#OpWhales: Anonymous beschießt Webseiten der Regierung Islands

Article by · 29. November 2015 ·

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#OpWhales: Fast alle Webseiten der isländischen Regierung wurden von diversen Aktivisten von Anonymous für mindestens 13 Stunden vom Netz genommen. Mit der Aktion will man gegen den Walfang protestieren. Die DDoS-Angriffe sollen immer wieder durchgeführt werden, bis der Walfang in Island verboten wird.

Von der gezielten Aktion war auch die Webseite der Firma HB Grandi betroffen, die unter anderem die Walfänge durchführt. hbgrandi.com ist aber wieder in vollem Umfang verfügbar. Auch die anderen Webseiten der Regierung sind nicht mehr von DDoS-Attacken betroffen. Die Sozialdemokratin Katrín Júlíusdóttir kommentierte die #OpWhales mit den Worten, sie erhalte ständig ermüdende Tweets, die sich ohne jeden Sinn gegen den Walfang aussprechen. Mit solchen Tweets könne man nur sehr wenig bewegen. Tauben Ohren könne man schlichtweg nichts predigen, könnte man ihren Tweet übersetzen.

Den Hacktivisten von Anonymous geht es insbesondere um den Schutz von Finnwalen, die laut der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN) als vom Aussterben bedrohte Tierart eingestuft wurde. In vielen Ländern der Erde ist der Fang von Finnwalen seit dem Jahr 1986 verboten. In Island gibt es hingegen eine staatlich festgelegte Walfangquote, die die Anzahl der jährlich zu schlachtenden Tiere beziffern soll. Die Walfangquote vom Dezember 2013 erlaubt den jährlichen Fang von 229 Zwergwalen und 154 Finnwalen bis zum Jahr 2019. Laut Anonymous hat alleine das staatliche Unternehmen Hvalur hf seit dem Jahr 2006 mehr als 500 Finnwale abgeschlachtet, um sie zum Preis von 50 Millionen US-Dollar nach Japan zu exportieren. Kritisiert werden von Anonymous auch die explosiven Harpunen, die das Leiden der Tiere vergrößern und hinauszögern.

Ob man die Walfangquote bzw. ein Verbot alleine durch DDoS-Angriffe beeinflussen kann, bleibt natürlich dahingestellt. Zumindest gelang es den Aktivisten, dass dieses Thema mal wieder in den heimischen Medien behandelt wurde.

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3 Comments

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    Ich bin auch gegen Walfang. Aber ob man so etwas bewirkt, bezweifle ich mal stark. Das ist kindisch und ineffektiv; so ein DDoS hat selten wen überzeugt. Schon gar keine Regierung, die mit ihrer Website nichtmal Geld verdienen muss. Maximal kommt man in die Presse damit, aber das könnte man auch mit etwas eloquenteren Methoden erreichen.

    Wenn die Anons wirklich was ändern wollten, müssten sie in dem Fall wohl ihren Computer verlassen und sich ein Beispiel an Greenpeace nehmen. Aber das ist halt schwierig, teuer und gefährlich. Da lieber DDoS. Im Ernst: ich bin ja für Online-Aktivismus (wohl gemerkt ergänzend zu Aktivismus in der physischen Welt, nicht anstatt), aber das ist mir dann doch ein wenig zu billig.

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    RedDog

    Das bringt doch rein garnichts ! Sowas wie Sea Shepherd müsste es noch viel mehr geben ! Und nicht sowas wie Greenpeace, die nue Sabbeln aber nicht wirklich Handeln !

    Und wen man hört das die 333 Wale abschlachten wollen (zum Wissenschaflichen versteht sich ;) ) gehen mir die Nackenhaare hoch ! Auch wen es krass klingt: Aber die fressen alles und den ist es egal was es ist oder wieviele Tiere es davon noch gibt.

    Ich hoffe es wird den doch noch ein Riegel vor geschoben oder den ihre Schiffe werden Versenkt.

    Oder Anonymous Hackt mal die Boardsoftware von den Schiffen ! Das würde eher was bringen anstatt eine Webseite für 13Std lahm zu legen.

    In dem Sinne …

    • comment-avatar

      Schließe mich da meinem Vorredner an. So was ist wirklich schon ein wenig verhaltensgestört, zumindest bringt es leider überhaupt nichts.

      Im Gegenteil, es behindert bei wichtigen Ermittlungen.


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