Passwort weitergeben – 51% tun es laut Umfrage

Laut einer Untersuchung gibt mehr als die Hälfte aller Nutzer ihr Passwort an Freunde weiter. Darüber hinaus bleiben sie mit ihren Geräten eingeloggt.

Passwort
Paswort weitergeben

Thema Das Passwort und seine Sicherheit. Laut einer aktuellen Untersuchung gibt mehr als die Hälfte aller Nutzer ihre Passwörter weiter – an Freunde und Familienmitglieder. Darüber hinaus bleiben sie dauerhaft mit ihren mobilen und stationären Geräten eingeloggt. Die Hälfte der 2.000 Befragten gab zudem an, ihnen sei es wichtiger sich das Passwort merken zu können statt ein sicheres Passwort zu verwenden.

Viele Nutzer gaben bei der Befragung an, sie bleiben auch bei ihrem E-Mail-Anbieter, der Kreditkartenfirma oder beim Online Banking eingeloggt. Dies gilt ebenfalls für Amazon, eBay & Co. oder Online-Bezahldienste. Wer angemeldet bleibt, öffnet Tür und Tor für Fremde. Es mag praktisch sein nicht jedes Mal die Zugangsdaten eingeben zu müssen. Trotzdem sollte man sich jedes Mal komplett ausloggen. Nicht wenige haben sogar einen Zettel an ihrem Monitor befestigt, weil sie ihre Passwörter ständig vergessen. Gruselig: Fast ein Drittel der Befragten gab an, sie kennen die Zugänge von Arbeitskollegen, Familienmitgliedern und Bekannten.

Drei von fünf Befragten haben ein zu einfaches Passwort

Was tut man nicht alles, um sich das Passwort besser merken zu können. Die meisten Anwender verzichten auf komplizierte Passwörter oder Passwortmanager. Viele verwenden noch immer leicht zu merkende Kombinationen (z.B. Vornamen von Familienmitgliedern oder Haustieren) und benutzen ein und dasselbe Passwort auf allen Webseiten. Ganz zu schweigen davon, dass viele Zettel mit sich führen, auf denen die Passwörter notiert sind – der Klasiker ist in der Geldbörse grad hinter der EC-Karte.


Nach Ansicht von Intercede reiche es bei weitem nicht aus, alle digitalen Identitäten mit nur einem Passwort zu schützen. Dafür brauche es viele verschiedene. Wer Kennwörter doppelt oder häufiger benutzt, geht folglich ein großes Risiko ein. Richard Parris, der Geschäftsführer des Unternehmens, ist davon überzeugt, dass es deswegen so häufig zu Identitätsdiebstahl und entleerten Konten kommt.

Auf verschiedenen tragbaren Geräten bleib ein Großteil der Nutzer eingeloggt. Wer eines der Smartphones oder Tablet-PCs in die Hände bekommen sollte, könnte sich auch ohne Nutzername und Kennwort erfolgreich bei Facebook & Co. (76%), bei der Hausbank (45%), Amazon und anderen E-Commerce Anbietern (46%) und zu 54% beim Bezahldienst PayPal einloggen.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.