger User zu UNRECHT ein Schreiben bekommt, fällt ALLES in sich zusammen. Es gibt nichts schlimmeres als Unschuldige anzuzeigen, was das Thema „Downloads“ angeht. Zumal dann dem Unschuldigen ja auch ALLE Namen offengelegt werden müssen … und dann gute Nacht.

      Wer dann zB nach „Ilse Meyer-Lebertran“ googelt … um ein fiktives Namensbeispiel zu geben … und dann sieht: „War an einer Anzeige beteiligt, bei der gegen einen nachweislich UNSCHULDIGEN ermittelt wurde …“ wird Fan wohl kaum denken: „Kann ja mal passieren!“ sondern viel mehr … „Ne, von der Meyer-Lebertran“ lese ich nie wieder irgend etwas!

      Abgesehen davon: auf eine LEGALE Flatrate die ALLES hat, wartet der Kunde bis heute. Die großen Verlage labern seit JAHREN dass sie kommt, aaaaaber …

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    Krass: GIGA hat schon den Clickbait bereitgestellt für den Fall, dass abgemahnt wird: http://www.giga.de/extra/internet/specials/lul.to-abmahnung-bekommen-was-kann-man-tun/

    Clever, clever!

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      Michael

      Dazu auch noch inhaltlich teilweise falsch :D

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    max

    Ich wundere mich gerade über meine eigene Doppelmoral

    Ich habe lul intensiv genutzt
    Wie bei Geschwindigkeits-, und Parkzeitübertretungen sind mir auch hier die Konsequenzen bekannt.
    Sollte nicht Zufällig hier ein riesen Fass aufgemacht werden, hält sich doch alles im Rahmen (finde ich)

    Ich habe die Seite hauptsächlich genutzt, weil es einfach war.
    Man muss nicht schauen, wieviele Bücher man gerade geliehen hat, oder wann welche Fristen auslaufen,…
    Bei den Preisen habe ich auch Bücher geladen, die ich mir sonst auch nie gekauft hätte, einfach mal probieren oder sie schneller bei „Nichtgefallen“ zur Seite gelegt, als hätte ich den vollen Preis bezahlt.
    Halt einfach

    Ich habe eine Napster- & Netflix- flat und lade dann an anderer Stelle Musik und Filme, weil z.B. Napster nicht die Musik hatte, die ich mag, oder ich Musik für offline brauchte – einfach für´s Gewissen, oder als meine persönliche Rechtfertigung.

    Vor einiger Zeit habe ich auf meine persönliche Wertliste „Ehrlichkeit“ geschrieben.
    Im Alltag funktioniert das leider auch schon nicht, ohne die ganzen kleinen Notlügen (Frage: wie geht´s –Antwortlüge „alles prima“ (auch wenn´s nicht so ist),… kennt man ja
    Zumindest wollte ich niemand persönlich Schaden, und weil´s gesellschaftlich sowas wie okay ist, hatte ich bisher auch kein wirkliches schlechtes Gewissen, bei der Nutzung von LUL, bzw. habe ich mir (wohl absichtlich) keine weiteren Gedanken dazu gemacht.
    Dabei fällt mir gerade ein, dass (soweit mir bekannt) das stremen von Kinofilmen in Deutschland zwar aktuell noch legal ist, aber (mir zumindest) klar ist, dass es unabhängig von dem juristischen Zeug, schlicht nicht in Ordnung ist.

    Da sitze ich nun mit meiner Moral und der Ehrlichkeit, drehe mich im Kreis und kreiere mir die nächste Ausnahme, oder nicht, oder doch,… mal schauen – solange steht das Auto an der abgelaufenen Parkuhr ;-)

    (Eine LUL-Flat für 10€/mon, bei der alle Autoren anteilig nach Downloads vergütet werden würde ich persönlich toll finden, oder noch besser 10€ für l&l-flat +10€ Musik-flat + 10€ für Video-flat und dafür keine GEZ)

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    Euforion

    Leute, ich lese Bücher regelmässig, fast beruflich. In grossen Mengen. In fünf Spachen.

    Ich habe NIE für ein Buch bezahlt. Wortwörtlich: NIE.

    Ich habe Bücher entweder ausgeliehen oder heruntageladen. Es wird so bleiben.

    Wenn die Kapitalisten, Hand in Hand mit ihren Helfern (Polizei), die Bibliotheken sperren werden, werden dann die „Autoren“ auch feiern?

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      kopp ramona

      Würde mich brennend interessieren , wo du deine Bücher runterlädtst.
      Ich suche seit der Schließug von Lul.to verzweifelt nach billigen E-Books.
      Wäre begeistert , wenn du mir da helfen könntest. Da du ja so schreibst .

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        Klärt den Bezug illegaler Dateien untereinander, nicht hier in der Öffentlichkeit. Wir sind nicht MyGully oder Boerse.to, wir haben ein reguläres Impressum und ich dafür richtig Ärger kriegen!!

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      K.J.

      Euforion, das ist ziemlich kurzfristig gedacht. Du schimpfst auf die Kapitalisten, die bald Bibliotheken zu machen. Als tatsächliche Autorin habe ich hierzu mal eine Frage an dich: wer denkst du denn wird die ganzen Bücher in der Zukunft schreiben, wenn keiner mehr dafür bezahlt, die Autoren also faktisch ohne Einkommen dastehen, und sich andere Arbeit suchen müssen?

      Ich bin tatsächlich Autorin–self-published, allerdings auf dem amerikanischen Markt. Und dort ist es durchaus zur gängigen Praxis geworden, ein paar der eigenen Bücher kostenlos anzubieten, um Lesern die Chance zu geben, den Schreibstil, etc. kennenzulernen. Daher habe ich durchaus auch schon selber meine kostenlosen Werke als Torrents zur Verfügung gestellt, und frei zum Download auf Portalen wie lul.to angeboten. Aber das reicht Menschen wie dir nicht, oder? Es muss ALLES kostenlos sein; für nichts soll bezahlt werden. Da ist es dann egal, dass der Autor umgerechnet mehrere Monate in Vollzeittätigkeit an einem Buch gearbeitet hat.

      Aber irgendwo muss auch das Geld herkommen–denn trotz eines Teilzeitjobs nebenbei lebe ich, genau wie viele andere Autoren, unterhalb der Armutsgrenze. (Aber gut, damit rechnet man schon fast irgendwie wenn man beschließt Autor zu werden, denn faktisch können nur ca. 40% der Autoren von ihrem Geschriebenen leben–Tendenz sinkend, dank Menschen wie dir.)

      Es macht mich wirklich wütend, wenn einige Menschen glauben, Autoren hätten ihre Werke für lau zu publizieren. Man rechne sich nur einmal die ganzen Kosten für Materialien zusammen, die fürs Schreiben nötig sind (Recherche, PC, Internetanschluss, Bibliotheksmitgliedsschaften, Strom, Lektorat, Print oder Formatting, ISBN Registrierung, nicht zu vergessen Miete und Essen, damit der Autor ein Dach über dem Kopf hat), und dann zahlen wir Autoren im Endeffekt sogar drauf.

      Und das machen wirklich nur noch die ganz Hartgesottenen mit, denn faktisch ist es mittlerweile profitabler sich bei McDonalds hinter die Kasse zu stellen, als als Autor sein Geld zu verdienen.

      Also, vielleicht mal etwas drüber nachdenken wer in Zukunft die Bücher schreiben soll, wenn keiner mehr die Autoren bezahlt. Und wo genau dann die Bibliotheken–und auch so Seiten wie lul.to–die Bücher hernehmen sollen wenn nichts Neues mehr erscheint.

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        Gandalf

        Ich lese kaum E-Books, höchstens mal im Zug die E-Book Variante eines Fachbuchs um was nachzuschlagen, da ich sehr viel am PC lesen muss (beruflich). Aber was ich so mitbekomme: Es werden unglaublich viele E-Books veröffentlicht, gerade von Self Publishern. Wie passt das zusammen? Also irgendwie scheint es sich ja doch zu lohnen oder es versuchen sich täglich neue Autoren um dann nach ein paar Wochen zu merken, dass man nix verdient und sich lieber hinter die Kasse bei McDonalds stellt?

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          stayfriends

          @Gandalf
          Das ist ja auch genau so ein Knackpunkt, ich habe das schon mal aufgedröselt. Es kommen alle 30 Tage an die drei bis viertausend neue E-Books bei Amazon auf den Markt und die haben ja nicht alles im Programm. Wer soll das alles kaufen und dann auch noch lesen.
          Auf der einen Seite ist Selfpublishing sicher eine gute Sache, weil es den Beruf des Autors demokratisiert – eigentlich kann sich jeder mal versuchen. Aber auf der anderen Seite wird der Markt so überschwemmt (der englischsprachige ist ja noch Faktor 25 größer), dass der Wert des einzelnen Buches nunmal sinkt. Ungeachtet der Qualität.
          Daher bin ich immer noch dafür, dass Bücher zunächst kostenlos zu beziehen sein sollten und dann pro gelesener Seite bezahlt wird – so 0,5 bis 1 Cent pro Seite. Das ist fair und würde glaub ich Schwarzkopien austrocknen, für die ganz Zahlungsunwilligen bliebe immer noch readfy – Lesen gegen Werbung.
          Anders ist meiner Meinung nach mit SP bald kein Geld mehr machbar. Der Seitenpreis für KU liegt in Dtl mittlerweile bei rund 0,027 Cent…

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    Rumpelstilz

    So ich habe das jetzt alles hier gelesen und bin teilweise entsetzt, Das Ganze regt mich ehrlich gesagt so auf, daß ich einfach was dazu sagen MUSS.
    Ich bin schon ziemlich lange in der Computerszene unterwegs, angefangen von DOS und den ersten PC´s bis heute.
    Zuerstmal zu mir und meiner Beziehung zu lul.to: Ich war 2 Jahre lang Kunde bei diesem Portal. Die sehr günstigen Preise wunderten mich schon aber das Ganze machte auf mich einen sehr seriösen Eindruck.
    Warum ? Ganz einfach weil man die Bücher bezahlen musste ! Was die Herren Autoren die sich hier aufregen nicht wissen: Es gibt seit Jahren tatsächlich illegale Platformen wo man sich Bücher kostenlos im Sammelpack zu Tausenden herunterladen konnte. Ja zu Tausenden. Vor 10 Jahren als das Ganze losging, hat sich keiner darüber aufgeregt. Das ging jahrelang so. Es wurde auch von seiten der Gesetzgeber NICHTS aber auch gar nichts unternommen. Das wohl auch der Grund warum viele in dieser Hinsicht kein Unrechtsbewußtsein besassen oder besitzen.
    Also wie gesagt, andere hier hatten es schon erwähnt: Die Betreiber von lul sagten was von einer rechtlichen Grauzone und sie sagten das Geld würde teilweise in von Form von Spenden auch den Autoren zukommen. Das Amazon Gutscheine zurückzuverfolgen sind ist bekannt ( wenn man sie nicht an der Tanke gekauft hat ) – also ist es ja wohl logisch, daß diejenigen die dies taten und dann haufenweise Bücher herunterluden, nicht wußten, daß dies illegal ist. Wie gesagt die ganze Aufmachung wirkte auf mich total seriös. Zu den zweifellos sehr günstigen Preisen: Auch Amazon bietet im Moment eine Bücherflatraten an:
    Für sage und schreibe nur 9,99 € kann über eine Million Bücher kostenlos „ausleihen“ und sogar immer 10 Stück auf einmal und das unbegrenzt ! D.h. für diesen geringen Betrag im Monat kann man sich quasi soviele Bücher ausleihen wie man will – also im Grund noch billiger als bei lul.to. Das ist ein Fakt !
    Ich könnte also theoretisch wenn ich es lesen könnte 30 Bücher in einem Monat lesen für nur 10 Euro.
    Das wären 33,33 Cent pro Buch. Was zahlte man bei lul.to ? Ja auch so zwischen 20 und 25 Cent pro Buch.
    Ich gebe zu ich habe in den 2 Jahren viele Bücher bei lul.to gekauft. Ja nicht gestohlen: Gekauft. Wenn man bedenkt, an wievielen Stellen im Internet man illegal JEDES Buch kostenlos herunterladen kann – zeigt nicht allein der Tatbestand, daß ich es bezahlte, daß ich die Bücher nicht stehlen wollte sondern eben ordnungsgemäss kaufen und nicht stehlen wie hier einige böswillig unterstellen.
    Wir also ich denke, das ist die Mehrheit haben uns nichts Böses dabei gedacht. Wir wußten nicht das lul.to illegal war. Ich weiß auch nicht wie es amazon schafft circa 1 Million Bücher aus allen Genres von zum Teil namhaften Autoren zu einem Dumping Preis von nur 10 Euro im Monat anzubieten. Aber sie tun es doch auch und seltsamerweise fragt hier auch niemand nach ob das was amazon da macht legal ist.
    Also wo ist der Unterschied ?
    Und nun zum Juristischen: Wir alle wissen, daß lul.to bedeutet, daß der Server in Tonga stand am anderen Ende dieser Erde. Wenn ich also mit einem Amazon Gutschein bei einem Anbieter von deutschen Büchern auf Tonga ein Guthaben kaufe und davon dann eben Bücher, dann heisst ja noch lange nicht, daß man die Bücher auch alle heruntergeladen hat. Soweit ich mich erinnere konnte man das Buch auch online öffnen und lesen und somit fand eine Datenspeicherung auf deutschem Boden niemals statt. Und selbst wenn: Wir wußten es nicht besser ! WARUM hat lul.to 2 Jahre lang existiert wenn es denn illegal war ? Warum hat jemand nicht früher etwas unternommen ? Per Amazon Gutschein dort ein Buch zu kaufen zu warten bis es einer von lul.to einlöst und dann über die Staatsanwaltschaft die Adresse der Betreiber herauszufinden: Absolut kein Problem für einen geschickten Privatdetektiv.
    Und dann die nächste Frage die ich hier stellen muss: Verstößt ein ebook anbieter mit nem Server auf Tonga gegen Deutsches Copyright Recht ? D.h. gilt dieses Deutsche Copyright Recht dann in Tonga ?
    Und unterliegt ein Deutscher der von einem Server auf Tonga ein Buch kauft mit einem scheinbar internationalem Amazon Geschenk Einkaufsgutschein diesem Copyright Recht – nochdazu wenn er die Bücher nur selber liest und möglicherweise gar nicht auf seinem eigenen PC heruntergeladen hat….
    Gut lul to gibt es nicht mehr. Aber liebe Autoren: Es aendert Nichts. In Zukunft werden Dowloader eben vorsichtiger ! Sie werden ausschliesslich vpn verschluesselung waehlen und andere Zahlungsweisen benutzen. Die die hier mit ihrer echten emailadresse, ohne vpn und mit zurueckverfolgbarem Zahlungsmitteln also amazongutscheinen bezahlt haben, haben sich keines Verbrechens schuldig gemacht.
    Wir waren gutmuetig naiv aber nicht boeswillig verbrecherisch. Das auf keine Fall.
    Und der angeblich entstandene Schaden ? Ich bin harz 4 Empfaenger. Ich kann mir ein Buch fuer 8 oder 18 Euro einfach nicht leisten. Hätte es lul to nicht gegeben ich hätte es nicht bezahlen koennen. upgeloadet haben wir nicht und vervielfältigt im eigentlichen Sinne des Urheberrechts sowieso nicht. Also wem haben wir geschadet ? Stehen uns die wir am Rande der Gesellschaft stehen keine Buecher zu ?
    Im Uebrigen finde ich die Art wie von einigen hier gehetzt wird widerlich und unmenschlich. Wollt ihr 30000 bis 40000 Downloader bei lul to zu Vorbestraften machen ? Bringt euch das irgendetwas ?
    Ich fuer meinen Teil habe jetzt die 10 Euro Flatrate bei Amazon gebucht und kann damit ab sofort auf legalem Weg soviele Buecher lesen wie ich will. Stehlen wie es viele andere machen die vpn nutzen und mit bitcoins zahlen und die nie jemand erwischen wird werde ich auf jeden Fall nie.
    Bestraft man jetzt all die unschuldig naiven Trottel wie mich die bei lul guten Glaubens eingekauft haben und nicht wussten was sie taten trefft ihr die Falschen. Es wird weitergehn. Es wird weiter downgeloadet dann aber eben mit VPN und in den meisten Faellen sogar umsonst.
    An die Buchverlage: Aendert eure Preise fuer ebooks so dass normale arme Menschen wie ich sie bezahlen koennen und ihr werdet sehn die Leute werden wieder ehrlich !

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      Ich wollte schon fragen, ob du bei ähnlichen Preisen, gerne aber auch ein wenig höher (0,50-3 Euro oder so für bestimmte Unterhaltungsliteratur), ähnlicher freundlicher Aufmachung, ähnlich umfangreichem Sortiment, bequemeren Bezahlmethoden auf einem anderen Portal eingekauft hättest, bei dem die Autoren mehr beteiligt werden als „nur“ einer Spende oder dem einmaligen Kauf des ersten Exemplars (oder wie auch immer das bei lul.to geregelt war, jedenfalls ist die Kritik daran die Intransparenz), aber das hat sich ja jetzt via Amazon erledigt, wo dann dieses Unternehmen für die Bereitstellung von Kopien, der Bequemlichkeit und der hübschen Aufmachung 35% nimmt, um sich das hochwertige Motorrad davon zu kaufen.

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      Katzenstreu

      Naja, mir war nach zwei Minuten bei der Betrachtung der wirklich gut gemachten Seite klar das das nicht ganz koscher ist.
      Alleine das vollständige fehlen von jeglichem Jugendschutz hätte ein Hinweis sein können.
      Das ist in keinem Staat der Welt legal.
      Da du deine Begründung so gut ausformuliert hast, hast du eigentlich schon bewiesen das du nicht grenzdebil bist und das auch verstanden haben müsstest.
      Ich sehe aber auch das eigentlich kaum gewinnbringend eine Abschöpfung bei den Nutzern erfolgen kann.
      Kannst du dir die Preise nicht leisten gehörst du einfach nicht zur Zielgruppe.
      So gesehen hast du eigentlich keinen Schaden verursacht.
      Aber das spielt einfach mal keine Rolle wenn es um das schöne Thema Abmahnungen geht.
      Da könnte eher von Bedeutung sein das es nichts zu holen gibt wo nichts ist.
      Also das schlechtem Geld (welches was man nicht eingenommen hatte) noch gutes Geld (was man hat und nun eventuell zur Rechtsdurchsetzung einsetzt) hinterher wirft.
      Wie ich schon schrieb, es ist eigentlich ein Unding mit den Preisen runterzugehen.
      Verkaufe ich sagen wir mal 2000 Bücher zu 3,5 € dann habe ich 7000 €. Aus meiner Sicht nicht viel da es sich wohl kaum um ein regelmäßiges Einkommen handelt und Kosten sowie Steuern, Krankenkasse usw abgeht. Also Preise runter ist nicht.
      Ich vermute, das 2000 Verkäufe bei den meisten schon viel sein wird.
      Da der Buchmarkt eher schrumpft als wächst, kann aber ein Autor selbst beim vollständigen Wegfall der Piraterie nur auf seinen grünen Zweig kommen wen er seinen Marktanteil zu lasten anderer Autoren ausbauen kann.
      Die stehen in einer knallharten Konkurrenz zueinander.
      So oder so ist das ein Rattenrennen, wo es einfach massenhaft Verlierer geben muss.
      Qualifiziert putzen gehen, bei einer Stammkundschaft, kann da schon lukrativer sein, als wen man sich als Schriftsteller betätigt.
      Amazon und den großen Verlagen kann das egal sein, da es ja jedes Jahr neue hoffnungsvolle Neuzugänge gibt.
      Die kommen einfach durch die schiere Masse der Publikationen auf ihr Geld.
      Ist ein bisschen so wie das eine zeitlang fast alle Kinder einiger Bildungsschichten Popstar werden wollten.
      Und letztendlich heißt es eben, the winner take it all.
      Deshalb finde ich das Gejammer der durch lul.to Geschädigten auch etwas einseitig da ihr eigentliches Problem ganz woanders liegt. Das man da bei lu.to sauer ist, ist wiederum voll verständlich.
      Nur das Problem, das man ausgebeutet wird haben eben auch andere.
      Ich sage nur Leiharbeiter, Werksverträge um ihren Lohn beschissene Osteuropäer im Baubereich sogar bei Bundesbaustellen usw.
      Mich stört das da seit Jahren nichts gemacht wird aber der sogenanntem Kreativindustrie immer eine Extrawurst gebraten wird. Das diese Extrawüste offenkundig das Papier nicht wert sind auf das sie gedruckt werden, siehe Leistungsschutzgesetz und vermutlich auch der vorliegende Fall, steht auf einem anderen Blatt.

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        IKI

        Der Bezug auf das Jugendschutzgesetz ist falsch. Nicht alle Staaten der Welt legen das so aus wie Deutschland.

        Außerdem gibt es mehr Länder auf dieser Welt, wo das Herunterladen und Streamen erlaubt ist.

