E-Book-Piraterie: Autorin schlägt zurück

In den Leser-Kommentaren auf Tarnkappe ist momentan einiges los. Besonders der Artikel “lul.to wehrt sich gegen Lügen” hat es Buchautoren angetan. Am 01.02.2015 erhielten wir in einen öffentlichen Kommentar von Marinella C.van ten Haarlen, in dem sie sehr scharfe Worte zur Buchpiraterie findet und private Strafverfolgung ankündigt.

Marinella C.van ten Haarlen ist Autorin und lebt in Südafrika. Bekannt wurde sie durch zahlreiche Buchveröffentlichungen in Romanform (unten stellen wir einig vor). In ihrem Kommentar (hier in voller Länge nachzulesen) zu unserem Beitrag: “LUL.to wehrt sich gegen Lügen” schreibt sie u.a.

Lysander (von lul.to – d.Red.), in meinem letzten Schreiben erklärte ich, dass wir eine Belohnung auf Sie aussetzten, es sind zahllose IT Firmen mit der Jagd nach Ihnen beschäftigt. Jeder will die Belohnung haben…. Seien Sie versichert, Ihrem Treiben wird ein Ende gesetzt. Das kann morgen sein oder in einem Jahr, den Schaden werden Sie tragen müssen. Ich warte nur auf weitere Ergebnisse.

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Zuerst schien sie noch zu glauben, Tarnkappe.info betreibe selber Buchpiraterie… nun ja da war sie wohl nicht die Einzige. Aber nur weil Spiegelbest bei uns Gastbeiträge geschrieben hat, heißt das ja nicht, dass wir auch illegal E-Books vertreiben. Oder mit allem einverstanden wären, was Buchpiraten so machen. Wir haben immer Pro & Contra berichtet, das tun wir weiterhin. Und selbstverständlich kommt bei uns auch die Gegenseite zu Wort, vielleicht kriegen wir doch noch einmal die VG Wort, den Börsenverein des Deutschen Buchhandels zu einem Beitrag. Oder Thomas Elbel.

Versagt der Staat, werden Autoren aktiv

Auffallend an van ten Haarlen Äußerungen ist die Heftigkeit, mit der sie das Thema Buchpiraterie frontal angeht: “Wir haben sehr gute Fortschritte gemacht, Ihnen auf die Schliche zu kommen. Ich habe von den Unternehmen verlangt, dass diese die Köpfe in Ihrer kriminellen Vereinigung ausmachen. Ich will Personen, keine IP Adresse. Wir werden dann den jeweiligen Behörden in jedem Land die Ergebnisse übergeben, damit die strafrechtliche Verfolgung international gegen Sie beginnen kann.

Möglicherweise ist hier jemandem die Geduldsfaden gerissen, angesichts der eher als mager zu bezeichnenden Ergebnisse zum Schutz geistigen Eigentums in den Jahren bis 2014. Politik wie auch Strafverfolgungsbehörden haben sich ja nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert in diesem Bereich – egal ob man nun jetzt plädiert für eine totale Kopie-Freiheit, Kulturflat oder rigide Eigentumsrechte. Das scheint sich nun zu ändern: Bereits in den letzten Wochen fielen die ungewöhnlichen häufigen Hausdurchsuchungen wegen E-Book-Piraterie auf:

Gerücht: Neue E-Book Razzia am 20. Januar 2015? (3.2.2015)
Spiegelbest endgültig untergetaucht  (am 02.02.2015)
E-Book Razzia dank Boerse.bz-Daten? (10.12.2014)
Die Durchsuchungen von Ebookspender.me: Spiegelbest kommentiert (12.12.2014)
Razzia richtete sich auch gegen Lesen.to  (am 15.12.2014)
E-Book-Razzia: Internes Schreiben aufgetaucht  (am 20.12.2014)
Umfrage der Woche: E-Book-Razzia – Ergebnis mit Musik
Bundesweite E-Book-Razzia & Fahndung?  (am 09.12.2014)

E-Book-Razzien aufgrund wessen Druck?

Auch wenn man kein Verschwörungs-Neurotiker ist, darf man sich schon die Frage stellen, warum ausgerechnet jetzt Polizei, Staatsanwälte und Gerichte so auffallend aktiv werden. Druck der öffentlichen Meinung kann es ja nicht sein, denn für die Öffentlichkeit gibt es offensichtlich wichtigere Themen als E-Book-Piraterie… Bleiben noch die Verlage, denen in der Tat Unsummen verloren gehen. Und Autoren, die sich (ob zu Recht oder nicht sei dahingestellt) über Buchpiraten ärgern. Über Wortwahl und Mittel van ten Haarlens kann man verschiedener Ansicht sein: “Solche Figuren, wie Sie, haben auf dem Markt nichts zu suchen. Ich weise darauf hin, dass sich auch Ihre Kundschaft der Hehlerei schuldig macht dieser Umstand dazu führen wird, dass sich leider auch die Kunden von Ihnen vor Gericht verantworten müssen.

