Hentai: Aiue Oka bittet Fans, seine Werke zu kaufen

Der Hentai Zeichner Aiue Oka wendete sich letzten Freitag auf Twitter an seine Leser. Er bittet sie, die Werke zu kaufen statt die im Web verfügbaren Schwarzkopien zu nutzen. Doch wer die dortige Diskussion verfolgt erkennt recht schnell, dass der Erwerb neuer Hefte nicht ganz unkompliziert ist.


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Anti-Piraterie-Gesetze greifen nicht

Schon vor mehreren Jahren wendete sich der Zeichner Aiue Oka an die Community. Schon damals bat er auch die ausländischen Fans, die übersetzten Werke in Englisch zu kaufen. Ob genügend Werke verkauft werden, entscheide darüber, ob er weiterhin motiviert sei, überhaupt irgendwelche Zeichnungen anzufertigen. Manga-Autorin Kohske appellierte bereits im November des Vorjahres an unser Verantwortungsbewusstsein. Die Problematik zum Thema Urheberrechtsverletzungen besteht in Japan ungebrochen. Auch nachdem die Regierung bereits erste Gesetze erlassen hat, um die illegale Verbreitung derartiger Werke einzuschränken. Selbst das Schließen mehrerer Portale im Frühjahr 2018 hat daran nur wenig ändern können.

 

Aiue Oka entdeckte Schwarzkopien

Nun, drei Jahre später, hat Aiue Oka zwei aktuelle Hefte als illegale Scans im Netz entdeckt. In der Diskussion auf Twitter melden sich diverse Fans, weil sei es leid sind, lange Zeit auf die Übersetzungen neuer Hentai-Werke zu warten. In Chinesisch, Deutsch, Spanisch und manch anderen Sprachen gebe es die Zeichnungen überhaupt nicht, bemängeln andere Diskussionsteilnehmer bei Twitter.

Spenden an Zeichner unmöglich

Auch fehle es an einfachen Spendenmöglichkeiten wie Bitcoin oder Patreon, um den Zeichner der explizit wirkenden Zeichnungen zu entlohnen. Dann könne man dem Autor unter Umgehung des Verlags etwas zukommen lassen. Es gestaltet die Situation auch nicht gerade einfacher, weil sich nicht ein großer Verlag um alle Belange kümmert, sondern mehrere kleine Verlage um verschiedene Teilbereiche der Distribution.

 

Beitragsbild Thorsten Frenzel, thx! (Pixabay Lizenz)

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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