KickassTorrents: Domain wechselt nach Somalia

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KickassTorrents.so ist von den Zugriffszahlen auf Augenhöhe mit dem weltgrößten Filesharing-Portal The Pirate Bay. Rund 450 Millionen Seitenzugriffe werden dort monatlich generiert. Die Domain wechselte kürzlich von Tonga nach Somalia. Bereits im Vorjahr ist es aufgrund von Urheberrechtsverletzungen zu Beschlagnahmungen der Domain gekommen.

Nach Informationen unserer Kollegen bei TorrentFreak richteten sich die meisten Aktivitäten der Rechteinhaber auf die Domain von KickassTorrents. Auf Anfrage teilten die Administratoren mit, dies sei lediglich eine reguläre Rotation der Domain, die in regelmäßigen Abständen vorgenommen wird. Einer der Gründe dafür dürften auch die Domainsperren in verschiedenen Ländern sein, die man damit vorübergehend umgehen kann. Bis die Sperren angepasst werden, dürfte aber nicht viel Zeit vergehen.

Auch wird damit Googles neuer Anti-Piraterie-Algorithmus kurzfristig umgangen, der alle Piratenseiten schlechter als vorher bewertet. In den letzten Wochen hat die Webseite aufgrund der gesunkenen Sichtbarkeit im Web einige Federn gelassen. Lange wird diese Maßnahme nicht anhalten. Bei Google sind bisher alleine mehr als 1.6 Millionen DMCA-Mitteilungen eingegangen, die bewirken sollen, dass bestimmte Suchergebnisse nicht mehr angezeigt werden.

Den Besuchern von KickassTorrents wurde mitgeteilt, dass diese nichts zu befürchten hätten. Man könne die Webseite wie üblich benutzen. Die Weiterleitung auf die neue Adresse funktioniert aber im Gegensatz zur Ankündigung noch nicht. Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen The Pirate Bay und KickassTorrents kann man sich hier beim Web-Analyse-Werkzeug Similarweb anschauen:

kickasstorrents-vs-thepiratebay-similarweb

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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5 Kommentare

  1. drcyber sagt:

    bei mir ist es eine deutsche ip 78.138.99.144 aber das ist zu 100% ein reverse proxy xD

  2. Elangs sagt:

    Mutig. Datacenter bei Amazon in den USA.

    • Tarnkappe_Mysterion sagt:

      Das Datatcenter von Amazon wird nur als Reserve-Proxy dienen. Unteranderen weil dessen Rechenzentren DDos Attacken von mehr als 100gb/s locker wegstecken können.

      • tarnkappe sagt:

        klingt sehr sinnvoll

      • Fpuszy sagt:

        Muss man aber sicherlich trotzdem bezahlen. Und was passiert, wenn Amazon den Stecker zieht?

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