Durch Buch-Piraterie 160.000 € Schaden?

Aufschlussreich wäre eine Aufstellung der Schadenssumme, die van ten Haarlen nennt: “Der bisher bei unserem Verlag entstandene Schaden von bisher ca. 160.000 Euro zuzüglich Zinsen und Gebühren sind von Ihnen zu tragen, wir werden diese Forderung juristisch, gleich wo, durchsetzen. Dazu kommen noch die Honorare. Dazu kommen noch die Kosten der Rechtsverfolgung.” Interessant wäre es vor diesem Hintergrund einmal zu beleuchten, wie durch Buchpiraterie der Volkswirtschaft ein Schaden entsteht – oder ob nur der Buchwirtschaft… Gibt es dazu einen Gastartikel von dem ein oder anderen Leser?

Bildquelle: thx  tommy japan (CC BY 2.0)

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Themen: Netzpolitik & digitales Leben.

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56 Kommentare

  1. Marinella C.van ten Haarlen sagt:

    Ich habe entschieden, da der größte Teil der Kommentatoren keinerlei Verständnis für das Unrecht hat, das mir als Autorin bzw. als Verlegerin durch lul.to angetan wird, ich dafür mit einem Prügelrapper verglichen werde, weil ich auf den Hassblog hinweise,mich nicht mehr öffentlich zu äußern. Alle weiteren Aktionen werden Sie sicherlich der Presse dann entnehmen können, wenn lul.to den Betrieb einstellen musste. Unglaublich finde ich, dass sich lul.to an meinen Büchern bereichern kann, diese von einem Teil von Ihnen als unwürdig gesehen werden und Sie damit versuchen, die kriminellen Handlungen von lul.to zu rechtfertigen.
    Sie haben mich zum größten Teil hier als Täterin dargestellt, und vergessen, dass ich das Opfer der Machenschaften von lul.to bin. Ich betone nochmals, sicherlich mache ich das nicht alles nur für mich, sondern für die vielen Autoren, die kuschen, weil sie mit den Beleidigungen, Drohungen und dem Hass der unanständigen Nutznießer von lul.to nicht umgehen können.
    Wenn Sie meinen, dass ein Buch für €0,15 verkauft werden soll und dass ich als Autorin keinerlei Rechte besitze, sollten sie sich schämen.

  2. Esther sagt:

    Gegen einen Zusammenhang spricht noch etwas anderes.

    Der Ebookspender war am Ende ein kleines und knapp bestücktes Forum. Meiner laienhaften Einschätzung nach ist ein direkter Download von einer ausländischen Seite auch weniger gefährlich als die Nutzung eines Filesharers.

    Die großen Ebook-Seiten arbeiten allesamt mit direkten Downloads und ohne oder mit anonymer Bezahlung. Sie sind zumindest bisher noch gar nicht betroffen.

    Diese Aktionen mögen ihnen ein paar neue Kunden gebracht haben – das ist aber auch schon das einzige Ergebnis. Den Autoren und Verlegern nützt das nichts.

    Wie naiv jemand ist, der ungeschützt beim Ebookspender etwas herunterlädt kann ich mir ungefähr vorstellen. Ich nehme mal an Spiegelbest ist gar nicht betroffen, dafür hat man wenige Up- und viele Downloader erwischt, die meisten davon kaum strafmündig.

    Auch solche Aktionen nützen niemanden, schrecken niemanden ab,schaden aber ein paar unvorsichtigen Teenagern bzw. deren Eltern massiv.

    Esther

    Esther

    • Wiederspruch sagt:

      Ich denke, ohne mich mit den technischen Einzelheiten auszukennen, das alles auf einer Seite die Ermittlungen erheblich erleichtert. Da hat man im Idealfall die komplette Buchführung wer was wann geladen hat.
      Bei den Ebookspendern müsste ja über Monate eine TKÜ erfolgt sein, um da die Downloader ohne Durchsuchung bei OCHs belasten zu können.
      Dafür sind die meineserachtens zu unwichtig, da sowas bestimmt nicht billig ist und vermutlich jede Menge Zeit in der Auswertung frisst.
      Ohne Durchsuchung bei jedem kommt bestimmt nichts weiter raus, als das sich alle einen Anwalt nehmen und auf Bareshare verweisen.

      Die werden die IPs Anschlüssen zugeordnet haben und dann dort wo eventuell etwas zu erwarten ist die Durchsuchungen durchgeführt haben. Dabei findet sich dann so einiges und man stellt Fragen zu weiteren Hintermannern usw usw.

