Hacker verdienen jährlich 1 Mio. $ mit geklauten Fortnite Accounts

Laut Data Viper verdienen Hacker viel Geld damit, Datensätze mit gehackten Accounts auf Fortnite und andere Spiele zu überprüfen.

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fortnite Foto Jusuf111, thx!

Laut einem Bericht von Data Viper verdienen Cyberkriminelle pro Woche ca. 40.000 US-Dollar mit dem Verkauf von geklauten Accounts von Computerspielen. Gruppen wie Gnostic Players oder Shiny Hunters haben früher Firmen- und Regierungs-Server gehackt. Mittlerweile haben sie sich auf den Verkauf derartiger Accounts spezialisiert. Die geklauten Zugänge bei Fortnite kosten bei einer reichhaltigen Ausstattung bis zu 2.500 Dollar pro Stück.

Der Verkauf gehackter Fortnite Accounts ist mitunter sehr lukrativ

Nach Angaben der Analysten von Data Viper haben Unbekannte insgesamt bislang rund zwei Milliarden Datensätze gehackt, um sie in Untergrund-Foren oder im Darknet zu verkaufen. Beliebte Ziele sind mittlerweile Spiele wie Fortnite, Roblox, Minecraft und viele andere mehr.

Oftmals müssen die Hacker lediglich alte Datensätze durchforsten, ob die Personen die Passwörter mehrfach benutzt haben. Irgendwann landen sie bzw. ihr Skript einen Treffer. In der Folge können sie sich bei Fortnite oder einem anderen Spiel erfolgreich einloggen. Im Internet sind schätzungsweise etwa 15 Milliarden gestohlene Anmeldedaten aus über 100.000 Hacks verfügbar. Manche davon sogar kostenlos. So etwa vom deutschsprachigen Forum Telefon-Treff.de, wo man den Datensatz kostenlos beim Board xss.is zum Download anbietet.

Hacker verschleiern ihre IP-Adresse beim Login

Um beim Login nicht aufzufallen, benutzen die Täter unterschiedliche Proxy-Server, um ihren Ursprung zu verschleiern. Ansonsten würde die Software des Spiele-Portals früher oder später die die benutzten Accounts automatisch sperren. Die Preise für die geklauten Zugänge variieren abhängig von ihrer Ausstattung von 25 bis zu 2.500 Dollar. Laut dem Report setzen die Hacker jährlich eine Million US-Dollar nur mit dem Verkauf von Fortnite-Accounts um! Von ähnlichen Umsatzzahlen geht auch das Darknet-Newsportal Tape aus, welches man im Tor-Netzwerk unter der Adresse tapeucwutvne7l5o.onion erreichen kann.

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Was kann ich eigentlich als Gamer zu meinem Schutz tun?

Wer früher oder später nicht selbst zum Opfer werden will, muss für jeden Login ein eigenes Passwort nutzen. Und bitte nicht den Namen der Partnerin oder des Haustieres benutzen. Solche Informationen kann man in Windeseile über die sozialen Netzwerke herausfinden. Sollte der eigene Account wertvoll sein, werden die Cyberkriminellen die notwendige Zeit sicher gerne investieren, um den Zugang zu übernehmen und später zu Geld machen zu können. Möglich und effektiv wäre auch der Einsatz eines Passwort-Managers. Dann muss man sich nur noch das Master-Passwort der Software merken.


Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.