Passwort weitergeben – 51% tun es

Article by · 21. August 2014 ·
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Passwort weitergeben

Thema Passwortsicherheit: Laut einer aktuellen Untersuchung gibt mehr als die Hälfte aller Nutzer ihre Passwörter weiter – an Freunde und Familienmitglieder. Darüber hinaus bleiben sie dauerhaft mit ihren mobilen und stationären Geräten eingeloggt. Die Hälfte der 2.000 Befragten gab zudem an, ihnen sei es wichtiger sich das Passwort merken zu können statt ein sicheres Passwort zu verwenden.

Viele Nutzer gaben bei der Befragung an, sie bleiben auch bei ihrem E-Mail-Anbieter, der Kreditkartenfirma oder beim Online Banking eingeloggt. Dies gilt ebenfalls für Amazon, eBay & Co. oder Online-Bezahldienste. Wer angemeldet bleibt, öffnet Tür und Tor für Fremde. Es mag praktisch sein nicht jedes Mal die Zugangsdaten eingeben zu müssen. Trotzdem sollte man sich jedes Mal komplett ausloggen. Nicht wenige haben sogar einen Zettel an ihrem Monitor befestigt, weil sie ihre Passwörter ständig vergessen. Gruselig: Fast ein Drittel der Befragten gab an, sie kennen die Zugänge von Arbeitskollegen, Familienmitgliedern und Bekannten.

3 von 5 Befragten haben zu einfaches Passwort

Was tut man nicht alles, um sich das Passwort besser merken zu können. Die meisten Anwender verzichten auf komplizierte Passwörter oder Passwortmanager. Viele verwenden noch immer leicht zu merkende Kombinationen (z.B. Vornamen von Familienmitgliedern oder Haustieren) und benutzen ein und dasselbe Passwort auf allen Webseiten. Ganz zu schweigen davon, dass viele Zettel mit sich führen, auf denen die Passwörter notiert sind – der Klasiker ist in der Geldbörse grad hinter der EC-Karte.

Nach Ansicht von Intercede reiche es bei weitem nicht aus, alle digitalen Identitäten mit nur einem Passwort zu schützen. Dafür brauche es viele verschiedene. Wer Kennwörter doppelt oder häufiger benutzt, geht folglich ein großes Risiko ein. Richard Parris, der Geschäftsführer des Unternehmens, ist davon überzeugt, dass es deswegen so häufig zu Identitätsdiebstahl und entleerten Konten kommt.

Auf verschiedenen tragbaren Geräten bleib ein Großteil der Nutzer eingeloggt. Wer eines der Smartphones oder Tablet-PCs in die Hände bekommen sollte, könnte sich auch ohne Nutzername und Kennwort erfolgreich bei Facebook & Co. (76%), bei der Hausbank (45%), Amazon und anderen E-Commerce Anbietern (46%) und zu 54% beim Bezahldienst PayPal einloggen.

Bildquelle: Pixabay

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2 Comments

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    Viel problematischer für Großunternehmen sind die Webaccess-Zugänge, da es einige Nutzer gibt, die sich Apps aufs Handy ziehen und sich damit direkt mit den Firmennutzerdaten über das App den Webaccess-Zugang (MS-Outlook online) einrichten.
    Somit werden die Benutzerdaten und Passwörter direkt in fremde Hände gegeben! Wenn jetzt noch der Zugriff auf einen Rechner der Firma möglich ist, ist dem Hacker Tür und Tor geöffnet

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    Ich arbeite im Privat Support. Die meisten Kunden sind Private jedoch gibt es auch Geschäftskunden (kleine KMUs) die keine eigene IT-Abteilung haben und zu uns kommen.

    Für das einrichten von E-Mail oder dem Microsoft Account (für Office 2013 von Nöten, falls keine OEM Version) lassen sehr viele Kunden ihre Passwörter bei uns. Freiwillig und ohne mit der Wimper zu zucken. Zeigt einerseits das die Leute (hoffentlich auch) vertrauen in uns haben, anderseits aber auch das viele überhaupt nicht darüber nachdenken.

    Sich ständig auszuloggen halte ich jedoch für völlig übersteuert.


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