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        stayfriends

        Man muss sich ja nur mal die Neuerscheinungen bei Amazon im E-Book-Bereich ansehen: pro Monat erscheinen ca. 105.000 Bücher. Davon sind 7.500 auf Deutsch, 80.000 auf Englisch. Dass hier nicht mehr jeder sein Auskommen mit dem Schreiben von Büchern bestreiten können wird ist doch klar. Denn die alten Bücher verschwinden ja auch nicht mehr wie früher, sondern bleiben auf ewig verfügbar. Amazon zeigt die Gesamtzahl der E-Books schon gar nicht mehr an, allein bei KU hat man 1,7Mio deutsche und englische Bücher.
        Das beweist auch der Seitenpreis für KU, dieser fällt kontinuierlich. Die Vergütung pro Seite fiel von 2015 0,53 Cent auf heute 0,27 Cent. Der Markt wird überflutet mit neuen Büchern und die alten bleiben verfügbar. Viele Verlage schmeißen sogar ihre alten Backlists vermehrt noch mit auf den Markt. Damit nimmt der Wert der Ware Buch nunmal ab. Auch wenn der einzelne Autor sicher viel Arbeit investiert hat – in Zukunft wird es ein anderes Vergütungsmodell geben müssen, sonst bleiben viele auf der Strecke auch ganz ohne Schwarz-Kopien.
        Ein Buch ist nunmal kein Musikstück, das im Hintergrund laufen kann, es gibt eine Obergrenze, wiviel ein Leser konsumieren kann und die ist bei Büchern naturgemäß deutlich knapper als bei Musik.

        Im Durschnitt kauf jeder E-Leser sieben E-Books im Jahr. Bei 3,9Mio Deutschen, die E-Books kaufen, kann man sich ausrechnen, wie viel da für den einzelnen Autor abfällt. Grob gerechnet kann sich so jedes verfügbare E-Book 27 mal verkaufe, würde man das gleichmäßig aufteilen und annehmen, dass alle Käufer nur deutsche Bücher lesen.

        Man kann jetzt gucken, wie man aus den lul Usern noch ein paar Euro rausquetschen kann, am Ende wird das nichts am Ergebnis ändern. Der Goldrausch bei E-Books ist vorbei. Besteht man auf das bisherige Presimodell, wird man keine nennenswerten Absatzzahlen generieren – von einigen Ausnahme-Autoren abgesehen.
        Daher ist es nicht böse, oder abfällig gemeint, wenn man sagt, für die Mehrzahl der Autoren wird das Schreiben bald nur noch ein Hobby sein können – oder man muss eben andere Wege für die Finanzierung finden.

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      Jerry Garcia

      Selten so ein Unfug gelesen.
      Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
      Tonga? Facepalm!

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    donki

    Was mich interessieren würde, wäre der grobe „Prozess“ einer solchen Strafverfolgung bzw. eher Abmahnwelle.

    1. Übergibt die Polizeit die Dateien mehreren Anwaltskanzleien und wie würden diese Abmahnungen koordinieren?
    2. Würden Abmahnungen auf Accountbasis passieren oder könnte da monatilich pro Buch was kommen, weil dann ja jeweils neue Anwaltkosten/Ermittlungskosten mit anfallen würden. Wie „willkürlich“ darf das gestaltet sein.

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      Katzenstreu

      Hast du sagen wir mal 100 Autoren und Verlagen dort etwas geladen kannst du rein theoretisch 100 mal abgemahnt werden, da grundsätzlich jeder Rechteinhaber das Recht hat die Rechtsverletzungen bei seinen Werken zu verfolgen.
      Praktisch halte ich das eher unwahrscheinlich da man da grundsätzlich erstmal in Vorleistung gehen muss.
      Ist der Abgemahnte bockig und will nicht zahlen wird muss gegen jeden einzeln geklagt werden.
      Gewinnt man und das geht nicht durch alle Instanzen also kein Wiederspruch und das Urteil wird rechtskräftig, kann man dann eine schöne Rechnung an den Beklagten schicken.
      Dann kommt meist ein Mahnverfahren.
      Will der immer noch nicht, erwirkt man einen Vollsteckungstitel.
      Damit geht man zum Gerichtsvollzieher und der kann dann fänden lassen.
      Dann ist hoffentlich genug da um alle Kosten wieder reinzubekommen.
      Jeder einzelne Schritt kostet erstmal Geld also man bezahlt jedes mal seinen Anwalt und die dafür zuständigen staatlichen Stellen. Zusätzlich kann der Gegner bis zur Fändung bei jedem Schritt Widerspruch einlegen.
      Da ist zu erwarten das sich das Ganze über Jahre hinzieht.
      Bei einem Fall wo jeder für sich abmahnt ohne das sich abgesprochen wird wäre zu vermuten, das da einfach die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Abgemahnten überstrapaziert wird und nur die was davon haben die die schnellsten sind. Es kann natürlich sein das da Exempel statuiert werden sollen.
      Grundsätzlich können Forderungen natürlich auch gebündelt werden.
      Es kann übrigens auch passieren das die Gerichte bei bei einem zu niedrigen Streitwert Klagen abweisen.
      Sollte es wirklich dazu kommen ist eine Mischung aus gebündelten gut koordinierten Abmahnungen und einigen Einzelkämpfern am wahrscheinlichsten.
      Die gebündelten würden dann vermutlich von Verlagen kommen die WalldorfFrommer beauftragen und mit Sicherheit nicht die volle Höhe des Schadens beinhalten, sondern so ausgelegt sind, das die Kanzelei damit rechnen kann das da auch was gezahlt wird, damit das zumindest ein Nullsummenspiel für die Kläger wird und der Streitwert nicht zu gering ist um eine Ablehnung bei Gericht zu riskieren. Die haben mit sowas Erfahrung.
      Eventuell versuchen die auch vorher herauszubekommen wie die Vermögensverhältnisse in den Fällen sind und lassen die uninteressanten Fälle weg.
      Wirklich rechnen mit sowas müssen eigentlich nur die, welche ihre Kreditkarte gezückt hatten. Da sich diese Zahlungen nun mal nicht wegdiskutieren lassen. Bei allen anderen Konstellationen gibt es genug Möglichkeiten um sich erfolgreich mit anwaltlicher Unterstützung rauszureden solange man sich bei einer Vernehmung nicht um Kopf und Kragen geredet hat und das wissen professionelle Anwälte auch.
      Die werden ihren Kunden in solchen Fällen von einer Verfolgung abraten, da diese ansonsten auf ihren Kosten sitzenbleiben.
      Sollte man betroffen sein von sowas, ist das eventuell ein Anreiz in Zukunft mal sein Gehirn zu benutzen und erst zu denken und dann zu handeln.

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        Takeshi_Kovsc

        „Wirklich rechnen mit sowas müssen eigentlich nur die, welche ihre Kreditkarte gezückt hatten. Da sich diese Zahlungen nun mal nicht wegdiskutieren lassen.“

        Grundsätzlich natürlich richtig: allerdings gilt: Kauf != Download. Theoretisch konnte man – wie unsinnig das auch sein mag – beliebig viele Bücher kaufen, ohne ein einziges herunterzuladen. Der tatsächliche Download dürfte nicht immer so leicht zu beweisen sein wie der Kauf.

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          Aber das Aufladen des Guthabens stellt IMHO noch keine Urheberechtsverletzung dar und kann Dir auch niemand verbieten. Verboten bzw. relevant ist nach meiner Meinung nur der tatsächliche Download eines jeden einzelnen Werkes, das ist der springende Punkt ob eine Urheberrechtsverletzung stattgefunden hat oder nicht. Aber gut, ich bin kein Jurist.

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            Takeshi_Kovasc

            Ich bin auch kein Jurist, vielleicht sind wir deswegen einer Meinung und liegen trotzdem falsch. ;)

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            Ichbins

            Hm, wenn es jetzt danach geht, eben „Kauf ungleich Download“ dann wären an sich ja die meisten Downloader wohl sicher, denn wie will man das jetzt nachweisen?

            Denn da die Stasispeicherung ja erst einmal untersagt wurde, speichern die meisten Anbieter ja nur noch für 1 bis 2 Wochen die Daten und dann ist alles weg. Und einige Anbieter haben ja inzwischen sogar IPs, die sich mehrere User teilen – und die müssen nicht einmal aus der gleichen Gegend kommen.

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            Ich glaube nicht, dass der Kauf von Amazon Gutscheinen für LuL schon strafbar war. Das alleine bricht ja noch kein Gesetz, obwohl man eine bestimmte Absicht damit verfolgt. Von daher.. wer weiß.

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            Michael

            Logs bei lul.to selbst vielleicht?

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          Katzenstreu

          Es wäre eher nicht plausibel, das da jemand über Monate bis Jahre von einem Prepaidguthaben einzelne Titel erwirbt und die dann nicht runterläd. Hat jemand ein Konto mehrfach augeladen ist das zumindest ein starkes Indiz. Das lässt sich aufgrund des Vergütungsmodells dort mit Sicherheit feststellen, da das vermerkt werden muss damit das so wie dort betrieben funktioniert.
          Ob so eine Datensammlung beweiskräftig genug ist um als Grundlage für Schadensersatzansprüche zu dienen, keine Ahnung. Wie das Ganze ausgewertet wird hängt mit Sicherheit davon ab, wie hoch der Arbeitsaufwand ist das bei so vielen Leuten zu sichten. Da müssen alle relevanten Fakten gerichtsfest sein, ansonsten wird das eine Lachnummer und kein Schuss vor den Bug.
          Ich finde es auch bedenklich, das sich so eine extreme Nichtachtung der Arbeit anderer breit macht.
          Leider wird das immer schlimmer in allen Bereichen. Ich denke das die gesamte Gesellschaft in den letzten zwanzig Jahren zu Egoismus und Rücksichtslosigkeit erzogen wurde. Ich sehe das als direkte Folge der Entsolidarisierung durch Neoliberalismus wo nur noch zählt wer das meiste hat. Es klauen die Kleinen wie die Großen. Jeder wo er kann.
          Eventuell hat wirklich eine nennenswerte Zahl von Nutzern geglaubt, das so ein Angebot legal ist.
          Das ist mindestens genauso bedenklich, da das bedeutet das aus dem Land der Ingenieure, Dichter und Denker ein Land der Schnäppchenjãger und sagen wir mal höflich nicht so Schlauen geworden ist.

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            Takeshi Kovacs

            Ohne Jurist zu sein, glaube ich dennoch, dass die bloße Plausibilität einer Annahme für ein Urteil nicht ausreichen dürfte. Ich hoffe doch sehr, es gilt auch in diesem Land der „nicht so Schlauen“ noch der Grundsatz, dass ein Tatbestand bewiesen werden muss.

            Kann natürlich sein, dass die bloße Einzahlung mit der Absicht einer potenziellen späteren Urheberrechtsverletzung bereits einen Straftatbestand darstellt. Im Artikel kam ja noch die Geldwäsche zur Sprache

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            circle

            Das die Einzahlung schon den Tatbestand der Urheberrechtsverletzung darstellt kann ich mir nicht vorstellen.
            Derlei Konten wären ja auch shareable. Derjenige der einzahlt muss nicht zwingend auch den download triggern. Der download kann auch mit einer IP von weiteren Personen aus, beispielsweise der Schweiz erfolgt sein. Dort ist der download zu privaten Zwecken erlaubt.

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            Ichbins

            Eine eMail-Adresse alleine reicht ja auch nicht aus. Immerhin kam heute wieder raus dass rund 1/2 Milliarde eMail-Adressen gekapert wurden. Und wenn die eigene nicht dabei war, heißt das ja noch lange nicht, dass die nicht mal irgendwann „geklaut“ war. Je mehr Spam ankommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand die Adresse kennt und benutzt, der das nicht soll.

            Und wegen IPs: einige Anbieter haben eine IP ja für mehrere User. Und wenn man jetzt alle User verfolgen will (wogegen man aber zu Recht vorgehen kann, denn Fakt ist, dass Seiten wie Kino.to viel mehr Schaden anrichten, und wenn man da alle laufen lässt, wäre es ja unglaubwürdig, wenn man eBook-Downloader sucht…) und davon haben jetzt 200 eine IP die sie sich mit 20 Leuten teilen … wie viele Jahre wollen die Ermittler denn dann suchen?

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            Katzenstreu

            Dem würde ich nicht wiedersprechen.
            Halten wir also fest, hat jemand nachverfolgbar bezahlt, seine richtige Email hinterlassen und wurde die IP mitgeloggt und der Anschlussinhaber ermittelt dann ist man so richtig im Arsch, vermutlich. :-)
            Andererseits, vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand und auskennen tun sich andere besser.
            Alles ohne Gewähr usw.
            Eigentlich kann ja auch keine Abmahnung kommen sondern eine Schadensersatzforderung, quasi eine Rechnung vom Anwalt übermittelt.
            Eine Abmahnung soll aussergerichlich einem Missstand abhelfen und das für die Zukunft verhindern.
            Da lul.to dicht ist kann der Nutzer seine Taten eigentlich nicht wiederholen und der Missstand ist nicht mehr oder die Abmahnung wird extrem weit gefasst und man bekommt irgendwas modifiziertes zurück.
            Gabs nicht in der Vergangenheit nicht schon mal einen Fall, wo die Dresdner Staatsanwaltschaft igrendwelche Leute wegen bezahlen von irgendwas mit Amazongutscheinen vorgeladen hatte?
            Da müsste der aktuelle Fall analog zu dem damaligen Ergebnis verlaufen.

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    Rüdiger007

    Man kann agumentieren, wieviel man will, die illegale scene wird sich wohl immer durchsetzen

    1. Punkt: auf jeden Fall deutlich billiger!
    2. Punkt: wenn man sich qualtitätsmäßig an Amazon Prime, Netflix oder Spotify orientiert, ist das kein Vergleich zu einer Remux- oder Flac-Datei.
    3. Punkt: der wohl bedeutsamste Punkt (für die, die eig. gerne legal konsumieren wollen) allgemein sind Filme Monate bzw. Wochen, vor dem offiziellen Verkaufsstart, schon in astreiner Qualität in der illegalen Warezscene vorhanden…

    Wenn man bedenkt, wie viele deutschsprachige Filme es noch auf VHS oder DVD gibt, die aber offiziel schon als Bluray vorhanden sind im Ausland, wird einem schlecht. Tja, da ist man ja gezwungen auf illegale Warez zurück zu greifen, außer natürlich man will pixel zählen…und da kommen wir wieder zum Thema Qualität zurück ;)

    Eine Ansage an die 1000000000000000… Euro arme Film- und Musikindustrie: Eine konstante monatliche Flatrate für 6,00 Euro für den Content (Filme, Games, E-Books & Musik), die jede illegale Warezseite zu bieten hat. Und die Ära der illegalen Downloader hat zu 99% ein Ende.. ;)

    Aber zu 100% wird dass wohl nie passieren! Tja, die Gier rächt sich.

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    Katzenstreu

    @skreutzer
    Das sind alles sehr interessante Einlassungen von Dir.
    Einen großen Teil würde ich mittragen.
    Einige Anmerkungen dazu.
    Die meisten die sich hier informieren, werden in erster Linie an handfesten Informationen interessiert sein die dabei helfen können das Risiko von strafrechtlicher und zivilrechtlicher Verfolgung einzuschätzen sowie nach Möglichkeiten suchen, wie im Fall des Falles eine möglichst effektive Abwehr erfolgen kann.
    Zur Problematik.
    Ich denke nicht das eine radikale Preissenkung der Ebooks das Problem lösen würde.
    Eigentlich kann nur Brillianz, gute handwerkliche Fähigkeiten beim Schreiben und gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse dem einen oder anderen Autor helfen für sich die wirtschaftlichen Bedingungen zu verbessern.
    Für die große Masse kommt eigentlich nur infrage sich einen Brotberuf zu suchen und als Hobby zu schreiben oder aufzuhören. Es wäre rein rechnerisch selbst dann nicht möglich, das die große Masse der Autoren vom schreiben gut leben könnte, wenn es dieses offenkundige Marktversagen, welches wir gerade erleben nicht geben würde.
    Das Angebot in seiner jetzigen Form ist offenkundig unattraktiv für einen großen Teil der potentiellen Kundschaft und es gibt im Ebookbereich aber auch bei Printausgaben zunehmend nur noch einen Anbieter.
    Gerade die Fixierung auf Big Data und die nicht vorhandene Möglichkeit der anonymen Onlinezahlung treibt, so zumindest meine Vermutung, einen Teil der potentiell zahlungswilligen Zielgruppe in die Arme von solch dubiosen Plattformen. Vor allem bei sehr spezieller Spartenliteratur.
    Ein erfolgreicher Verlag und Autor darf sich aus meiner Sicht nicht in ein Abhängigkeitsverhältnis begeben, wie es aktuell bei den großen Plattformen besteht.
    Einzelne erfolgreiche Autoren können mit Sicherheit auch jenseits der drei bis fünf Eurogrenze agieren.
    Es kommt bei betriebswirtschaftlichen Betrachtungen und Marketing nicht darauf an, das man möglichst billig möglichst viele Kunden findet sondern,das man ein attraktives Angebot für eine zahlungskräftige und zahlungswillige Zielgruppe findet. Die Niedrigpreisstrategie ist eigentlich immer die schlechteste Variante.
    Ich denke das eine Ebook only Strategie generell keine gute Idee ist, da das Medium einfach vollkommen ungeeignet ist um einen effektiven Schutz der Rechte zu sichern.
    Ich vermute, das deshalb die Verlage teilweise gerade wegen der Ebookpiraterie recht gute Verkaufszahlen beim klassischen Buch realisieren, weil das Buch in AT und DE immer noch ein klassisches Geschenk ist.
    Die welche viel lesen und oft auch viele Bücher verschenken wissen sehr genau was sie da so als Printbuch auswählen, da sie ja aufgrund der Möglichkeit quasi kostenlos probelesen zu können besser auswählen können.
    Für Freelancer welche keine gedruckten Exemplare im Angebot haben ist dies ein gravierender Nachteil, da sie eben nur piratisiert werden und diese reellen Verluste eben nicht mit dem Absatz von Printprodukten kompensieren können. Sie können also von einer Verbesserung ihrer Bekanntheit gar nicht profitieren.
    Will man die Piratisierung von imateriellen Gütern (in sich ein Wiederspruch) wirklich nachhaltig verhindern würde dies eigentlich nur mit einem faschistischen (Nazikeule :-)) Stasistaat (Kommunistenkeule :-)) möglich sein.
    Eigentlich wären die Autoren welche einen mäßigen bis mittleren Erfolg haben besser bedient, wenn sie ihre Kraft in einen Kampf für ein bedingungsloses Grundeinkommen stecken würden um so die Grundlage zu schaffen das sie abgesichert ihrer Leidenschaft nachgehen können, als das sie einen eher aussichtslosen Kampf gegen eine Hydra kämpfen.
    Bei dieser Plattform soll es ca 30000 bis 40000 ZAHLENDE Nutzer gegeben haben. Wie wird das bei der nächsten sein die hochgenommen wird 150000? Das sind dann Zahlen wo es nicht mehr um Recht oder Unrecht geht sondern das hat dann gesellschaftspolitische Brisanz.
    Ein Indiz das da was nicht rund läuft, ist das die Verkaufszahlen von Ebooks in keinem Verhältnis zur Zahl der verkauften Ereader steht. Oder die Zahlen der Erhebungen stimmen nicht.

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      Ja gut, an einer Einschätzung des Risikos der rechtlichen Verfolgung könnte ich mich zwar versuchen, das interessiert mich aber gerade nicht wie auch der sonst übliche Pragmatismus der „Piraten“, wo die Position lautet: wir ignorieren das veraltete Urheberrecht einfach, als ob es das nicht gäbe, und wenn hier und da jemand wegen Rechtsverletzungen unter die Räder kommt, hat er halt Pech gehabt, zumal sich die Ermittlungen von Amts wegen und auf Wunsch der mächtigen Rechteverwerter-Lobby auch nicht immer ganz abwehren lassen. Das ist aber wenig konstruktiv im Hinblick auf die Frage, wie ein digitaler Literaturbetrieb idealerweise aussehen könnte, weil zu viele Bauernopfer dabei unnötig auf der Strecke bleiben.

      An sich ist ein „race-to-the-bottom“ nicht wirklich sinnvoll, förderlich oder wünschenswert, aber ich denke, dass es darum auch gar nicht wirklich geht. Man kann sich ja schon fragen, warum so viele Leute gerne bei Amazon einkaufen — das ist nicht, weil die Preise dort so günstig wären im Vergleich zu den Piraten oder das DRM sie dazu zwingen würde oder sie damit die Autoren unterstützen wollen würden, sondern schlicht die Bequemlichkeit. Dafür kann man höhere Preise verlangen, solange die sich noch halbwegs im Rahmen halten für ein Produkt dieser Art (wer würde schon 25 Euro für einen Text ausgeben, der eh nie ganz zuende gelesen wird bei der heutigen Aufmerksamkeitsspanne und dem Überangebot an Alternativen?) und Autoren haben freilich auch das Monopol über ihre Neuveröffentlichungen oder die Interaktion mit ihren Lesern.

      Das Printbuch bietet darüber hinaus auch noch Möglichkeiten als Sammlerobjekt (signiert, Fan-Paket, aber auch ohne manuellen Aufwand individuell angepasste Ausgaben wie Großdruck, Notizränder, Einbände/Ausstattung ab Werk usw.).