      • Spekulatius sagt:

        1. Vorbemerkung

        Ich kann leider nur Halbwissen beisteuern. Das Thema ist interessant deshalb äußere ich hier meine Meinung. Um zu unterstreichen das ein gehöriger Schuss Spekulation dabei ist verziere ich die Sätze mit meines Erachtens, bestimmt nicht, würde bedeuten oder vermutlich.

        2. Vorbemerkung

        Ich meinte mit unwichtig nur die Downloader bei Ebookspender. Die Moderatoren (*) und der Schreihals sind ein anderes Kapitel.

        * vermutlich auch nicht so wichtig, da wurde nur reingehalten um an die WIRKLICH wichtigen ranzukommen.

        TKÜ in DE

        Eine TKÜ ist ein schwerer Grundrechtseingriff und darf nur auf richterliche Anordnung zeitlich befristet durchgeführt werden. Diese ist zu begründen und nur bei schweren Straftaten zulässig. Die meißten Maßnahmen sind auf einen Monat beschränkt. In Einzelfällen soll dies auch schon bis zu drei Monaten oder noch seltener noch länger gedauert haben.
        Nach der Maßnahme sind eigentlich unschuldig Betroffene zu informieren. Das passiert wohl praktisch fast nie.
        Vor kurzen wurde veröffentlicht wie hoch die Zahl für 2013 (49.796 Fälle) war.
        Das meiste waren Mobiltelefone und es ging hauptsächlich um Drogen, Mafia und so was also wirklich schlimme Finger.
        Die Provider sind grundsätzlich verpflichtet Schnittstellen zu Verfügung zu stellen.
        Allerdings hat Vodafone letztes Jahr ein Verfahren gewonnen, wo es darum ging das eine Echtzeitüberwachung auf Kosten des Providers (Personal und Technik stellen) unverhältnismäßig ist.
        In der Urteilsbegründung stand wiederum, das sich das wohl inzwischen erledigt hätte da Vodafone nun wohl Möglichkeiten eingerichtet hat.
        Ich würde das so interpretieren, das die eine Schnittstelle zu Verfügung stellen und sagen, macht mal das ist euer Ding.
        Das würde bedeuten, das die Strafverfolgungsbehörden selber auswerten müssen.
        Die Staatsanwaltschaften scheinen aktuell schon mit den schweren Fällen massiv überlastet zu sein (eine Quelle: https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/01/staatsanwaltschaften-beklagen-notstand.html).
        Diese haben auch verkündet, das sie sich vorrangig um Mord und andere schwerste Straftaten kümmern werden.

        Auf die Ebookspender bezogen denke ich mal, das die Downloader kaum in Visier kommen werden.
        Ich kann mir nicht vorstellen, das die LKAs und wer auch immer nichts besseres zu tun haben, als zwei drei Monate das Downloadverhalten von Urheberechtsverletzern zu protokollieren nur damit die einen Abmahnbrief bekommen können. Die könnten vermutlich auch nur für die in der Zeit erfassten Verstöße belangt werden. Da kein Upload erfolgt wäre wohl “nur” der tatsächliche Schaden abzüglich MwSt plus 150 € für den Anwalt in Rechnung stellbar. Dann müßte wohl noch nachgewiesen werden das der Download vollständig und fehlerfrei war. Das geht eigentlich bei OCH`s vermutlich nur indem man den Downloader durchsucht.
        Da wäre auch noch, Anschlussinhabern nicht (immer) gleich Downloader.

        Von denen dürfte aktuell nur noch ein ganz dummer Rest zwischenzeitlich nichts unternommen haben.
        Vermutlich wäre so eine Maßnahme auch schwer zu begründen, da fünf € im Monat als Forenspende kaum unter schwerste Kriminalität fallen dürften.

        Das ist sowieso ein Witz, SB hat ja immer verkündet das die DIE Quelle sind.
        Rechnet man mal zwischen 200 bis 400 Nutzer (Ausgangspunkt, Lars seine Aussage mit 40000 Zugriffen/Monat) also einen Durchschnitt von 300, da vermutlich nicht von Anfang an alle dabei waren und jeder hätte 60 € mit Amazongutscheinen eingezahlt, komme ich auf 18000 €.
        Das jetzt durch einen Durchschnittspreis von 6 €/Datei genommen, komme ich auf 3000 Bücher (kann je nach dem Preis der erworbenen Ebooks, stark nach oben oder unten abweichen). Das klingt erst mal stattlich ist aber weit von der Selbstdarstellung entfernt (aktuell in DE über 100000 Neuerscheinungen im Jahr). Auf die (geschätzte) Nutzerzahl runtergebrochen sieht das noch dürftiger aus, ca zehn Bücher pro Nase.
        Sollte es mehr sein, weil man grundsätzlich nur 1,99 Bücher kauft, sieht es eher noch schlimmer aus, weil es sich dann fast nur um Müll handeln würde.

