50.000 Uploads: Kino.to-Prozess gegen Skyload angelaufen (Update)

Article by · 12. Oktober 2015 ·

skyload screenshot
Seit dem heutigen Montag müssen sich vor dem Leipziger Amtsgericht zwei Männer wegen dem Verdacht auf gemeinschaftliche gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, den Sharehoster Skyload betrieben zu haben. Laut Anklage waren sie ihre besten Kunden, im Laufe der Zeit haben sie auf ihren Servern für Kino.to über 50.0000 illegale Filmmitschnitte hochgeladen.

Obwohl das Streaming-Portal Kino.to von der Polizei bereits im Juni 2011 hochgenommen wurde, sind noch nicht alle Gerichtsverfahren abgewickelt. Heute und morgen stehen vor dem AG Leipzig zwei Männer im Alter von 29 und 32 Jahren vor dem Amtsgericht Leipzig. Im Einzelnen wird ihnen vorgeworfen, den Sharehoster Skyload betrieben zu haben. In enger Zusammenarbeit mit Dirk B. von Kino.to wurden darüber Kopien von TV-Serien und Spielfilmen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Anklage wirft einem der beiden Betreiber vor, er habe eigenhändig mehr als 50.0000 Filmmitschnitte auf seinen Servern hochgeladen.

Die beiden Angeklagten im aktuellen Prozess führten ihren Sharehoster auch nach dem Ende von Kino.to weiter, sie kooperierten nach der Verhaftung von Dirk B. mit Movie4k und KinoX. Der Niedergang von RapidShare und das Aus von Megaupload sorgten vorübergehend für ein erhebliches Wachstum dieses Anbieters. Laut der Google-Tochter doubleclick wurden kurz vor Ende des Betriebs monatlich etwa 6,2 Seitenzugriffe generiert. Man hoffte über die Vermarktung von Online Werbung und den Verkauf von Premium-Accounts hohe Umsätze zu generieren. Ein Großteil der Einnahmen musste aufgrund der hohen Betriebskosten investiert werden, sagte einer der Angeklagten heute vor Gericht. Für ihn sei das Projekt im Rückblick ein Minusgeschäft gewesen. Am morgigen Dienstag wird das Verfahren fortgesetzt.

Richter Mathias Winderlich kündigte am Montag an, für ihr umfassendes Geständnis könnten sie im Höchstfall mit zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung rechnen. Dirk B., der Gründer und Organisator von Kino.to, wurde hingegen 2012 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Weitere Beteiligte erhielten in den letzten Jahren in mehreren Strafprozessen unterschiedlich hohe Bewährungs- und Haftstrafen.

Update: Aufgrund der umfangreichen Geständnisse kam das Gericht schon am gestrigen Dienstag zu einem Urteil. Wie Amtsrichter Mathias Winderlich bekannt gab, wurden die beiden Angeklagten jeweils zu Bewährungsstrafen von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Sie erhielten zusätzliche Geldstrafen in Höhe von 75.000 Euro und 1.500 Euro. Weder Verteidigung noch Staatsanwaltschaft wollen gegen das Urteil in Revision gehen, damit ist das Urteil schon jetzt rechtskräftig.

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4 Comments

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    Das Urteil wurde gestern gesprochen: siehe Update.

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    ITaliban

    “ihren Servern für Kino.to über 50.0000 illegale Filmmitschnitte hochgeladen.” und “er habe eigenhändig mehr als 50.0000 Filmmitschnitte auf seinen Servern”

    Sind es nun 50.000 oder 500.000? Irgendwo ist da eine Null zu viel, oder der Punkt wurde an der falschen Stelle gesetzt.

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    ITaliban

    “ihren Servern für Kino.to über 50.0000 illegale Filmmitschnitte hochgeladen.” und “er habe eigenhändig mehr als 50.0000 Filmmitschnitte auf seinen Servern”

    Sind es nun 50.000 oder 500.000? Irgendwo ist da eine Null zu viel, oder der Punkt wirde an der falschen Stelle gesetzt.

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    Capanero del Bosque

    Pro Monat nur 6,2 Seitenaufrufe? Die Armen, das ist ja wirklich sehr wenig =) Kein Wunder dass das ein Minusgeschäft war…


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