      Ich vermute, dass die Autoren weiter mit rechtlichen und technischen Mitteln versuchen werden, der Öffentlichkeit mit immer neuen Gesetzen und drakonischeren Strafen zuzusetzen und das halt einfach immer so weitergeht, weil rein psychologisch der hinkende Vergleich mit dem Diebstahl physischer Güter besser greifbar ist (statt das mal umgekehrt so zu modifizieren, dass die Entlohnung der Arbeitszeit gestohlen wird und das Anrecht, bis zu 70 Jahre nach dem eigenen Tod daran verdienen zu dürfen) und es einfacher ist, sich auf der moralischen Schiene zu empören, als riskant und mühsam digitalverträgliche Geschäftsmodelle zu pionieren, für die dann wiederum die Kundschaft noch nicht bereit ist und erst erzogen werden muss. Aber irgendwann kommt halt jemand und macht das dann, und das ist im Zweifel dann auch kein Buchhändler, Verlag oder Autor, oder Konzerne wie Apple, Amazon und Google nutzen die Unfähigkeit der Branche zu ihrem eigenen Vorteil einseitig aus.

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        Karma B.

        Okay, ein Einwand noch, weil mir gerade der Kaffee wieder hochkommt. Ihr verteilt eine geistuge Ware, die euch nicht gehört, quasselt über Zukunftsmodelle, die euch genehm wären ohne einmal darüber zu reflektieren, dass dieses schöpferische Gut, das ihr so gerecht verteilt haben wollt, erst einmal geschaffen werden muss.

        Interessiert euch nicht, hab ich schon gelesen, Autoren müssen sich dann eben einen Brotberuf suchen, weil Kunst und digitale Güter ja nichts wert sind. Ihr wollt den Schöpfern und Anbietern zwanghaft diktieren, wie sie gefälligst alles umsonst oder so verteilen sollen, dass alle was davon haben.

        Aber ihr findet es unverschämt, dass die Schöpfer und Ersteller angemessen daran verdienen. Sagt mir bitte, wie das Kraut heißt, das hier alle konsumieren. Ich möchte auch mal abheben und mich über alles erheben, was Fakt ist. Und Fakt ist, ihr habt den Schuss nicht gehört! Ihr verteilt etwas, was euch NICHT gehört!

        Eure Beiträge werden gerade von einer recht großen Gruppe von Geschädigten gelesen. Was meint ihr, was das bei den „dummen und dreisten“ Autoren auslöst, die sich nicht ‚moralisch‘ empören (wie es oben so hämisch heißt), sondern schlicht unglaublich wütend ob eurer Arroganz sind. Wer seid ihr denn, dass ihr uns und dem Buchmarkt diktieren wollt, wie ihr es gerne hättet? Ihr seid keine zahlenden Kunden, auf die wir durchaus eingehen.

        Wir sollen anderweitig das entgangene Geld reinholen? Mit Prints, die nur wenige kaufen, weil sie schlicht viel teurer sein müssen? Aha. Mit Merchandising-Artikeln? Hallo? Die kaufen wir auch, als Goodies für unsere treuen Leser, aber die kaufen sie nicht, sie bekommen sie von uns. Als Dankeschön. Wir machen Gewinnspiel, starten Kundenbindungsprogramme und vieles mehr.

        Für wen? Für ehrliche Leser, die uns und das was wir erschaffen, wertschätzen und bezahlen. Sie kaufen Prints, sie kaufen Hörbücher, sie kaufen eBooks. (Und nicht irgendwelchen bescheuerten Fan-Kram.)

        Bitte nochmal, wie heißt der Stoff, den ihr nehmt? Ich möchte auch einmal vergessen wie der Buchmarkt wirklich läuft. Möchte auch einmal irgendwo in den Wolken schweben und auf alles und alle spucken können, die mir das Abheben überhaupt erst möglich machen.

        Ach, Mist, geht ja nicht. Ich mag die Menschen ja, achte die Leser. Nein, ich werde mich deshalb über niemanden erheben. Aber ich möchte sehr gerne einigen von euch einmal in einer Lesung oder auch nur in einer echten Diskussion gegenübersitzen. Wetten, dass einigen von euch sehr schnell die Argumente ausgehen, wenn ihr es mit echten Menschen/Autoren zu tun habt, denen ihr permanent in die Tasche greift?

        Drakonische Strafen? Wir setzen der Öffentlichkeit zu? Boah! Weil wir uns nicht besteheln lassen wollen? Das muss man verdauen können. Ich kanns nicht!

        Bin jetzt raus. Ich möchte nicht noch tagelang mit Magenschmerzen zu tun haben.

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          Michael

          Die Frage die sich mir in dieser Diskussion stellt: Wer oder was muss sich ändern? Hälst du es für realistisch, dass der Bust von LuL (und vielleicht ein paar Downloader) irgendetwas ändert am Verhalten der Piratennutzer? Oder deine Beiträge hier? Ich denke nicht. Getauscht wird schon eine sehr lange Zeit, früher noch Mixtapes auf dem Schulhof (das habe ich tatsächlich noch miterlebt), dann kam Software wie Napster, Emule und heute geht alles noch schneller und einfacher. Meiner Meinung nach wird sich das nicht ändern. Außer wir bekommen einen totalitären Polizei(welt)staat, bei dem jegliche elektronische Kommunikation lückenlos überwacht wird.

          Aber das derzeitige Wettrüsten können Inhalteanbieter nur verlieren, sofern sie sich überhaupt darauf einlassen. Zwar ist jetzt die Freude groß (zu recht) über LuL, aber was ist mit den tausend anderen Seiten? Dem Usenet? Den OCH? Torrent? VPN? Darknet? Fast privater Tausch mit Software wie Soulseek, bei denen man einstellen kann, dass man nur innerhalb von Gruppen tauscht (ohne Monetarisierung), da kommt man als Außenstehender also gar nicht so einfach rein und falls doch.. was dann? VPN IP-Adressen nachverfolgen? Aggressives DRM, was auch Kunden gängelt? Viel Spaß.

          Ich sehe keine andere Möglichkeit, als die Anpassung der Anbieter an die Veränderungen. Wie die Veränderungen auszusehen hat, das mag ich nicht ermessen. Aber wer hätte vor 10 Jahren gedacht, dass es irgendwann legale Angebote wie Netflix oder Spotify geben wird? Also ich nicht.

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            Ich auch nicht. Aber wie Du schon schreibst, es ist die einzige Möglichkeit der Industrie, sich den Bedürfnissen der Konsumenten zu unterwerfen. Leider bleibt bei Spotify & Co. wirklich extrem wenig bei den Musikern hängen, für die lohnt sich das System überhaupt nicht. Ja, vielleicht für die Top Acts, aber alles darunter geht leer aus. Das kann es natürlich auch nicht sein, gell? Andererseits ist es jetzt unmöglich, der heutigen Jugend nachträglich beibringen zu wollen, dass sie für jeden Musiktitel zahlen wollen. Die sind es ja gewohnt, dass es alles für lau gibt, da sie zumeist mit ihren Daten bei Facebook, Gmail, WhatsApp & Co. bezahlen.

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            Michael

            Ja, das stimmt. Aber haben kleine Künstler vor Spotify insgesamt mehr verdient? Das würde mich wirklich mal interessieren, oder ob es evtl. sogar mehr geworden ist, weil sie z.b. durch die etwas höhere Bekanntheit auch mehr Auftritte haben?
            Und: Man muss bei Spotify ja auch nicht mitmachen, sondern kann auch gleich ganz draußen bleiben. Aber das wollen viele kleine Bands auch nicht, weil Spotify eben doch auch einen anderen Nutzen hat als nur das reine Geld verdienen.

            Und als Contentersteller/verleger, kann man jetzt natürlich Schimpfen, Klagen, DRM einbauen (und nochmal schimpfen) und dann in ein paar Jahren irgendeinem Big Player den Markt überlassen, wie es eben der Musik- und Filmindustrie ergangen ist. Jetzt „diktieren“ eben Unternehmen wie Apple, Amazon, Netflix, Spotify, Google usw. die Marktkonditionen, weil sie durch ihre Reichweite die Macht bekommen haben. Damals als Napster, Audiogalaxy und EMule aufkamen, haben die Rechteverwerter ALLES daran gesetzt, die heutige Entwicklung zu verhindern. Gefühlt (kann mich aber auch irren) gibt es inzwischen deutlich mehr Musik und Filme/Serien zu konsumieren als jemals zuvor. Jeder kann ein Instrument lernen (durch YouTube) und mit einer pfiffigen Idee auf YouTube weltweit bekannt werden.

            Und mir kommt es ein bisschen so vor: Seit es Ebook-Reader gibt und damit EBooks auch für mehr Menschen interessant und somit für die Branche interessanter geworden ist, haben wir jetzt eine ähnliche Situation wie damals die Musikindustrie (auch wenn sie nicht komplett vergleichbar ist).

            Übrigens was ich ziemlich cool finde: Ich bestelle ca. alle 3-4 Monate ein Buch beim Rheinwerk Verlag (Verlag für IT Themen) und bestelle mir dann für 5 Euro gleich ein EBook mit im Bundle. Das echte Buch kostet z.B. 50 Euro, das EBook 45 Euro (ja, richtig) aber das Bundle gibts dann für 55 Euro. Und das finde ich persönlich super, weil ich kann mit EBooks nicht so viel anfangen, außer zum Nachschlagen weil man die Sachen mit STRG+F schneller findet und auch z.B. Codebeispiele rauskopieren kann. Dazu DRM-frei (aber mit Wasserzeichen) und als ganz normaler PDF-Download und nicht so ein Kindlequatsch. Da wurde halt an den Nutzer gedacht und nicht „wie können wir es den Piraten so richtig schwer machen“.

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            Rheinwerk-Verlag (besser bekannt unter dem früheren Namen Galileo Press) hat ja auch einige Autoren und eigenes Personal, die sich mit der Technik auskennen, die werden genauso wie O’Reilly vernünftige Workflows aufgesetzt haben und verstehen Digitalisierung im Gegensatz zu vielen anderen Nicht-IT-Verlagen. Von daher kann man das nicht direkt vergleichen, wohl aber könnten sich andere eine ordentliche Scheibe davon abschneiden.

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          Katzenstreu

          Also ich verteile gar nichts.
          Ich habe nicht mal Gutscheine an die ominöse Seite gespendet noch habe ich jemals irgendwas dort geladen.
          Ich bin ebenfalls der Meinung das die Betreiber derselben bemerkenswert unverschämt waren.
          Allerdings sah die echt gut aus und war wohl recht nutzerfreundlich.
          Aber ich kann frank und frei von der Leber weg meine Meinung kundtun.
          Das die nicht überall Gefallen findet ist mir schon klar.
          Wir haben Meinungsfreiheit und solange ich niemanden beleidige kann ich sagen was ich will.
          Mein Beitrag gibt meine ganz persönliche Ansicht zu dem Thema wieder, ohne sich auf irgendeine Seite zu schlagen.
          Übrigens finde ich es gut wenn viele Leute hier mitlesen, egal wer.
          Ansonsten, gute Besserung.

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          Esther

          Kein Mensch hat den Autoren das Recht nicht zu empören abgesprochen. Es hat sich auch niemand über Autoren mokiert – auch wenn der angebliche wissenschaftliche Mitarbeiter, der nicht schreiben kannm Spaß am Identitätsklau und offensichtlich auch keinen Anstand hat etwas anderes behauptet. Es ist kein Dauerzustand, dass Autoren von Piraten bestohlen werden. Das Problem ist, dass Polizei und Justiz ab und zu eine Plattform stilllegen und die Betreiber im besten Fall bestrafen können. Sie können aber nicht verhindern, dass andere Piraten das nächste Angebot machen.

          Die Frage ist, wie man das verhindern kann – und dazu taugen moralische Appelle an die Nutzer wenig, so lange es keine gute Ebookleihe gibt. (Was wieder nicht heißt, dass der Zorn der Autoren nicht berechtigt wäre.)

          PS: Sein erster Nick war der reale Name einer Person, die ich persönlich kenne. Lars hat das inzwischen rechtlich in Ordnung gebracht. Die Frau, die wirklich so heißt meinte die Werbemaßnahmen mittels Piratenschelte könnten das Ansehen des realen wissenschaftlichen Mitarbeiters schmälern und schrieb ihn mit ihrer realen Adresse an. Dieser bewunderswert anstandsfreie Mensch hatte den Dreck selbst verfasst, ein inzwischen gesperrter Troll stimmte ihm zu und dieser ganz und gar nicht vorbildliche Jurist meinte anschließend sie mundtot machen zu können, indem er ihren Namen benutzte.

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            Ich schätze schon, dass es der Dauerzustand ist und bleiben wird, dass die Werke von Urhebern kopiert werden, ohne dass dieser unbedingt eine monetäre Kompensation erhält. Das Abschreiben, Vorlesen, Auswendiglernen, Nachdrucken usw. hat heutzutage eine Form angenommen, die in Geschwindigkeit und Stückkosten kaum zu übertreffen ist, und das geht auch nicht weg, solange wir Strom und Elektronik haben. Diese primitiven Bausteine unserer Digitallandschaft lassen sich ebensowenig durch Gesetze oder technische Vorkehrungen beschränken, wie man ein Auto bauen kann, das nur dann nicht fährt, wenn es als Fluchtwagen beim Bankraub verwendet wird. Was nicht heißt, dass es Dauerzustand zu sein braucht, dass Autoren für ihre Mühen nicht entlohnt werden. Eine fundamentale Änderung des Geschäftsmodells, eigentlich fast des gesamten Literaturbetriebs ist dafür aber Voraussetzung. Wenn’s sein muss, kann ich von mir aus auch darauf warten.

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      Michael

      Ich finde das ist einer der besten Beiträge im Kommentarbereich zu diesem Thema.

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        Esther

        Für diesen ausgezeichneten Beitrag bedanke ich mich.

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    Jason Borowski

    Was hier wenig erwähnt wurde bislang sind Abmahnungen. Ich erachte diese fast als das grösste mögliche Risiko für die Lul-Nutzer. Das betrifft natürlich auch nur die, die über die Amazon-Gutscheine ermittelt werden können. Und dann besteht aber natürlich noch die Frage, wie beweiskräftig das ist. Aber wenn jemand z.B. bei Lul.to die selbe eMail verwendet wie bei Amazon wäre das vermutlich schon recht beweiskräftig.

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      Jason Borowski

      (Ob die Abmahnung etwas ergibt ist wieder eine andere Frage. Mir würden dazu viele Gründe einfallen, dieser zu widersprechen. Z.B. warum erlaubt Amazon es, sich Gutscheine zu kaufen um eBooks zu kaufen, wenn diese eBooks illegal sind ? Da müsste Amazon das doch sofort unterbinden :D )

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      Esther

      Klar, zivilrechtlich droht größerer Ärger – und zwar auch den jungen Teenies, die noch nicht strafmündig sind, aber fleißig heruntergeladen haben, was auch immer gerade in Mode ist und theoretisch Schadenersatz leisten müssen.

      Auch da schalten leidlich vernünftige Leute einen Anwalt ein und die Probleme mit der Beweisbarkeit gibt es auch da.

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    Donald44

    Herr Sobiraj, denken Sie haben Nutzer aus Österreich etwas zu befürchten?

    Oder ist es für die deutschen Behörden schwieriger an ausländische IP-Daten zu kommen?

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      Jason Borowski

      Das ist eher unwahrscheinlich. Insbesondere weil vermutlich nichtmal dt. Nutzer belangt werden, und das über die Grenzen hinweg schon etwas aufwändiger ist. Auch gibt es ja in Österreich sicherlich so etwas wie eine Privatkopie und es wurde ja nix hochgeladen. Ich glaube es gab mal einen Fall wo vor vielen Jahren irgendwelche Premiere-Decoder aus Österreich nach Deutschland verkauft wurden, und hierbei wurden in der Tat dann, nachdem der österreichische Shop hochgenommen wurde, auch die Kunden angeschrieben. Aber das war wohl eher eine Ausnahme.

      Es lohnt sich meiner Ansicht nach nicht, sich darüber Sorgen zu machen. Die Chance ist so gering und selbst im Fall der Fälle, wäre es höchstens eine kleine Geldstrafe, der man natürlich auch aus vielerlei Gründen widersprechen kann.

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    Arno

    Wenn man sich auf die Suche nach Büchern gemacht hat, wurde lul.to oft auf der ersten Seite gelistet.
    Natürlich waren die Preise lächerlich gering, aber auch im Google Store gab und gibt es immer wieder Angebot für eBooks die deutlich günstiger verkauft werden und auch immer wieder Apps die dann statt 6,99€ nur noch 10 Cent kosten. Auch ganze Alben gibts da manchmal umsonst, manchmal für 1,99 und günstiger.

    Es dürfte darüber gestritten werden ob das wirklich jedem bewusst war, daß er hier illegal einkauft. Deezer z.B. bekommt man bei Lidl für 7.99€ im Monat, Maxdome für 6.99€. 15 Euro monatlich für 40 Mio Songs und unzählige Serien und Filme. Dürfte ja preislich auch nicht hinkommen.

    Wir wissen hier das es ein illegales Angebot war, ich frage dennoch, kann der 08/15 Nutzer der nur mal schnell ein eBook kaufen will wissen, daß er sich auf eine illegale Schiene begibt?

    Und ehrlich? Wer von euch liest FAQs oder AGB? Hab ich noch nie gemacht.

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      Jason Borowski

      Das sehe ich auch so. Im übrigen erinnere ich mich noch daran, dass auch bei Lul.to vor ca. 1,5 Jahren stand, dass Einkünfte an Autoren abgeben werden. Ob das tatsächlich geschah oder nicht, ist ja wohl jedem klar, jetzt wo man mehr über die Seite weiss. Aber direkt davon auszugehen, dass jedem Benutzer klar war, dass es ein illegales Angebot ist, wäre falsch.

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        Ichbins

        Genau so ist es!

        Wie soll man da, selbst nach sagen wir mal 20 Jahren PC-Erfahrung, erkennen, dass so eine Seite ILLEGAL ist? Erst einmal 4 Stunden rumfragen, nachforschen etc?

        Und gerade weil es ständig bei Amazon & Co genau solche Preisaktionen gibt, kann man, finde ich. zu Recht davon ausgehen, dass lul durchaus legal war. Oder muss man jetzt JEDE Preisaktion hinterfragen? Das ganze hätte ja auch durchaus eine Art „Flatrate“ sein können. Zwar keine echte Flat, dafür eben diese tiefen Preise.

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    Jason Borowski

    Vielen Dank auch von mir nochmal für die umfangreiche, fundierte Berichterstattung. Das ist heute selten geworden, wenn selbst grosse Zeitungen wie „Die Welt“ nur noch bei CNN die Fake-News 1:1 übersetzen und dann als Leitartikel rausbringen.

    Gibt es eigentlich schon etwas Neues zu den 3 Leuten, die verhaftet wurden? Vielleicht könnte man ein Spendenkonto einrichten um sie bei dem Kampf für eine Modernisierung (DRM-Frei, kundenfreundliche Angebote) im eBook Markt zu unterstützen. Ich glaube ohne lul.to würden deutlich weniger Menschen überhaupt eBooks lesen.

    Was hat es mit dem Lysander-Foto in dem Artikel auf sich? :)

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      Frank

      Hast du ein Trump Poster bei dir hängen, oder warum ist CNN bei dir gleich Fake-News.

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    Klar habe ich meine echten Daten auf der Seite benutzt und auch keine Verschleierungsmaßnahmen ergriffen, weil die bloße Nutzung der Seite nicht illegal sein kann/darf. Jedenfalls hat die Polizei jetzt meine Beiträge im dortigen Blog und die Beiträge anderer, auch die der Betreiber, depubliziert, obwohl die rechtlich vermutlich nicht zu beanstanden sind. Ich meine auch, dass ich einen Account dort habe, aber vielleicht habe ich dort nicht meine realen Daten angegeben, weil ich Angst hatte, dass die Betreiber diese an Spammer verkaufen könnten. Wenn ich mich recht erinnere, wollte ich mir ansehen, wie die Seite insbesondere nach erfolgtem Login aufgebaut ist und funktioniert, und zwar besonders, ob man die Download-Links auch ohne Bezahlung benutzen könnte, aber das schien relativ vernünftig gelöst worden zu sein. Vielleicht habe ich zu diesem Zweck auch einen willkürlich gewählten Gratis-Titel heruntergeladen oder man hatte dort bei der Neuanmeldung erstmal ein Guthaben bekommen, aber ich meine, nie was bezahlt zu haben, das wäre mir die Nachforschung nicht wert gewesen und auch zu riskant im Falle eines Takedowns, wie ja jetzt erfolgt. Ob ich tatsächlich ein E-Book heruntergeladen habe, weiß ich nicht mehr, vermutlich aber nicht, da es mir nur auf die Links ankam, und Ethereal/Wireshark, Fiddler oder Firebug habe ich mit großer Wahrscheinlichkeit damals nicht eingesetzt, um einen Redirect oder so zu erkennen. Ich meine aber, dass das auf der Seite technisch auf den ersten Blick ganz gut gelöst gewesen war, was ja vielleicht auch zum Erfolg dieser Seite im Vergleich zu anderen legalen und illegalen Angeboten beigetragen haben mag. Wenn ich mich richtig erinnere, bin ich überhaupt nur zu diesem einen, kurzen Test gekommen, weil ein Autor, möglicherweise sogar in einem Beitrag auf der Tarnkappe oder auch woanders, darüber klagte, dass sein Titel dort verbreitet werden würde und die Seite immer noch online wäre, sodass ich wissen wollte, wie das die Piraten heutzutage so machen. Evtl. habe ich auch kurz nach Schwachstellen in der Software gesucht, vielleicht naheliegenderweise nach SQL-Injections, aber wie es sich gehört, schien das abgesichert zu sein. Ich habe dann ziemlich schnell die Lust verloren, weil ich ohnehin lieber auf Urheberrechtsverletzungen oder restriktive Nutzungslizenzen verzichte, als Kunde/Konsument/Leser also weder für legale noch für illegale Angebote in Frage komme.