        Fazit, große Klappe und nichts dahinter.

        Ich wage die Behauptung, wäre nicht der schrille Frontmann gewesen, würde sich immer noch fast niemand für die interessieren.

        Das die Macher dort alle Dilettanten waren hat sich ja gezeigt. Die Nutzer haben sich vermutlich darauf verlassen das a) eine Anmeldung in einem Forum grundsätzlich keine Straftat ist, b) niemand so blöd ist Beweismittel gegen sich selbst zu sammeln (die Administratoren dort waren das wohl) oder haben überhaupt nicht darüber nachgedacht.

        Aber das ist alles ein Gedankenspiel. Ich lasse mich gerne berichtigen.

  3. russlandbuecher sagt:

    Die Zahlen die diese Dame nennt ist Blödsinn – ein Blick auf die Zahlen des Deutschen Börsenvereins zeigt, der E-Bookmarkt macht gerade mal 4 Prozent aller Buchverkäufe aus. Bei den Umsatzzahlen müsste es sich um Umbreit handeln. Ansonsten, hofft die Dame vermutlich sie komme so in die Medien und verkaufe einige ihrer Bücher. Mehr ist nicht dahinter!

    • Blumentopf sagt:

      Bei Amazon sind Bücher von ihr für über 60 EUR (Taschenbuch) eingestellt.
      Einfach mal ihren Namen und Amazon bei Google eingeben und sich durch die ca 6 Seiten klicken.
      Ich finde die ewige Diskussion über zu hohe Ebookpreise nicht zielführend. Solche Preise wie die Dame dort hat sind allerdings wirklich nicht durchsetzbar. Komisch ist auch, das zumindest wenn man Titel und Cover vergleicht die selben Bücher für 10 bis 15 EUR erhältlich sind.
      Bei solchen Preisen kann man schnell mal 160000 EURO Schaden errechnen.

      • Marinella C.van ten Haarlen sagt:

        Die Bücher sind von Marketplace eingestellt worden, auf die ich keinen Zugriff habe. Ich finde das auch nicht gut. Die Höhe der Schadenssumme berechnet sich nach dem Aufwand und den Schadensersatzforderungen, nicht nach dem Preis des Buches.

        • BumBum sagt:

          Bei Schadensersatzforderungen geht es immer (wie der Name schon sagt) um einen Ausgleich entstandenen Schadens und das durch die illegale Verbreitung ihre Werke bei LuL.to (und zwar merkwürdiger Weise nur dort und nirgendwo sonst). Ein Schaden von 160.000 EUR entstanden sein soll, glauben sie doch wohl selber nicht.
          Ich gönne ihnen ihren Erfolg und verstehe, dass sie für ihre Arbeit entlohnt werden möchten, aber es sind genau diese völlig aus der Luft gegriffenen abgehoben Forderungen, die dazu führen, dass kaum jemand aus der normalen Bevölkerung hinter ihnen steht!

          • Marinella C.van ten Haarlen sagt:

            Es sind die Abmahngebühren für den Verstoß gegen das Urheberrecht, etc.Rechtsverfolgungskosten, meine eigenen Kosten, die ich damit vergeude solchen Verbrechern hinterher zu steigen. Natürlich habe die nicht Bücher für 160.000 Euro verkauft, das ist mir klar. Das wäre der GAU.
            Es würde auch niemand hinter mir stehen, wenn ich €0,005 verlangen würde. Es geht um die heimliche Schadenfreude, dass mir Schaden zugefügt wird. Das ein Forum jemanden gefunden hat, auf dem das Forum rumhacken kann.
            Ich bin kurz davor, nur noch abzuwarten, bis die lul.to Leute strafrechtlich belangt werden und mit der Sache abschließen. Es hat keinen Sinn, weil das Unrecht eingesehen wird, selbst hier im Forum ist. Vielleicht ändert die Petition etwas und zivilrechtliche Ansprüche kann man noch nach der Aburteilung von den Betreibern durchsetzen.
            Ich verstehe, dass Leute Schmarotzer wie lul.to über die Arbeit der Autoren stellen. Das ist bitter. Daher werden die Bücher meines Verlages nur noch als Printmedien erscheinen. Das hat lul.to geschafft.

    • Marinella C.van ten Haarlen sagt:

      Es geht um das Prinzip, nicht um die Verkäufe.

