Verkauf von E-Books rückläufig

Konnte der E-Book-Markt im Jahr 2018 noch ordentlich zulegen und befand sich der Absatz auf einem Rekordniveau, so kann das erste Quartal 2019 nicht mehr an diese guten Ergebnisse anknüpfen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels führt diese Einbußen darauf zurück, dass durch die kalendarischen Verschiebung der Osterzeit auch weniger Lesezeit zur Verfügung stand. Das lässt zumindest auf eine Besserung im kommenden Quartal hoffen.

Trägt der Kalender die Schuld an der Flaute?

Während im ersten Quartal 2018 sowohl beim Absatz (15,3 Prozent), beim Umsatz (6,6 Prozent), als auch bei der Kaufintensität (3,1 Prozent) der digitalen Bücher am Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) eine deutliche Steigerung registriert wurde, wird der Vergleichszeitraum 2019 dem nicht gerecht. So brach der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal ein. Er liegt mit 1,4 Prozent darunter. Der Absatz sank im ersten Quartal 2019 um 7,1 Prozent. Einzig konstant geblieben gegenüber dem ersten Quartal 2018 ist der Umsatzanteil am Publikumsmarkt mit 5,7 Prozent. E-Book-Käufer erwarben in I/2019 1,3 Prozent weniger E-Books aus dem Publikumsbereich. Aber auch die Anzahl der E-Book-Käufer sank. Waren es im ersten Quartal des Vorjahres noch 2,1 Millionen, so erwarben 1,9 Millionen Käufer aktuell mindestens ein E-Book. Ein Anstieg um 6,1 Prozent im ersten Quartal 2019 ist zu verzeichnen beim Preis pro E-Book.


Markt schwächelt: E-Books schlichtweg zu teuer?

Die Erhebung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Kooperation mit GfK Entertainment zeigt alle drei Monate die Entwicklung des E-Book-Marktes. Die Studie beleuchtet sowohl die Perspektive der Kunden, als auch die des Handels und der Verlage. Die Ergebnisse stammen aus den Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze, die auf dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch basieren. Daran haben sich insgesamt 25.000 Personen beteiligt. Die Zahlen sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,8 Mio. Menschen. Es werden alle verkauften E-Books erfasst, ab einem Verkaufspreis von 0,49 Euro.

 

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