Hacker muss fast eine Million Pfund in Bitcoin zurückzahlen

Ein 27-jähriger Hacker aus England, wurde nach einer langen polizeilichen Untersuchung verurteilt und muss nun fast eine Million Pfund in Bitcoin zurückzahlen. Das Geld stammt hauptsächlich von Phishing, Anleitungen zum erfolgreichen Phishing, aber auch vom Online-Handel mit Drogen.


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Bekannt war der junge Hacker unter dem Pseudonym „Courvoisier“. Angefangen hatte alles mit dem Online-Verkauf von Cannabis. Schon bald jedoch wollte er sein Tätigkeitsfeld erweitern: ab 2015 versuchte er mit Phishing groß ins Geschäft einzusteigen. Zwischen Juli und Dezember 2015 führte der Hacker einen Phishing-Betrug durch, der sich als Bestellservice für den Takeaway Just Eat ausgab. Er konnte damals zwar keine finanziellen Daten sammeln, dem Unternehmen entstand aber immerhin ein Schaden von 200.000 Britischen Pfund.

Mehr als 100 Unternehmen betrogen

Betrug

Nach langen Ermittlungen der Mets Cyber Crime Unit stellte sich heraus, dass der junge Hacker es mithilfe einer von ihm geleiteten organisierten Bande geschafft hatte, ca. 78 Millionen individuelle Benutzernamen und Passwörter, sowie 63.000 Kredit- und Debitkartendaten zu sammeln und zu Geld bzw. Bitcoins zu machen. Die so gewonnenen Bitcoin haben die Täter dann geschickt auf verschiedene Konten bzw. Wallets aufgeteilt. Insgesamt konnte die Polizei über 922.978,14 Pfund in Bitcoin beschlagnahmen. Das Geld soll jetzt nach und nach den Geschädigten wieder zurückgezahlt werden.

Weitere 17 Organisationen von Hacker angegriffen

Grant West

Grant West

Die an den Ermittlungen beteiligten Beamten der „Operation Draba“ fanden heraus, dass der Hacker Cyberangriffe auf die Websites von 17 Organisationen zumindest versucht hatte. Darunter u. a. Sainsbury’s, Nectar, Groupon, AO.com, Ladbrokes, Coral Betting, Uber, Vitality, RS Feva Class Association 2017, Asda, die British Cardiovascular Society, Mighty Deals Limited, Truly Experiences Ltd, T Mobile, M R Porter, die finnische Bitcoinbörse und Argos.

Der Laptop, den er dafür benutzte, war der Laptop seiner Freundin. Auch dort fanden die Sonderermittler finanzielle Details von ca. 100.000 Personen. Bei seiner Verhaftung 2017 und anschließenden Durchsuchungen der von ihm angemieteten Lagerräume konnten zudem 25.000 Pfund in bar und ein halbes Kilo Cannabis sichergestellt werden.

Jetzt am 25. Mai 2019 wurde laut einer Erklärung der Metropolitan Police das Urteil gesprochen: zehn Jahre und acht Monate Haft. Die Beschlagnahmungsanordnung über 922 978,14 Pfund wurde am 23. August erteilt und wurde vom verurteilten Hacker nicht angefochten.

Tarnkappe.info

 

Quelle Beitragsbild mohamed_hassan, thx! (Pixabay Lizenz)

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