  4. mario sagt:

    ich kann den frust schon verstehen. die autoren arbeiten meist sehr lange an ihren ‘werken’.
    wahrscheinlich mehr als 40 stunden in der wochen!
    und für viele sind hier 40 stunden die woche völlig normal.
    (es sollen sich jetzt nicht alle [hi edoep] angesprochen fühlen)

    die “arbeit” an den “werken”, betrifft ja nicht nur das reine schreiben an sich.
    das ist sicherlich etwas komplexer als sich manch ein laie so vorstellt.

    wenn sich – wie in diesem fall – die autorin so emotional verhält, dann ist das vielleicht nicht professionell, aber absolut nachvollziehbar.

    eben auch wegen gewissen leuten hier. ich bin kein erbsenzähler, deswegen nenne ich hier nur mal SB als beispiel.
    er schreibt (sorry, schrieb) hier artikel und empfindet es als völlig normal, fremdes eigentum allen öffentlich zugänglich zu machen und runterladen zu können.
    die intention dahinter hat mit geld zu tun! kann niemand abstreiten.
    also de facto ist doch, dass die buch-autorin hier völlig hilflos mit angucken muss, wie sich andere durch ihre “werke” bereichern und das auch noch gut finden.

    ich habe selber viele jahre “unüberlegt” runtergeladen (aber nie bücher).
    ich habe immer argumente dafür gefunden, warum das für mich nicht verwerflich ist.
    aber erst in den folgenden jahren habe ich mir eingestanden, dass es absolut falsch ist was ich da mache.
    und ich denke die meisten wissen, dass es falsch ist.
    da kann auch eine e*t*er kommen und noch so daher argumentieren warum das richtig ist usw.
    es ändert einfach nichts an der tatsache, dass es falsch ist.

    da kann es auch leute geben, die sagen, dass die autorin scheiße ist und sie eh nie was von ihr kaufen würden.
    joa, geschmäcker sind verschieden.
    aber seltsam… ganz egal wie schlecht der ruf auch ist, es wird trotzdem runtergeladen.

    ich will hier kein moralapostel spielen. denn der bin ich ganz sicher nicht!
    aber macht euch mal gedanken darüber wie es wohl wäre, wenn es um eure arbeit und euer geld geht.

    ich wette, dann sieht die welt, inbegriffen vieler ansichten, auf einmal ganz anders aus.

    • Marinella C.van ten Haarlen sagt:

      Danke, Sie haben verstanden, warum ich so sauer bin und dann erde ich noch öffentlich heruntergemacht und bedroht, weil ich mich wehre.

      • Marinella C.van ten Haarlen sagt:

        Ja, leider. Es geht nur darum den Kriminellen einen Lobeerkranz umzuhängen. Für die meisten ist lul.to das Forum, weil es mit jedem Download ein Verbrechen begeht.
        Ich habe lul.to gesagt, wenn der Schaden beglichen wird und meine Bücher von der Leitung sind, werde ich alle Bemühungen einstellen. Meinetwegen können die auch in Bitcoins zahlen, was mich allerdings wundert und nicht mich, wie können die Amazongutscheine verrechnen?
        Dass ich wie ein Hund hier hier durch das Forum getrieben werde, wie die Meute, die mich hetzt, verstehe ich sogar.
        Es ist schon schlimm, dass nur Rechtfertigungen für lul.to gefunden werden, warum das doch so legal ist und ich mit Mutmassungen überzogen werde, weil ich elementare Rechte vertrete. Das ist alles, was die meisten Kommentaren hier können. Nachtreten und sich den Frust von der Seele schreiben. Von Gerechtigkeit oder Anstand vor dem Werk anderer gibt es keinerlei Respekt. Viele Leute schreiben auch Unsinn, nur um zu verletzen.
        Ich danke Ihnen trotzdem für die Worte.
        Ich werde wahrscheinlich die gesamten E- Bücher vom Markt nehmen und die ISBN für ungültig erklären lassen, es wird dann für lul.to sehr kompliziert.
        Wir können auch prima von den Printmedien leben.
        Es liegt nur an lul.to den ersten Schritt zu machen, nicht an mir.
        Einen schönen Abend

  5. Kimble sagt:

    “Aber nur weil Spiegelbest bei uns Gastbeiträge geschrieben hat heisst das ja nicht, das wir auch illegal E-Books vertreiben.”

    Aber die URL von illegalen Seiten nennt ihr trotzdem gerne :)

    • dale-gribble sagt:

      Genau wie Google. Und wenn ich auf der Suche wäre, dann würde ich eher dort schauen.

    • ak sagt:

      DAS macht aber auch GOOGLE. Willst du die auch verklagen? Kopfschüttel

    • mario sagt:

      es gab auch mal eine klage gegen den spiegel, oder gegen heise, weil sie in ihren berichten/interviews illegale ebook-seiten verlinkt/genannt haben.

      weißt du wie sich das gericht entschieden hat?
      genau, für den journalismus!
      es DÜRFEN links oder websites genannt werden.
      es geht sogar so weit, dass es gewünscht ist. damit man die angaben der artikel auch überprüfen kann. ;)

      sowas nennt man dann seriösen journalismus.