    Mich wundert, dass verhältnismäßig viel Aufwand getrieben wurde, um dann derart niedrige Preise zu verlangen, unterm Strich über die Masse dann aber trotzdem soviel zusammen gekommen sein soll (nach Ausgaben für Betriebskosten + zusätzlichen Aufwendungen, sei es Support, Geldtransaktionsgebühren, Softwareentwicklung o.ä.). Mich wundert, dass Verlage und Self-Publisher nicht längst ein günstiges, leichtgewichtiges, bequemeres, freundlich aufgemachtes Portal dieser Art betreiben und die Piraten bei der Digitalisierung mal wieder die unerreichten Vorreiter sind, obwohl sie selber ja im Nachteil sein müssten, weil sie das Produkt gar nicht selber produzieren und daher auf die Produzenten angewiesen sind. Wenn sich das genügend rechnet, könnten die Autoren auch zum Piraten-Händler gehen und vielleicht einen Deal, eine Gewinnbeteiligung an den Verkäufen aushandeln ;-)

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      Esther

      Weiß denn wirklich jemand wie profitabel lul.to war? Was bei den Betreibern beschlagnahmt worden ist beweist nichts, weil wir nicht wissen, ob sie noch andere Einkommensquellen hatten. Außerdem weiß niemand genau wie hoch die Kosten überhaupt waren.

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        Jason Borowski

        Kommt vielleicht alles raus, wenn es irgendwann Akteneinsicht gibt und das „leakt“. Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht einige Tausend € im Monat waren, ich glaube kaum über 10000€. Man braucht schon sehr viele Kunden um bei 0,15€ Preisen gut Geld zu verdienen und es gab ja keine Millionen von Kunden. Ich selbst hatte über einen Zeitraum von 1,5 Jahren 2x 5€ aufgeladen. Die Bücher konnten ja kommentiert werden, und erlauben vielleicht in etwa wieviel verkauft wurde, wenn sagen wir 1 von 200 oder von 500 einen Kommentar abgibt, also soviel war das wohl eher nicht. Selbst von den 30.000€ haben sicher nicht alle auch etwas gekauft, oder öfter was gekauft. Mag sein, dass es ein paar Poweruser gab, aber selbst hier wären die mit 20€ im Monat sehr weit gekommen, und einige haben ja auch die eBooks dann offenbar auf anderen Seiten zur Verfügung gestellt, mussten also nur 1x gekauft werden bei lul.

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          Jason Borowski

          Sorry, bin etwas verschlafen und sollte nicht so schnell die Beiträge abschicken. Also ich meinte natürlich „Selbst von den 30.000 Usern haben sicher nicht alle etwas gekauft“.

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      Karma B.

      Überschrift: Finde den Denkfehler!

      Was schützt das Urhebrecht?

      Ratet mal. Nein, nicht die Druckkosten für ein gedrucktes Buch etc, sondern das geistige Eigentum, das von Autoren erstellt wird. Oft in monatelanger Arbeit.

      Thema ist, was haben User zu befürchten, die das Urheberecht von uns Autoren verletzt haben? Insofern müsste die Überschrift zumindest einen Zusatz enthalten. Denn mit jedem nicht an uns vergüteten und authorisierten „Verkauf“/Download, wird das Urheberecht verletzt.
      Sorry, da gibt es kein Rumdeuteln, das ist so!

      Kapiert? Gut.

      Welcher Schaden entsteht dabei? Auch das interessiert euch wenig, wie ich lese. Aber ich erkläre es gerne,

      Wir schreiben also monatelang an einem Buch = Zeit und Können und verdammt viel mehr, was nicht vergleichbar ist mit irgendeiner anderen Tätigkeit.

      Aber bleiben wir bei den Fakten. Und die sind, dass Bücher nicht auf Bäumen wachsen, sie müssen erst einmal geschrieben werden. Hinzu kommen bei den wirklich erfolgreichen viel gekauften und somit auch viel geklauten Titeln, Vorlagekosten (Daher stammt das Wort Verleger) für Lektorat, Korrektorat, Satzerstellung und Cover. Obendrauf Marketingkosten und viel Zeitaufwand für Leserunden etc. Hunderte von Stunden plus konkret eingesetztem Geld. Nur so wird aus einem simplen eBook ein begehrter Artikel, der nachgefragt und empfohlen wird von Lesern und Bloggern.

      Ob das Buch jetzt als eBook oder als Druckbuch herauskommt, ist unerheblich. Dieser Aufwand muss wenigstens wieder reinkommen. Ohne die eigentlichen Schreibkosten sind bereits oft Tausende vorab bezahlt worden.

      Selfpublisher bieten ihre Bücher zum Start oft sehr vergünstigt an, um überhaupt in die Sichtbarkeit durch reguläre Verkäufe zu kommen. Sie bieten es in der Leihe via Kindle Unlimited an, um Leser zu erreichen. Zu dem Zeitpunkt sind wir noch verdammt weit davon entfernt, unseren Invest eingespielt zu haben. Das passiert nur, wenn wir irgendwann auf einem halbwegs vertretbaren Preis, Bücher regulär verkaufen können. Wir kommen nie an diesen Punkt, wenn Piraten uns vom Start weg diese Leser wegnehmen, was das Ranking und die benötigten VK-Zahlen viel zu früh einbrechen lässt.

      Achtung, ihr lieben einseitig hinkenden Piraten und Mitläufer, wir arbeiten so nicht nur für lau, sondern spielen selbst (und gerade) bei sehr gefragten Titeln kaum die Investitionskosten wieder rein. Wir müssen aber bereits am nächsten Buch schreiben, müssen auch dieses vorfinanzieren, um halbwegs üerleben zu können.

      Und ihr macht euch Gedanken darüber, wie ihr uns weiter bestehlen könnt? Ihr wollt weiter unser geistiges Eigentum stehlen können, ohne dafür belangt zu werden? Ihr glaubt, uns erpressen zu können, indem ihr lapidar daruf hinweist, wir könnten ja mit Piraten zusammen arbeiten, die unsere Werke stehlen, ohne etwa investiert zu haben?

      Immer noch nicht kapiert?

      Gut, dann vereinfacht.

      Ihr habt Bock auf einen tollen Urlaub und erwartet, dass man euch den umsonst spendiert, weil Urlaub ja für alle erschwinglich sein sollte, oder?

      Also geht ihr her und kapert das nächstbeste Flugzeug und besetzt ein Tophotel am Wunschort. Steht euch ja zu.

      Egal wem die Airline gehört, egal wer dafür bezahlt hat, egal wie die Betreiber des Hotels um die Runden kommen. Ihr nehmt es einfach und erwartet, dass sich Airline und Hotelier mit einem Piraten einigen, der das Ganze vielleicht für euch gekapert hat?

      Wenn ihr glaubt, der Vergleich hinkt, übertragt das gerne auf jede Art von Ware, die ihr auch bezahlen müsst, wenn ihr sie konsumiert. Genau wie die Urheber von Büchern, die Miete, Internetpräsenz, Brötchen und den ganzen anderen Rest, den auch ein digitales Buch kostet, vorlegen müssen.

      Ich hatte nicht mehr vor, hier noch etwas zu posten, weil ich etliche Beiträge einach nur unverschämt finde. Da wird auf Autoren herumgehackt, sie würden Blut sehen wollen, etc. Was wir vor allem NICHT wollen, ist, beklaut werden. So einfach ist das! Und je mehr die Käufer und Piraten auf uns spucken, desto wütender werden wir.

      Ja, das nehmen wir nicht mehr hin. Und wir werden garantiert nicht mit Räubern darüber verhandeln, ob sie uns von dem Erlös einer zu Unrecht vertickerten Ware ein paar Cent abgeben. Das wäre so, als würdest du den Typen, der dir gerade dein Butterbrot geklaut hat, bitten, dir die herabfallenden Krümel zu überlassen.

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        Benway

        Waren die Downloadzahlen der Ebooks von Selfpublishern wirklich dermasen hoch bei Lul?
        Ich denke eher, daß die am stärksten Betroffenen die etablierten Verlage waren.
        Solange die Epubs der Verlage einen ähnlich hohen Preis wie gedruckte Bücher haben wird es Piratenseiten geben. Meinem persönlichen Empfinden betreffend können die aber gerne, auch aus Gründen der Fairness, auf Selbstverleger verzichten.
        Im Internet gabs über 20 Jahre lang praktisch alles umsonst, es braucht schon eine ganz neue Generation die bereit dazu ist für immaterielle Güter mehr als ne kleine Flatrate zu zahlen.

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          Karma B.

          Geklaut und angeboten werden sogar Bücher die kurzzeitig für 99 Cent angeboten werden. Es macht keinen Unterschied ob 2,99, 3,99 oder 4,99. Ich habe mit allen Preisstufen die gleichen schlechten Erfahrungen machen müssen.

          Ob das explizit jetzt Lut.to war, wo die Bücher sofort nach Erscheinen auftauchten oder auf allen Piratenportalen zusammen, kann ich NOCH nicht verifizieren. Aber ich habe einen absoluten Vergleich zwischen Piratentagen und nach dem Take down, das meine Agentur veranlasst.

          Die Schwankungen korrelieren, bzw. stimmen exakt damit überein. Die Käufe gehen an Piratentagen sofort auf oft bis zu 20% der Vortage herunter. Da gerade in der Einführung oft die Top Hundert oder sogar Bestsellerstatus erreicht werden, ist das ein Verlust von einigen Hundert Käufen in der Zeit, bis die Bücher wieder vom Betreiber runtergenommen werden. Bei Lul.to waren sie nicht löschbar, wie allen hier bekannt sein sollte.

          Die Downloads werden aber, soweit rückverfolgbar, geprüft. Das alleine ist noch das kleinere Übel. Wirklich kritisch ist, dass wir eben drauf angewiesen sind in der Startzeit möglichst weit hochzukommen, um sichtbar zu sein. Fallen die Käufe, fällt das Ranking. Und es erholt sich immer schlechter. Insofern ist der tatsächliche Verlust höher einzuschätzen.

          Und noch etwas beweist das: es sind ganz normale Käufer, die zuerst schauen, ob sie twas noch billiger oder umsonst bekommen, andernfalls gäbe es keine messbaren Verluste. Ich habe mehr als einmal nachgesehen und mitbekommen, wie die Downloader ihre (meine) Kunden vertrösteten, „ist kurz down, wartet …“

          eBooks sind vom Inhalt her und vom Wert her nicht mit einem kurzen Lockvogelartikel im Internet zu vergleichen. Auch nicht mit der Teilnahme an FB, das sich über Werbung finanziert und deshalb kostenlos sein kann für User. eBooks sind die Ware selbst. Wir verkaufen Geschichten, den gleichen Lesestoff in versch. Form. Als teures Print oder als bewusst günstiges eBook, das sich auch die „arme“ Studentin leisten kann, die für einen Kaffee ja auch mal drei Euro übrig hat.

          Und noch eins, weil ich um den Wert von digitalen Gütern weiß, zahle ich auch als Leser für jedes Buch den Preis, den Urheber/Autoren/Verlage ausschreiben. Oder ich spare, bis ich es mir leisten kann. Gilt auch für Software und jegliche anderen Güter.

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            Karma B.

            sorry, Tippfehler. Hatte jetzt nicht mehr kontrolliert.

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            Esther

            Erstens haben die meisten Leser auch früher Bibliotheken genutzt und nicht jedes Buch gekauft. Zweitens mag das alles richtig und verständlich sein, es ändert nur leider nichts daran, dass das Urheberrecht bei allen elektronischen Medien schlicht nicht durchsetzbar ist. Das gilt für Musik, für Filme und eben auch für E-Books. Das einzige Mittel daran etwas zu ändern sind bisher Flatrates wie Netflix oder Spotify.

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          Esther

          Worum geht es jetzt eigentlich? Das Betreiben von Piratenseiten ist selbstverständlich verboten und die drei Betreiber von lul.to, die man erwischt hat sitzen aus gutem Grund in U-Haft. Geht es dir darum zu sagen, dass die Nutzung von Piratenseiten auch moralisch verwerflich ist. Damit hättest du wahrscheinlich recht – aber moraltheologische Erwägungen sind nicht sonderlich spannend und rechtlich hatten Nutzer bisher wenig zu befürchten, solange sie nicht auch Inhalte hochgeladen haben.

          Natürlich ist es nicht rechtens und auch akzeptabel, dass gute Bücher über kurz oder lang auf Piratenseiten landen. Aber das Bekämpfen von Piraterie hat bisher immer dazu geführt, dass neue Piratenseiten entstanden. Das ist offensichtlich keine Lösung.

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          Esther

          Lul.to hat angeblich Autoren am Erlös beteiligt – ob so etwas stimmt kann niemand wissen. Spiegelbest hat die Selfpublisher nicht eingestellt.

          Aber es gibt ungeheuer viele Selfpublisher und die meisten davon haben aus guten Gründen keinen Verlag gefunden. Es ist viel zu aufwändig die wenigen guten Bücher überhaupt herauszusuchen.

          Interessanter sind ganz neue Bücher, die im Feuilleton besprochen werden oder teure wissenschaftliche Werke. Erstere sind aber auch als Geschenke sehr beliebt und werden dann als Druckausgaben gekauft, letztere kaufen ohnehin in erster Linie Bibliotheken.

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        Sie sehen also, dass Sie die Investitionen für die Produktion des Textes auf den Verkauf einzelner Einheiten des Textes umlegen, was heute infolge der Digitalisierung und erst Recht der Vernetzung ein völlig überholtes Geschäftsmodell ist, weil jedermann mit den Geräten auf seinem Schreibtisch und in der Hosentasche diese Einheiten anfertigen und weiterverbreiten kann, ohne dass dabei nennenswerte Kosten entstehen. Das Urheberrecht ist realitätsfern und überholt und kann natürlich auch keinen effektiven Schutz gewährleisten (sonst bräuchte man auch kein DRM, was der beste Beweis für die Wirkungslosigkeit desselben ist). Mir liegt es jedoch fern, den Autoren und Dienstleistern die Entlohnung absprechen zu wollen, sondern würde die Bezahlung näher an die Produktion heranrücken, indem die Abfassung und Aufbereitung eines Manuskripts beispielsweise auf einem Marktplatz gecrowdsourced und -fundet werden könnte oder hinterher freiwillig bezahlt wird, oder aber man sich bei Beibehaltung des gegenwärtigen Modells eingestehen muss, dass es kein Anrecht darauf gibt, mit der Schriftstellerei wirtschaftlich erfolgreich sein zu können (man denke an die Malerei, Bildhauerei, Musiker usw.) und wenn es nicht gelingt, trotz der herrschenden digitalen Verhältnisse genügend wertschätzende Abnehmer zu finden, kaum mehr bleibt als die Fortführung als Liebhaberei. Unternehmerisch sind solche Investments eher unklug, wenn die Refinanzierung von vornherein in Frage steht. Gleichzeitig gilt mehr denn je, dass jeder, der veröffentlichen will, das heute auch kann, also ist dadurch nicht „die Kultur“ in Gefahr, und wenn man (gesetzgeberische/ökonomische) Anreize schaffen möchte, dann eben nicht solche, die auf der Veräußerung von Kopien beruhen. Es sind ja auch gar nicht so sehr die „Piraten“, die dieses Problem verursachen, sondern, dass es viel mehr konkurrierende Autoren gibt, dass die bisherigen Veröffentlichungen im Sortiment der Online-Händler immer mehr werden und stets alle gleichzeitig zugreifbar sind und dass Text als Medium für Bildung und Unterhaltung von anderen Formen zunehmend verdrängt wird.

        Beim hinkenden Vergleich ist der Denkfehler, dass Kopien noch eine handelsfähige Ware wären. Das ist so, wie wenn wir Wasser zum Nulltarif in Kerosin wandeln könnten, die Flugzeuge alle stets mit dem Autopiloten allein auskommen würden und daher so viele zur kostenlosen Verfügung ständen wie öffentliche Mülleimer und Sitzbänke. Und jetzt kommt eine Fluggesellschaft und bittet darum, dass man doch für einen Flug hunderte an Euros bezahlen müsse und die Gratis-Flüge gesetzeswidrig und unmoralisch wären, ohne irgendwie zu erklären, was jetzt der Vorzug des teuren Flugs wäre, obwohl sie selber ja auch nur die genau gleiche Technik ohne Extras zugrunde legen. Die Gesetze, die vorher die Airlines reguliert haben, greifen dann nicht mehr, weil sich jeder in der Garage ein eigenes Flugzeug basteln kann. Freilich kann man trotzdem versuchen, da irgendwie eine Kontrolle auszuüben.

        Kein Räuber hat das Butterbrot geklaut, sondern der Kunde hat es ehrlich beim Bäcker erworben und nun beschwert sich dieser, das davon plötzlich irgendwie die ganze Stadt satt geworden ist, niemand mehr hungert und auf die Bäckerei angewiesen ist.

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          Karma B.

          Indem ihr das Urheberecht an den Pranger stellt, bekommt eure Sichtweise etwas seltsames. Es geht um ein geistiges Eigentum, das Leser konsumieren in Form von Geschichten und nicht um billig zusammenkopierten Lesestoff.

          Wenn ihr Kunst und Unterhaltung generell so wenig als wertig anseht, warum konsumiert ihr dann? Schon seltsam, dass „Kunst“ nichts kosten soll, Ihr sie aber nutzen, besitzen, ansehen, lesen wollt. Es gibt in unserer Gesellschaft keinen Ausgleich für die Urheber, entweder produzieren sie und können verkaufen, was sie schaffen, oder ihr Kram ist so laienhaft, dass er als Hobby eingestuft werden muss.

          Das nun aber generell als minderwertig abzustufen, wenn es von SP kommt, ist an der Wirklichkeit vorbei. Und es zeigt, dass ihr den Markt überhaupt nicht kennt. Immer mehr von uns gehen bewusst den Weg des Selbstverlegens um überleben zu können, oder um freier zu sein und auch mal nicht nur Mainstream produzieren zu müssen, Und wir haben Käufer, haben Erfolg, aber wir müssen ungleich mehr dafür schuften und das im Hamsterrad, weil durch illegale DL ein großer Teil gestohlen wird. Das ist belegbarer Fakt.

          Das könnt ihr schönreden wie ihr wollt. Unterm Strich ist es nicht unverschämt für ein eBook Geld zu verlangen, es ist mein gutes Recht! Mir gehört das eBook, es gibt lediglich eine Lese-Lizenz. Vergleichbar der Software, die dem Software-Entwickler gehört. Die Produktion amortisiert sich durch Verkäufe, nicht durch Vorlesungen, durch irgendwelche dubiosen Nebeneinkünfte die ein Hollywoodfilm haben mag, aber doch kein eBook.

          Das Urheberecht schützt nicht das anfassbare Werk sondern eine Schöpfung, die gelesen wird, die sogar im Fall von KU für ganz kleines Geld legal ausgeliehen werden kann. Das sind legale Geschäftsmodelle gegen die wir Autoren nichts haben, wir geben freiwillig unser okay dazu, weil wir in dem Fall z. B. über gelesene Seiten bezahlt werden. Fair, weil rechenbar und weil wir entscheiden, ob wir bei solchen Modellen mitmachen. Unfair und illegal wirds, wenn es uns einfach gestohlen wird! Merkt ihr den Unterschied?

          Ich weiß nicht, ob das bei irgendwem von euch ankommt. Im Grunde sagt ihr zugleich, dass KUnst für alle zugänglich sein sollte, aber nix kosten darf. Und dass die Urheber und Schöpfer euch völlig egal sind, ihr wollt sie nur melken und kommt euch noch großartig vor, weil ihr die Kunst befreit. In Wahrheit macht ihr etwas ziemlich Übles, ihr bestehlt uns und verachtet uns zugleich.

          Uns wird nichts genommen, sagt ihr? Doch, sonst würden die VK nicht einbrechen, sowie unsere Bücher bei euch Piraten verbreitet werden. Ihr lockt Lieschen und Hans, die dann lieber Kippen oder sonstwas für das Geld kaufen. Ihr redet ihnne gar ein, dass sie nichts unrechtes tun. Tun sie aber, sie nehmen sich, was ihnen nicht gehört! Ihr nehm mir weg, was euch nicht gehört und werden nach irgendwelchen Bytes etc. dafür entlohnt, ihr macht das nicht, weil ihr der Welt was Gutes tun wollt. So naiv bin ich nicht. Ich habe mir eure Welt sehr genau angesehen und das werde ich auch weiter tun. Das hier wäre mal eien Chance gewesen sich fair auszutauschen. Aber es bringt nichts. Schade.

