Glosse mit Cannabis-Bauern, Denuvo mit Backstage Pass & Abzocke

Zeit für eine neue Glosse, denn wieder ist ein Monat vorüber. Hier ein bunter Mix mit spannenden, lustigen oder bescheuerten Geschichten.

glosse tristan smile
Quelle Beitragsbild, thx! (CC0 1.0)

Zeit für eine neue Glosse. Denn wieder ist ein Monat vorüber. Wieder einmal gibt es einen schönen bunten Mix mit spannenden, lustigen oder schlichtweg bescheuerten Geschichten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und Zurückblicken.

Telefonbuch 2.0 – ein Fall für die Glosse

In Österreich hatte die Regierung jahrelang ein sogenanntes „Ergänzungsregister für sonstige Betroffene“ geführt, welches private und höchst sensible Daten enthielt. Diese waren frei zugänglich, ohne die Zustimmung ihrer rechtmäßigen Besitzer. Telefonbuch mal anders, am I right??!

Passwort1234 ?! Klar, das ist meine Online-Banking PIN!

Specops Software hat durch eine Umfrage mal wieder dargestellt, wie wenig der Endnutzer sich über Passwortsicherheit Gedanken macht. Natürlich ist es super bequem, das gleiche Passwort für alles zu nutzen. Aber auch ihr freundlicher Hacker freut sich über diese Leichtsinnigkeit und den Zugang zu Ihrem Online-Banking. Aber es gibt viele tolle Alternativen, wie zum Beispiel Passwort Manager, die einem das Denken abnehmen.  Tun Sie sich doch den Gefallen und lassen den freundlichen Hacker draußen. Dann klappt es vielleicht auch mit dem Urlaub nach Corona.

Glosse reloaded: Hartz IV zu schlecht? Bauen Sie doch Cannabis an!

JuicyFields ist ein neuartiger Service, bei dem man im virtuellen Gewächshaus schon ab 50€ seine eigene Pflanze anbauen kann und an den Erträgen beteiligt wird. Diese Anlageform könnte schon aufgrund des niedrigen Einstiegspreises eine Alternative zur Belastung des Steuerzahlers werden. Also dann mal happy 420 :P

marioWii Sports Resort: Leak Edition

Ein Hacker hat diesen Monat den Quellcode vom GameCube, dem N64 und der Nintendo Wii ins Netz gestellt. Viele andere Dokumente gleich dazu. Obwohl keine Nintendo Switch-Daten dabei waren, können sich Entwickler freuen und nun an der Firmware der Wii und anderen Komponenten herumspielen. Wer da wohl die digitale Tür offen gelassen hat?! Na, dann mal Konnichi Sh*t.

Wie Ihre 600€ ihren Weg zu PayPal finden könnten, lesen Sie hier.

PayPal möchte einen Minderjährigen verantwortlich machen für mehr als 600€. Der Gute soll zwei Apps aus dem Google Play Store bezogen und nicht bezahlt haben. Dank PayPals OneTouch war das überhaupt nur möglich. Dumm nur, dass besagter Minderjähriger nur ein Taschengeldkonto hat. Und noch bedauerlicher, weil dieses Bezahlsystem nicht mal auf seinem Gerät eingerichtet war. Ob PayPal das jetzt verbockt hat, oder ob der Minderjährige ein Milliardär mit Konten in der Schweiz ist, wer weiß!!???? In der nächsten Glosse berichten wir live aus dem malerischen Schloss des Kindes, irgendwo gelegen in den Alpen.

Hallo! Ich bin das BSI und ich hacke Sie.

In einem neuen Gesetzesentwurf soll das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mehr Rechte im Rahmen der Wahrung der IT-Sicherheit erhalten. Mitunter geht’s auch darum, legal Ihren Heim-PC hacken zu dürfen, um Schwachstellen zu beheben und andere Aktionen durchzuführen. Wenn sich also bald Ihr Cursor von selber bewegt, dann wissen Sie jetzt warum.


Denuvo Anti Cheat kriegt Backstage Pass

Nach knapp acht Wochen wurde klammheimlich das Anti Cheat System der Firma Denuvo in DOOM Eternal nachgeschoben. Das System soll sehr aggresiv und sogar invasiv in die Hardware der Nutzer eingreifen. Schade, wenn man sich das Spiel erst gekauft hat. Mal ein Flopp auf ganzer Linie. Das merkte wohl auch der Publisher und hat das Anti Cheat System nach kurzer Zeit wieder entfernt. Wir waren wohl nicht die Einzigen, die das Vorgehen für unangemessen halten. Auf der innersten Kernel-Ebene hat selbst die Irdeto-Tochter Denuvo nichts aber auch gar nichts verloren.

monitor.gif animGlosse: Daten von WeLeakData geleakt. Wait, what?

Die bei Hackern, Crackern und allem dazwischen sehr beliebte Seite WeLeakData wurde vor kurzem selber zum Opfer einer Hackerattacke. Die Daten der Nutzer dieser Seite hat man im Darknet weiterverkauft. Wie ironisch, die Hacker wurden selbst gehackt…

5G will nicht jeder, Abzocke noch weniger

Die Firma BioShield Distribution verkauft Anti-5G-Sticks, die dem neuen Funkstandard die kalte Schulter zeigen sollen. Der Hersteller verspricht, damit könne man bis zu einem Radius von vier Metern dem Elektro-Smog die kalte Schulter zeigen. Nach Untersuchungen musste jedoch festgestellt werden, dass dieser Stick, der ca. 359€ kostet, nichts weiter als ein 6€ teurer USB Stick ist. Von wegen 5G eliminieren! Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, ist der USB-Stick nur 128MB groß. PenTestPartner, die den Stick untersucht hatten, sagten nur: „Wir wussten gar nicht, dass USB-Sticks mit nur 128 Megabyte überhaupt noch hergestellt werden“.

Die nächste Glosse kommt bestimmt…

Verrückte Welt, in der wir leben, oder? Bleiben sie gesund und bis zum nächsten Monat. In vier Wochen spätestens ist Zeit für die nächste Glosse. Ihr Tristan von

Tarnkappe.info.