Anonymität: Tor Browser 6.0 veröffentlicht

tor browser alexander lehmann

Der Tor Browser verbindet die Welt. Grafik von Alexander Lehmann, thx! (CC BY 3.0)

Das Entwickler-Team von Tor gab kürzlich auf dem eigenen Blog die Veröffentlichung von Version 6.0 bekannt. Da der Tor Browser nun auf dem Firefox 45 ESR basiert, ist somit eine bessere HTML5-Unterstützung (u.a. das Abspielen von Videos bei YouTube & Co.) gewährleistet. Mac-Nutzer haben zudem keine Probleme mehr mit dem Apple-eigenen Sicherheitsprogramm Gatekeeper.

Der Vorgänger baute auf den Firefox 38 auf. Nutzer des Updates profitieren von zahlreichen Verbesserungen, die Mozilla seitdem in den eigenen Browser eingearbeitet hat. Unter anderem ist jetzt die Benutzung der Videoplattform YouTube verbessert worden.

Apple-User müssen ab sofort vor der Nutzung von Tor dieses Programm nicht mehr als nicht verifiziertes Programm eines Fremd-Anbieters freischalten. Der Tor Browser 6.0 unterstützt nun das Code-Signing für Mac OS X. Die Sicherheitsfunktion Gatekeeper versucht dementsprechend nicht mehr, die Nutzung dieser Software zu verhindern. Die neue Update-Funktion des Browsers prüft außerdem nicht nur das Zertifikat der heruntergeladenen Update-Datei, sondern auch den Hash-Wert, was Updates sicherer gestalten soll. Auch die DLL-Hijacking-Lücke des Windows-Installers wurde mit der neuen Version beseitigt.

Das Programm ist wie üblich kostenlos für diverse Linux-Distributionen, Mac OS X und Windows erhältlich. Wer anonym bleiben will, sollte auf jeden Fall Plug-ins wie Flash abschalten. Nach einem Download wird dazu geraten, die Browsersitzung zu beenden, weil dadurch die eigene IP-Adresse verraten werden könnte. Auch BitTorrent-Transfers sollen die Anonymität des Tor Browsers unterlaufen.

Die Standard-Suchmaschine der Anonymitätssoftware ist jetzt DuckDuckGo. Die Suchmaschine Disconnect hat momentan keinen Zugriff auf die Suchergebnisse von Google, wie im Blogeintrag der Tor-Entwickler vermerkt wird. Stattdessen bezieht Disconnect die Daten von Microsofts Bing, was „inakzeptabel“ sei.

Wer wissen will, warum die Nutzung des Tor Browsers für sie/ihn sinnvoll sein könnte, der sollte sich das unten stehende Video von Alexander Lehmann anschauen:

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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Ein Kommentar

  1. guteluft sagt:

    braucht kein Mensch, TOR reicht uns :p

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