Bei einer US-Umfrage gaben mehr als 40 % an, dass sie Abo-Dienste wie PS Plus & Co. wegen den überzogenen Preisen gekündigt haben.
Früher beinhalteten Abo-Dienste für Gamer ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Anstatt in den USA 70 Dollar für ein einzelnes Spiel auszugeben, konnte man einst zu einem attraktiven Preis auf Hunderte Spieletitel zugreifen. Doch das ist bei PS Plus, dem XBOX Game Pass oder Nintendo Switch Online nicht mehr der Fall.
Gamer können oder wollen sich PS Plus Essential & Co. nicht mehr leisten
Die Zahlen gab kürzlich Circanas Chefanalyst Mat Piscatella bei BlueSky bekannt. Doch Piscatella schrieb auch, die Statistik solle man bitte nicht missverstehen. Dies heiße nicht, dass insgesamt 41 % aller Abonnements gekündigt wurden, sondern, dass ein wachsender Anteil der Gamer die hohen Kosten als Grund angegeben haben.
Laut dem ‚Future of Insights for Video Games Consumer Survey‘ sieht es bei Nintendo noch düsterer aus. Dort gaben 50 % der Befragten an, sie könnten den Preis nicht mehr mit ihrem Budget vereinbaren, obwohl sie den Online-Dienst eigentlich mochten. Anfang des Jahres lag der Wert noch 10 % niedriger. Bei den beiden anderen Anbietern hat sich nicht so viel verändert, dort waren es im ersten Quartal jeweils 37 % statt 41 %.
Das Einkommen stagnierte leicht…
Das Ganze kommt wenig überraschend. In den USA stiegen die Löhne und Gehälter in diesem Jahr im Durchschnitt nur geringfügig. Wenn man die dortige Inflation mit einbezieht, sieht es noch schlechter aus. Die Kaufkraft pro Stundenlohn war somit leicht rückläufig.
… und die Kosten sind gestiegen
Gleichzeitig ist seit Jahresanfang vieles teurer geworden. Allem voran Grafikkarten, Arbeitsspeicher und auch die Abonnements. Sony gab im Mai für PS Plus Essential für die US-Gamer eine Preissteigerung von mindestens 10 % bekannt.
Doch dieses Jahr zogen insbesondere die Preise der leistungsstärkeren NVIDIA-Karten an. Als Ursache nannte NVIDIA unter anderem höhere Speicher- und Komponentenpreise. Tja, wie schon gesagt, beim Arbeitsspeicher gab es einen deutlichen Preisdruck durch die hohe Nachfrage, vor allem aus dem KI- und Rechenzentrumsbereich.
