          Ach ja der Bäcker, mit dem Brot. Nettes Beispiel. Wenn der Bäcker mir das Butterbrot wegnimmt und es verkauft, wird es noch perverser. Das ist kein Bäcker, er wäre in dem Fall ein Dieb, weil es mein Brot war, dass ich gebacken habe! Nicht der Hehler, der sich als Bäcker ausgibt, Ihr hab ihm etwas abgekauft, was ihm nie gehört hat, es war gestohlenes Gut!

          Der Bäcker, der mein Brot verkaut, ohne dass er mich dafür bezahlt hat, und Geld dafür kassiert, was ist der wohl? Wie ehrlich ist der Kunde, der wissend zum Bäcker geht, der alle Ware nur zusammengestohlen hat?

          Ach ja, da hat ja keiner gewusst? Obwohl nachlesbar war, dass er Pirat war. Komisch, oder? Ehrlich ganz bestimmt nicht! Wie war das nochmal mit der Hehlerware und der Unwissenheit oder Dummheit, die nicht vor Strafe schützt? Inzwischen wisst ihrs. Und jetzt?

          Eine Entschuldigung?

          Nö, Nur Rechtfertigungen, und Missachtung der Menschen, die schaffen, worauf ihr scharf seid. Und kommt mir nicht mit überholten Geschäftsmodellen.

          Ihr beklaut nicht die große Industrie, straft und überlistet keine Gesetze, die euch nicht passen, ihr bestehlt mich und meine Kollegen. Ganz direkt. Und verdammt spürbar!

          Das wars von mir.

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            Nur um das mal klar zu stellen: ein „ihr“ gibt es an der Stelle nicht. Ich bin kein „Pirat“/Urheberrechtspragmatist, stimme deren Position also nicht unbedingt zu und umgekehrt halten die meine Ansichten zweifellos auch oft für eher abwegig.

            Aus der Fülle an Kunst und Unterhaltung konsumiere ich in der Praxis fast ausschließlich, wozu mir der Urheber eine umfassende Genehmigung erteilt hat und in der Tat würde ich meine Wertschätzung oft gerne monetär ausdrücken wollen, nur ist leider häufig von vornherein nichtmal ein Bezahlvorgang vorgesehen. Wenn es in der Gesellschaft keinen wie auch immer gearteten Ausgleich gibt, müsste man mal da ansetzen, denn die Verkaufbarkeit ist beim Produkt „digitale Kopie“ doch mittlerweile arg eingeschränkt.

            An den SP-Autoren, sofern sich solche hier geäußert haben sollten, stört mich eigentlich nur, dass sie einerseits froh sind, dass frühere Beschränkungen für sie weggefallen sind, gleichzeitig wollen sie aber neue Beschränkungen gegen andere aufrichten. Zur Qualität der Veröffentlichungen ist damit keine Aussage gemacht. Korrekt, es wird dadurch mehr Mist auf den Markt geschwämmt, korrekt, es erhalten mehr wirklich gute Titel eine Chance, die sonst nie ans Licht der Öffentlichkeit gelangt wären. Gleich seinen Lebensunterhalt nur mit diesem Standbein verdienen zu wollen, halte ich für ziemlich gewagt, denn wenn man sich über die eigene Zunft wenigstens ein bisschen informiert, kann man leicht sehen, dass da ein erhebliches Risiko damit verbunden ist, rein vom Geschäftsmodell her. Ich weiß jetzt aber auch nicht, ob nicht eher Verlagsproduktionen oder SPs im großen Stil geraubkopiermördert werden, Anlass zu Trost oder Erschrecken gäbe diese Angabe ohnehin nicht.

            Bei Software ist das was ganz anderes, das ist nämlich dann mein eigenes Berufsfeld. Da entfaltet die Digitalität wieder andere Dynamiken, gerade, was Verkäufe usw. angeht. Und ob Autoren mit Amazon gut beraten sind, könnte ja auch mal kritisch hinterfragt werden, macht von denen nur niemand.

            Bei dem Bäcker mit dem Brot komme ich spätestens jetzt überhaupt nicht mehr hinterher. Das ist halt das Problem, wenn man mit Butterbroten anfängt.

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            Apollinaris

            @skreutzer

            „Bei dem Bäcker mit dem Brot komme ich spätestens jetzt überhaupt nicht mehr
            hinterher. Das ist halt das Problem, wenn man mit Butterbroten anfängt.“

            WTH ^^ Lang ist´s her das ich vor lachen den Fußboden wälzte….Genial

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        Michael

        Also im ersten Teil gebe ich dir vollkommen recht. Bücher sind viel Arbeit, nicht nur das eigentliche Schreiben sondern auch alles was danach (und davor) entsteht.

        Aber spätestens ab deinem Beispiel mit dem Urlaub wird es etwas seltsam. Bücher illegal runterladen ist nicht wie seine Miete oder Brötchen nicht zu bezahlen. Wenn man schon Offline-Vergleiche heranzieht, dann ist es eher wie mit der Ubahn Schwarzfahren. Man prellt den Anbieter um sein Geld, aber ob du jetzt mitfährst oder nicht, erzeugt nicht spürbar mehr oder weniger Kosten. Und selbst dieser Vergleich passt nicht wirklich, denn wie schon sehr oft erwähnt wurde, ist nicht automatisch jeder illegale Download auch gleich ein tatsächlicher Verlust für den Autor (eher ein Verlustpotential). Wenn ich mir überlege, was ich mir früher alles runtergeladen habe.. nie und nimmer hätte ich mir das alles gekauft, geschweige auch überhaupt kaufen können. Und ich hab das alles auch gar nicht konsumiert.. als Student hab ich teilweise alles mögliche runtergeladen, einfach nur weil ich es konnte.

        Wenn ich Autor (oder Musiker, Filmemacher usw.), dann würde mich die Situation auch richtig nerven. Aber ich hoffe ich würde damit klarkommen und mir Wege überlegen, wie ich in der heutigen Zeit trotzdem meine Käufer finden könnte. Ich höre z.B. viel Industrial und dort ist die Musikszene ein bisschen anders. Da gibt es exklusive Auflagen, mit handgefertigten Holz- oder Metallboxen, Bildbände usw. Dazu viel hochwertiges Merchandise wie sehr robuste T-Shirts und gleichzeitig ist YouTube voll mit „illegalen“ Videos der Bands, weil sie die User einfach machen lassen und sich nicht um die Piraten kümmern, sondern danach schauen, wie sie ihre tatsächlichen echten Kunden an der Stange halten.
        Das ist natürlich ein schwacher Trost (wahrscheinlich gar keiner) für Autoren, die ihre Bücher bei LuL im virtuellen Regal stehen sehen. Denn eines muss ich sagen: Geld verdienen mit Warez ist wirklich das Allerletzte. Die Zeiten von Napster, EMule usw. waren wirklich „besser“ (ja es war auch illegal, aber das Geld floß wenigstens nicht). Und wer hat es verbockt? Die Content Industrie mit ihren Abmahnungen, die die Nutzer in die Arme der OCH getrieben hat, das war mMn der Anfang vom Ende der „fairen“ Szene, weil ab den OCH haben die Uploader Kohle verdient.

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          Die vergleiche mit der materiellen Welt halte ich aush genau diesem Grund für schwierig, das ist halt einfach die falsche, weil der Sache unangemessene Denke bei diesem Thema. Das U-Bahn-Beispiel kommt ihr schon näher, setzt aber voraus, dass die Fahrgäste nicht jeder für sich ebenfalls und mit Leichtigkeit zum Bahnbetrieb werden könnten, dass also das Anbietermonopol faktisch existiert. Dem ist eben nicht so, jedenfalls nicht nach der Marktlehre.

          Zu den vermeintlich oder tatsächlich entgangenen Einnahmen habe ich nicht wirklich eine Meinung, genausowenig dazu, ob man mit Warez Geld verdienen dürfen sollte oder nicht. Mich interessiert allerdings durchaus die Frage, wie man in der heutigen Zeit noch Geld verdienen kann, wenn man die Grundsätze der Digitalität als gegeben akzeptiert und sich nicht so sehr auf die Bekämpfung von Symptomen konzentriert, es stattdessen zu klären gilt: wie können angesichts dieser neuen Verhältnisse Lösungen gefunden werden, die für alle Seiten mindestens zufriedenstellend, wenn nicht gar begrüßenswert sind? Es wäre ja eine traurige Geschichte der Technologieentwicklung, wenn wir mit selbiger nichts besseres anzufangen wüssten, als diese infolge unserer eigenen mentalen Unfähigkeit künstlich zu limitieren. Es ist ja nicht so, dass es keine Produzenten und Abnehmer mehr gäbe, die müssen nur in einer anderen Konstellation zusammenkommen, als es gegenwärtig der Fall ist. Bei Werken der Kunst und Unterhaltung ist das ein wenig schwieriger, da müssten im Prinzip ganz andere Anreizstrukturen her, aber einfach war es gerade in dem Bereich ohnehin nie.

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            Karma B.

            skreuzer und Michael … der eBook-Markt ist noch verdammt jung. Und deshalb ist es schwierig ihn mit anderen digitalen Waren zu vergleichen. Gebe ich euch recht. Da eiert auch die Politik noch ziemlich herum. Zuerst hieß es, es sind digitale Waren und keine Kultur, also erhöhen wir die Mwst. mal auf 19%.

            Läuft aktuell noch. Soll sich aber nach einem neuen beschlossenen Gesetz wieder auf 7% reduziueren, ist aufgeschoben. Bis dahin zahlen wir Autoren diesen unfreiwilligen Bonus. Das drücken wir nicht unseren Lesern auf, da sie nicht mitspielen würden.

            Wobei sie durchaus mitspielen, ist, bei Flatrates wie Kindle Unlimited, was aber voraussetzt, dass wir nur bei Amazon veröffentlichen. Macht Sinn, wenn man es durchrechnet. Wir werden bei dieser Flatrate nach bezahlten Seiten bezahlt. Gute Bücher werden gelesen, also bezahlt. Minderweriges gammelt auf den Readern. Insofern auch dazu, ja, ist legal. Fair, weil wir dazu unser Einverständnis geben oder auch nicht. Nicht so schön für Leser, die nie!!! beim großen A kaufen würden. Ich habe einigen meiner Leser stattdessen die begehrten eBooks im Wunschformat geschenkt. Klauen musste keiner, eine nette Frage hätte genügt, was z. B. bei Problemen mit Formaten schon vorkommt. Nicht alle sind so fit, Bücher in epup zu wandeln, obwohl es legal per Calibre möglich ist.

            Ja, das kostet Mühe. Aber sie lohnt sich, Diese Leser empfehlen weiter, sind wertvolle Influencer. Alles fair und ganz ohne Piraten.

            Auch fair und sogar für „Hartzies“ bezahlbar sind Sonderangebote. Auch die gibts immer mal kurzzeitig. Gleiches Hintergrund-Denken wie oben. Begeisterte Leser sind auch Empfehler.

            Und jetzt der große Unterschied zu den illegalen Plattformen:

            Diese User werden nicht zu Käufern, sie empfehlen allenfalls innerhalb ihrer nicht zahlenden Kreise, und sie sind auch nicht die Leser, die uns irgendwie nützen. Im Gegenteil, sie haben NUll Wertschätzung für das was sie für Null (ausgenommen LUL, wenige Centbeträge) konsumieren. Das ist ziemlich fest verankert in der Psyche, ohne Wert, Geldwert, ist etwas den Usern nichts wert.

            Rechtliche Seite. Betrifft Rumpelstilchen und andere Kunden von LUL.to.

            Urheberecht/Copyright galt und gilt immer vom Inhaber ausgehend. Steht im Impressum Deutschlang oder Germany, gilt deutsches Urheberecht. Das ist schon immer so gewesen. Es gilt keineswegs das Recht oder die ‚Rechtsfreiheit/die Piraten für sich beanspruchen‘. Ein Portalbetreiber hat niemals ein Urheberecht, das liegt immer beim Verfasser, beim Autor, ud es ist nicht übertragbar. Urheberecht = steht für Urheber, Autor. Der Autor oder dessen vetretender Verlag schließt Verträge mit Vertrieblern. Ohne solche Absprachen/Verträge ist alles Hehlerei und illegal. Piraterie!

            Buchpreisbindung: Besagt, dass ein Buch überall zum gleichen Preis verkauft werden muss. Strafbar machen sich alle, die das umgehen. Geht es vom Urheber/Autor/Verlag aus, macht er sich strafbar (machen wir deshalb nicht) geht irgendein Betreiber oder Händler her und umgeht das, stimmt was nicht. Spätestens dann sollte der ahnungslose Käufer aufhören sich darauf zu berufen, dass er das nicht ahnte. Siehe Lul.to.

            Ausnahmen sind gebrauchte Prints, die darf man weiter veräußern, weil sie der Käufer erworben hat.

            eBooks gehen nie in den Besitz eines Käufers über, er erwirbt nur eine Leselizenz. Alles nachlesbar in den AGB der Anbieter. Deshalb dürfen sie auch nicht gespendet, verschenkt, verbreitet werden, weil man nicht weitergebn kann, was einem nicht gehört = ist eine Urheberechtsverletzung.

            Ich weiß, das sind eigentlich Dinge, die zum Allgemeinwissen gehören, aber offenbar gerne gedehnt werden, wenn es darum geht, sich die Weste sauberzuwischen.

            Ich erspare euch Gleichnisse, die das Amtsdeutsch verständlicher machen. Ich hab schon kapiert, dass sie nur ein willkommener Nebenschauplatz sind, der dann den Kern wieder verschleiert.

            Ich hatte einige Beispiele angefügt, um sie anfassbarer zu machen. Da ihr „anfasbares“ als Vergleich bei digitalen Gütern ablehnt, ist es vergebliche Mühe. Mit Nerds hatte und habe ich viel zu tun. Ich bin nur leider nicht in eurem Bereich fit, meine Welt sind Bilder. Also, sachlich, auch gut. Ich bin Autor und flexibel ;-)

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    Kerstin

    Hallo
    Hatte noch 7,38 Euro Guthaben auf meinen LUL Konto.
    Hab jetzt mal eine mail an poststelle.lka@polizei.sachsen.de mit meiner Amazon email
    geschrieben, zwecks Rückererstattung.
    Wie meint ihr stehen meine Chancen, dass ich meine Kohle wiederbekomme?
    Finde es ja irgendwie eine Frechheit das die mir einfach mein Guthaben sperren.

    Lg Kerstin

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      Diesen Kommentar müsste ich eigentlich ausdrucken, um ihn mir an die Wand zu hängen. Einfach köstlich und hoffentlich ironisch gemeint!!! :-)

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        Naja, für diesen Betrag wurde immerhin keine „Hehlerware“ erworben und es ist nicht ausgeschlossen, dass die Seite einzelne Werke mit Genehmigung des Autors verkauft hat, von daher würde ich vermuten, dass die Polizei das zu unrecht entwendet/beschlagnahmt hat und zurückerstatten muss.

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      Anon

      Auf eine Email reagieren die nicht. Das musst du schon per Einschreiben mit Rückschein machen!

      Also Lars, davon mal ab wollte ich ein fettes

      DANKE

      loswerden für die fundierte Berichterstattung in dem Fall.

      Mach bitte weiter so!

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      Katzenstreu

      Also, egal ob ernst gemeint oder nicht, der bisher beste Beitrag zum Thema.
      @Blauauge
      Du hörst dich an wie eine lobotomisierte edoep.

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        Esther

        Ich glaube hier toben sich seit Jahren die gleichen Trolle aus. Teresa war gestern genauso schräg und wenn Lars sich seiner Sache nicht sicher wäre wäre ich mir sicher, dass auch Autorin Marinella nicht echt ist.

        (…) Rest zensiert

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      Sukkel

      Ich bin für eine Sammelklage.

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    Grübler

    Was ich mich die ganze Zeit frage – woher hatten die Betreiber eigentlich die ganzen eBooks und MP3 Dateien?

    Vor allem die, die es auf dem Markt eigentlich noch gar nicht gab? Riecht doch irgendwie danach, als gäbe es Angestellte in den Verlagen, die sich ein kleines Taschengeld nebenbei verdient haben. Vielleicht der ein oder andere Autor auch selbst ,,,

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      Esther

      Das wäre sehr spekulativ.

      Aber vor allem in der Anfangsphase der E-Books haben Piraten auch Bücher gescannt und weiterverbreitet.

      Solche Bücher gibt es aber auch bei den Edelpiraten von Libgen, die erst seit kurzem Werbung schalten und keine Downloadgebühren verlangen. Ohne Werbung kann man damit nicht viel verdient haben – aber einigen Leuten war die Idee einer Welt mit weniger Zensur und mehr Chancengleichheit offenbar symapthisch genug um zu spenden. Es ist nicht einmal auszuschließen, dass ein Land, das die Wettbewerbschancen seiner Studenten verbessern will beide Augen zudrückt. Außerdem kämen naürlich auch Bibliothekare als Betreiber oder Helfer von Betreibern in Frage, das müssen nicht zwingend Verlagsangestellte oder Autoren sein.

      Um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich ist es dennoch verboten solche Seiten zu betreiben oder von ihnen Bücher herunterzuladen. Bei Lul.to wissen wir außerdem nicht wie viel Geld tatsächlich damit gemacht wurde. Dazu müsste man die Kosten kennen.

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      Michael

      Also zumindest ganz früher konnte man an LuL EBooks spenden und hat dafür eine Gutschrift erhalten. Ob das in den letzten Monaten noch ging, weiß ich gar nicht. Ob und wie stark das die Nutzer in Anspruch genommen haben, kann ich nicht beurteilen.

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        Karma B.

        Spenden kann man nur, was einem gehört. eBooks gehören NUR den Urhebern, den Autoren. Niemals den Leutchen, die NUR eine Leselizenz erworben haben. Also waren alle „Spenden“ von Lesern bereits illegal.

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          Michael

          Das versteht sich von selbst, dass die Leute dazu nicht das Recht hatten. Ist ja nichts anderes als ein Buch hochzuladen. Eigentlic sogar schlimmer, denn durch die Gutschrift bei LuL bekam man ja noch einen monetären Vorteil.

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          Benway

          Klar, der Vorposter hätte das Spenden natürlich in Anführungszeichen setzen sollen.
          Aber mal ehrlich, das mit der Leselizenz und dem DRM wird so niemals akzeptiert werden.
          Bei den von mir gekauften Büchern fliegt das DRM sofort raus. Etwas weniger Gängelei würde evtl. zu mehr Akzeptanz führen.

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      Jason Borowski

      Ich kann mir das eigentlich nur so erklären, dass sie die eBooks bei Amazon mit gefälschten Accounts gekauft haben, so dass sie effektiv nix für die eBooks bezahlen mussten. Bei der Masse, die täglich an eBooks veröffentlicht wurde, glaube ich kaum, dass die alle gekauft wurden. Auch bin ich mir nicht so sicher, ob irgendwelche „Nischen-eBooks“ jetzt wirklich bei lul.to so oft gekauft wurden, dass sich die 5-25€ Anschaffungskosten lohnen würden. Selbst ein 5€ eBook muss ja ca. 35x gekauft werden alleine um die 15 cent wieder einzuspielen. Bei den Hörbüchern kamen die meisten wohl aus der Flatrate.

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        Tatiana

        Ich glaube, ehrlich gesagt, auch an Verlagspiraten; für mich kann es kaum ein Zufall sein, dass, wenn man nur mal eine gewisse Zeit die grossen Warez-Portale beobachtet hat, es immer dieselben Nutzer waren, die teils sofort am Veröffentlichungstag Neuerscheinungen derselben Verlage hochgeladen haben, sprich Pirat A hat die Verlage A-C abgedeckt, Pirat B hat nahezu alles von den Verlagen D-H angeboten etc.pp.
        Kings „Joyland“ ist ursprünglich beispielsweise zunächst gar nicht als eBook erschienen, aber noch am Morgen der Veröffentlichung war das Ding digitalisiert auch bei den Piraten zu finden, und da gibt es noch mehrere solcher Beispiele. Für mich spricht die extreme Schnelligkeit da auch eher für einen Insiderjob.

        Ich denke ausserdem, dass viele der Schwarzkopien gar nicht original gekauft worden sind, Grad aus den Reihen der Selfpublisher ist immer wieder zu hören, dass man da überzeugt sei, ein retourniertes eBook sei automatisch und grundsätzlich nur von den Piraten abgefischt worden. Kann ich mir so prinzipiell nicht vorstellen, erst recht nicht bei denen, die an KU teilnehmen: Da würde ich eher davon ausgehen, dass da piratenseitig ein KU-account mit falschen Daten unterhalten wird und da dann reihenweise die Ausleihen geknackt werden. In dem Fall dann also auch Flatrate.
        War es nicht auch Spiegelbest gewesen, der sich dereinst über die einfach übernommenen Kopien beschwert hatte, also dass man bei LuL sehr gerne die anderen Warez-Portale abgefischt hatte? So kann man sich natürlich auch die Anschaffungskosten sparen und hat dann trotzdem diverse Schwarzkopien, die man da offerieren kann.

        Und bei aller Freude von Seiten der betroffenen Autoren über den LuL.to-Bust: Ich glaube, die ganz grossen Gewinner dieser Hopsnahme werden letztlich die von Esther erwähnten Libgen-Leute sein.
        Da hat Manuel Bonik doch auch schön sehr häufig verlauten lassen, dass die schon grösstenteils die Wissenschaftspiraterie übernommen haben und man derer nicht habhaft werden kann. Ich tippe echt darauf, dass die jetzt auch im fiktionalen Bereich nochmals einen Riesensprung nach vorne hinlegen werden.