      • Kimble sagt:

        Tarnkappe und seriöser Journalismus? Lol! Vergleich mal die Anzahl “illegaler” Links bei Spiegel.de mit denen auf Tarnkappe.de … da liegt der Unterschied.

        • mario sagt:

          laber nichts von illegalen links. denn die links von denen du da sprichst, sind nicht illegal!
          die seiten vielleicht schon, aber nicht die links an sich!
          auch nicht die namentliche nennung der seite.
          heißt, es ist egal ob in einer ‘berichterstattung’ die seite ebookspender.me, oder nur ebookspender genannt wird.
          wenn das nicht klar genug ankam, kann ich es dir aber gerne noch einmal erklären. ist kein thema.

          • Kimble sagt:

            Du hast keine Ahnung Junge! Seitenbetreiber haften sehr wohl für die Verlinkung von illegalen Seiten. Warum firmiert man hier wohl mit einer UG? :-) Und zwischen “ebookspender.me” und “ebookspender” ist sehr wohl ein großer Unterschied. Aber scheiß drauf, ist schon peinlich wenn man einen Blog betreibt, der sich nur mit Up- und Downtimes von illegalen Portalen und deren pickligen Betreibern beschäftigt.

            • mario sagt:

              wie gesagt habe ich kein problem damit, es dir noch einmal zu erklären.
              1. habe ich nicht von irgendwelchen seitenbetreibern gesprochen, sondern von journalistischen. also bleib bitte im kontext.
              2. ebookspender.me oder ebookspender war nur ein beispiel. ich denke das sollte klar sein.
              3. ich zitiere mal:

              Dass die Veröffentlichung von urheberrechtlich geschütztem Material verfolgt wird ist nichts Neues. Das aber bereits die Nennung einer solchen Plattform strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht sehr wohl. Dabei hat heise bereits im Jahr 2010 vor dem Bundesgerichtshof bestätigt bekommen, dass Links zur journalistischen Arbeit gehören. Anstatt ihre Energie in solche Klagen zu stecken, sollte die Buchindustrie vielleicht besser neue Vermarktungskonzepte entwickeln um Angeboten wie boox.to von vorne herein den Wind aus den Segeln zu nehmen.

              https://netzpolitik.org/2013/der-tagesspiegel-und-die-zeit-werden-nach-der-nennung-des-namens-einer-illegalen-webseite-verklagt/

              hier die strafanzeige nicht verwechseln mit der klage von 2010.

              4. es gibt genügend informatiosseiten im netz. ja, und sogar zeitschriften außerhalb des netzes. da wird viel über solche seiten berichtet oder es werden links gedruckt etc.
              sei es jetzt der spiegel (egal in welcher form), die zeit, heise, netzpolitik, tarnkappe usw. usf.

              na los, geh und stell’ einen strafantrag.
              (klage wird eh nichts bringen)

              oder tu dich mit jemanden zusammen der betroffen ist.
              vielleicht habt ihr ja mehr glück als die anderen ^^

              • Kimble sagt:

                Lass es einfach. Du hast von rechtlichen Dingen nunmal keinen Plan. Muss mich nicht von Dummschwätzern wie dir belehren lassen. Kind!

                • mario sagt:

                  stimmt, ich habe von rechtlichen dingen keine ahnung. streite ich nicht ab.
                  dafür haben ‘andere’ aber ahnung. und die haben es nunmal für legal erklärt.

  6. ak sagt:

    Hi edoep. Die Scannerszene ist seit es leistbare Scanner gibt aktiv. Die Arbeiten auch heute noch im Untergrund.
    Bleiben aber unter sich. Seit es Retails gibt haben die sich auf alte Heftromane und Bücher spezialisiert, die die Verlage wahrscheinlich nie als E-Book rausbringen werden.
    Damit hat sich auch deren Schonfrist erledigt. Die hatten am Anfang eine Schonfrist für neue Bücher. Mussten mindestens 1 Jahr am Markt sein bevor die Scans veröffentlicht wurden.
    Diese Leute kannst du mit SB oder Lysander nicht vergleichen. Die stecken eine Menge eigenes Geld in ihr Hobby, nur mit dem Ziel, dass alte Bücher nicht verloren gehen.
    Das ist ein ganz eigenes Völkchen. Noch eigenbrötlerischer sind nur noch die Comic-Scanner.

    • ak sagt:

      Er hat/wollte sich da mal wichtig machen. Aber seine Scans waren grottenschlecht :)
      Hat sich keine Freunde damit gemacht. Er hat schon vor den Retail-Zeiten auf die Schonfrist gesch… nur um viele Klicks zu Bekommen.
      PS: Ich schau mal nach obs das Buch gibt. Wenn ja schick ich es dir.

