Iridium Browser Update für Windows & Suse Linux erschienen

Der Iridium Browser erhielt kürzlich ein Update. Die Chrome-Alternative ist jetzt mit Version 2020.11 für Windows und Suse Linux verfügbar.

Iridium Browser

Der Iridium Browser erhielt kürzlich ein Update. Die Chrome-Alternative ist jetzt mit Version 2020.11 für Windows und Suse Linux verfügbar. Im letzten Update hat das Programmierteam von Chromium zahlreiche Sicherheitslücken behoben, manche davon waren kritisch. Das Update für macOS dürfte ebenfalls in den nächsten Tagen erscheinen.

Was ist eigentlich der Iridium Browser?

Der Name Iridium stammt übrigens von einem chemischen Element. Der Iridium Browser basiert wie der Google Chrome auf der Code-Basis von Chromium. Doch im Gegensatz zu Chrome hat man bei diesem Browser aktiv verhindert, dass irgendwelche Daten an Google übertragen werden. Auch den kompletten Quellcode hat man vor wenigen Tagen bei GitHub veröffentlicht. Der Hersteller, die Augsburger netITwork GmbH, hat bei diesem Projekt von Anfang an auf Transparenz gesetzt. Doch Iridium ist halt kein komplett neuer Browser. Wer Chrome kennt, wird sich hier sofort zurechtfinden, aber eben auch nichts Neues entdecken.

Der Wegfall der restriktiven Datenumgebungen von Google hat beim Iridium leider zur Folge, dass man sich um jegliche Updates selbst kümmern muss. Die Nutzer werden nicht auf neue Versionen hingewiesen. Erst recht führt der Browser keine automatischen Sicherheitsupdates durch, wie man es von anderen Vertretern durchaus gewohnt ist.


Mit der neuen Version hat das Team von Chromium 20 Sicherheitslücken behoben. Zwei davon hat man zuvor als kritisch eingestuft. Die neue Version soll zudem beim Laden von Webseiten bis zu zehn Prozent schneller sein als zuvor. Die Apple-Nutzer können das noch nicht ausprobieren. Bislang gibt es das Update nur für Windows und eine einzige Linux-Distribution. Wer auf eine Version für Smartphones wartet, den müssen wir enttäuschen. Der Iridium Browser ist und bleibt ein Desktop-Browser. Eine Umsetzung für Android, iOS oder eine andere mobile Plattform ist nicht geplant.

Fazit

iridium

Für manche Organisationen ist Iridium wegen der fehlenden Auto-Updates schlichtweg nicht sicher genug. Für den Privatanwender, der den Chrome mal ganz ohne Datenschnüffelei ausprobieren möchte, legen wir Iridium dennoch wärmstens ans Herz. Wer Überweisungen via Online-Banking oder Krypto-Handelsbörsen durchführt, muss sich halt selbst um die Sicherheit seines Geldes kümmern. In der Vergangenheit sind neue Versionen leider nur vergleichsweise selten erschienen. Selbst dann kam kein Update heraus, wenn ein kritischer Bug bekannt wurde. Das kann einem bei Chrome nicht passieren. Man sieht mal wieder, sich der Datenkrake Google anzuvertrauen beinhaltet halt so seine Vor- und Nachteile.

Wer sich selbst ein Urteil bilden möchte: Das Programm kann man für Debian, openSuse, Fedora, RHEL/CentOS, Windows & macOS kostenlos von hier herunterladen.

Tarnkappe.info

Über den Autor

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.