E-Book-Markt dümpelt weiter vor sich hin

Der E-Book-Markt dümpelt weiter vor sich hin. Alle drei Monate veröffentlicht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. den E-Book-Quartalsbericht zur aktuellen Entwicklung des E-Book-Marktes. So ist der Absatz von E-Books am Publikumsmarkt in den ersten drei Quartalen 2019 um 3,9 Prozent gesunken. Die Kaufintensität sinkt um 4,7 Prozent. Der Umsatz ist rückläufig um 0,6 Prozent. Mit einem Anteil von 5,7 Prozent Umsatz am Publikumsmarkt ist das E-Book allerdings weiterhin nur ein Nischenprodukt.


Positiver Trend aus 2018 setzte sich nicht fort

Vierteljährlich gibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. in Zusammenarbeit mit GfK Entertainment die neuesten Ergebnisse der Entwicklungen auf dem E-Book-Markt bekannt. Für aussagefähige Zahlen, wie die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze, sorgt das GfK Consumer Panel Media*Scope Buch. In Form einer schriftlichen, repräsentativen Umfrage (ca. 60% online – Anteil steigend und 40% Paper & Pencil) mittels Tagebuch, das von 25.000 Panelteilnehmern selbst kontinuierlich geführt wird, werden alle Einkäufe im Buchmarkt von diesen deutschen Privatpersonen ab einem Alter von 10 Jahren erfasst. Die Ergebnisse rechnet man auf die Grundgesamtheit der deutschen Bevölkerung (67,7 Mio. Menschen) ab 10 Jahre hoch. Man erfasst alle E-Book- Käufe ab einem Verkaufspreis von 0,49 Euro.

Für ersten drei Quartale 2019: E-Book-Markt leicht rückläufig

Der Börsenverein gibt bekannt, dass der E-Book-Markt mit leichter Rückläufigkeit nicht an die guten Ergebnisse des Vergleichszeitraumes vom Vorjahr anknüpfen kann. Schul- und Fachbücher hat man aus der Statistik entfernt. Der Absatz für E-Books hat sich gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum, den ersten drei Quartalen 2018, um 3,9 Prozent vermindert. Das heißt, man verkaufte insgesamt nur noch 23,5 Millionen E-Books. Mit 0.6 Prozent Verlust lag der Umsatz im September bei 147,3 Millionen Euro. Von Januar bis September 2019 konnte der Publikums-Buchmarkt 5,7 Prozent an Umsatz auf E-Books verbuchen.

 

Mit einer um 0,8 Prozent gestiegenen Käufer-Anzahl erwarben die 3,1 Millionen Käufer in den ersten drei Quartalen 2019 durchschnittlich 7,5 E-Books. Das sind 4,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Käufer waren bereit, mehr Geld pro E-Book auszugeben. Sie zahlten durchschnittlich 6,28 Euro für ein E-Book. So stieg der durchschnittlich bezahlte Preis um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Er konnte, nach den geringeren Werten für 2018, wieder an das Level von 2017 anknüpfen. Welche Rolle die E-Book Piraterie in diesem Zusammenhang spielt, wäre natürlich interessant zu erfahren. Man kann Käufer auch durch illegale Wettbewerber verlieren. Auf diesen Aspekt gehen die Quartalszahlen aber leider nicht ein.

Tarnkappe.info

Bildquelle: ivkasap, thx! (Pixabay Lizenz)

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