WhatsApp sofort wegen Sicherheitslücke updaten!

Aufgrund einer kritischen Sicherheitslücke in der Anruffunktion von WhatsApp, rät Facebook dringend zum Ausführen eines Updates. Angreifern wird es durch Ausnutzung der Schwachstelle ermöglicht, per WhatsApp-Anruf Spyware auf das Smartphone aufzuspielen. Auch dann, wenn der Teilnehmer den Anruf ignoriert. Die WhatsApp-Crew veröffentlichte am Montag einen Patch. Sie fordern nun die Nutzer auf, ihre Apps so schnell wie möglich zu aktualisieren, berichtet The New York Times.

WhatsApp zählt zu den beliebtesten Messenger-Apps. Laut einer jährlichen Umfrage nutzen 56 Prozent der deutschen Bevölkerung die App auf dem Smartphone. Bezogen werden kann der Whatsapp-Messenger unter anderem für Geräte mit iOS und Android. Mit seiner Hilfe können sowohl Textnachrichten, als auch Bild-, Video- und Audiodateien kostenlos versandt werden. Wie man WhatsApp aktualisiert, erfährt man hier.

WhatsApp sofort updaten!

WhatsApp (Logo)

WhatsApp (Logo)

Aktuell fordert Facebook die Nutzer dazu auf, ein Upgrade auf die neueste Version ihrer App durchzuführen und auch das mobile Betriebssystem auf den neuesten Stand zu bringen, um sich vor Hackangriffen zu schützen, die darauf abzielen, auf Mobilgeräten gespeicherte Informationen abzugreifen. Dass ein Exploid existiert, fanden Sicherheitsforscher von Citizen Lab der Munk School of Global Affairs der Universität von Toronto heraus. Sie wurden von einem Londoner Anwalt beauftragt, sein Smartphone zu überprüfen. Misstrauisch sei er dadurch geworden, weil er einige WhatsApp-Videoanrufe von schwedischen Telefonnummern verpasste. Der Anwalt ist in ein Gerichtsverfahren involviert, in denen der israelischen NSO Group vorgeworfen wird, Tools zum Hacken der Telefone von Omar Abdulaziz, einem saudischen Dissidenten in Kanada, einen Katari sowie mehrere mexikanische Journalisten bereitgestellt zu haben.

Schadsoftware erinnert stark an NSO Group

nso group logoDie Sicherheitsforscher gaben nach den Untersuchungen an, Spyware gefunden zu haben, die den Exploit ausnutzt und die Merkmale der Technologie des Unternehmens NSO Group aufweist. Die NSO Group teilte am Montag in einer Erklärung mit, dass ihre Spyware strikt an Regierungsbehörden lizenziert sei und dass sie „glaubwürdige Vorwürfe des Missbrauchs“ untersuchen werde. Das Unternehmen sei nicht an der Ausforschung des Anwalts beteiligt.

Entwickler entdeckten bereits Unregelmäßigkeiten

Aber auch die Ingenieure des Herstellers entdeckten vor ca. 10 Tagen die „abnormale Sprachanrufaktivität“ auf ihren Systemen, gab ein mit der Untersuchung betrauter WhatsApp-Mitarbeiter bekannt. WhatsApp machte Menschenrechtsorganisationen auf die Bedrohung aufmerksam und erfuhr von Citizen Lab, dass die existierende Sicherheitslücke zur Ausforschung des Anwalts bereits ausgenutzt wurde. WhatsApp informierte, es habe das US-Justizministerium von dem Angriff unterrichtet.

 

Bildquelle: HeikoAL, thx! (Pixabay Lizenz)

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Kommentare

    1. VIP schreibt:

      Das war ja auch eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis so etwas in diesem Ausmaß bei WhatsDreck passiert! Wer weiß, was in der Vergangenheit schon in dieser Richtung alles gelaufen ist, was die Öffentlichkeit bis heute noch nicht weiß und eventuell niemals erfahren wird! :wink:
      Ich bin seit der ersten Stunde ein WhatsApp-Verweigerer und musste mir deshalb bei manchen Arbeitgebern schon vieles dazu anhören, weil ich immer standhaft geblieben bin…
      Es gibt soviele Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit Telefonen ausrüsten, um z.B. im Aussendienst per spezialisierter Firmen-Software mit den internen Netzen und Datenbanken 24/7 verbunden sind und parallel so einen Mist wie WA installiert haben, am Besten noch zur internen Firmenkommunikation, weil’s günstig ist - geiz ist nicht immer geil, wie man nun sieht!!! :metal::joy:

    2. volume schreibt:

      moin moin deswegen habe ich heute gleich ein update bekommen das ist auch nicht das letzte bestimmt lach lg

    3. TRIGGER schreibt:

      Sehe ich genauso wie @vip ,
      ist mit Sicherheit nicht die erste Sicherheitslücke die nun “gestopft” wird!
      Öffentlich werden diese “Bugs” meistens nur wenn ein “Dritter” das Problem
      beim Namen nennt und öffentlich macht…

      Kleinere Probleme, aber auch grössere werden einfach “wegretouschiert”
      wobei einfach bei der Versionangabe stehen wird. “Minor Problem” , also kleine
      Fehler behoben. Das machen allerdings viele Softwarefirmen so…
      Sicherlich wird auch mal “Schweigegeld” an die jenigen gezahlt, die diese
      Fehler aufdecken… *

      Wenn man es genau nimmt, sind einige Softwarefirmen ständig am “stopfen”,
      wobei, wenn man wenn es nicht besser wissen würde, könnte man denken die wären in
      einer “Sockenfabrik” besser aufgehoben… :slightly_smiling_face:

      PS *
      Sind die Sicherheitslücken zu groß, hat das massive Auswirkungen auf den Erfolg
      oder Verkauf einer Software. Da sind die Leute zu Recht sensible…
      Ist ein fataler Fehler in der Software, bedeutet dies unter Umständen so das K.O.
      (Knock Out) des Produktes. (Für die jeweilige “Konkurrenz” ein gefundenes Fressen).

    Kommentieren unter tarnkappe-forum.info