        Ansonsten würde ich eher einen Zulauf bei den KU-Abonnenten sehen und wo Amazon DE jetzt auch auch Prime Reading inkludiert hat, rechne ich damit, dass eBooks vermehrt auch darüber gelesen werden, kostet so dann ja nix extra (habe auch, ganz abseits von LuL und jeglicher Piraterie, schon zwei Menschen in meiner engsten Verwandtschaft, die sich jetzt in den letzten paar Tagen auch jeweils einen Kindle geordert haben, weil da bei Prime, was sie eh in Anspruch nehmen, nu auch mehr als nur das frühere „ein Buch pro Monat“ geliehen werden kann). An ein Plus bei der regulären Onleihe glaube ich aufgrund der dortigen Beschränkungen nicht; sich auf eine Warteliste für die Ausleihe einer digitalen Leselizenz setzen lassen zu müssen, sehe ich als kontraproduktiv für diese Medienform an.

        Ergo: Meines Erachtens werden am Ende des Sommers die Autoren immer noch über Piraterie klagen und nicht mehr verdienen, nur weil LuL.to Geschichte ist, und der Buchhandel wird sich wahrscheinlich wieder über das böse, böse Amazon ereifern, dessen Flatrate-Modelle ihn plattmacht. Also gar nix Neues. Selbst das schale Gefühl, dass man genauso gut versuchen könnte, sich mit einem Regenschirm gegen einen Hurricane zu schützen, sollte längst bekannt sein.

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          Obacht, im Wissenschaftsbereich sieht’s schon wieder ganz anders aus, und dort gibt es im Gegensatz zur Belletristik als Lösung ja auch die Open-Access-Bewegung. Ob am Ende etwas wie LibGen oder OTR-P2P für Unterhaltungsliteratur herauskommt, beim Festhalten am gegenwärtigen Urheberrechtsregime wird unvermeidlich ein Wettrüsten herausgefordert. Meine Prognose ist dabei allerdings, dass die Rechteverwerter selbiges nur verlieren können, denn technisch gesehen können sich immaterielle „Güter“ ihrer Natur gemäß eben jeglicher Kontrolle entziehen. Autoren/Verlagen bleibt bei dieser Prämisse bloß die aussichtslose Defensive.

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    jörg

    Weiß noch jemand, ob man sich bei dem Portal mit einer e-Mail Adresse registrieren musste? Wenn ja, musste man die Adresse bestätigen?

    Ich konnte keine Bestätigungsmail in meinem Postfach finden. Wenn keine Bestätigungsmails verschickt wurden, dann kann jeder sich mit jedermanns e-Mail-Adresse registrieren, wodurch die Mailadresse als Beweis ausscheidet.

    Bei den Zahlungsmitteln dürften die Amazon-Gutscheine relativ leicht, der Rest kaum mit angemessenem Aufwand nachverfolgbar sein. Als alleiniger Beweis dürfte die Zahlung mit Amazon-Gutschein allerdings auch nicht reichen, denn Amazon-Gutscheine kann man bekanntlich auch z.B. gegen Bargeld an unbekannte Dritte verkaufen.

    Letztlich bleibt die Frage, ob Verbindungsdaten gesichert werden konnten. Wenn ja:
    – Wie lange reichen die Verbindungsdaten von lul.to zurück?
    – Wie lange können die Provider die Verbindungsdaten einzelnen Kunden zuordnen?
    – und wenn eine Zuordnung möglich ist: gibt es noch andere Indizien (siehe oben), die auf die Person des Anschlussinhabers hindeuten? Wenn nicht, dann kann immer noch jemand anderes den Anschluss genutzt haben, Stichwort EuGH + Störerhaftung bei WLANs

    Wie seht ihr das?

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      Takeshi Kovacs

      Ich erinnere mich leider auch nicht mehr an die Details des Registrierungsvorganges, aber man musste sich zumindest mit einer Email-Adresse anmelden. Aber allein aus der Anmeldung bei lul.to dürfte einem niemand einen Strick drehen können.

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass Amazon-Gutscheine dem Käufer zuzuordnen sind. Würde mich schwer wundern, wenn die Gutschein-Codes bei Amazon nicht gespeichert sind. Allerdings steht noch immer die Frage im Raum, ob allein die Zahlung für bestimmte Titel schon den Straftatbestand der Urheberrechtsverletzung darstellt. Natürlich läßt einen der gesunde Menschenverstand VERMUTEN, dass einem Kauf auch ein Download folgte. Es war aber möglich, einen gekauften Titel gar nicht, einmal oder beliebig oft herunterzuladen. Mit dem Kauf hat man zunächst erstmal gewissermaßen den Download-Link freigeschaltet.

      Wenn nun tatsächlich ein Download zweifelsfrei anhand der IP-Adressen nachgewiesen werden muss, dürfte es in vielen Fällen in Anbetracht der verstrichenen Zeit schwierig sein, wenn sich die jeweiligen Provider an die gesetzlichen Regelungen gehalten haben.

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        Mitra

        Amazon Gutscheine sind doch wohl nur dann nachzuverfolgen, wenn man den Code übers Internet gekauft hat – wenn man die Gutscheine aber z. B. an der Tankstelle gekauft hat und bar bezahlt – das dürfte wohl schwer werden.

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          Das ist richtig. Aber es gibt immer Unwissende, die die Gutscheine eben nicht bar irgendwo erwerben und somit problemlos identifizierbar wären.

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            Esther

            Der Käufer ist dann problemlos identifizierbar. Man kann aber alles Mögliche mit dem Gutschein anstellen: Man kann lul.to davon bezahlen, man kann den Gutschein verschenken oder etwas anderes damit bezahlen. Dafür was ein Käufer/Beschenkter mit dem Schein macht ist der Käufer nicht automatisch verantwortlich.

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      Esther

      Ich weiß es auch nicht, man musste eine funktionierende Mailadresse angeben – aber es ist nicht verboten sich auf einer Piratenseite zu registrieren. Zudem hat es sicher Leute gegeben, die dem Anbieter der Mailadresse irgendeine Adresse aus dem Telefonbuch gegeben haben. (Als Spiegelbest das tat, wurde ein Bernd Fl., der nicht einmal einen Internetanschluss hatte mit einer Hausdurchsuchung „beglückt“.)

      Der Amazon-Gutschein besagt auch nicht viel, so etwas kann man nach Belieben weiterverkaufen oder verschenken, wenn man das möchte. Der Käufer eines Gutscheins ist nicht automatisch dafür verantwortlich, was damit gekauft wird.

      Ich weiß nicht, ob IP-Adressen überhaupt gespeichert wurden. Wenn ja: WIe viele dieser Daten sind verwertbar – ein Operabrowser integriert VPN, bei einem Torbrowser stellt sich die Frage gar nicht erst. Außerdem stammen diese Daten von den Betreibern. Ist die Datensammlung von Kriminellen – falls es eine gibt – überhaupt vor Gericht verwertbar?

      Wir machen jetzt am besten das, was Lars schon empfohlen hat: Wir warten ab und gehen zum Anwalt, falls wirklich etwas kommt. Bisher hat man sich nie die Mühe gemacht gegen Nutzer zu ermitteln. Nur bei Uploadern ist das anders.

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        tzurtsgrzktukhysr

        > Ist die Datensammlung von Kriminellen – falls es eine gibt – überhaupt vor Gericht verwertbar?

        Ein guter Anwalt würde in der Verteidigung vermutlich schon an der Serverzeit ansetzen. Wie genau ist diese wirklich? Bei der Vergabe von dynamischen IPs beim Provider kann im Extremfall eine einzige Sekunde Zeitversatz bewirken, dass ein falscher Anschlussinhaber und nicht der tatsächliche Rechtsverletzer ermittelt wird.

        Das AG Bochum hat es da mal in einem anderen Fall auf den Punkt gebracht, wie WBS trefflich darlegt:

        Zitat: „Denn das Gericht hatte Zweifel daran, ob wirklich die richtige IP-Adresse – und somit der richtige Anschlussinhaber – ermittelt worden war. […] Dies kommt dadurch, weil dynamische IP-Adressen häufig wechseln können. Von daher muss sichergestellt werden, dass die Zeitmessung bei der Ermittlung der Tat genau synchron verläuft mit der Zeitmessung des Providers. Ansonsten besteht das Risiko, dass der Provider auf Anfrage des Rechteinhabers den falschen Anschlussinhaber angibt.“

        Quelle: https://www.wbs-law.de/abmahnung-filesharing/abmahner-muss-korrekte-ermittlung-von-ip-adresse-beweisen-66648/

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          Esther

          Danke

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        Gemonymous

        Ich hatte mal bei lul.to nachgefragt, ob und in welcher Art und Weise IP-Adressen gespeichert werden. Mir wurde geantwortet, daß absolut nichts in dieser Hinsicht getan wird. Das muß natürlich nicht stimmen.

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    Bernd

    Ich lese zwar oft hier und moechte mich an dieser Stelle auch fuer die immer tollen Artikel bedanken, allerdings hab ich noch nie was kommentiert, bei diesen hitzigen Diskussionen muss ich aber auch mal ein bisschen Senf dazu abgeben ;)

    Was mich nervt:
    Ich verstehe es, dass es jemanden aergert, wenn man abgezogen bzw fuer seine Leistung nicht entsprechend entlohnt wird (aus eigener Erfahrung), das ist keine Frage, aber alle (anwesenden) Autoren schlagen hier einen Ton an als haetten sie noch nie was ausgefressen (egal ob digital oder analog). Wenn keiner der (in diesem Fall) Betroffenen jemals ein anderes Buch, ein MP3 oder einen Film „widerrechtlich“ runtergeladen, kopiert oder gestreamt hat, dann fress ich nen Besen! Sollte dem wirklich so sein, was ich absolut nicht glaube, wie sieht es dann bei deren Kindern oder Partnern aus? Die Teens zu Hause haben auch nie nen Song runtergeladen oder einen anderen digitalen five-finger-discount gemacht? Wissen wir das sicher?? Von dem her also nicht gleich jeden zur Todesstrafe verurteilen, wenn man evtl selbst so einen Schwerkriminellen in den eigenen Reihen (bzw Familie) hat.

    Betreffend der User:
    Wenn ich an die Energie denke die es braeuchte 40k User auszuforschen, dann waere diese wohl viel besser darin investiert, ein weiteres Portal zu schliessen. Meiner persoenlichen Meinung nach ist es zwar nochmal wichtiger andere, wesentlich illegalere Inhalte zu jagen, aber bleiben wir mal bei dem Thema Raubkopien.
    Ok, unter groesstem Aufwand verfolgen wir alle, finden ein paar und dann sehen wir, dass es sich unter anderem zB um eine junge, freundliche, sympathische Stundentin handelt, die keine Kohle hatte um sich Fachliteratur zu kaufen, aber trotzdem etwas lernen wollte. Toeten wir, oder? Ok, zumindest richtig hart bestrafen!
    In der anderen Ecke sitzt ein skrupelloser Typ, der seinen Unterhalt damit verdient urheberrechtlich geschuetztes Material zu verbreiten und damit (egal ob durch direkte Zahlungen oder Werbung) mehr Kohle macht als ein normaler Durchschnittsbuerger, welcher taeglich seinem Durchschnittsjob nachgeht. Der Schaden ist vermutlich ein bisschen groesser als bei der Stundentin. Den toeten wir natuerlich auch.
    Was macht aber mehr Sinn? Einen einzelnen User zu strafen, welcher aus was fuer Gruenden auch immer ein paar Buecher downgeloadet hat oder die die tausende davon verbreiten und damit richtig viel Kohle machen?

    Grundsaetzlich toeten wir hier ohnehin jeden (zumindest hab ich bei manchen Kommentaren dieses Gefuehl), aber bei der mittellosen Studentin wuerde es mir zumindest schwerer fallen…

    Abgesehen davon bzw noch ganz was anderes:
    Es hat lange gedauert, aber irgendwann hat die Musikindustrie geschnallt, dass eine Trendwende sein muss (damals in Zeiten des „originalen“ Napster, Kazaa und wie sie alle hiessen), denn haette man damals jeden illegalen Downloader/Uploader eingesperrt waeren die Strassen vermutlich leer gewesen. Heute hat jeder ein 10,- Abo, jeden erdenklichen Song und absolut keinen (rechtlichen) Stress. Noch dazu super sortiert, immer dabei usw usw usw. Wer macht sich noch die Muehe und sucht nach illegalen MP3 Downloads, nebenbei mit dem Risiko sich einen Virus oder Trojaner einzufangen? Niemand (bzw ein schwindend geringer Teil).
    Wie viele Jahre/Jahrzehnte wird es noch dauern bis auch die Filmindustrie dies kapiert? Entweder sind sie zu gierig oder zu daemlich, was anderes faellt mir leider nicht ein. Ne RICHTIGE Flatrate, wie bei der Musik um einen gewissen (akzeptablen) Preis und das Problem loest sich von selbst. Uploader jagen und Geld dafuer ausgeben oder ein Abo verkaufen und damit noch was verdienen? Koennte die bessere Variante sein und hungert die Uploader gleichzeitig aus. Unglaublich dass es wirklich so lange dauern kann dies zu begreifen…
    Eventuell kommen die Verlage irgendwann auch auf diese Idee? Wobei ich zugeben muss, dass ich den Buechermarkt nicht wirklich verfolge und eventuell ist das Angebot ja schon vorhanden (Kindle Unlimited oder so)?
    Fazit: Besser ein bisschen was verdienen als nichts (bzw es verdienen sonst die Leute die kein Recht dazu haben), also vielleicht mal vom hohen Ross runterkommen und ein Produkt auf den Markt bringen welches die illegale Variante uninteressant macht. Es ist ausserdem fuer mich unverstaendlich warum eine BluRay die in Asien gepresst, mit einem Cover versehen in eine Huelle gepackt und nach Europa geflogen wird im Mueller billiger ist als ein qualitativ schlechterer Google/Amazon/iTunes Kauf-Download.

    Wuensche allen ein schoenes Wochenende,
    Bernd

    PS: Bin kein Autor, daher meine bornierte und fehlerhafte Schreib- und Ausdrucksweise.

    PPS: Und bitte nicht immer gleich alle killen!

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      Hin oder her, die aller-mindeste Mindestforderung wäre z.B. sowas wie das Fair-Use-Prinzip in den USA (von dem ich kein Fan bin, ich finde das schlecht im Vergleich zu einer Urheberrechtsreform oder freier Lizenzierung), denn der Download und die Verlinkung sollte niemals illegal sein. Es handelt sich ja auch um ein relativ neues Gesetz, von dem jeder weiß, dass es in der Praxis völlig an der Realität vorbeigeht und man hier und da halt ein paar arme Bauernopfer damit belangen kann, letztendlich macht sich der Gesetzgeber damit aber lächerlich und demonstriert, dass er zur Abwägung zwischen den berechtigten Interessen der Bürger nicht fähig ist, sondern umsetzt, was immer auch die Rechteverwerter-Lobby gerade fordert. Nicht erstzunehmen, der Verein. Weiterhin sollten die Autoren sich nicht beschweren und mal darüber nachdenken, ob es in unserer digitalen Zeit angehen kann, dass ihre Veröffentlichung (in der vernetzten Welt kann man unmöglich weiter von „Teilöffentlichkeiten“ ausgehen) bis zu 70 Jahre nach ihrem Tod nur auf der Plattform zu lesen sein soll, die sie bestimmt haben, die es aber schon 20 Jahre noch während ihrer Lebzeit nicht mehr gibt, ganz zu schweigen von der Pflege des Werks, welche durch die Erben vielleicht überhaupt nicht erfolgt. Klar sollen Autoren und Verlage für ihre Dienstleistung entlohnt werden, aber da müssen andere Entlohnungsmodelle her (auch, wenn unter dem Strich weniger übrig bleibt) und es ist nicht der Job der Leser, Konsumenten und Internet-Nutzer, solche auf die Beine zu stellen. Ich denke mal, dass der gewöhnliche LuL-Kunde die Seite deshalb mochte, weil die halbwegs schick war und man einen angemessenen Preis, d.h. eine Lese-Flatrate von 5-10 Euro pro Monat für ein ausreichend großes Sortiment bekam. Die Buchindustrie hat die Leser jahrzentelang, wenn nicht gar jahrhunderte lang dazu erzogen, dass der Preis nicht die Herstellung und Aufbereitung des Textes zustande kommt, sondern durch die Produktion des physischen Buchs, und die Leute verstehen nur zu gut, dass man eine digitale Kopie quasi für 0,00 Euro anfertigen kann. Dafür einen größeren Betrag zu verlangen, ist ziemlich unredlich. Es wäre besser, wenn sich Autoren schnellstens mit dieser Thematik beschäftigen würden, aber weiß insgeheim auch, dass sie lieber der Verfolgung von irgendwelchen Downloadern nachgehen, daher: Viel Glück dabei!

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    Mister B.

    Wie sehen eigentlich diese Überlegungen aus bezüglich Konsequenzen für User aus Österreich bzw. generell für User aus anderen Staaten?
    Stichwort andere UrhG, Vorratsdatenspeicherung, Gerichtsstand usw…

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    Manuel Bonik

    Das Mindeste sollte doch sein, dass man die Downloader dazu verurteilt, die gestohlenen Bücher zurückzugeben. Ach nein, geht ja nicht, die sind ja dann schon gebraucht.

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      moby dick

      Excellent :-D

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      Kein Problem, einfach eine neue Kopie zurückschicken, die hat dann noch niemand gelesen…

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    Fish

    Ich bin mit der Einschätzung, dass es sich bei lul.to um eine offensichtlich rechtswidrige Quelle gehandelt hat nicht einverstanden.

    Gründe wieso man hätte vermuten können, dass es sich um eine rechtswidrige Quelle handelte:

    1. In der FAQ gab die Seite selbst zu eine Piratenseite zu sein.
    2. niedrige Preise
    3. *.to-Domain
    4. Nur Bitcoin und Amazon Gutscheine als Zahlungsweise
    5. Kein Impressum

    Gründe wieso ich die oben angegebenen Anzeichen bei weitem nicht als ausreichend erachte:
    1. Die wenigsten Nutzer sehen sich die FAQ an, v.a. nicht bei Seiten die so einfach aufgebaut waren wie lul.to. Das Konzept des Warenkorbs haben im Jahre 2017 die meisten Leute verstanden.

    2. Das wohl stärkste Argument, allerdings auch nicht stichhaltig, wenn man etwas Erfahrung im Internet mit günstigen Angeboten hat. Es gibt zahlreiche Angebote im Internet die vergleichbar günstig oder noch günstiger sind.

    – Amazon Prime kostet(e) 69€(49€) bzw für Studenten 34€(25€) im Jahr. Das sind zwischen guten 2€ und knappen 6€ im Monat. Wenn man davon augeht, dass die Hälfte davon für Amazon Prime Video draufgehen und ein Nutzer sich im Monat 10 der über 3000 Filme und Serien anschaut dann sind wir bei einem Preis von 10-30ct pro Film. Wenn man sich den Film so kauft werden 5-15€ pro Stück fällig, für eine digitale zeitlich begrenzte Streaming Variante immer noch die Hälfte.
    – Eine typische MP3 kostet 99ct. Auf Youtube werden diese, vor allem bei erfolgreichen Songs meist vom Rechteinhaber kostenlos hineingestellt. Hier ist sogar eine dauerhafte Privatkopie möglich.
    – Auf HumbleBundle.com wird gerade Software im Wert von 534$ zu einem Spotpreis von 12$ verkauft. Hörbücher im Wert von 356$ zu einem Preis von 15$. Digitale Mangas im Wert von 630$ zu einem Preis von 17$. Wenn man beim Software-Bundle die billigste Option für 1$ in Anspruch nimmt bekommt man einen Gegwert von 163$.

    Filme und Serien für cent-Beträge –> legales Angebot
    Populäre Songs komplett gratis –> legales Angebot
    Software, Hörbücher und Ebooks zu über 95% reduziert –> legales Angebot
    Aber für ebooks sollen 23ct zu wenig sein? Dieses Argument ist so definitiv nicht haltbar.

    3. Das ist meiner Meinung nach ein ziemlich dummes Argument und dazu auch noch rassistisch. Mag sein, dass es bei to-domains häufiger zu Rechtsbrüchen kommt, allerdings kann man deswegen ja nicht alle to-domains meiden. Die Menschen von Tonga können nichts dafür würden es aber letztlich ausbaden müssen falls man to-domains meiden müsste, weil diese offensichtlich rechtswidrig erachtet werden müssten. Das ist Diskriminierung auf unterste Ebene.

    4. Es gibt schon diverse Einrichtungen (z.b. Cafes), die nur Bitcoins annehmen – komplett legal. Amazon-Gutscheine sind darüber hinaus noch sehr gut nachverfolgbar. Ich behaupte sogar Gegenteiliges. Die Verwendung von Kreditkarten und Paypal involvieren eine zusätzliche Gebühr welche eventuell sogar noch auf alle Kunden abgewälzt wird. Das bloße Anbieten dieser Zahlungsarten ist deswegen problematisch. Das Weglassen dieser Zecken ist ein Zeichen von Professionalität.

