GVU steht schon in der zweiten Woche unter DDoS !

Die Website der GVU ist schon in der zweiten Woche nicht erreichbar. Die Server brachen diese und letzte Woche unter der Last der DDoS-Attacke zusammen.

Die Webseite der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechts -verletzungen e. V. (GVU) ist seit einigen Tagen nicht mehr erreichbar. Am Wochenende beauftragte man das Webhostingunternehmen 1&1 damit, die Webseite nach einer längeren Downtime wieder online zu stellen. Am Samstag und Sonntag konnte auf gvu-online.de auch zugegriffen werden. Seit Montag ist die Seite allerdings nicht mehr erreichbar.

GVU unter Dauerfeuer

Derzeit erwägt man, möglicherweise einen Dienstleister zum Schutz gegen DDoS-Angriffe einzuschalten. Derartige Dienstleistungen sind aber recht teuer, weswegen es bei der GVU in dieser Angelegenheit offensichtlich noch zu keiner Entscheidung gekommen ist. Die Täter hinter den Angriffen sind bislang unbekannt. Bei der GVU sind nach eigenen Angaben keine Bekennerschreiben o.ä. eingegangen. Derzeit tappt man im Dunklen, weil es aktuell zu keinen Durchsuchungen, Verhaftungen oder anderen Maßnahmen gegen Verdächtige kam.

movie2k.to, movie4k.to, movie2k.tl, g-stream.in, kinox.to oder vibeo.tv – die GVU versucht in allen Fällen die Hintermänner dingfest zu machen. Fest steht, dass die Stilllegung einer Website für mehrere Tage viel Geld kostet. Wer es auch immer auf die GVU abgesehen hat, investiert jede Menge Geld oder verfügt selbst über ein ausreichend großes Botnetz. Eine stundenweise Blockade ist problemlos buch- und bezahlbar, diese DDoS-Attacke ist aber schon über viele Tage hinweg aktiv. Interessant ist allerdings, dass der Blog der GVU nicht von den Angriffen betroffen ist.


Die alte Zentrale der GVU in Hamburg

Auch in der Vergangenheit hatte man es bei vergleichbaren Angriffen stets auf die Hauptseite und nicht auf den Blog abgesehen. Da man DDoS-Angriffe für wenig Geld kaufen kann, wirken die Angebote mancher Booter/Webstresser auf manche Cyberkriminelle durchaus verlockend.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.