DDoS als Zensur unerwünschter News: movie2k.tl attackiert uns

DDoS als Zensur unerwünschter Nachrichten? Im Graubereich scheint sich das immer mehr durchzusetzen. Man wirft Steine nach den Autoren.

github, ddos

Gestern stand das IT-Portal gulli.com kurz nach meinem Artikel unter DDoS. Offenbar hatte jemand von movie4k, kinox.to, movie2k.tl, beim RBN oder jemand anderes etwas gegen meine Berichterstattung. Leider ist der Artikel auf gulli.com jetzt nicht mehr verfügbar.

DDoS als Reaktion unerwünschter News

Bis auf wenige Kleinigkeiten entspricht der Inhalt aber meinem Blogbeitrag von gestern. Offenbar wird mein kleiner Blog nicht als gefährlich angesehen, weswegen es diesbezüglich zu keinen Problemen kam. Grundsätzlich finde ich solche Methoden die DDoS asozial. Wieso darf man heutzutage nicht mehr die Wahrheit schreiben?

Ich sehe den Einsatz des DDoS Botnetzes als (erfolgreichen) Zensurversuch an, um unliebsame Botschaften aus dem Web verschwinden zu lassen. Leider ist der Einsatz sehr günstig und ohne großen Aufwand verfügbar. Es gibt ja genügend Anbieter, die ihr Botnetz stundenweise gegen ein kleines Entgeld vermieten. Auf wen dann geschossen wird, ist den Anbietern höchst gleichgültig.

Nun ja, Cloudflare, Blazing Fast & Co. freuen sich zumindest. Solche Aktionen bringen solchen Content Deliverey Network-Dienstleistern künftig deutlich mehr Aufträge.

Beitragsbild: Quelle Pexels, thx! (CC0 1.0)

Tarnkappe.info

Über den Autor

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.