    5. Prüft kein normaler Nutzer nach, ergo fällt auch nicht auf, dass keines existiert und ist auch nur bei deutschen Websites/Unternehmen erforderlich.

    Andere Gründe wieso man als Nutzer lul.to für eine seriöse Seite hätte halten können:

    6. Absolut keine Werbung. Vor allem wenn man das mit rechtswidrigen Seiten wie kino.to & co. vergleicht die alle mit Abzock- und Pornowerbung voll sind/waren. Abgesehen davon war die Website absolut professionell designed. Auch das ist bei rechtswidrigen Seiten nicht üblich bspw. Silkroad.

    7. Leichte Zugänglichkeit. Die Seite war monatelang über die Google-Suche oft schon auf der ersten Seite zugänglich. Der typische Nutzer erwartet nicht, dass er von Google auf eine rechtswidrige Seite geleitet wird und wenn doch, dann erst auf Seite 100 der Suchergebnisse. Der typische Nutzer denkt eventuell auch, dass es rechtswidrige Seiten nur im Darknet gibt.

    8. Die Seite war sehr lange online und hatte ein riesiges Sortiment. Wenn sie offensichtlich rechtswidrig gewesen wäre, hätte man sie innerhalb weniger Tage/Wochen geschlossen. Der typische Nutzer weiß nicht, dass es nicht so einfach ist eine Website zu schließen. Wobei durch die Urteile bezüglich Netzsperren wäre es wirklich kein Problem gewesen wäre die Seite relativ schnell zu sperren. Die Provider hätten zwar Einsprüche erheben können, da aber die Rechteinhaber hinter so einem Antrag gesteckt hätten, wäre schnell klar gewesen, dass das Angebot wirklich rechtswidrig gewesen wäre. Entsprechend wäre so ein Widerspruch nicht sinnvoll gewesen und hätte die Sperre höchstens verzögert.

    9. Die Seite war ein Unikat. Streaming-Websites wie kinox.to & co sind weit verbreitet und viel bekannter. Entsprechend kann man bei solchen Seiten davon ausgehen, dass ein Nutzer wissen kann, dass es sich hier um rechtswidrige Seiten handelt da diese auch teilweise in der Presse landen.
    Das Bezahlen für rechtswidrige Kopien ist ein relativ seltenes illegales Geschäftsmodell. Abseits von ein paar Ebay-Angeboten und Windows-Lizenzen und natürlich gebrannten CD/DVDs in 2. & 3. Welt Länder ist das eher unüblich. Der Grund hierfür ist relativ einfach – die Leute sind nicht bereit für ein illegales Angebot Geld zu bezahlen.
    Wenn man sich die erfolgreichen Geschäfte in diesem Bereich anschaut, dann war abseits lul.to nur PC Fritz wirklich bekannt. Letztgenannter hat seine CD/DVDs und OEM-Keys sehr gut gefälscht. Entsprechend wurde dort auch eingekauft. Ich behaupte, dass bei lul.to entsprechend ähnlich war. Eine gute und seriöse Repräsentation.

    10. Nutzer die wussten, dass das Angebot illegal war hätten auch einfach von hunderten Alternativen ihre eBooks gratis laden können. Wenn jemand illegal downloadet, wieso sollte er dafür überhaupt bezahlen?

    11. Es hätte sein können, dass lul.to die lokalen Gesetze umgangen hätte. Urheberrecht ist keine globale Sache. Man könnte ein legal gekauftes E-Book nach China downloaden und es dort von einem Einheimischen 10000 mal kopieren zu lassen um es anschließend ,eventuell auch direkt von dort, zu verkaufen (zu lassen). China habe ich hier stellvertretend für ein irgendein Land genommen, welches in Sachen Urheberrecht mehr Freiheit lässt. Ob das so in China auch wirklich funktioniert ist mir nicht bekannt. Da man Nutzer wohl kaum zumuten kann die Rechtslage in allen Ländern auf der Erde zu kennen, kann man ihm auch nicht zumuten die Lage richtig einzuschätzen.

    12. Wenn man sich anschaut wie Betrugsopfer reingelegt werden dann muss man schon oft den Kopf schütteln. Bspw. Enkeltrick, falsche Vermieter, finanzielle Zuwendungen bei Online-Fern-Beziehungen, Überweisungsbetrug etc. Da denk ich mir auch, dass das wohl offensichtlich war. Aber für die Opfer solcher Betrügereien war das nicht offensichtlich sonst wären sie ja keine Opfer geworden. Wenn man 23ct für ein E-Book ausgibt soll man den Betrug erkennen, wenn man 15.000.000€ auf ein Konto in China wegen einer Email überweist ist das aber ok.

    Im Endeffekt halte ich die Behauptung, dass es sich bei lul.to um ein offensichtlich rechtswidriges Angebot gehandelt haben sollte für sehr weit von der Wahrheit entfernt insbesondere hinsichtlich der Tatsache, dass man es legal hätte aufgezogen werden können mit komplett gleicher äußerlichen Wirkung (gleichen Preise, gleichem Angebot, gleichem Interface).

    Falls Nutzer Abmahnungen erhalten oder verklagt werden wird das nur zu einem Hochrüsten führen. Dann geht die Verwendung eines VPNs von „nett aber nicht wirklich nötig“ zu „definitiv notwendig“. Dann wird bei den OCHs mit gemixten Bitcoins bezahlt und die User melden sich auf den ganzen Warez-Platformen mit E-Mail-Adressen an, welche sich nicht zu einem Nutzer zurückverfolgen lassen.
    Vor ein paar Jahren waren die meisten VPN Anbieter nicht in der Lage mehr als 10 Mbits zu liefern trotz Preisen von 10€ im Monat. Heute kriegt man für 3€ Geschwindigkeit von hunderten Mbits. Die Leitungen werden schneller und billiger. Damit werden auch die Anonymisierungsmöglichkeiten besser. Ebooks werden aber nicht größer. Ein Tor-Hidden-Service der über 6 Tor-Nodes zu erreichen ist, wäre heute schon Geschwindigkeitstechnisch völlig ausreichend. Die Angriffsszenarien auf VPN, Tor, Cryptowährungen werden mit fortlaufender Zeit immer kleiner und unrealistischer. Juristisch ist hier auf Dauer wenig zu gewinnen. Wer bei diesem Hochrüsten gewinnen würde ist klar.

    An die Autoren&Verlage:

    Physikalische Bücher:
    Wenn man sich anschaut was die „The Song of Ice and Fire“-Reihe auf Amazon kostet wird man bemerken, dass man 160€ für alle Bücher (Taschenbücher) auf deutsch ausgeben muss.. Auf Amazon.com kriegt man für ca 35€ (inklusive Mwst) alle Bücher auf englisch in Leder gebunden.
    Deutsch – Taschenbücher –> 160€
    Englisch – in Leder gebunden –> 35€
    Nutzer die physikalische Bücher bevorzugen, wollen auch eine gewisse Qualität sehen. Da sich ein relativ dickes in leder gebundenes Buch für 7€ verkaufen lässt scheinen die Druckkosten nicht so hoch zu sein. Da frage ich mich schon wieso man als deutscher Nutzer so verarscht wird. Über 10-15€ sollte ein Hardcover und über 20-25€ ein noch hochwertigerer Einband und entsprechende Papierqualität auf jeden Fall Pflicht sein.
    Physikalische Bücher können schlecht im Internet zum Downloaden angeboten werden, aber man darf die Nutzer einfach nicht verarschen.
    Ich selbst habe mir vor kurzem ein physikalisches Exemplar von H.P. Lovecrafts gesammelter Werke in englischer Sprache ins Regal gestellt. Die Urheberrechte an diesen Werken sind größtenteils abgelaufen. Ich hätte es mir legal und gratis downloaden können. Ich habe es trotzdem gekauft, weil es sich einfach gut anfühlt.

    E-Books und Hörbücher:
    Hier braucht es ganz klar eine Flatrate. Die Nutzer sind definitiv bereit mehr zu bezahlen solange sie das Gefühl haben mehr zu bekommen. Ich gebe momentan sehr wenig für solche Produkte aus. Selbst, wenn wir von Preisen um 1€ pro e-Book reden würde ich deswegen nicht öfters zuschlagen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Wenn ich die Möglichkeit hätte tausende von e-Books zu lesen und Hörbücher zu hören, wäre mir diese Möglichkeit auf jeden Fall 10€ im Monat wert – auch wenn ich im Schnitt nie e&a-Books im Wert von 10€ im Monat kaufen würde.
    Wichtig wäre, dass eine entsprechende Platform von einer von Autoren und Verlage gegründeten Non-Profit-Organisation bereitgestellt werden würde, die sich nur den Anteil nimmt den sie braucht und e&a-Books nach fairen Kriterien aufnimmt. Das Ganze ohne DRM-Müll wie bei Amazon wo gemessen wird wer wo wann welche Buchseite liest.

    Anstatt sowas zu realisieren legen die Verlage eine Beschwerde beim Kartellamt gegen Audible ein, weil Audible eine Flatrate anbieten will.

    Hollywood ist durch Netflix und Amazon Prime Video nicht pleite gegangen. Die Musikindustrie ist durch Youtube und Spotify auch nicht pleite gegangen. Früher oder später wird es eine echte Flatrate für e-Books und Hörbücher geben. Wenn ihr schnell genug seit, habt ihr die ganze Sache unter Kontrolle. Wenn nicht, habt ihr eine Zecke dazwischen die sich einen Großteil eures Gewinnes behalten wird.

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      Fake News

      Sorry, JEDER wusste es. Wozu das ganze Gejammer? Was riskiert, auf die Nase geflogen, damit leben.

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      Jesus

      wie bekifft muss man sein, um sich die offensichtliche Illegalität mit so einen Quatsch selbst rechtfertigen zu wollen

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        Esther

        Für dich und mich sind solche Seiten offensichtlich illegal und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Aber sind sie wirklich für jeden offensichtlich illegal?

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      TeeB

      Immer wieder erstaunlich, was da für „Argumente“ zusammengeschustert werden. Glaubst Du wirklich, was Du da schreibst?

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      moby dick

      Mit der Argumentation kommt man vor Gericht nicht weit.
      Eben solche Schlaumeier sind dann regelmäßig fällig wenn sie dem Richter die Welt erklären wollen.

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        Richter und Gesetzgeber sind umgekehrt allerdings auch nicht immer kompetent in diesen Fragen und der einzigste Unterschied ist, dass sie am längeren Hebel sitzen, dass die Rechteverwerter-Lobby am längeren Hebel sitzt. Wären die Nutzer in einer Lobby organisiert und es gäbe so etwas wie digitale Grundrechte oder Gewerkschaften, dann würde die Rechteverwerter-Clique mit so einem offensichtlichen Unfug wie der „rechtswidrigen Quelle“ nicht weit kommen. Von daher: das ist jetzt nicht irgendwie zwingend moralisch oder ethisch verwerflich, sich im Internet verfügbare Daten beschafft zu haben, zumal es keine privaten Daten sind. Es gibt also durchaus eine Diskrepanz zwischen dem, was die Realität in der Welt ist und dem, wonach die Richter nunmal, vielleicht auch widerwillig, urteilen müssen.

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      Goove

      „Die Menschen von Tonga können nichts dafür würden es aber letztlich ausbaden müssen falls man to-domains meiden müsste, weil diese offensichtlich rechtswidrig erachtet werden müssten. Das ist Diskriminierung auf unterste Ebene.“

      Äh, du weisst schon, für das to steht?
      Es steht für Torrent und gibt damit schon mal die Richtung vor.
      Diese TLD wird aber auch aus ganz anderen Gründen genutzt.
      Es gibt kein WhoIs. Und ausbügeln muss es niemand auf Tonga, die haben die Vermarktung der TLD schon lange verkauft.

      Deine Fakten solltest Du dringend noch mal checken. Dann weisst, wie defizitär z. B. Spotify ist.
      https://www.digitalmusicnews.com/2017/06/15/spotify-140-million-huge-losses/

      Auch der Rest strotzt nur so voll Halbwahrheiten. Audible und Flatrate. Ja, nee, ist klar.

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        Kunstsoldat

        Audbile wollte vor zwei Jahren tatsächlich ein Flatratemodell angehen. Dagegen hat sich aber der Börsenverein gewehrt.

        https://www.golem.de/news/hoerbuch-flatrate-beschwerde-gegen-amazon-tochter-audible-eingereicht-1509-116401.html

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        Esther

        http://www.laenderdaten.de/kuerzel/internetkennungen.aspx

        .to ist die Länderkennung von Tonga. Dort sind anonyme Server zulässig, das ist für Piraten attraktiv. Das wissen wahrscheinlich sehr viele Leute – aber muss das wirklich jeder wissen?

        Spotify mag Mängel haben und verbesserungsbedürftig sein – aber es hat Piraterie unattraktiv gemacht. Mit Strafverfolgung war das zumindest bisher nicht zu erreichen.

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          Jim Pandzki

          Esther, was meinst du, wieviele Server stehen in Tonga?
          Und müssen die Rechenzentren auf Tonga nicht unglaublich Angst vor dem Anstieg des Meeresspiegels haben?
          Im Ernst…
          Natürlich ist das Tonga, aber die Abkürzung und Nähe zu Torrents ist erwünscht.
          Der Vermarkter der .to Domains verzichtet auf eine Registrierung des DomainihabeRs.
          Die Server stehen ganz woanders. Im keinem Fall auf Tonga sondern sehr häufig in Westeuropa oder den USA.

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            Esther

            Das mag durchaus sein – aber erst einmal ist es eine normale Länderkennung. Es ging ja darum, ob wirklich jeder wissen muss, dass eine Seite mit der Länderkennung .to nicht legal sein kann. Das denke ich nicht wenn man das googelt findet man erst einmal, dass es eine von vielen Länderkennungen ist.

            Die Betreiber hat man in Deutschland festgenommen und wo die Server tatsächlich stehen ist in diesem Zusammenhang ziemlich egal.

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            Nun, bei Top-Level-Domains hat eben das Land die Hoheit darüber, wie die Vergabe von Domainnamen geregelt werden soll. Da könnte man entscheiden, dass nur tongaische Staatsbürger eine .to-Domain registrieren dürfen, oder nur Angebote, die auf Servern in Tonga gehostet werden, oder nur Torrent-Dienste, oder nur Firmen, die in einer Straße beginnend mit „to“ ansässig sind, oder halt jedermann gegen Geld oder kostenlos oder mit verifzierten Anbieterdaten oder ganz ohne die Hinterlegung von Anbieterdaten. Wenn es das Königreich Tonga für vorteilhaft hält, der Welt im Internet ein Angebot zu machen, das es sonst so nicht allzu häufig gibt, dann ist das die legitime Entscheidung dieser Nation, die es zu akzeptieren gilt, da sollte die IANA das auch nicht abschaffen oder so. Außerdem kann man davon ausgehen, dass die Tongaer für ihre Seiten selbstverständlich auch .to benutzen.

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          BlauAuge

          Ja, (zensiert) .to heißt: die Domain ist auf Tonga registriert.

          Das heißt aber nicht, daß die physikalischen Server auch dort stehen, gelle!?!

          (Rest wegen Beleidigungen zensiert)

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            BlauAuge: Erste und zugleich letzte Warnung an Dich! Weitere Beleidungen werde ich nicht dulden, dann schalte ich von Dir einfach gar nichts mehr frei. Got it? Geschützt werden hier nicht nur die Autoren. Vor Beleidigungen und Herabsetzungen wird hier jeder so gut es geht bewahrt.

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            BlauAuge

            (zensiert)

            Ich empfehle Dir mal einen kleinen deep-web Searchauftrag an Deinen Freund mit den langen Haaren (zensiert) in Sachen Esther. Spätestens dann weißt Du, um wen es sich bei dieser Person (zensiert) wirklich handelt. Einstweilen … (zensiert).

            „Sie“ darf hier Autoren durch den Dreck ziehen, aber keiner darf „Esther“ die Meinung geigen? (zensiert) (Anmerkung von Lars: Nein, darf sie nicht.)

            Du weißt aber schon, dass die „Dame“ hier in ihrem E-Mail-Verkehr den Namen eines verstorbenen Dozenten einer rheinländischen Uni missbraucht?? Falls nicht: (zensiert).

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            Esther

            Für dich und mich sind solche Seiten offensichtlich illegal und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Aber sind sie wirklich für jeden offensichtlich illegal?

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            Esther

            Was ist denn das für ein Unsinn. Ich schreibe Ihnen oder anderen Nutzern dieser Seite keine Mails, ich kenne keinen verstorbenen Dozenten einer rheinländischen Uni und ich verwende in meinem Mailverkehr entweder meinen realen Namen oder einen erkennbaren Nick.

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            Esther

            Das soll natürlich nicht dem Troll gelten.

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        Wofür .to steht, gibt immer noch die IANA vor! Dass .to für „torrent“ stehen würde, ist schlicht falsch. LuL.to hat weder irgenwas mit Torrents zu tun gehabt, noch wurde bei der Registrierung dies als Auflage überprüft.

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          Jim Pandzki

          Herrje, einfach mal lesen und nicht widerlegen, was niemand behauptet hat. Niemand hat gesagt, dass es für Torrent steht, das nimmt man einfach nur gern mit. Feature ist der Verzicht auf ein WhoIs.

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            Immer langsam, ich kann schließlich nichts für die Unübersichtlichkeit der Kommentarfunktion. Ich bezog mich auf Goove (30. Juni 2017 at 17:43).

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      Guter Beitrag, jedenfalls eine gute Darstellung, wie man das sehen könnte.

      3. Anderes Beispiel: .vu, häufig dann .de.vu. Völlig legitim und gern genutzt, weil’s kostenlos ist und keine echte TLD, wird gelegentlich aber auch zur Vortäuschung von echten .de-Domains. .to – so what?

      4. Autoren, die digital publizieren und dann keine digitalen Währungen akzeptieren wollen, sind meiner Meinung ohnehin Banane. Barzahlung beim Verkauf von physischen Büchern ist ja auch kein Hinweis auf eine potentiell rechtswidrige Quelle, nur weil man hinterher den Käufer nicht ermitteln kann. Wie der Buchhandel das als Vorteil anpreist, sollte Bitcoin überall eingebaut werden, damit ein totalitärer Staat nicht nachprüfen kann, wer sich Marx oder Kafka bestellt hat. Da sieht man, auf welcher Seite die Self-Publisher stehen, wenn es um ihre eigenen Interessen geht. Ich vermute, dass Verlagsautoren und insbesondere die Verlage da teilweise etwas erwachsener sind, zeitweilen sich aber auch für derartige Überwachungsgesetze einsetzen, nur weil „Digital“ neu ist und es opportun erscheint, man also Macht gewinnen, ausbauen und sichern möchte, solange man nicht auf der Verliererseite derselben steht. Schönen Dank auch!

      8. Netzsperren nützen da nur kurzfristig was. Wenn das zum Mittel der Wahl wird, rücken die Leute halt irgendwann vom quasi „staatlich verordneten“ DNS ab und machen sich eigene, dann entzieht sich das komplett sämtlicher Kontrolle. Die einzigste Chance besteht darin, die Betreiber oder die Server anzugehen, und realistisch gesehen wissen wir, dass das keineswegs immer funktionieren kann, sondern nur da, wo die Betreiber unvorsichtig waren oder Pech hatten. Je mehr Erfolge die Strafverfolgungsbehörden haben, desto schwerer und am Ende sogar unmöglich wird man es ihnen machen. Ich schätze auch, dass die betroffenen Autoren und Verlage davon abgesehen haben, die Öffentlichkeit über die Illegalität des Angebots zu informieren, um nicht noch mehr interessierte Kunden dorthin zu treiben. Und so besteht so ein Angebot eben eine lange Zeit.

      11. Dafür ist dann die Berner Übereinkunft, dass man sich die Rechte gegenseitig anerkennt, als wären sie Gesetz im anderen Land. Die Freihandelsabkommen tragen ebenfalls dazu bei, aber bevor die Autoren die jetzt plötzlich ganz toll finden, sollten sie sich erstmal darüber informieren, denn schnell können sie auch auf der Verliererseite des vermeintlichen Vorteils stehen, und zwar nicht nur bei Einnahmen, sondern sogar bei Fragen zu Leben und Tod.

      Für den gelegentlichen Käufer, der dazu noch gezielt einen nicht ganz mainstreamigen Titel erwirbt, ist die Quelle nicht unbedingt als rechtswidrig erkennbar. Er müsste den gewünschten Titel suchen, woanders finden, dann wissen, dass die Buchpreisbindung neuerdings auch für E-Books gilt (wer weiß das schon, ist ja nicht zuzumuten, und für „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“: der Kunde verstößt nicht gegen die Buchpreisbindung, d.h. warum sollte er sich dazu überhaupt informieren müssen?) und aus diesem Verdacht, der sich aus dem unterschiedlichen Preis ergibt, dann den Autor/Verlag, sofern überhaupt ermittelbar bei pseudonymer Veröffentlichung, anschreiben und nachfragen, ob die Bereitstellung zu diesem Preis genehmigt wurde. Mit Glück erhält er eine Antwort, aber je länger es geht, desto unwahrscheinlicher wird das, weil Autoren versterben, Verlage bankrott gehen und die Rechtsnachfolger nicht zu ermitteln sind oder sich nicht kümmern. Von daher kann besagter Käufer schon annehmen, dass es sich um ein Rabatt-Portal handelt (Amazon hat ja auch Rabatt-Wochen als Modell populär gemacht). Wenn es sich aber um mehrere Titel der Bestseller-Liste handelt, die derart unter Marktpreis veräußert werden und nirgends sonst eine Rabatt-Aktion gefunden werden kann, wird es für den regelmäßigen Kunden, der stets viele Titel erwirbt, langsam zumutbar, mal zu googeln, was andere Leute so zur Seite schreiben, ob Verlage, Autoren oder z.B. auch heise.de dagegen wettern.

