Mozilla Foundation veröffentlicht Statusbericht zur Internetgesundheit

Die neue Initiative der Mozilla Foundation bemisst mithilfe von Forschungsergebnissen die weltweite "Internetgesundheit". Version 0.1 wurde nun vorgestellt.

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Mozillas neue Open-Source-Initiative bemisst mithilfe von Forschungsergebnissen aus verschiedenen Quellen den weltweiten Stand der „Internetgesundheit“. Die Mozilla Foundation stellt ihre Version 0.1 jetzt vor.

Mozilla Foundation veröffentlicht Statusbericht Internetgesundheit

Die Mozilla Foundation, die unter anderem für den Firefox verantwortlich ist, hat die erste Vorabversion von ihrem „Statusbericht zur Internetgesundheit“ zugänglich gemacht. Durch diese Open-Source-Initiative bemisst die Mozilla-Stiftung die weltweite „Internetgesundheit“, basierend auf politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technischen Faktoren. Der Mann hinter dem Bericht und Chef der Mozilla Foundation, Mark Surman, sieht seine Arbeit ebenbürtig der Umweltschützer der 60er-Jahren – die Arbeit betreffe alle, aber nur wenige Menschen hätten ein Bewusstsein dafür.

Mozilla Foundation

Stück für Stück zur Erkenntnis

Die am Donnerstag veröffentlichte Vorabversion beinhaltet lediglich die fünf elementaren Leitfragen des Statusberichts: „Ist Innovation offen?, Wer ist im Internet willkommen?, Wer kontrolliert das Internet?, Ist es geschützt und sicher?,Wer kann online erfolgreich sein?„. In den kommenden Monaten möchte die Stiftung weiteres Feedback sammeln und Metriken entwickeln. Die finale Version 1.0 ist für das letzte Quartal 2017 angesiedelt. Doch auch dabei soll es sich jedoch nur um Vorab-Version handeln, denn der richtige Statusbericht entfaltet sich erst im Laufe der Zeit.

Die erste Frage beispielsweise beschäftigt sich damit, wie offen das Internet ist. Damit ist gemeint, wie viele Open-Source- (der Report selbst ist auch offen) und Creative-Commons-Werke verbreitet werden. Die eigenen Werke Dritten vergleichsweise freier anzubieten, erfreut sich großer Beliebtheit. So gibt es laut dem Bericht rund eine Milliarde offene Werke. Strikte Urheberrechte oder Risiken beim bloßen Verlinken bereiten nach wie vor Unbehagen.

Wenige haben das Netz für sich

Laut Mozilla sind über drei Milliarden Menschen im Netz. Fernab von technischen Hürden stören Zensur oder Sprachbarrieren. Außerdem bestimmen wenige Global-Player was im Netz passiert – doch Regelungen zur Netzneutralität und Techniken wie die Blockchain lassen die Forscher aufatmen.


Bewusstsein für Datenschutz wächst

Überwachungsgesetze, Identitätsdiebstahl und die Zunahme von Erpressersoftware machen der Internetgesundheit zu schaffen. Dem „Internet der Dinge“ steht die Stiftung kritisch gegenüber, das Risiko für Hackerangriffe und Eingriffe in die Privatsphäre nehme dadurch zu. Aus dem Bericht geht des Weiteren hervor, dass sich immer mehr Menschen um ihre Privatsphäre fürchten.

Bild : Lets’s Encrypt

Vorbildlich verhält sich zum Beispiel die Messenger-App wie WhatsApp wegen der Umstellung auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Zudem nimmt auch die TLS-Verschlüsselung für Websites zu. Beispielsweise kämen bei der Initiative Let’s Encrypt, die sich der Ausstellung kostenloser anerkannter TLS-Zertifikate widmet, alle voll auf ihre Kosten.

Tarnkappe.info