    • Logos sagt:

      Sorry Mylady I think you might be mistaken!

      Allein dadurch, dass eine Person diese Bücher liest entsteht ein Schaden am Markt, da die Person statdessen wahrscheinlich ein neueres Buch gelesen hätte, evtl. sogar vom selben Verlag aufgrund vergangener guter Erfahrungen.
      Auch Teile der Spieleindustrie haben mit dieser Begründung früher oftmals z.Bsp. Fanprojekte Verboten.

      Inwieweit dieses Vorgehen förderlich und diese Denkweise Utopie ist kann man durchaus diskutieren(Alte Produkte wird man nie vom Markt bannen können…). Das ein Schaden durch Altlasten die Wiederentdeckt werden entsteht sollte jedoch selbstverständlich sein.

      Ich wunder mich nur immer wieder wie die Verlage den Vortbestand von Bibliotheken dulden können, wo diese doch sicherlich auch wirtschaftlichen Verlust für die Verlage/Autoren bedeuten. Marinella C.van ten Haarlen und GVU sollten mal darüber nachdenken die Bibliotheken zu verklagen ;)

      • ak sagt:

        Da liegts du aber sehr falsch. Wenn ich ein altes Buch lesen will, dass ich viell. in meiner Jugend gehabt habe, dann suche ich DIESES und nicht ein Neues. Egal von welchen Verlag oder Autor.
        Und wenn ich es nur als Scan oder am Flohmarkt kriege, verdient der Verlag auch nichts mehr.
        Just my 2 Cents.

  7. inc sagt:

    Tolles Thema hier – gefällt mir! Ich finde wir müssen für die arme verbitterte Dame eine Spendenseite einrichten mit dem Ziel €160.000 zu erzielen!!! Von den Einnahmen sollten wir in der Lage sein der verbitterten Dame eine solide Autorenausbildung zu finanzieren die uns vor zukünftigen Peinlichkeiten (s.o.) bewahren müsste

    • Marinella C.van ten Haarlen sagt:

      Ich weder arm noch verbittert, ich verteidige nur mein Eigentum. Für Sie scheint es selbstverständlich, dass man mir meine Urheberrechte wegnehmen kann. Das ist eine Schande. Ihr Zynismus ist unangebracht.

      • inc sagt:

        Auf die Urheberrechte bin ich nicht eingegangen! Ich empfehle nächstes Mal genauer zu lesen… Sie hätten im ersten Satz das “nur” streichen sollen, wirkt unglaubwürdig – ich sage gelogen. Sie sind zu fokussiert und fixiert um neutral zu urteilen und fühlen sich selbst bei belanglosen Meinungen persönlich angegriffen. Professionelle Hilfe wäre vermutlich gesund. Sie sollten Ihre Energie (sowie Ihr Geld) lieber in Ihre Arbeit stecken statt eine nichtsnutzende Jagd zu veranstalten (die sie nicht gewinnen können). Sein Eigentum verteidigen, das versuchen auch Filmproduzenten, Konzerne, etc. und das nicht mit lächerlichen Sümmchen wie die Ihren und auch diese sind nahezu machtlos. Statt sich aufzuregen über etwas was Sie nicht ändern können sollten Sie sich über zusätzliche Presse und Leser freuen (oder auch nicht)…

  8. Esther sagt:

    Sorry, der Kommentar ist zwei Monate alt und er wirkt ausgesprochen hysterisch. Ich denke nicht, dass das irgendwelche Folgen hatte, zumal lul.to gar nicht von den Aktionen betroffen war.

    Der Ärger der Autoren ist natürlich berechtigt, aber Tiraden wie diese ändern nicht das Geringste an der Piraterie. Außerdem kommen sie oft von Autoren, die nichts dagegen hätten sich und ihre Bücher etwas bekannter zu machen.

    Um Missverständnisse zu vermeiden: Wenn eine kommerzielle Buchkultur erhalten bleiben soll muss das Problem Piraterie irgendwie gelöst werden. Die Lösung hat noch niemand gefunden und Gekreische dieser Art dämmt das Problem nicht im Geringsten ein.