      Am Ende ist die Frage aber nicht, ob die Quelle für den jüngeren, digitalkompetenten Seitenbesucher „offensichtlich rechtswidrig“ ist, sondern, was ein älterer Richter in seiner prädigitalen Parallelwelt für einen erstaunlich niedrigen Preis für ein Buch hält oder der Gesetzgeber, dem die Rechteverwerter-Lobby rechtzeitig zur Wahl eine Stimme bei ihren Buddys von den Zeitungen und Medien zuschanzt oder dann später einen Verlagsvertrag für die Memoiren nach der Beendigung der Karriere in der Politik.

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    Sunny

    Vielen Dank, sehr informativ. Ich frage mich allerdings, welche Beweiskraft die evt. von lul.to gespeicherten Daten überhaupt hätten. Gab es hierzu von den Juristen Einschätzungen?

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      Quantensprung

      @larsghandysobiraj Würde mich auch interessieren.

      @larsghandysobiraj Kannst Du auch etwas zu dem vorherigen Kommentar sagen: Um IP-Adressen zurückzuverfolgen müssen sich die Ermittlungsbehörden in der Regel beeilen, stimmt das? Das ist vermutlich auch der Grund für das Honeypot-Prinzip. Richtig oder Denkfehler?

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        Die Provider sind lediglich dazu verpflichtet die Anschlussinhaber der IP-Adressen der letzten 7 Tage preiszugeben, auch gegenüber den Ermittlungsbehörden. Selbst wenn sie ältere IP-Adressen zuordnen könnten, müssen sie das nicht tun.

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          Esther

          Danke für die Info.

          Weißt du zufällig auch, ob die Daten, die die Piraten gesammelt haben – falls sie welche gesammelt haben – vor Gericht verwertbar sind? Auch das leuchtet mir nicht recht ein.

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            BlauAuge

            Ja, sie wären vor Gericht verwetbar.

            Uns was leuchtet Dir schon ein? ^^ Wir alle haben Deinen IQ noch recht gut in Erinnerung.

          • comment-avatar

            Esther

            Hast du zu deiner Behauptung vielleicht auch eine Begründung, lieber Troll?

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            BlauAuge

            Ich soll für für Deinen IQ eine Begruendng liefern? Leider nicht imstande – ich bin keiner Deiner Vorfahren ^^, liebe Esther.

            Beispiele für Deinen IQ liefert keiner so gut wie Du selbst.

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            Esther

            Aber leibes Trollilein, du solltest du absurde Behauptung die von Kriminellen gespeicherten Daten vor Gericht verwendet werden können belegen.

            Dass vieler meiner Vorfahren hochbegabt waren, weiß ich auch ohne dich. Aber das ist doch kein Grund zum Neid. Leute wie dich geben und wenn so jemand so gar nichts Schönes im Leben mehr hat dann beleidigt er halt fremde Leute im Netz. Ich bete für dich.

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            Wenn IP und Uhrzeit gespeichert worden sein sollten, was man als Betreiber einer solchen Seite natürlich unbedingt vermeiden will (außer, man will seine Kunden und Besucher im Falle eines Takedowns als Bauernopfer ans Messer liefern oder die Seite wurde von Ermittlern/Kriminellen gehackt), d.h. nicht nur in der Datenbank, sondern auch in den Logs des Servers und an anderen Stellen, wo diese Informationen möglicherweise anfallen (z.B. beim Abruf von eingebetteten Bildern aus einer anderen Quelle), wären diese schon verwendbar. Kommt davon genug zusammen und ist für einen Richter hinreichend plausibel, kann dieser einen Auftrag an den Internet-Anbieter, der die betroffenen IP-Adressen verwaltet (in seinem Pool hat), ausstellen, der dann in seiner Vorratsdatenspeicherung nachsieht, wer zum besagten Zeitpunkt die IP-Adresse zugewiesen hatte, und über die Störerhaftung kommt man dann bei dem armen Würstchen raus, dessen Anschluss benutzt wurde. Oder bei einem Tor-Exit-Node. Im besten Fall bei der natürlichen Person, welche die „Urheberrechtsverletzung“, nach neuem Recht auch der reine Download aus einer potentiell „offensichtlich rechtswidrigen Quelle“, begangen hat, idealerweise auch korreliert mit weiteren Indizien wie E-Mail-Adresse des Accounts, Nutzungszeiten, money trail usw. usf. Problematisch wäre das voraussichtlich nur für jene, die entweder völlig unvorsichtig waren oder eben die Offensichtlichkeit der Rechtswidrigkeit der Quelle überhaupt nicht erkannt und die Seite daher ohne Verschleierungsvorkehrungen genutzt haben.

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            Esther

            Danke skreutzer, so etwas habe ich auch vermutet. Auf diese Art bekommt man junge Teenager und alte Damen, die den Enkel gebeten haben für sie Bücher zu laden.

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            Just my 2 Cents

            Grundsätzlich speichert jede Forum oder Contentsoftware erstmal die IP. Es geht darum das man Spammern auch am Tag danach diese IP sperren kann. Oder Doppelaccounts vermeiden kann, und einiges mehr. Das an diversen Punkten der Boardsoftware zu ändern ist sehr aufwändig und nur von technisch hoch versierten Techs zu schaffen. Das nötige Wissen dazu muss äußerst umfangreich sein und selbst dann ist nicht sicher ob man nicht irgendwo eine Stelle im Code übersehen hat die diese noch speichert.
            Die Aussage das nicht geloggt wird bezieht sich fast immer darauf das kein zusätzlicher Code dafür integriert wurde, bedeutet in 99% aber was, das diese Teile der Software entfernt wurden.
            Ich weiß nicht welche Software von lul werwendet wurde, war nie droben. Es könnte deswegen auch gut möglich sein das sie diese selber gecoded haben, dann ist es gut möglich das da keinerlei IPs auftauchen.

            Soweit mir bekannt ist werden verdächtige oder vorläufig sichrgestellte IPs erstmal dem Provider mitgeteilt, mit der Auflage die Daten nicht zu löschen. Der ist dann verpflichtet diese länger als die 7 Tage aufzubewahren. ( Die großen Provider machen das aber sowieso länger (3-4 Wochen und länger) und geben die Daten auch raus)

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            Hanser

            Kann man per Wayback Machine nicht prüfen, was sie benutzt haben? Scheint mir jedenfalls keine Forensoftware zu sein…

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            Kunstsoldat

            Hier ist der Link zu der archivierten Seite in der WBM:

            https://web.archive.org/web/20161018140450/http://www.lul.to:80/faq

            Unter „Welche Daten werden gespeichert?“ behaupten Sie es wäre eine „Eigenentwicklung“

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    Lucius Verus

    Angenommen dem LKA lagen nach der Razzia vom 21. Juni die Verbindungsdaten der Downloader vor. Bekanntlich werden in Deutschland IP-Adressen sieben Tage von den Providern gespeichert. Demnach hätten die Behörden bis zum 28. Juni Zeit gehabt, nach richterlicher Anordnung die Identität von 30.000 Anschlussinhabern bei den jeweiligen Providern anzufordern. Sollte das nicht geschehen sein, wären die Identitäten nach nun mehr als sieben Tagen nicht mehr zu ermitteln. Wo steckt hier den Denkfehler, @ Lars Sobiraj? Oder ist das System wirklich so bizarr?

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      Michael

      Manche Provider speichern länger als 7 Tage, bei Unitymedia hat man z.B. oft über Monate hinweg dieselbe IP-Adresse.

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        Kunstsoldat

        Ich bin bei UM und habe jeden Tag eine andere IPv4

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        Lucius Verus

        Das kann sein, aber nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2014 sind nur bis zu sieben Tage erlaubt (laut Wikipedia).

        Wenn das die Lage ist, verstehe ich nicht, wie die Belangung der User technisch funktionieren soll. Auswertung von 30.000 Accounts und Richterbeschlüsse und 30.000 Briefe an diverse Provider innerhalb einer Woche?

        Und ohne zurückführbare Verbindungsdaten scheint der Nachweis einer Urheberrechtsverletzung kaum möglich, weil allein mit E-Mail-Adressen und Amazon-Gutscheinen noch kein Download erwiesen ist.

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          Ichbins

          Eben. Und nach diesen sieben Tagen ist die IP eben kein Beweis mehr. Denn dann wird sie entweder neu vergeben, oder halt erst nach 8 Tagen, oder 9 Tagen.

          Und …die Preise deuten ebenfalls kaum auf die Tatsache hin, dass die Seite illegal war. Denn sonst müsste man ja jetzt bei JEDEM Angebot denken: „Ja, das ist illegal“.

          Und eMail-Adresse? Das reine angemeldet sein auf der Seite war ja erlaubt.

          Und „Fish“ hat völlig recht. Das Problem ist einfach, dass die Seite auf den ersten Blick legal aussah und in den FAQs wohl nur was von „Grauzone“ stand.

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            Ich meine auch, dass die sieben Tage nichts damit zu tun haben, dass die IP solange verwendet und erst anschließend jemand anderem zugewiesen wird, sondern dass der Provider wegen gesetzlicher Verpflichtung zum Zweck der Strafverfolgung von Störerhaftungen solange speichert, wer die IP zu diesem Zeitpunkt hatte. Die IP kann sich x-Mal ändern, und bei jeder Änderung wird halt sieben Tage oder was weiß ich wie lange gespeichert, was die neue IP des Anschlusses ist.

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          Goove

          Wikipedia, so so,

          Es werden keine 30.000 Briefe geschrieben, weil es nach Provider geht und gibt es keine 30.000 in D.
          Hier tummeln sich aber auch Experten…

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        Takeshi Kovacs

        Richtig, bei Kabelprovidern hat man mitunter lange die selbe IP. Aber spätestens wenn sich die MAC-Adresse des angeschlossenen Routers ändert, bekommt man eine neue. ;)

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    Privat

    Ich verstehe grundsätzlich nicht, wie man derartiges nicht a) nur mit anonymen Zahlungsmittel zahlt (nicht nachvollziehbar) und b) generell bei sowas nicht immer ein VPN nutzt, dessen Sitz und Server im Ausland außerhalb der EU ist sowie c) keine anonymen E-Mailadressen nutzt.

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      Ganz einfach: Viele Leute machen sich keine Gedanken über mögliche Konsequenzen, oder ihnen fehlt schlicht und ergreifend das nötige Fachwissen, um ihre Spuren zu verwischen.

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      Esther

      Das ist auch unverständlich. Die Leute haben sich wohl einfach sicher gefühlt. Und einige waren wirklich zu naiv. Mein süßer kleiner Schatz von 11 Jahren gehört auch dazu. Er hat ein Amazon-Konto auf Guthabenbasis, dessen Guthaben nur ich auffüllen kann. Er meinte seine Bücher gäbe es anderswo billiger. Er wäre im Ernstfall nicht strafmündig, müsste theoretisch aber Schadenersatz leisten.

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      Der Download war auch bis vor kurzem nicht illegal. Erwischt werden nur wenige, und wenn, dann potentiell die falschen, denn man kann nur schwer nachweisen, wer wirklich vor dem Rechner gesessen hat (ist dem Richter und Gesetzgeber auch egal oder sie sind Realist genug, deswegen die Anschlussinhaber-Sippenhaft-Störerhaftung), im Umkehrschluss benutzt man deswegen vielleicht ein öffentliches oder fremdes Netz oder so und braucht dann keine anderen Vorkehrungen. Bequemlichkeit spielt sicher auch eine Rolle. Wenn Downloader wirklich belangt werden sollten, vor allem auch die kleineren, die halt mal gelegentlich den einen oder anderen Hehlerei-Titel erworben haben, geht das Wettrüsten vermutlich auf dem Gebiet dann in die nächste Stufe, auch aus Sicht der Betreiber, die dann bestimmte Verbindungsvorkehrungen erzwingen könnten.

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    Natas

    Wie wahrscheinlich sind den Durchsuchungen? Dabei könnte bei den Usern ja noch weiters illegales Material aus anderen Quellen gefunden werden.
    PS: Vielen Dank für die informativen Artikel.
    PPS: Wird die Seite gerade attackiert (sehr langsam bis gar nicht erreichbar)?

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      Jason Borowski

      Durchsuchungen werden meines Wissens nach nur bei schwerwiegenderen Straftaten durchgeführt. Wenn jemand im Internet Bücher runterlädt ist das ja erstmal keine Straftat. Wenn der Anbieter hierbei „kopierte“ eBooks anbietet, könnte der Download schon illegal werden, wäre aber immernoch kein schweres Vergehen. Ich denke hier würde nichts eine Hausdurchsuchung rechtfertigen. Ausser vielleicht wenn jemand sagen wir mal, öfter mal 500€ aufgeladen hat, und man davon ausgehen könnte, dass er die eBooks anderweitig weiterverteilt hat. Was natürlich auch erst bewiesen werden muss. Ebenso stellt sich auch immernoch die Frage, ob die Behörden die Schuldigen überhaupt ermitteln könen. Ich denke vorranging ging es hier darum endlich lul.to abzuschalten.

      Auf der anderen Seite kann man vielleicht schon davon ausgehen, dass einige der Kläger, Verlage, Autoren, vielleicht fordern werden, dass auch gegen die Nutzer vorgegangen wird. Endweder strafrechtlich oder dann zivilrechtlich. Denke mal die Staatsanwaltschaft bzw. die Ermittler müssten dann schaun was sie mit den Daten, die sie haben, anfangen können. Das offensichtlichste wäre es wohl über die Amazon-Gutscheine die Kunden zu ermitteln. Wobei hier dann auch wieder das Problem auftritt, dass ja nicht automatisch jede Gutscheinaufladung auch von der selben Person gemacht wurde, die den Gutschein generiert hat. Deswegen dann eine Hausdurchsuchung anordnen, um das festzustellen? Also die Wahrscheinlichkeit dafür erachte ich gegen 0%.

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        Ichbins

        Vor allem … wenn nur ein einziger dabei ist, der zu unrecht durchsucht wird, und dieser eine es an die große Glocke hängt … das sorgt dann natürlich dafür, dass die Glaubwürdigkeit in den Keller fällt.
        Und wenn das dann zB bei 5 Leuten passiert … Oder gar bei 10 … das was ein Desaster!

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    Claude

    Mir verbleiben ein paar Fragen:
    1. Natürlich kann man das nie so recht abschätzen, aber in welcher Region bewegt man sich ganz grob von den Download-Zahlen her wenn man als „Power-Downloader“ gilt? 50 Downloads? 500? 5000? Gibt es da vergleichbare Werte aus früheren Busts? Wird auch die zeitliche Dichte der Downloads einberechnet?
    2. Können überhaupt alle Downloads zusammen abgemahnt werden? Oder nur die, deren Verlage sich der Anklage angeschlossen haben? Ich glaube kaum dass der Anwalt einfach die Rechte aller geschädigten vertreten darf ohne deren zutun, Oder wird es eventuell mehrere Abmahnungen/Anzeigen von mehreren Rechtevertretern der Verlage geben? Wieder hoffe ich auf Erfahrung aus früheren Busts.

    Vielen Dank für die Recherche und den Bericht!

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    Tom S.

    Danke für den sehr informativen Artikel. Ich hoffe, er wird die hochgekochten Emotionen ein wenig zurück in Richtung Sachlichkeit treiben und weniger Befindlichkeiten und mehr Fakten zur Diskussion stellen.

    Eine Verständnisfrage habe ich aber noch: der Artikel beleuchtet die möglichen Folgen für die Downloader bezüglich strafrechtlicher Konsequenzen. Wie sieht es mit zivilrechtlichen Folgen aus, das heißt haben dann die großen Konzerne wie Randomhouse usw. zusätzlich die Möglichkeit, Schadensersatzklagen und zwar in Höhe der Preise der jeweils durch die einzelne Person heruntergeladenen Produkte (die natürlich von dem jeweiligen Verlag stammen müssten) zu starten? Das würde diesen Konzernen natürlich einen enormen Gewinn einbringen.

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    Goove

    „Laut Udo Vetter sei dieser Fall nicht mit Kino.to oder Popcorn Time gleichsetzbar. Das Missverhältnis zwischen Preis und Leistung sei deutlich größer.“

    Der Preis bei Kino.to war Null. Er bestand darin Werbung zu ertragen.
    Die Logik von Herrn Vetter kann ich nicht nachvollziehen.
    Wenn das Missverhältnis größer war, dann bei Kino.to.
    Was die LuL Sache aber nicht besser macht.

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    Deckard Cain

    Aufschlußreicher Artikel, vielen Dank!
    Reicht der Nachweis von getätigten Einkäufen für eine eventuelle Verfolgung einer Urheberrechtsverletzung aus (ggf. dann „nur“ Hehlerei)? Der Kauf hatte bei lul.to nicht zwangsweise den sofortigen Download zur Folge, Der tatsächliche Download kann schließlich nur über geloggte IP-Adressen nachgewiesen werden, und das auch nur, wenn die jeweiligen Provider ausreichend lang gespeichert haben.

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    Magnussen

    Endlose Spekulationen, wo doch zunächst nur eine Frage zu beantworten wäre:

    Enthalten die beschlagnahmten Datensätze die IP-Adressen der Downloader oder nicht?

    Wenn nicht, dann kann auch niemand belangt werden.

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    Esther

    Hellsehen kann natürlich niemand: Aber hier wird ein Medienanwalt noch etwas deutlicher:

    http://hoesmann.eu/lulto-polizei-sperrt-illegales-download-portal-folgen-fuer-die-nutzer/

    Ich bin mal gespannt, wer die Betreiber waren. Das wirkte alles sehr professionell.

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    Grins

    Also hatten die Kommentatoren in dem anderen Beitrag recht die sich nicht so rabulesk wie die Betroffenen, sprich Autoren und Downloader, geäußert haben.

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      So schwer es fallen mag: erstmal abwarten, was überhaupt kommt!

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      Esther

      Korrektur:

      Danke Grins, da schließe ich mich gerne an.

      Ganz nebenbei wissen wir auch nicht, ob die Autoren wirklich Autoren und die Downloader Downloader sind. Hier hat niemand unter seinem eigenen Namen geschrieben.

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    Michael

    Du hast noch vergessen die Facebook Gruppen zu erwähnen, die sich formiert haben um den Downloader an die Kehle zu gehen ;-) Ok Spaß beseite: Danke für den ausführlichen und informativen Artikel, ich bin sehr gespannt wie es hier weitergeht.

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      Danke für die Blumen!! Es wird morgen oder übermorgen noch einen weiteren Artikel geben. Wir werden spekulieren und Indizien auswerten, wie man LUL.to gefasst hat.

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        TeeB

        Danke für den neuen Artikel. Ich spekuliere auch schon mal: die Festnahme von Darkmon hat einiges ans Licht befördert :-)

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      Esther

      Da schließe ich mich gerne an.

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      moby dick

      Wobei Autor R. In einem Punkt recht hatte.
      Es wurden schon Downloader erwischt und abgemahnt.
      Mir ist ein Fall bekannt wo die sich in einer Facebookgruppe organisiert hatten und da sogar die Autorin noch mit reingelassen hatten.

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        Kunstsoldat

        Wer hat sich in einer Gruppe organisiert? Die Downloder?

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          moby dick

          Jup, hatten die.
          Viele waren der Autorin persönlich bekannt.

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            Esther

            Danke Fish – allerdings gibt es auch den Grundsatz „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“. Ich weiß nicht wie das im Ernstfall wirklich aussehen würde – wahrscheinlich käme es sogar auf die Person des Downloaders an. Junge Teenager oder auch alte Menschen, die Ebooks brauchen, weil sie dann eine große Schrift einstellen können, konnten wahrscheinlich wirklich nicht erkennen, dass die Seite illegal ist. Ein Durchschnittsnutzer erkannte das schon.

            Ich glaube allerdings auch nicht, dass es da großen Ärger geben wird. Die Staatsanwaltschaft wollte die Betreiber ermitteln und das scheint ihr auch gelungen zu sein. Wenn tausende Nutzer alle einen Anwalt einschalten – was sinnvoll wäre, wenn etwas käme – beschäftigt das Richter jahrelang, ohne dass etwas Sinnvolles herauskommt.

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        Esther

        Spiegelbest hat sich mit seinen Up- und Downloadern auch schon auf der Buchmesse verabredet. Wenn sich Nutzer von Piratenseiten auf Facebook zusammentun ist das ähnlich dämlich. Das zeigt aber, dass es Menschen gibt, denen eben nicht klar ist, dass das illegal sein muss.

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      Frank

      Vergiss bitte Klaus Seibel nicht, der hofft er bekomme bald das Motorad und natürlich den Reichtum, den er meint verdient zu haben.


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