GTA Shark Cards
GTA Shark Cards
Bildquelle: ChatGPT

GTA Shark Cards: Gamer geben bis zu 1 Mio. US-Dollar aus

Im Rahmen des Rockstar-Hacks durch ShinyHunters wurde bekannt, wie viel man mit den GTA Shark Cards verdient. Manche geben Unsummen aus.

Nachdem Rockstar Games es ablehnte, ein Lösegeld zu bezahlen, geraten nun einige interessante Finanzdaten mithilfe der Hacker ans Licht. Jemand hat tatsächlich in einer einzigen Transaktion mehr als eine Million US-Dollar für Shark Cards in GTA Online ausgegeben. Auf der geleakten Liste gibt mehrere Dutzend Einträge mit mehr als einer halben Million US-Dollar pro Transaktion. Auffällig ist, dass viele Nutzer ihre Einkäufe über die Weihnachtstage getätigt haben.

Der Spielehersteller Rockstar Games hat aktuell mit den Folgen eines erneuten Hacks zu kämpfen. Unbekannte erhielten über ein Drittanbieter-Cloud-Tool Zugriff auf unzählige interne Daten, die man kopieren konnte. Der Quellcode kommender Spiele soll aber nach Angaben des Unternehmens nicht vom Hack betroffen sein. GTA 6 soll sowieso erst im November diesen Jahres erscheinen, wie man schon vor einem halben Jahr ankündigte. Die von ShinyHunter veröffentlichten Finanzdaten betreffen übrigens vor allem die Spiele „Grand Theft Auto Online“ und „Red Dead Online“.

GTA Shark Cards

Die GTA Shark Cards brachten dem Unternehmen in zehn Jahren satte 5 Milliarden Dollar ein und dies, obwohl es mehrere Drittanbieter gibt, wo man die digitale Währung online günstiger erwerben kann. Die Gesamtausgaben der Gamer liegen also in Wahrheit noch deutlich höher.

Der Zugang zu Red Dead Online kostet zwischen 19,99 und 99,99 Euro. GTA Online ist übrigens auch kein Free-to-Play-Titel. Wer einsteigen will, muss das Hauptspiel Grand Theft Auto V kaufen oder die eigenständige Online-Version erwerben. Der Preis liegt je nach Plattform und Angebot meist zwischen rund 10 und 30 Euro.

Was sind denn überhaupt GTA Shark Cards?

Das sind Mikrotransaktionen in GTA Online. Man kauft sie mit echtem Geld und erhält dafür die Ingame-Währung GTA-Dollar. Damit kann man sich für das Online-Spiel Fahrzeuge, Waffen, Immobilien und vieles mehr erwerben. Das Ganze ist also eine Art „Pay-to-progress“-System, bei dem der Gamer den größten Fortschritt macht, der auch am meisten reales Geld in den Spielverlauf investiert.

burning dollars

Kritiker bemängeln, der Fortschritt im Spiel fühle sich ohne zusätzliche Investitionen sehr langsam an. Die Preise für Immobilien und Fahrzeuge seien sehr hoch, der Gewinn durch das eigene Verhalten vergleichsweise niedrig. Bei GTA Online muss man ständig dieselben Missionen/Heists spielen, um Geld zu farmen.

Die Monetarisierung richtet sich an wenige Reiche

Während ein Großteil der Gamer gar nichts investiert gibt ein kleiner Teil extrem viel Geld aus, wie der Leak beweist. Das Game Design von Rockstar Games richtet sich zunehmend an die wenigen „Wale“, die viel ausgeben und schon länger nicht mehr an alle Spieler, die mitmachen. Dieses Monetarisierungsdesign ist in den letzten Monaten immer mehr kritisiert worden.

Die Spieler wollen eigentlich nichts weiter als Fairness und Spaß. Der Spielehersteller bzw. Publisher will mehr Umsatz und Wachstum. Das Beispiel GTA Online zeigt recht deutlich, wie sich das Game Design verändert, wenn die Manager eines Unternehmens nur noch Dollarzeichen in den Augen haben. Um diese These zu beweisen, dafür hatte der Hack und anschließende Leak von ShinyHunters auch etwas Gutes.

Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Früher brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert. In seiner Freizeit geht er am liebsten mit seinem Hund spazieren.