    Esther

  9. Hartmut sagt:

    Hui, Südafrika!?!?! Da mag ja so EINIGES möglich sein. ;-) Internationale Zusammenarbeit? Wow! Die funktioniert ja gerade soooo hervorragend!
    Kopfgeld? (Geld, welches man noch nicht hat und dann IT-Firmen, Anwälte, etc. beauftragen? Die Unternehmen möchte ich gern sehen!) Da diese Bereiche ja so “preisgünstig” sind, sollte man im Vorfeld noch paar Bücher verkaufen oder selbst unter die “Buchpiraten” gehen. :-)

    PS. Zu den verlinkten Themen stimmt das Datum nicht so richtig. Wir haben erst 2015 oder arbeitet ihr schon vor? :-)

  10. Berger sagt:

    Wir sehen hier die Wut und den Frust einer sehr verbitterten Autorin(siehe auch Thomas Elbel, vermutlich beide pleite), die keine Ahnung von Gesetzen, der Materie an sich und dem digitalen Zeitalter hat. Hinzu kommt, dass sie sich und ihr Problem dermaßen wichtig nimmt(EU Parlament, wtf?), dass Schizophrenie hier wohl wirklich nicht ganz auszuschließen ist. Außerdem glaube ich kaum dass lul.to den großen Reibach macht…

    • Von Fall zu Fall sagt:

      Thomas Elbel kann man nicht mit der Frau vergleichen.
      Ich denke, das kommt einer Beleidigung sehr nahe.
      Elbel hat erheblich mehr zu bieten als doe Frau.
      Er hat den Dialog gesucht und sich zum Teil extrem kritischen Aussagen gestellt.
      Ich bin nicht unbedingt mehrheitlich einer Meinung mit ihm aber in einigen Dingen hat er recht.
      Da gleich wieder kommt das er eh nicht schreiben kann, mit seinen Büchern sowiso nichts verdient hätte usw, das spielt keine Rolle. Ich habe seine Bücher, wie vermutlich die meisten, nicht gelesen und kann mir dazu kein Urteil erlauben.
      Das er ein bei SB ablästern tut ist nicht verwunderlich. Der hat auch gut ausgeteilt.
      Auch wenn ich doch die Form etwas überzogen fand (auch die von SB als er noch omnipräsent war).

      • Esther sagt:

        Ich habe sie zumindest angelesen,weil ich Dystopien eigentlich ganz gerne lese. Aus meiner Sicht sind sie miserabel. Bei den großen Piratenseiten sind sie ohnehin nicht zu finden.

        Dieses Kokettieren mit Piraterie halte ich einfach für Werbung.

        Esther

    • Marinella C.van ten Haarlen sagt:

      Pleite bin ich lange nicht, ich kenne Herrn Ebel nicht, ich kämpfe nur um meine Rechte und die anderer Autoren und nehme es so wichtig, dass die Politik sich der Sache endlich annehmen muss, dass ich mich von Ihnen nicht als schizophren bezeichnen lasse. Sie sehen das als selbstverständlich, dass ich bestohlen werde, ich jedoch sehe es als Problem, das ich angehen muss.

  11. polytrauma sagt:

    Wer beleidigend wird, wie Frau v.t.Haarlen, hat meist keine echten Argumente mehr, sprich in diesem Fall sind es wohl die ihr fehlenden Beweise. Wer von “zahllosen” Agenturen spricht, hat wohl eher ein oder zwei engagiert. :) Und Petitionen an die Politik? Ha Ha Ha, selten so gelacht. Die haben nur darauf gewartet und mit Sicherheit ist dort auch das Know How vorhanden… Aber gut, wir werden sehen, wann die “internationale Fahndung” nach den Betreibern von lul.to Erfolg haben wird.

  12. badboyoli sagt:

    Ja klar 160.000 Euro. Ist das mal wieder so ne Rechnung die davon ausgeht das jeder der sich ein Buch dieses Verlags illegal gesaugt hat, dieses andernfalls käuflich erworben hätte? Dazu kann ich nur sagen träumt mal schön weiter.

  13. lol sagt:

    Was fürn Name Marinella C.van ten Haarlen XDDDDD heisst es wirklich ten statt den?

  14. Von Fall zu Fall sagt:

    Es gibt in DE kein Beweismittelverwertungsverbot.
    Allerdings kann es sein das vor allem Abhörmaterial nicht verwendet werden darf, wenn die Gewinnung unverhältnismäßig war. Weil sowas eben ein starker Einschnitt in die Privatsphäre ist. Das wird wohl immer von Fall zu Fall entschieden. Also bei Mord ist abhören OK bei schwarzfahren wohl eher nicht :-).
    Das der der illegal abgehört hat vermutlich auch dran ist kann schon sein.

  15. Tarnkappe_Mysterion sagt:

    Als ob bei den Buchpiraten auch nur 1-Cent zu holen wäre. Die wissen doch wie man das Geld sauber wäscht.

  16. Fraglich sagt:

    Selten so gelacht, alles heiße Luft von der netten Dame. Dieses leere Blabla hören die Buchpiraten doch schon seit Jahren, was haben denn die ominösen Privatermittler vor, bzw. wie gehen sie bitte vor? Und wenn dann tatsächlich jemand ausfindig gemacht werden WÜRDE, würde es unsere Strafverfolgungsbehörden immer noch eher wenig interessieren.

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